Der Oberinspektor Maximilia Barner hat den Verdacht, daß Weininger ermordet worden sein könnte und zwar von Leuten, die es eigentlich auf Herzl abgesehen hatten. Am Schluß überführt er sogar die Mörder, kann aber aus politischen Gründen nichts ausrichten. Schließlich wird er verheiratet, betrogen und stirbt. Wieviel davon ist Fiktion?
Ist das hier wirklich von Weininger?
Sieh mich gebeugt mit lockerm Schritte In Mauernähe ängstlich gehen, Verhöhnend dein Gebot der Sitte Nach Füßchen und nach Busen spähn.
Das ist der Weg, der längst bekannte, Zu ihr, der Göttin ohne Scham, Den ich so oft zu gehen brannte und reuig weinend wiederkam.
O Gott, in alle Spiegel schlage Vernichtend deine Faust hinein, Das klare Licht entzieh dem Tage, Dem Bache nimm den Widerschein!
„Und höhnisch schleicht das alte Bangen Der heißbegehrten Lust voran.” Oh!!! Gib dem Laster rote Wangen, Daß ich ihm angstlos frönen kann!
Ein wunderbares Buch, sehr leise. Ich kann nicht sagen, worin die Eindringlichkeit besteht. Daß ungefähr 150 Personen der Zeitgeschichte, vom 13-jährigen Wittgenstein bis zu Einsteins Tante, mehr oder weniger plausibel eingeführt werden, hat mich zunächst eher gestört, bis ich es doch schließlich doch ganz witzig fand.