Was macht eine gute Mutter aus? Die Gesellschaft zeigt das Bild einer Frau, die alles schafft : Working Mum, Entertainerin, sexy Vamp. Ein Motiv, das auch von den sozialen Medien gefüttert Perfekt inszenierte Wohnungen mit fröhlich-bastelnden, sauberen Kinder werden zur Schau gestellt – geformt von Müttern, die die Kleinen bedürfnisorientiert erziehen und dabei so makellos aussehen , als hätten sie gerade zwei Wochen Wellnessurlaub hinter sich. Ansprüche, die Sina Schröder (@ feelslike_sina) hinter sich gelassen hat. Die Vierfach-Mama beschreibt die ungeschönte Wahrheit : Von Momenten des Scheiterns und des Zweifelns , von ungeduldigen, ungerechten oder überforderten Zeiten , aber auch davon, woher diese toxischen Ansprüche kommen und wie sich Frauen dabei immer mehr verlieren . In Fallbeispielen aus ihrer Praxis als Seelsorgerin, aber auch aus eigener Erfahrung, zeigt sie, dass neue Wege möglich sind. Wie unerlässlich es ist, sich selbst Raum und Anerkennung zu schenken, und dass ein mutiges "Selbst sein" oft der bessere Maßstab gegenüber aufopfernder Selbstlosigkeit ist. Und, schlussendlich, warum es wichtig ist, eine ganz normale Mama zu sein , mit all ihren Ecken und Kanten. Ein Buch für alle Mütter, die das Gefühl kennen, die schönste Aufgabe der Welt zu haben (nämlich unsere Kinder dabei zu unterstützen, ihren eigenen, selbstständigen Weg zu finden) und doch oft an ihrer inneren Kraft und Stärke zweifeln.
Sina Schröder beschreibt viele interessante Gedanken zur Mutterschaft, und geht dabei auf viele aktuelle Themen, die Rolle von Social Media und den oft damit einhergehenden selbst auferlegten Perfektionismus ein. Vor allem der erste Teil des Buches war damit sehr anregend, man macht sich über die eigene Rolle und die eigenen Muster Gedanken. Drei Sterne, da mir das Buch ein bisschen zu autobiographisch war mit einer sehr speziellen Lebensrealität der Autorin, mit der ich wenig anfangen konnte. Vom Cover zu urteilen, hatte ich einfach eher ein etwas neutraleres Sachbuch erwartet.