Conrad Clarke, ehemaliger Kampfjet-Pilot und vermeintlicher Verbrecher, erhält erst eine SMS und dann Besuch von keinem Geringeren als Odin. Der möchte, dass Conrad eine vermisste Hexe für ihn findet. Kein Problem, oder? Bevor Conrad "Ragnarök" sagen kann, taucht er in eine Welt voller Götter, Magier, Hexen, Zwerge und einem sehr aggressiven Riesenmaulwurf ein. Seine einzigen sein schräger Humor und seine unkonventionellen Methoden.
So schnell kann es gehen. Da kommst Du als Veteran nach Hause zurück, erhältst Besuch von Odin und fällst in eine unglaubliche Welt voller Magick (aus dem Englischen Magic = Magie, ganz bewusst mit „k“ geschrieben). Mitten drinnen die Hauptfigur Conrad Clarke, der seine Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt. Sowohl mein Anfang zu dieser Rezension als auch der Klappentext implizieren, dass dieses Buch als humorvolle Fantasy geschrieben ist. Dem ist aber nicht so, auch wenn die Hauptfigur recht schräg drauf ist.
Humorvoll ist die Geschichte zwar schon, aber bei weitem nicht so albern wie andere Bücher diesen Genres. Es treffen nämlich in vielerlei Hinsicht zwei Welten aufeinander. Zum einen, die Welt des Allvaters, in der viele glauben, dass Conrad Clarke ein Spielball Odins ist und eh nicht mehr lang zu leben hat. Zum anderen seine sehr unkonventionelle Herangehensweise. Okay, Riesenmaulwürfe, die sich in der Unterwelt bewegen und von denen Odin nichts weiß, weil seine Raben unter der Erde nicht fliegen können, ist dann vielleicht doch ein wenig albern (und auch ein wenig unlogisch).
Die Hauptfigur ist zwar durchaus sympathisch und der Leser kann schon Mitleid mit ihm haben, weil er permanent von anderen auflaufen gelassen wird. Auf der anderen Seite ist dies ein etwas zu häufig angewandtes Stilmittel. Und weil der Autor Brite ist, dürfen die zahlreichen Hiebe in Richtung Harry Potter nicht fehlen. So hatte zumindest ich immer wieder den Eindruck.
Fazit Dieses erste in sich abgeschlossene Abenteuer hatte durchaus seinen Reiz und konnte mich sehr angenehm unterhalten. Die Welt aus zahlreichen Figuren der Sagen und Legenden wurden vom Autor zu einer „individuellen“ Fantasywelt zusammengefügt, die Potential für viele weitere Abenteuer hat. Mir hat es auf jeden Fall gefallen.