Die Lebensgeschichte einr selbstbewussten Frau, die Naturkundlerin, Malerin und wagemutige Reisende war. Dieter Kühn porträtiert Maria Sibylla Merian und entfaltet zugleich das lebendige Panorama einer ganzen Epoche.
Dieter Kuhns Schreibstil ist äußerst eigenwillig - manchmal zu „kreativ“ („Lebensbilder“). Er drängt sich selbst und seine Meinung sehr oft dazwischen, was stört, aber auf eine Weise auch transparent macht wie viele Mutmaßungen in Biografien enthalten sein können. Er stopft die Wissenslöcher nicht mit Kitt, sondern legt sie frei, versucht dabei aber den Leser nicht ratlos auf diese Löcher blicken zu lassen, sondern spekuliert mit wissenschaftlichem Fundament, indem er den Kontext der Zeit vermittelt und Quellen von Zeitgenossen der Merian zu Rate zieht. Ich habe jedenfalls viel über die deutsche Gartenkultur, das Kunstgewerbe und das Reisen im Barock gelernt. Dennoch habe ich es bislang nicht geschafft, das Buch fertig zu lesen - Herr Kuhns Stil strapaziert meine Nerven. Vielleicht versuche ich es irgendwann noch mal, den Faden aufzunehmen, da ich die Persönlichkeit der Merian und Kuhns Suche danach warum sie bis heute so bewundert wird, durchaus interessant fand