Sommer in der Eifel. In ganz Deutschland bereitet sich die Bevölkerung im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft darauf vor, die Welt zu Gast bei Freunden willkommen zu heißen. Nur in der Eifel bricht wieder einmal Mord und Totschlag in die Idylle ein. Der Journalist Siggi Baumeister macht sich gerade an seinem Gartenteich zu schaffen, um den Kröten das Paradies auf Erden zu kreieren, da ereilt ihn ein Anruf des Kriminalrats a. D. Rodenstock. Im Stadtforst von Gerolstein liegt eine attraktive Frauenleiche namens Gabriele Sikorski. Als wäre das nicht schon grauenvoll genug, gibt es unweit des Tatorts noch einen grauenvolleren Fund. Dort hat man den zuvor erschossenen Abiturienten Sven Dillinger in der Art Jesu Christi ans Kreuz geschlagen. Schnell findet Baumeister mit Hilfe der Polizei heraus, dass Dillinger auf einer katholischen Eliteschule -- und den dort regierenden Patres als Querulant ein Dorn im Auge -- war. Und er ermittelt, dass beide Morde in engem Zusammenhang stehen müssen. Immerhin stehen die Autos der Ermordeten in trauter Eintracht nebeneinander. Und es existiert das Foto einer Radarfalle, auf dem beide im Porsche der Sikorski zu sehen sind.
Wie immer ein klasse Fall mit tollen, alt bekannten, Figuren. Berndorf liest wie immer selbst. Die Sprechweise und Stimme von Berndorf muss man mögen. Für mich sind die Krimis von Berndorf gelesen immer eine Erholung, auch wenn die Fälle sehr bedrückend sind. Leider ist die Aufzeichnung bei diesem Roman katastrophal schlecht. Berndorf zeichnet seine selbst gelesenen Romane auch selbst auf. In diesem Fall war er wohl schlecht drauf. Die Lautstärke schwankt stark, man hört das umblättern des Manuskripts, er verschluckt Silben. Insgesamt aber wieder ein gures Buch.
Zwei junge Leute sind gefunden, tot. Aber nicht zusammen. Und der Junge ist genagelt auf einem Kreuz. Was ist passiert? Wer hat das gemacht und warum? Siggi hilft das heraus zu finden. Es ist Psycho.
Verwirrungen von Macht, Kirche, Dorfleben und Familie sind gut in einer Geschichte untergebracht. Die Erzählung ist in sich verzwickt und nicht offensichtlich!