Als eingefleischter Fan der Sumpfloch-Saga konnte und wollte ich es mir natürlich nicht entgehen lassen, die "ungemütliche" große Schwester von Sumpfloch zu lesen.
Es hat mich tatsächlich mehrere Monate gekostet, Rabenschwärze zu lesen. Vor allem der erste Band sorgte für einige Verwirrung bei mir; allerdings nicht im Hinblick auf die Handlung, die ich zwar nur erahnene konnte aber doch recht übersichtlich fand, sondern eher in Bezug auf die Heldin, Elsa, die sich mir so gar nicht erschloss.
Elsa war für mich im kompletten ersten Band eine wabernde Gespenstermasse, die mal so und mal so sein konnte und scheinbar selbst nicht so richtig wusste, wer sie war.
Diesen Umstand fand ich extrem irritierend und störend, was auch der Grund war, warum ich das Buch nach einem Drittel trotz der faszinierenden Idee und den verlockenden Details, die wohl Halo Summer's Markenzeichen sind, frustriert zur Seite gelegt hat.
Auch hatte Teil 1 ein paar Stellen, die ich diskret als Längen bezeichnen würde, und mit denen ich wirklich kämpfen musste.
Teil 2 verbessert sich insofern, als das Elsa endlich zu sich selbst findet oder einfach einen Charakter aufgedrückt bekommt. Die verschiedenen Handlungsstränge laufen auch endlich aufeinander zu und alles erschließt sich ganz wundervoll.
Insgesamt kann ich sagen, ohne viel zu verraten, dass ich den zweiten Band dieser Serie wohl immer wieder lesen könnte, aber ich nicht weiß, ob ich mir Teil 1 noch mal antun würde. Die Serie lohnt sich in jedem Fall, denn der Abschluss ist famos.