London 1895. Auf Bitten seiner früheren Nemesis Sherlock Holmes, mit dem ihn aktuell ein angespannter Waffenstillstand verbindet, wird Professor Moriarty erneut detektivisch tätig. Der Grund ist ebenso simpel wie bestü Ein beruflicher Konkurrent Holmes' wurde überfallen und schwer verletzt, und Dr. Watson ist dringend tatverdächtig.
Bei ihren Recherchen stoßen Moriarty und Molly Miller schon bald auf die Familie Cavendish-Smythe, Teemagnaten mit politischen Ambitionen und einigen dunklen Geheimnissen.
Oliver Hoffmann, geboren 1965 in Mannheim, studierte Germanistik, Politische Wissenschaft und Medienwissenschaft und arbeitete anschließend als wissenschaftlicher Mitarbeiter in einem Forschungsprojekt zum Thema Mediengewalt an der Universität Mannheim. Sein Studium finanzierte er sich als Texter und Übersetzer. 1989 gründete er mit anderen Phantastik-Begeisterten den Verlag Feder&Schwert, dessen Schwerpunkt phantastische Literatur und Rollenspiele sind.
Seine Debüt-Romantrilogie Hiobs Botschaft – zusammen mit dem Kölner Autor Severin Rast – erschien 2001. Seit 2007 bricht sein Boulevard-Theaterstück Alla Gut – Verliebt ins Quadrat alle Rekorde auf Mannheimer Kleinkunstbühnen. Oliver Hoffmann lebt mit wachsender Begeisterung und entschieden zu vielen Büchern in der Quadratestadt.
Wieder wird Professor Moriarty zu einem ungewöhnlichen Fall gerufen. Doktor Watson wurde verhaftet und der Professor soll Watson aus dem Gefängnis holen und den Mord aufklären. Kurz darauf kommt es zu einem weiteren Mord, der wieder Watson angelastet wird. Kann Moriarty zusammen mit seiner Assistentin Molly Miller herausfinden, wer der Mörder ist und Watson damit entlasten?
Gleich zu Anfang bekommt man einen Ausschnitt aus der Vergangenheit erzählt, der für später noch wichtig ist.
Dann wird aus Mollys Sicht erzählt. Zuerst setzt der Professor sie ins Bild und schon geht es los mit den Ermittlungen.
Es hat wieder unheimlich viel Spaß gemacht, den Professor und Molly bei der Recherche zu beobachten. Diesmal kommt auch ein bisschen mehr die Gegenseite, sprich Watson und Holmes ins Spiel.
Der Schreibstil ist sehr packend. Ich konnte mich ehrlicherweise manchmal nicht überwinden, das Buch zur Seite zu legen. Immer wenn ich dachte, nach diesem Kapitel hör ich auf, musste ich weiterlesen.
Es gibt einige Wendungen in der Story und am Ende kommt es zu einem großen Showdown, der mich sprachlos zurückließ. Denn es passiert etwas, mit dem ich so überhaupt nicht gerechnet habe. Vor allem mit Aussicht auf den dritten Teil.
Es ist erfrischend zu lesen, wie sehr Moriarty seine „Feindschaft“ zu Holmes in Szene setzt und die beiden dann trotzdem mal zusammenarbeiten müssen. Der Autor hat sich hier der Gegenseite, sprich Moriarty angenommen, und etwas Frisches und Aufregendes geschaffen. Es ist ihm mit Bravour gelungen, dass man Holmes nicht mag, dafür aber absoluter Moriarty-Fan wird.
Auch Molly ist unheimlich sympathisch. Ich hatte irgendwie überlesen, dass sie erst 15 Jahre alt ist. Ich dachte, sie wäre älter (so 20), weil sie so erwachsen wirkt. Sie hat ein souveränes Auftreten.
Danke an den Verlag und Netgalley für das Rezensionsexemplar!
Dieser Band gefiel mir sehr gut, vielleicht sogar ein wenig besser als Band 1 und ich bin auch schon sehr gespannt, wie es weitergeht, denn gerade zum Ende des Buches gab es noch so einige ziemlich interessante Informationen, die auf jeden Fall noch viel Spannung für die Fortsetzung versprechen. Ich mochte aber auch den Fall hier, Watson als Tatverdächtiger, das war natürlich eine außergewöhnliche Situation für Moriarty. Vor allem, weil er nun Sherlock Holmes helfen muss. Aber es war echt spannend, ich fand es cool Mollys und Moriartys Ermittlungen zu verfolgen, gerade auch, weil ich das historische Setting einfach super cool finde. Und naja, das Ende war episch, definitiv. Es hat super gepasst und ich freue mich nun auf Band 3.