Amin, one of the most influential economists today, examines the changing notion of crisis in capitalism; misconceptions of the free market model; the various distortions of Marx's method; the role of culture in revolutions; the decline of the "law of value" in economics; the philosophical roots of postmodernism; how telecommunications affect ideology; and the myth of "pure economics."
Samir Amin (Arabic: سمير أمين) (3 September 1931 – 12 August 2018) was an Egyptian-French Marxian economist, political scientist and world-systems analyst. He is noted for his introduction of the term Eurocentrism in 1988 and considered a pioneer of Dependency Theory.
Ein Satz zumeist ziemlich feuriger Polemiken gegen den Ungeist der Zeit. Bemerkenswert ist, dass Amin das in Mitten des allgemeinen Siegesbesäufnisses des Kapitals zwischen dem Ende der Sowjetunion und den ersten neuen großen Krisen mit der Dot Com Bubble und dann der Weltwirtschaftskrise von 2007/09 geschrieben hat und dennoch keine Zweifel an seiner Zuversicht in die Möglichkeit einer besseren Zukunft und die Wissenschaftlichkeit des Marxismus aufkommen lässt.
Neben wirklich spannenden Texten wie seiner Auseinandersetzung mit den noch offenen Möglichkeiten und Notwendigkeiten des Marxismus oder den spaßigen Polemiken gegen die reine Ökonomie gibt es auch die üblichen Schrulligkeiten Amins und seine Arbeitsweise, die ohne jeden Nachweis auskommt. Zumindest gibt's dieses Mal ne Bibliographie.
Ich hab's vor allem gelesen, weil mich sine Kritik an der postmodernen Ideologie interessiert hat. Die ist gut, aber aus heutiger Sicht auch nicht mehr weltbewegend weil doch mittlerweile ziemlich geläufig, so richtig sie auch ist.