Völlig unerwartet wird die fünfzehnjährige Marie von Gabriel, dem Schwarm ihrer Mitschülerinnen, angesprochen. Gabriel vermag die Wesen zu sehen, die sich im Schatten der Menschen verbergen, und in Maries Schatten bemerkt er etwas einen Schwarm gefährlich anmutender schwarzer Feen. Gabriels Angebot, ihr zu helfen, lehnt Marie zunächst ab, doch als es den Feen gelingt, in die Realität einzubrechen, geht sie erneut auf ihn zu. Gemeinsam versuchen sie, das Wesen der schwarzen Feen zu ergründen. Dabei stoßen sie auf eine düstere Stadt aus Obsidian, die Marie einst in ihrer Phantasie erschuf, die jetzt aber von den schwarzen Feen beherrscht wird. Mit Gabriels Hilfe will Marie es wagen, die Obsidianstadt zu betreten, um sich den Feen zu stellen …
Anika Beer ist ein Herbstkind des Jahres 1983 und wuchs in der Bergstadt Oerlinghausen am Teutoburger Wald auf. Das Schreiben und Lesen fantastischer Geschichten begleitet sie seit frühester Kindheit. Außerdem interessiert und begeistert sie sich für Kampfkunst, fremde Kulturen und Naturschutz. Nach dem Abitur lebte sie einige Zeit in Spanien, bevor sie in Bielefeld ein Biologiestudium begann. Nach Abschluss der Bachelorarbeit nahm sie eine Teilzeitstelle an der Universität an, bis sie sich im Juli 2010 als Schriftstellerin selbstständig machte. Bis heute lebt und schreibt sie in Bielefeld.
Die Autorin schafft eine sehr interessante und neue Ebene, auf der Fantasie und Realität verschmelzen und baut gleichzeitig vielschichtige Hauptcharaktere. Ich persönlich fand die Geschwindigkeit, in der die Handlung vorangetrieben wird, als auch den gelegentlichen Wechsel der Perspektiven sehr angenehm und gut mit meinem Lesefluss vereinbar.
Ehrlich gesagt hat mich das Buch positiv überrascht und ich würde auf jeden Fall empfehlen, es zu lesen. Allerdings muss man auch sagen, dass die ganze Thematik durchaus Stoff zum Grübeln gibt und dass die Beschreibungen einiger Schattenwesen ziemlich düster ausfallen, also vielleicht nichts für Leser unter 13.
Rezension: Das Buch lag Ewigkeiten auf meinem SuB, bevor ich es jetzt endlich erlöst habe. Es hat mich ganz gut unterhalten, mehr aber auch nicht. Das größte Problem des Buches ist die Vorhersehbarkeit. Die große „Überraschung“ des Endes wird mehr als deutlich schon vorweggenommen – auf Seite 52. Aber auch kleinere Handlungsdetails, die Liebesgeschichte und die Frage, wer nun eigentlich der Bösewicht ist, sind ziemlich offensichtlich. Das liegt vor allem daran, dass leider einige Klischees bedient, vor allem im Hinblick auf die Bösewichte. Das hat mich wirklich enttäuscht. Aus einigen Stereotypen scheinen wir einfach nicht herauszukommen: Der Mörder ist immer der Gärtner, die Deutschen sind immer Neo-Nazis und so weiter.
Meine Schwierigkeiten hatte ich außerdem mit Protagonistin Marie. Sie ist zickig, ständig beleidigt und eindeutig immer noch pubertierend. Die vollkommen irrelevanten Auseinandersetzungen mit ihren vermeintlichen Freundinnen sind ein solcher Zickenkrieg, dass ich beinahe die Augen verdreht hätte. Hinzu kommt, dass Marie Gabriel anschmachtet als hinge ihr Leben davon ab. Mit den immer gleichen Worten beschreibt sie die immer gleichen Gedanken und Gefühle, die aufkommen, wenn sie in seiner Nähe ist. Daraus besteht im Grunde das erste Viertel des Buches. Zum Glück wird die Geschichte abwechselnd von Marie und Gabriel erzählt. Letzterer ist deutlich reifer und mehr auf die Sache konzentriert, sodass ich während seiner Kapitel ein wenig durchschnaufen konnte.
Als dann die Handlung, die nichts mit Maries zwischenmenschlichen Beziehungen zu tun hat, endlich ins Rollen kam, wurde das Buch aber besser. Die Idee der Geschichte finde ich nach wie vor sehr interessant. Wie Marie ihre Feen hat, so hat jeder Mensch ein Monster in seinem Schatten, das aus Trauer, Wut und Angst besteht. Gabriel kann die Wesen in den Schatten sehen. Und diese Monster müssen unter Kontrolle gehalten werden, obwohl die meisten Menschen nicht einmal davon wissen. Diese Idee hat mich von Anfang an fasziniert und ich war mir eine Zeit lang nicht sicher, ob es sich tatsächlich um ein Fantasy-Buch handelt oder ob das alles bloß Metaphern sind. Letztendlich trifft beides zu, denke ich. Die Monster existieren in der Geschichte wirklich, aber für den Leser ist die Geschichte eine Metapher für den Kampf gegen Ängste, Depressionen und andere negative Gefühle, die manchmal die Kontrolle an sich reißen und mit sozialer Unterstützung besser im Zaum zu halten sind.
Fazit: Das Buch hat mich ganz nett unterhalten. Die Handlung um die Feen ist interessant und die Idee fasziniert mich. Mir gefällt, dass die Kreaturen in den Schatten sowohl echte, physische Monster als auch metaphorische, psychische Gegner sind. Gleichzeitig war die Handlung aber leider sehr vorhersehbar. Es werden eine Menge Klischees und Stereotype bedient. Auch konnte ich mit Protagonistin Marie nichts anfangen. Zwischen den Zickenkriegen mit ihren vermeintlichen Freundinnen und ihrer dauerhaften Schwärmerei für Gabriel kommt sie kaum zur Geltung. Insgesamt vergehe ich an „Als die schwarzen Feen kamen“ daher drei Schreibfedern.
"Sie suchen und finden, denn die schwarzen Feen wollen in unsere Welt!"
Inhalt: Marie bleibt lieber im Schatten ihrer Freundinnen, sie verhält sich unauffällig und steht immer wieder schwere körperliche Anfälle durch. Doch dann wird sie eines Tages von dem Schulschwarm Gabriel angesprochen, der sie auf geheimnisvolle Schatten und eine andere Realität anspricht. Maries Welt gerät ins Wanken. Gibt es eine Verbindung zu ihren jahrelangen Anfällen? Gemeinsam kommen sie dem Geheimnis auf die Schliche und treffen dabei nicht nur auf bösartige schwarze Feen, die in Maries Welt eindringen wollen, sondern auch auf Gabrieles eigenes Geheimnis. Vertrauen sich beide genug um diese Zeit durchzustehen? Denn die schwarzen Feen werden ungeduldig und sollten nicht unterschätz werden …
Meinung: “Als die schwarzen Feen kamen” ist der erste Fantasyroman der deutschen Autorin Anika Beer, die sich mit ihrem Roman vor allem an junge Leser richtet. Der Roman ist eine fantasievolle Mischung aus einer Fantasiegeschichte und einer Liebe zwischen zwei jungen Menschen, die sich vertrauen müsse.
Die Geschichte handelt von der jungen Marie. Sie leidet seit Jahren schon unter schweren Anfällen. Niemand kann ihr wirklich helfen, außer ihrem Therapeuten Dr. Roth. Als auf einmal ein schwerer Anfall sie erreicht und ihre Mutter kurze Zeit später schwer krank wird, gerät Maries Leben ins Wanken. Sie träumt immer wieder von unheimlichen schwarzen Feen, die darauf zielen, in ihre Welt zu gelangen. Dann spricht sie plötzlich der Schulschwarm Gabriel an, der sie entdeckt hat und sich um sie sorgt. Denn er sieht die geheimnisvollen Schatten, die jeden Menschen umgeben und die in eine andere Realität gehören. Er merkt, dass etwas mit ihr nicht stimmt und will ihr helfen. Gemeinsam wollen sie dem Geheimnis um die Schatten und Maries schwarzen Feen auf die Schliche kommen. Auf ihrer Suche nach Antworten kommen sich Gabriel und Marie zudem näher und näher, bis sie am Ende vor einer Aufgabe stehen, die Marie bewältigen muss.
“Als die schwarzen Feen kamen” ist ein optimaler Roman für Leser ab 12 Jahre. Die Geschichte ist spannend und handelt von der zarten Liebe, die sich zwischen Marie und Gabriel langsam entwickelt. Allerdings ist diese Beziehung nur Bestandteil der Handlung, nicht der Schwerpunkt. Vorwiegend handelt die Geschichte von den Schatten, die Gabriel zu sehen scheint und Maries mysteriösen schwarzen Feen.
Die Handlung der Geschichte ist zart und zugleich spannend für junge Leser zu lesen. Der Fantasieanteil in “Als die schwarzen Feen kamen” ist keine zu schwere Kost, sodass junge Leser problemlos einen Einsteig in die Geschichte finden können.
Der Schwerpunkt handelt besonders von der Welt, in der die schwarzen Feen leben und welche diese fiesen Wesen unbedingt verlassen wollen. Die Geschichte wirkt beim Lesen kreativ und phantastisch, ohne lange Erklärungen. Für ältere Leser wirkt die Story dann wahrscheinlich doch ein wenig zu einfach bzw. fehlten mir beispielsweise mehr Informationen und Eindrücke über diese neue Welt von Marie und ihren schwarzen Feen. Die Idee wurde trotzdem sehr schön und fantasievoll umgesetzt, aber nun eben für eine andere Zielgruppe, die wohl eher verwirrt wäre von zu viel Input.
Dazu kommt dann noch der “böse” Part in “Als die schwarzen Feen kamen”. Maries schwarzen Feen werden furchterregend beschrieben und sind relativ gemeine und fiese Wesen. Der Gruselfaktor ist eindeutig da, für jung wie für alt, aber das Böse wird hier nicht zu extrem dargestellt, sodass das Buch für Leser ab 12 Jahre sicherlich sehr lesenswert ist. Man merkt beim Lesen dadurch aber auch, dass die Handlung sehr spielerisch fugiert und sich somit stark an junge Leser richtet. Die Geschichte ist sehr einfach strukturiert. Es gibt beispielsweise zwischen Marie und ihren Freundinnen sehr klischeehafte Situationen und zudem recht einfach gehaltene Charaktere. Für ältere Leser mag dies ein wenig zu einfach sein, für jüngere Leser ist dies natürlich sehr passend gewählt, um einem übersichtlichen Plot folgen zu können.
Allerdings ziehe ich an dieser Stelle einen Stern ab, denn am Charaktere von Gabriel erkennt man, dass die Autorin auch ihn ein wenig zu schwach gezeichnet hat. Zu ihm gibt es selbst gegen Ende sehr wenige Informationen, wo mal als Leser doch unbedingt mehr über den mysteriösen Jungen, der Schatten sehen kann, erfahren möchte.
Im Gesamtpaket ist “Als die schwarzen Feen kamen” ein lesenswerter Roman vor allem für junge Leser. Natürlich mag der Roman auch Leser ab 18 aufwärts gefallen, denn die Geschichte ist verspielt fantasievoll, ohne große Regeln und Gesetzte. Allerdings ist dieser Punkt dann auch ein mögliches Manko, denn die Geschichte wirkt sehr einfach. Dieser Eindruck erhält sich durchweg aufrecht. Dazu gibt es kaum Fakten und Informationen, da der Plot zum Ende hin sehr zügig wird und die Ereignisse, die am Anfang noch sehr spannend und aufregend wirken, dann eher in den Hintergrund geraten.
“Als die schwarzen Feen kamen” ist ein schön zu lesender Roman, dem aber der gewisse Pfiff fehlt. Dennoch gibt es 4 Sterne, denn höchstwahrscheinlich empfinden Leser, die ein paar Jahre jünger sind, den Roman sicherlich ganz anders.
Der Schreibstil in “Als die schwarzen Feen kamen” ist sehr einfach gehalten und somit sehr gut geeignet für junge Leser. Der Roman liest sich trotz 448 Seiten sehr schnell, denn nicht nur der Schreibstil wie auch Dialoge sind sehr dezent formuliert, sondern zum Ende hin wird auch das Tempo der Geschichte flotter. Die Handlung wird meist aus der Sicht von Marie erzählt. Dazu kommt dann ab und an Gabriel, sodass man auch als Leser mehr über die Schatten erfahren kann. Insgesamt sind zudem noch vier weitere Abschnitte, in denen jemand aus der “anderen” Realität berichtet, Diese Textpassagen fand ich aber immer etwas zäh, auch wenn sie wichtig für den Verlauf des Plots waren.
Das Cover hat mich wirklich überrascht. Meiner Meinung nach bilden die schwarzen und glänzenden Schmetterlinge einen wahren Eyecatchter. Mir gefällt nicht nur das Cover hervorragend, sondern auch das Layout im Inneren. Die Kapitelüberschriften werden immer mit kleinen Schmetterlingen gekennzeichnet und auch die Aufteilung des Textes ist prima zu lesen und vor allem übersichtlich.
Fazit: “Als die schwarzen Feen kamen” ist ein sanfter und dennoch auch spannender Fantasieroman, der für jüngere Leser sicherlich sehr empfehlenswert ist. Der Jugendroman ist eine ideenreiche Mischung aus einer Liebe zwischen zwei jungen Menschen und einem Schuss kreativer Fantasie. Ich vergebe 4 gute Sterne für eine gelungene Geschichte, die aber wahrscheinlich ältere Leser etwas zu einfach erscheinen mag.
Leider konnte ich mit dieser Geschichte nicht so viel anfangen. Das mag einerseits daran liegen, dass ich dem Zielpublikum nicht entspreche - dafür bin ich schon zu alt ;) Andererseits haben mich viele Passagen, so wie z.B. "das Schmachten", das hier angesprochen wurde, überhaupt nicht gestört. Ich vermute, dass es vielmehr auf dem Weltkonzept beruht hat, das für mich eben nicht wirklich "Fantasy" ist, sondern vielmehr paranormale Erklärung für tatsächliche Zustände. Auch der Plot konnte mich nicht so recht mitreißen. Schade eigentlich.
3,75 ✨ Super neue kreative Idee, aber leider etwas holprige Umsetzung. Am meisten gestört hat mich das absolut unreife und unfassbar kindische Verhalten der Protagonisten sowie die teilweise etwas zu überzogene Klischeeanwendung
Ich hab das jetzt nicht aktuell gelesen und kann nicht wirklich sagen, ob das fr nh gutes Buch war, aber das kam gerade so in meinen Kopf. Ich hab das früher gelesen und damals war das SO NH BANGER. It changed lives (meins)!!
The book lacked a lot in explanaitns at the right time. often i got confused for chapters until finally an explanation followed. All of the book was written too datailed nd not moving forward enough.
Der erste Satz:„Dick und undurchsichtig türmten sich die Nebelschwaden am rotvioletten Himmel.“
Das Äußere: Das broschierte Exemplar hat eine sehr gute Qualität. Nachdem vor mir schon ein paar Lesestationen waren, halten die Seiten immer noch perfekt, und der Buchrücken ist noch kaum „rundgelesen“. Die auf dem Cover sichtbaren schwarzen Feen sehen für mich eher aus wie Schmetterlinge – was dem recht unheimlichen Charakter des Titelbildes aber nicht schadet. Schemenhaft ist der Umriss einer Gestalt zu sehen – die schwarzen geflügelten Wesen scheinen auf sie zu warten.
Das Innere: Wir alle sind von Schattenwesen umgeben - nur sehen können wir sie nicht. Bei Gabriel ist es anders - er erkennt als einziger diese Schattenwesen. Als er in Maries Schatten neben schwarzen Feen noch etwas anderes Ungewöhnliches entdeckt, versucht er, sie zu warnen. Gemeinsam versuchen sie, etwas gegen die drohende Gefahr zu unternehmen, die mehr und mehr auf Familienmitglieder und Freunde übergreift. Aber welche Rolle spielt dabei die Obsidianstadt, in der Lea mit Hilfe eines namenlosen Ritters an ihrer Seite gegen die Schatten angehen muss, die auch ihre Umwelt nach und nach zu verschlingen scheinen?
Das Wesentliche: Marie soll laut Klappentext erst 15 Jahre alt sein. Mir erschien sie älter und reifer, besonders im Vergleich zu ihren beiden Freundinnen Theresa und Jenny, die vor allem Jungs, Musik und Kosmetik im Kopf haben und über kaum etwas anderes reden können. Gerade Maries beste Freundin Theresa enttäuscht sie immer wieder – eigentlich trifft sie sich nur dann mir ihr, wenn sie dadurch einen Vorteil erzielen kann. Marie durchschaut dieses Spiel sehr genau – ist jedoch besonders zu Beginn noch nicht in der Lage, sich ihr gegenüber zu behaupten. Das verändert sich allerdings im Laufe des Romans. Man merkt förmlich, wie Marie durch die Geschehnisse immer reifer wird – und gerade dann Verantwortung übernehmen kann, wenn es darauf ankommt.
Marie ist eine Halbwaise: Ihr Vater ist ums Leben gekommen, als Marie noch recht klein war. Dieser Schicksalsschlag hat ihr so sehr zugesetzt, dass sie schon seit langen Jahren in Behandlung bei einem Psychotherapeuten ist. Wenn Marie beschreibt, dass die Praxis ihres Therapeuten für sie voller Licht und wie eine zweite Heimat ist, dann glaubt man ihr das unbesehen und kann es richtig nachempfinden. Der Leser erlebt mit, wie Marie mit der Hilfe des Psychologen wieder zur Ruhe kommt und aufatmen kann – das ist schön gemacht.
In ihrem Debutroman „Als die schwarzen Feen kamen“ schafft Anika Beer aber genauso mühelos den Übergang von der Realität ins Übersinnliche. Dieser Übergang geschieht für den Leser nicht abrupt und schnell, sondern ganz sanft, indem mehr und mehr übersinnliche Elemente in die Geschichte eingewoben werden. Vor allem dieser geruhsame Übergang „auf die andere Seite“ hat für mich den besonderen Charakter des Buches ausgemacht. Besonders die Grundidee, dass sich aus jedem dunklen Gedanken eine schwarze Fee manifestiert, gefiel mir gut.
Einige Kapitel spielen in der "Obsidianstadt", deren Hintergründe sich erst im Laufe des Buches erschließen. Hier gibt es ebenfalls ein junges Mädchen (Lea), das sich gegen dunkle Wesen zur Wehr zu setzen versucht. Und auch sie hat genau wie Marie einen Vertrauten an ihrer Seite, auf den sie sich blind verlassen kann. Anika Beers literarische Ausflüge in diese Obsidianstadt haben die Entwicklung des Handlungsablaufs für mich noch spannender und vielfältiger gemacht.
Gabriel ist mein persönlicher Held der Geschichte. Er ist derjenige, der Maries schwarze Feen entdeckt und sich trotz der Möglichkeit, dass diese Tatsache total falsch bei Marie ankommen könnte, ihr gegenüber offenbart. Er tut dies behutsam und sehr zurückhaltend, denn auch er lebt mit einer Bestie in seinem Schatten. Marie und Gabriel werden im Laufe des Buches nicht nur zu Schicksalsgefährten, sondern zu richtig guten Freunden, zwischen denen es mehr als einmal auch richtig knistert - jedoch nie soviel, dass es der restlichen Story schaden würde. Die Liebesgeschichte zwischen den beiden ist für meinen Geschmack genau richtig dosiert.
Der Kampf gegen die Schattenwesen läuft übrigens manches Mal richtig heftig ab - man braucht also keineswegs davon ausgehen, dass die Geschichte irgendwie plüschig aufgemacht wäre, denn das ist ganz bestimmt nicht der Fall. Sie ist im Gegenteil richtig schön düster und unheimlich!
Das Fazit: Ein ganz tolles Debut der Autorin Anika Beer – ich werde mir ihren Namen sicher für die Zukunft merken. Vom Spannungsbogen her und auch sprachlich ist das Buch richtig toll gemacht. Dazu zwei Hauptcharaktere, die man von Beginn an mag. Mehr braucht ein solcher Roman nicht, um lange im Gedächtnis zu verweilen. Klare Leseempfehlung!
"Als die schwarzen Feen kamen" von Anika Beer ist eine Jugendroman, angesiedelt im Fantasygenre, der auch mich als Mitzwanzigerin faszinieren und verzaubern konnte.
Zum Inhalt: Die 15-jährige Marie ist seit dem Tod ihres Vater in psychotherapeutischer Behandlung. Ihre Nagstzustände, die eigentlich überwunden schienen, kehren nach einem Streit mit ihrer Freundin plötzlich zurück. Nur der zwei Jahre ältere Gabriel erkennt, was sich bei Marie verändert hat. Er sieht die Wesen, die sich im Schatten eines jeden Menschen aufhalten und Maries schwarze Feen sind dabei ihren Schatten zu verlassen und sich einen Weg in die reale Welt zu schaffen. Als er sie warnen will, ist es schon zu spät. Um die Feen wieder unter Kontrolle zu bekommen muss Marie sich einer Phantasiewelt aus ihrer Kindheit stellen, die sie seit dem Tod ihres Vaters nicht mehr besucht hat: Die Stadt aus Obsidian...
Die Geschichte beginnt gleich sehr spannend und gruselig. Der Prolog entführt den Leser in eine fremde Welt. Dort lebt Lea mit ihrem einzigen Freund, dem stummen und gesichtslosen "Maskierten". Sie muss mit ansehen, wie ihre Stadt im Nebel verschwindet, einem Nebel, der alles verschlingt und nicht und niemanden wieder frei gibt. In ihrer Verzweiflung bleibt ihr nichts anderes übrig, als das Hilfsangebot der schwarzen Feen, richtig unheimliche Wesen mit spitzen Zähnen und ledrigen, faltigen Gesichtern, anzunehmen, ohne aber wirklich zu wissen, was dieser Pakt wirklich bedeutet.
Dann ist der Leser plötzlich in der Realität. Die 15-jährige Marie ist abgesehen von ihren Angstattacken ein ganz normales Mädchen, das sich mit ihrer Mutter und nun auch mit ihrer besten Freundin Theresa streitet und sich - typisch Pubertät - einfach nur missverstanden fühlt. Dass Gabriel, der Junge aus der Oberstufe für den Theresa schon seit Ewigkeiten schwärmt, plötzlich Interesse an ihr zeigt, macht ihre Situation nicht besser und, was er ihr zu offenbaren hat, von schwarzen Wesen in ihrem Schatten und einem Tor in eine andere Welt, kann und will sie nicht glauben. Marie ist nämlich nicht nur ein sympathischer Charakter, sondern auch ein sehr authentisch wirkendes junges Mädchen, das nicht naiv und hilflos ist, sondern anfängt, eigene Prioritäten zu setzen und für ihre Überzeugungen einzustehen. Eine wirklich gelungene Protagonistin, die man schon nach wenigen Seiten ins Herz geschlossen hat.
Erst als sich in Maries Umfeld unheimliche Dinge ereignen, beginnt sie, Gabriel Glauben zu schenken, lernt ihn dabei besser kennen und entdeckt ungeahnte Gefühle für ihn. Gabriel ist der undurchsichtigere Charakter in diesem Roman. Er verbirgt ein großes Geheimnis. Er kann die Schattenwesen der anderen Menschen sehen und hat es überdies geschafft, seine eigene Bestie zu unterwerfen. Gabriel ist hilfsbereit und trotz seines eigenen schweren Schicksals mitfühlend. Beide Protagonisten, sowohl Marie als auch Gabriel, die durch einen personalen Erzähler abwechselnd im Fokus der Kapitel stehen, sind somit abwechslungsreich, sympathisch und interessant.
Die Gefühle, die beide füreinander entwickeln, sind nicht übereilt oder kitschig, sondern sehr zurückhaltend , sodass sie ebenso natürlich wirken wie die Charaktere selbst und den glaubwürigen Beginn einer jungen Liebe darstellen, ohne die Fantasyelemente der Geschichte in den Hintergrund zu drängen. Sehr erfrischend ist auch, dass sich das Buch durch seine rein menschlichen Liebenden, von denen nicht einer, wie sonst so häufig, einer anderen Spezies angehört, deutlich von den meisten anderen Fantasy-Jugendbüchern abhebt und außerdem ganz entgegen dem Trilogie-, Tetralogie-, "Endloslogie"-Trend als Einzelband daherkommt, der trotz offenem Ende auch keine Fortsetzung verlangt.
Die Fantasywelt, die in "Als die schwarzen Feen kamen" erschaffen wird, ist recht ungewöhnlich und lebt von gruseligen Momenten und der kreativen wie auch unheimlichen Idee, dass hinter jedem Menschen ein bestialischer Schatten lauert. Die Geschichte lässt wie auch das Ende viel Raum für die eigene Phantasie und erzeugt durch eine hohe Spannung und eine wundervolle Atmosphäre beim Lesen fast durchgehend Gänsehaut. Dazu trägt natürlich auch der detailiert beschreibende, schöne Schreibstil der Autorin bei, der dem Roman eine ganz besondere, bedrohliche Stimmung verleit und einen die winterliche Kälte als Leser beinahe selbst spüren lässt. Auch der Prolog und die "Interludien" lassen die geheimnisvolle fremde Welt im Nebel hinter Maries Schattentor sehr real erscheinen und rufen dem Leser die traurige Stimmung dort immer wieder vor Augen.
Fazit: Interessante Idee, schön umgesetzt, mit liebenswerren Charakteren und viel Gefühl. Ein Roman mit hohem Gänsehaut-Potential und viel Spannung. 5 Sterne.
Der Einstieg in das Buch fällt recht schwer, da der Leser im Prolog mit Ereignissen konfrontiert wird, die nicht wirklich erklärt werden und die nur schwer verständlich sind. Sie scheinen in einer Art Parallelwelt zu spielen, es ist immer wieder die Rede von einem Maskierten und es wird nicht wirklich deutlich, was da eigentlich vor sich geht. Auch in den Zwischenspielen wechselt die Handlung immer wieder in diese Zwischenwelt, die anfangs sehr verwirrend ist. Aber nach und nach lüften sich viele Geheimnisse und die Geschehnisse zu Beginn des Buches bzw. in den Zwischenspielen lassen sich schließlich auch erklären.
Dem Buch liegt die Idee zugrunde, dass aus jedem bösen oder traurigen Gedanken eine schwarze Fee schlüpft, die die glücklichen Erinnerungen frisst. So hat man Marie zumindest jahrelang ihre schlechten Träume, ihre merkwürdigen Anfälle und ihre Ängste erklärt. Dass viel mehr dahinter steckt, muss Marie auf sehr schmerzvolle Weise erfahren: Ihre Mutter liegt von einem Tag auf den anderen völlig apathisch auf dem Sofa, ist zu schwach, um sich zu bewegen und möchte am liebsten nur noch schlafen. Um sie herum sieht Marie einen Schwarm geflügelter Wesen, schwarze Feen, die ihrer Mutter die Kraft zu rauben scheinen. Die schwarzen Feen tauchen in vielen Szenen immer wieder auf und sorgen für eine düstere und unheimliche Stimmung, die von der Autorin sehr gut eingefangen wurde. Die geflügelten Kreaturen verursachen Gänsehaut und sind einfach gruselig. Überhaupt sind sie völlig neue Wesen, über die im Bereich der Jugend-Fantasy noch nicht viel geschrieben wurde.
Marie ist natürlich völlig verzweifelt und panisch und bekommt unerwartet Hilfe von Gabriel, einem jungen Typen von ihrer Schule, der Marie zur Seite steht und zusammen mit ihr ein unerwartetes Abenteuer erlebt. Sowohl Marie als auch Gabriel sind sehr sympathisch und bildhaft gezeichnet. Marie ist ein freundliches junges Mädchen, das durch ihren Charme und ihre Offenherzigkeit besticht. Sie wirkt authentisch dadurch, dass die Autorin auch ihre Freundschaft zu Klassenkameradinnen beleuchtet, die im Verlauf des Buches eine große Wandlung durchmacht. Gabriel dagegen ist ein sehr geheimnisvoller Charakter. In einem zweiten Erzählstrang neben dem um Marie erfährt der Leser einige interessante Informationen über ihn, auf die sich aber zu Beginn des Buches nur schwer ein Reim machen lässt. Die Rede ist von einer Bestie und merkwürdigen Gemälden, die Gabriel in einer Art von Anfall malt und die merkwürdige Wesen zeigen. Die Nebenfiguren, wie zum Beispiel Maries Psychiater oder ihre Klassenkameradinnen sind weniger bildhaft gezeichnet. Ihre Beschreibungen reichen aber aus, um sich ein Bild von ihnen zu machen.
In der ersten Hälfte des Buches entwickelt sich die Geschichte nur sehr langsam. Der Leser erfährt viel über Maries Leben, über ihre Anfälle und begleitet sie zu Therapiegesprächen mit ihrem Psychologen. Die Bekanntschaft mit Gabriel entwickelt sich weiter und schnell wird daraus mehr als nur Freundschaft. Aber keine Angst: Es ist keine kitschige Liebesbeziehung, die sich zwischen den beiden entwickelt. Es ist mehr ein Prickeln bzw. eine gewisse Spannung, die zwischen den beiden spürbar wird. Es ist einfach schön, zu verfolgen, wie die beiden jungen Leute Gefühle für einander aufbauen, die sie wahrscheinlich selbst noch nicht richtig begreifen bzw. wahrhaben wollen. In der zweiten Hälfte legt die Handlung ein enormes Tempo vor. Hier passiert plötzlich sehr, sehr viel und stellenweise überschlagen sich die Ereignisse auch. Die Handlung wird nun immer fantastischer, worauf man sich als Leser einlassen können muss, aber es werden auch viele Erklärungen geliefert. Vor allem auf den letzten 50 Seiten passiert sehr viel und das Ende kommt etwas plötzlich. Hier könnte das Buch ruhig noch ein paar Seiten mehr vertragen, auf denen sich die Autorin noch etwas mehr Zeit für die Entwicklungen nimmt. Dafür gibt es im Ergebnis einen Stern Abzug.
Mein Fazit:
Ein fantastischer Roman, der zu Beginn etwas verwirrt, der letztlich aber keine offenen Fragen hinterlässt und mit seinen unheimlichen geflügelten Wesen für Gänsehaut sorgt.
Als Gabriel die junge Marie anspricht, ahnt sie noch nicht, welches unheimliche Abenteuer sie erwartet. Marie ist seit einigen Jahren in Behandlung, weil sie immer wieder Anfälle hat. Sie träumt von schwarzen Feen, die keinesfalls gut sind. Sie suchen sich viel mehr den Weg in diese Welt und wollen das Leben aus den Menschen saugen. Gabriel kann Maries Schatten sieht und merkt, wie weit diese Übereignung schon voran geschritten ist…
Erster Eindruck:
Eine Idee, die sich aus der Frage zusammensetzt, was aus unseren kindlichen Gedanken und deren Schwinden im Laufe des Heranwachsens wird. Eine geniale Umsetzung mit authentischen Charakteren schlägt den Leser in seinen Bann.
Meine Meinung:
Ich hatte wirklich Spaß mit dieser Geschichte: Sie vereint tiefsinniges Hinhören, eine gut erdachte Fantasygeschichte und das Erwachsenwerden in einer guten Mischung.
(Lea) Marie ist seit dem Tod ihres, Vaters immer wieder in therapeutischer Behandlung. Außerdem macht ihr in letzter Zeit immer wieder das Verhältnis zu ihren besten Freundinnen Jennifer und Theresa zu schaffen. Die beiden interessieren sich nur noch für Mode und Jungs. Sie positionieren sich sogar immer im Flur der Oberstufenschüler, um deren Blicke auf sie zu lenken. Marie, die eher der Jeans/Baggypants und T-Shirt Typ ist, kann diese oberflächlichen Wege nicht mehr nachvollziehen. Außerdem kommt es in dem Trio immer öfter zum Streit. Außerdem setzt ihr zu, dass sie immer wieder von diesen schwarzen Feen träumt, die gar nichts Gutes im Sinn haben. Immer mehr sondert sie sich ab und fühlt sich einsam.
Gabriel, der einen sehr klassischen Namen trägt, wirkt abgebrüht, ist ebenfalls eher ein Einzelgänger und seine Freunde sind es schon gewohnt, wenn er sich seltsam benimmt. Gabriel kann die Schattenkreaturen der Menschen sehen; diese sind zwar nicht immer schön anzusehen (immer öfter sieht man Schlangen, Harpyen oder Höllenhunde), dennoch machen sie nicht das wirkliche Wesen des Menschen aus. Als er Maries Schatten sieht, entdeckt er vielmehr ein Tor, durch das die Feen versuchen, auf die andere Seite gelangen.
Die Autorin bildet anhand dieser beiden Hauptprotagonisten ein interessantes Schaubild mit spannenden Einlagen. Es wird von der ersten Seite nicht langweilig. Ein großer Bonus ist, dass sie es versteht, Nebencharaktere wie Jennifer und Theresa ebenfalls eine Note zu geben, die gar nicht so übel ist. Natürlich sind diese beiden ziemlich pubertär und wirken oberflächlich, im Grund weiß man aber, dass sie das gar nicht so böse meinen.
Der Grundgedanke, eine Kinderfantasie, die man hatte, um sich in eine Traumwelt flüchten zu dürfen, als verblassendes Königreich darzustellen, ist wunderbar. Es wirkt alles sehr einheitlich und baut auf der weiteren Tatsache auf, dass Marie diese Geschichte mit ihrem Vater erdacht hatte. Dies birgt dann auch eine Erinnerung, die bewahrt werden möchte. Als weiteren Schritt, Feen als böse Wesen darzustellen, ist mutig und wirkt so sehr neu verpackt. Grundsätzlich denkt man bei Feen an gute Wesen sowie man bei Hexen an böse Wesen der Fantasie- und Schattenwelt denkt. Doch natürlich gibt es viele Varianten, ein solches Fantasiewesen darzustellen. Es soll ja bekanntlich auch gute, vegetarische Vampire geben…
Fazit:
Alles in allem also ein wirklich schöner Schmöker, der viel vereint, gar nicht so jugendbuchlastig und ideenreich umgesetzt wurde. Ich würde wirklich mehr von diesem Talent lesen!
Meine Meinung: Den Ausschlag dieses Buch zu kaufen gab ganz eindeutig das Cover und die komplette Aufmachung. Die Schmetterlinge, die sich in der Geschichte als schwarze Feen entpuppen und nicht nur das Cover zieren, sondern auch den Innenteil der Klappbroschur und die Kapitelanfänge. All das gemeinsam mit dem Klappentext oder der Kurzbeschreibung laden zum Verweilen ein. Und tatsächlich findet sich im Inneren dann eine spannende Welt. Nein, sogar zwei Welten. In der einen lebt Marie, in der anderen Lea und irgendwie sind sie miteinander verbunden. In dieses Geflecht spielen dann die Schatten eines jedes Menschen hinein und insbesondere die Feen. Zusammen mit Gabriel will Marie dem auf den Grund gehen, denn irgendetwas ist nicht in Ordnung. Leider wird die Geschichte nicht an den spannenden Punkten soweit ausgeführt und erzählt, wie ich es mir gewünscht hätte. Gabriel ist der interessanteste Charakter, er und seine Gabe. Die Schatten der Menschen wecken neben Neugier zwar auch eine große Portion Abscheu, aber das macht ja den Reiz aus. Statt aber hier weiter einzugehen, mehr auszuführen, werden viel mehr typische Probleme geschildert. Marie verliebt sich in den gleichen Jungen, den ihre beste Freundin schon seit Jahren anhimmelt und es kommt zum Streit. Das ist natürlich nicht völlig unerheblich für den Fortgang der Geschichte, hätte aber keineswegs in der Ausführlichkeit dargestellt werden müssen. Maries Freundinnen und die Liebesgeschichte nehmen einen zu großen Platz ein, sodass man immer wieder nur darauf wartet, dass das Wichtige wieder in den Vordergrund rückt: Was ist mit den Feen? Was ist mit den Schatten? Und was ist mit Gabriels Gabe und seiner Vergangenheit? Stattdessen ergibt sich Marie einer Weile dem Selbstmitleid und die Handlung stockt. Zum Ende hin wird dies natürlich besser und dann überschlagen sich die Ereignisse geradezu, sodass der Autorin scheinbar kaum noch Zeit blieb auch wirklich alles ausreichend zu erklären. Die Prioritäten hätten etwas anders verteilt werden müssen und das Buch könnte mich voll auf überzeugen, denn die Geschichte und die Thematik haben durchaus Potenzial. Etwas schade, dass dieses nicht vollkommen genutzt wurde. Die Sprache ist dem jungen Zielpublikum angepasst, könnte aber mit der Feenthematik etwas verschnörkelter, metaphernreicher sein. Zumindest hätte ich das erwartet. So ist sie lediglich sehr einfach und erleichtert damit den Lesefluss. Die Perspektive wechselt, mal wird aus Maries und mal aus Gabriels Sicht erzählt. Besondere Leckerbissen sind die Zwischenspiele, die den Leser in diese fremde zweite Welt entführen und aus Leas Perspektive geschildert werden. Erfreulich ist, dass diese Geschichte in sich abgeschlossen scheint. Es gäbe zwar durchaus Ansatzpunkte, um die Fäden für einen nächsten Band neu aufzunehmen, aber dies ist meines Wissens nach nicht geplant und auch nicht notwendig, denn der Autorin ist ein befriedigendes Ende geglückt.
Fazit: Damit findet der Leser in diesem Buch eine wunderbare Grundidee mit spannenden Ansätzen, die leider in den meisten Punkten von der typischen Teenager-Problematik überdeckt werden. "Als die schwarzen Feen kamen" ist damit selbst keine "schwarzes" Buch, das glückliche Erinnerungen frisst, aber wird mir auch nicht allzu lange im Gedächtnis haften bleiben.
"Schwarze Feen? Was sind denn Bitte schwarze Feen?" dachte ich mir, als ich das Buch zum ersten Mal in den Händen gehalten habe. Ich bin ein paar Mal drum herum geschlichen, bis ich das Buch als eBook entdeckte und kaufte. Kein Fehlkauf, aber auch kein Zuwachs zu meinen Highlights.
Auf dem Kindle:
Das Buch war auf dem Kindle sehr angenehm zu lesen. Die Übertragung von Buch zum Kindle-Format ist gelungen. Sogar die kleinen, schwarzen Feen vor jedem neuen Kapital sind in der digitalen Version angekommen, was dem Buch eine besondere Note gibt.
Meine Meinung: Wow, eine tolle Idee! Die Idee des Buches hat mich zu Beginn wirklich begeistert. Es hat ein wenig frischen Wind auf meinen Reader gebracht und konnte sogar die Kanten der Geschichte vor meinem Leserauge verbergen. Leider nur auf dem ersten Blick. Im Laufe der Geschichte musste ich immer mehr feststellen, dass das Buch eben doch deutlichere Kanten hat, als ich zu Anfang gedacht habe.
Das Buch hat eine angenehme Schreibweise, jedoch haben mich die Verwirrungen immer wieder im Lesefluss gestört. Für mich waren das keine spannungsfördernden Verwirrungen mehr, sondern leider Dinge, die negativ aufgefallen sind. So gibt es zwischendurch kleine Einblendungen, welche ich erst nach 2/3 des Buches verstanden habe - viel zu spät, da sie essentiell zum Buch gehörten und nicht mit der Aufklärung eines Mörders zu vergleichen sind. Ich hätte mir an vielen Punkten einfach mehr Erklärungen gewünscht, um in die Geschichte einsteigen zu können. Eben weil diese Geschichte nicht 0815 ist, konnte ich mich nicht an einem alt bekannten Schema festhalten.
Es wird uns aus den Sichtweisen von drei verschiedenen Personen erzählt, welche alle eine tragende Rolle haben. Gleichzeitig haben sie aber alle eigene Kapitel und stiften so keine Verwirrung. Allgemein hätten die Charaktere ein wenig mehr Tiefe vertragen. Sie wirkten teilweise einfach noch zu unpersönlich und reagierten, auf eine für mich komische Weise, aufeinander. Die Charaktere und ich waren Freunde. Keine besten Freunde, aber auch keine flüchtigen Bekanntschaften. Ich mag sie, jedoch sind sie mir nicht ans Herz gewachsen.
Fazit:
Die Idee hat mir gefallen. Jedoch wurde aus der tollen Idee leider nur ein mittelmäßiger Roman, welcher seine Stärken, jedoch leider auch großere Schwächen hat. Empfehlenswert für alle, die auf "Fantasy meets Real Life" stehen und einen Happen für Zwischendurch suchen. Dieses Buch ist, meiner Meinung nach, eher für die eigentliche Zielgruppe (12-15 Jahre) geeignet als für erwachsene Leser Ende 20 (ergo: mich). Vieles ist einfach schon zu harmlos, zu lieb und zu kindlich, fast wie die Glücksbärchis für Große. ;-)
Dazu sei aber gesagt, dass das Buch fast durchgehend erstklassige Bewertungen bekommt. Dass das bei mir nicht der Fall ist, liegt an meinem Geschmack. Lasst euch also nicht gänzlich von meiner Rezension abschrecken und schaut mal bei anderen Bloggern vorbei. Von mir gibt es 3 Sterne!
Inhalt (Vorsicht! Spoiler inkl.!) Winterzeit. Marie wohnt in Hamburg Altona und lebt ein ganz normales Leben als 15-jährige, wenn auch etwas versteckt hinter ihren selbstbewussten Freundinnen, bis Gabriel, ein beliebter Junge aus der 12. und Schwarm ihrer besten Freundin, sie anspricht. Er könne die Wesen in den Schatten der Menschen, die aus deren Ängsten und Wut entstanden sind, sehen. Ihr Schatten wäre unnatürlich nah an der Realität. Marie kennt ihre Schattenwesen, kleine schwarze Feen mit messerscharfen Zähnen und spitzen Flügeln, aus ihrer Kindheit und aus Alpträumen, und ist umso verwunderter, als Gabriel von ihnen erzählt. Plötzlich geht es Maries Mutter und auch anderen in Maries Umfeld schlecht und Marie bekommt altbekannte Anfälle wieder, die von ihrem Therapeuten und Vertrauten Dr. Roth behandelt werden. Sie entschließt sich, Gabriel zur Hilfe zu holen. Doch es ist schon zu spät- die Feen sind in die Realität eingedrungen. Gabriel sieht seitdem ein Loch in Maries Schatten- die Feen haben sich durch Marie als Portal ein Weg in die Realität verschafft. Aber wie war das möglich? Nun misstraut Gabriel auch noch Maries Therapeuten Dr. Roth und bei Maries Nachforschungen trifft sie zufällig im Spiegel auf ihr Paralleldasein in einer Obsidianstadt, die Stadt, die Marie früher mit ihrem (nun toten) Vater erfunden hat und die der Nebel zerfrisst. Dieses Dasein hat den trügerischen Schwarzen Feen erlaubt, durch sich ein Tor in die Realität zu bahnen um die Obsidianstadt von dem Nebel und der Leblosigkeit zu befreien. Das tun die Feen scheinbar, aber nur indem sie Maries Realität zerstören- sie klauen schöne Erinnerungen. Gabriel und Marie stellen sich dem gemeinsam und versuchen eine Lösung zu finden, wobei sie sich auch näherkommen…
Meine eigene Meinung Was für eine Story! In der Inhaltserklärung mag es vielleicht etwas surreal und übermütig-fantasymäßig klingen, ist es aber garnicht. Die Handlung und die Zusammenhänge sind gut durchdacht und etwas schwer, aber einfach weiterlesen, es klärt sich auf. Viele Male ist es mir bisher passiert, dass ich es unglaublich schwer fand, nach einem Ich-Form-Buch in ein Buch mit erzählter Geschichte umzusteigen, oft muss ich an stutzen und nochmal “drüberlesen” und mag es nicht sehr gerne- bei diesem Buch habe ich erst mittig gemerkt, dass es garnicht in der Ichform ist! Es ist unglaublich eingängig und leicht zu lesen, aber trotzdem ein Kunstwerk. Schade ist, dass ich meine Begeisterung erst nach einer Weile bekommen habe- aber das ging ganz darin unter, wie gut ich es danach fand. Wenn man am Anfang also denkt, es würde etwas langweilen, auf keinen Fall weglegen, es wird schnell ganz toll
Fazit Tolle Geschichte, und auch wenn der Anfang etwas langweilt, weiterlesen- ein Muss!
Gabriel kann die Kreaturen sehen, die sich im Schatten der Menschen verbergen. Wesen, die Ausdruck ihrer düsteren Gefühle und Ängste sind. Die meisten Menschen kennen ihre Schattenkreatur nicht, lassen sich aber von dessen Bedürfnissen lenken. Etwas an Maries Schatten, einem Schwarm unheimlicher schwarzer Feen, beunruhigt Gabriel so sehr, dass er sie warnt. Aber ihr fällt es schwer, ihm zu glauben, da sie dahinter einen schlechten Scherz einer Freundin vermutet. Erst als es ihrer Mutter schlecht geht und Marie kleine sich bewegende Schatten unter deren Haut sieht, wendet sie sich wieder an ihn. Zusammen versuchen sie das Wesen der schwarzen Feen zu ergründen. Dafür haben sie allerdings nicht viel Zeit, denn diese sind dabei, in die Realität vorzudringen.
Bereits nach den ersten Sätzen hatte mich die wunderbar dichte Atmosphäre eingefangen und dafür gesorgt, dass ich das Buch nur ungern zur Seite gelegt habe. Mir wurde mal wieder bewusst, wie sehr ich tiefgründige Geschichten mag – und dieser Roman gab mir da einiges! Allein die Idee mit den Schattenkreaturen bietet vieles, worüber man nachdenken kann. Wie fühlt es sich an, diese ständig zu sehen? Wie furchtbar sieht meine eigene aus? Wie sehr beeinflusst mich meine Schattenkreatur? Und gibt es vielleicht auch so eine Art Gegenstück, ein Lichtwesen, das alle positiven Gedanken und schönen Momente verkörpert?
Die beiden Hauptfiguren waren sympathisch und wirkten auf mich auch sehr nah, so dass ich schnell mit ihnen mitgefiebert habe. In Marie konnte ich mich leicht hinein versetzen, was auch – aber nicht nur – an ihrer zurückhaltenden Art lag. Bei Gabriel war das eher intuitiv, da er ja ein sehr rätselhafter aber für mich auch faszinierender Charakter ist, über den man nach und nach mehr erfährt. Die zarte Liebesgeschichte war ganz nach meinem Geschmack, denn die Annäherung wurde sehr liebevoll und behutsam beschrieben. Ich konnte viel Gefühl spüren, ohne dass große Worte darum gemacht wurden. Einfach schön!
“Als die schwarzen Feen kamen” ist eine Geschichte voller unheimlicher Wesen, die mir öfter eine Gänsehaut verursacht haben. Die Stimmung wird immer düsterer und es scheint so, als ob die anfängliche Hoffnung mit jeder Seite mehr schwindet. Es gibt aber auch Szenen, die einem Halt geben – und in Marie die Kraft wecken, sich ihrer Schattenkreatur zu stellen. Das Buch hat mich aufgewühlt, mir viele Bilder beschert, mich zum Weinen und Nachdenken gebracht. Eine sehr stimmungsvolle und emotionale Lektüre, die einen starken Eindruck bei mir hinterlassen hat. Und einige Dinge, über die ich immer mal wieder nachdenke, da nicht alle Ereignisse bis ins kleinste Detail aufgelöst wurden. Ich mag sowas ja, da ich als Leser auch gern etwas gefordert werde…
Inhalt (Vorsicht! Spoiler inkl.!) Winterzeit. Marie wohnt in Hamburg Altona und lebt ein ganz normales Leben als 15-jährige, wenn auch etwas versteckt hinter ihren selbstbewussten Freundinnen, bis Gabriel, ein beliebter Junge aus der 12. und Schwarm ihrer besten Freundin, sie anspricht. Er könne die Wesen in den Schatten der Menschen, die aus deren Ängsten und Wut entstanden sind, sehen. Ihr Schatten wäre unnatürlich nah an der Realität. Marie kennt ihre Schattenwesen, kleine schwarze Feen mit messerscharfen Zähnen und spitzen Flügeln, aus ihrer Kindheit und aus Alpträumen, und ist umso verwunderter, als Gabriel von ihnen erzählt. Plötzlich geht es Maries Mutter und auch anderen in Maries Umfeld schlecht und Marie bekommt altbekannte Anfälle wieder, die von ihrem Therapeuten und Vertrauten Dr. Roth behandelt werden. Sie entschließt sich, Gabriel zur Hilfe zu holen. Doch es ist schon zu spät- die Feen sind in die Realität eingedrungen. Gabriel sieht seitdem ein Loch in Maries Schatten- die Feen haben sich durch Marie als Portal ein Weg in die Realität verschafft. Aber wie war das möglich? Nun misstraut Gabriel auch noch Maries Therapeuten Dr. Roth und bei Maries Nachforschungen trifft sie zufällig im Spiegel auf ihr Paralleldasein in einer Obsidianstadt, die Stadt, die Marie früher mit ihrem (nun toten) Vater erfunden hat und die der Nebel zerfrisst. Dieses Dasein hat den trügerischen Schwarzen Feen erlaubt, durch sich ein Tor in die Realität zu bahnen um die Obsidianstadt von dem Nebel und der Leblosigkeit zu befreien. Das tun die Feen scheinbar, aber nur indem sie Maries Realität zerstören- sie klauen schöne Erinnerungen. Gabriel und Marie stellen sich dem gemeinsam und versuchen eine Lösung zu finden, wobei sie sich auch näherkommen…
Meine eigene Meinung Was für eine Story! In der Inhaltserklärung mag es vielleicht etwas surreal und übermütig-fantasymäßig klingen, ist es aber garnicht. Die Handlung und die Zusammenhänge sind gut durchdacht und etwas schwer, aber einfach weiterlesen, es klärt sich auf. Viele Male ist es mir bisher passiert, dass ich es unglaublich schwer fand, nach einem Ich-Form-Buch in ein Buch mit erzählter Geschichte umzusteigen, oft muss ich an stutzen und nochmal “drüberlesen” und mag es nicht sehr gerne- bei diesem Buch habe ich erst mittig gemerkt, dass es garnicht in der Ichform ist! Es ist unglaublich eingängig und leicht zu lesen, aber trotzdem ein Kunstwerk. Schade ist, dass ich meine Begeisterung erst nach einer Weile bekommen habe- aber das ging ganz darin unter, wie gut ich es danach fand. Wenn man am Anfang also denkt, es würde etwas langweilen, auf keinen Fall weglegen, es wird schnell ganz toll
Fazit Tolle Geschichte, und auch wenn der Anfang etwas langweilt, weiterlesen- ein Muss!
"Als die schwarzen Feen kamen", der Buchtitel stieß mir sofort ins Auge. Schwarze Feen? Aber Feen sind doch diese bezaubernden, bunten, schönen Geschöpfe. Nicht so in diesem Buch.
Marie, die 15jährige, unscheinbare Schülerin, wird seit Kindheitstagen von einem Schwarm schwarzer Feen verfolgt. Nachts hat sie Albträume, tagsüber hat sie in unregelmäßigen Abständen Anfälle, sie fühlt ein Flattern in ihrem Brustkorb, bekommt keine Luft und muss dann sofort Tabletten nehmen, die sie von ihrem Arzt bekommt. Doch eine richtige Ursache finden die Mediziner für diese mysteriösen Anfälle nicht.
Dann gibt es noch Gabriel, 17 Jahre alt, der beliebte und doch unnahbare Schüler. Er hat eine besondere Gabe und möchte Marie helfen, da er spürt, dass sie in Gefahr ist.
Doch als Marie seine Hilfe annehmen möchte ist es schon fast zu spät, denn die schwarzen Feen sind bereits in unsere Welt eingedrungen.
Als die schwarzen Feen kamen ist ein unheimlich gutes Buch. Für ein Jugendbuch sehr finster geschrieben, aber spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Der Schreibstil ist flüssig und bildhaft, eine Kombination, die mir immer sehr gut gefällt.
Marie ist eine Schülerin, die sich zwischen ihren beiden beliebten und gut aussehenden Freundinnen versteckt und von ihren Mitschülern deswegen kaum wahrgenommen wird. Ihr Vater ist vor Jahren gestorben und so lebt sie allein mit ihrer Mutter. Als sich Gabriel auf einmal für Marie interessiert wird dies zum Streitthema zwischen Ihrer Freundin Theresa, die ein Auge auf Gabriel geworfen hat, und Marie. Zunächst will Marie die wachsende Freundschaft zwischen ihr und Gabriel vor den Freundinnen verheimlichen, aber nach und nach wird sie selbstsicherer und erkennt, wer ihre wahren Freunde sind.
Gabriel möchte Marie helfen, aber werden die beiden einen Weg finden, die schwarze Feen, die immer mehr werden, wieder in ihre Welt zurückzuschicken? Sie nisten sich bereits in unserer Welt ein beginnen langsam, geliebte Menschen anzugreifen.
Marie möchte mehr über die Welt der Feen erfahren und ihr Arzt rät ihr zu einer Hypnose. Wohl ist Marie bei der Sache nicht, deswegen erklärt ihr Doktor den Vorgang einer Hypnose:
"Du liest doch gern, hast Du erzählt." Wieder nickte Marie, auch wenn sie nicht ganz nachvollziehen konnte, worauf der Doktor hinaus wollte, "Siehst du, und sich in ein gutes Buch zu vertiefen, ist eigentlich nichts anderes als ein Trancezustand, wie wir ihn bei der Hypnose erreichen wollen"
Genauso erging es mir mit "Als die schwarzen Feen kamen", treffender könnte man es nicht beschreiben.
Schon nach den ersten Zeilen dieses Buches war ich hin und weg! Der Schreibstil von Anika Beer ist grandios, wortgewandt, flüssig zu lesen und einfach zum hineinträumen. Marie war mir ebenfalls sofort sympathisch, genau wie Gabriel. Die Beiden sind nicht so "perfekt" sondern richtig natürlich (na gut, bis auf die Gabe die im Klappentext beschrieben ist, aber das ist ja klar). Marie, die anfangs noch total zurückgezogen und alleine mit ihrem Leid ist, macht eine tolle Entwicklung durch und findet in Gabriel jemandem, dem sie vertrauen kann. Ihr Selbstbewusstsein wächst. Die Autorin hat das wirklich wunderbar beschrieben, ebenso wie die zarte Beziehung zwischen Marie und Gabriel, die sich behutsam aufbaut. Die Perspektiven wechseln, sodass man merkt, was jeder von ihnen empfindet. Doch es sind nicht nur zwei Sichtweisen, es gibt auch noch eine dritte. Und zwar die von Lea, Maries Ebenbild in der Obsidianstadt. Dies fand ich ganz besonders interessant, auch wenn ich jetzt hier nicht zu viel verraten will.
Die Storyidee die hinter all dem steckt, ist wunderbar durchdacht. Feen, die aus hässlichen Gedanken entstehen. Das ist mal was Neues, was mich sehr gefreut hat! Ich liebe es, wie sie umgesetzt wurde, mit ihrem langsamen Aufbau. Wenn aus Anfällen wegen dem Tod des Vaters plötzlich Löcher im Schatten werden... Die Geschichte ist fesselnd, auch wenn ich finde, dass das Ende ruhig ein wenig langsamer und ausführlicher von Statten hätte gehen können. Der Spannungsaufbau war super, doch der Rest dann ein wenig schnell abgewickelt, vor allem wenn man bedenkt, dass im letzten Abschnitt immer mehr neue Details zum Handlungsstrang dazukamen und ich teilweise etwas verwirrt davon war.. Das Cover finde ich persönlich sehr passend. Die schmetterlingsartigen Feen sind abgebildet, zusammen mit einer Person die im Nebel zu stehen scheint. Dies gleicht der Handlung und dem Dunst, der über der Obsidianstadt liegt. Anika Beers Werk ließ mich voll mitgehen. Ich fieberte zusammen mit den Protagonisten und habe das Lesen einfach nur genossen. Auch das Ende finde ich sehr zufriedenstellend. Es ist wirklich ein rundherum tolles Buch. Nur... wie gesagt, der Showdown hätte ausführlicher und klarer sein können.
Als die schwarzen Feen kamen ist ein klassisches 2012er-Jugendbuch, was viele Klischees der Zeit erfüllt, aber mir trotzdem Spaß gemacht hat, sodass es 3,5 Sterne gibt.
Plot Der Plot von Als die schwarzen Feen kamen ist ein guter Mix aus Fantasy- und Jugendbuch-Elementen, wobei es stellenweise sehr viel Teenie-Drama gibt. Das Buch hat ein deutsches Setting in Hamburg, was mir ebenfalls gefallen hat. Teilweise war es jedoch etwas vorhersehbar, wie z. B., . Hingegen war das Ende echt spannend, dass .
Schreibstil Der Schreibstil erzeugt eine tolle Atmosphäre. Allgemein fühlt sich alles recht seltsam, traumartig an und teilweise ist das Buch auch etwas gruselig mit einigem an Bodyhorror.
Figuren Marie ist die klischeehafte 2012er-Hauptfigur. Sie mag keine weiblichen Dinge, hat einen toten Vater und bekommt wortwörtlich von ihrem Love Interest gesagt: „Du bist anders als die anderen“. Sie läuft auch irgendwie die ganze Zeit heulend weg. Es gibt auch einiges an internalisierter Misogynie und die Frauen hassen sich gegenseitig wegen Männern und sind allgemein sehr auf Jungs fokussiert. Ich fand das auch mit Maries nicht weiter definierten „Anfällen“ etwas seltsam, wogegen sie Tabletten nimmt und sie aber gar nicht weiter beschrieben werden. Gut gefallen hat mir hingegen die Darstellung der Einsamkeit, die Marie und Gabriel verbindet.
Schon das Cover gefiel mir einfach super und als Nika mir sagte, sie würde es mir ausleihen, war ich soooo froh. Doch dann dauerte es dennoch etliche Wochen, bis ich mich daran wagte. Denn mit seinen 448 Seiten hat es einen, für mich, stattlichen Umfang. Die Charakter waren recht schnell herausgedeutet, es geht sowohl um Marie, das Mädchen aus der Schule, mit den seltsamen Anfällen, die eigentlich nur eines will: Nicht alleine sein. Daneben gibt es Lea, ein Mädchen, über welches man vorerst wenig erfährt, außer, dass sie in der Osidianstadt lebt und gegen einen gefährlichen Nebel "kämpfen" muss. Doch auch sie ist nicht alleine, weiß sie doch ihren treuen Freund, den Maskierten, an ihrer Seite. Dann wäre da noch Gabriel - er spricht Marie in der Schule an, für sie völlig unerwartet, doch weiß er mehr, als sie zu träumen wagt.
Die Autorin erzeugt mit wenigen Worten und tollen Metaphern sagenhafte Bilder in meinem Kopf. Nicht nur die Welt der Teenager wird authentisch wiedergegeben, und das umfasst gleichfalls die seelische, als auch die reale Welt, nein, auch die düstere Seite wird hier richtig toll gezeichnet.
Die Beziehung zwischen Marie und Gabriel wächst langsam, fast so, als wollten sich beide nicht verschrecken, was ich sehr süß finde - sofern süß in Anbetracht der widerlichen schwarzen Feen angebracht werden kann. Die Idee, dass jeder einen Schatten hat, indem sich so manches tummelt, finde ich ebenfalls eine sehr schöne Idee. Am Ende war dann so ein kleiner, wie sage ich das, Moment einfach dabei, wo ich mir dachte, woher weiß Gabriel das (als Marie den Spiegel fallen ließ), aber gut, das war eine Kleinigkeit. Ich kann für dieses Buch eine absolute Leseempfehlung aussprechen. Und, ich muss dringend mehr von der Autorin lesen.
Die Nebel in der Stadt werden immer stärker und undurchdringlicher, die Bewohner der Stadt immer mehr zu Schatten. Die Meisten sind schon gänzlich im Nebel verschwunden. Kann Lea den Untergang verhindern? In Hamburg stapft Marie durch den Schnee, ihre Freundschaft mit Theresa ist nicht mehr so wie früher. Ein Bruch ist da und der wird noch schlimmer und endgültiger als Marie Gabriel kennenlernt, für den Theresa heimlich schwärmte. Doch so wie es scheint, ist es nicht, Gabriel kann die Schatten im Schatten sehen und er sieht die Gefahr.
Ein Buch für den November, der Monat, in dem die Nebel wabern, so dass man sich die Stadt in den Nebeln gut vorstellen kann. Ein Buch für den Winter, wenn man gut nachempfinden kann, wie Marie durch den schmutzig matschigen Großstadtschnee stapft, fröstelnd die Schultern hochzieht und sich wundert, wie Gabriel es in seinen Turnschühchen aushält. In Marie ist immer noch eine große Traurigkeit, denn ihr Vater ist schon seit langem tot. So lange, dass sie sich nicht mehr richtig erinnern kann. Und auch die Stadt der Schatten hat sie vergessen, eine Phantasiewelt, in die sie flüchten konnte, wenn ihr die Welt zu viel wurde. Aus der Vergessenheit drängt diese Welt wieder an die Oberfläche und Gabriel ist der Einzige, der den Hauch einer Ahnung hat, was das zu bedeuten hat, denn er kann die Schatten sehen.
Ein Buch über Ängste, Verluste, Veränderungen, aber auch Hoffnung, erste Gefühle und den Glauben und das Vertrauen, dass sich einiges zum Besseren wenden kann. Gerade das Richtige für Jugendliche, die sich im richtigen Leben eben mit diesen Themen beschäftigen, weil das halt zum Erwachsenwerden gehört.
Marie ist mitten in der alltäglichen Gefühlsachterbahn einer normalen Jugendlichen gefangen, als ihr Mitschüler Gabriel in ihrem Schatten etwas sieht, was ihm Sorgen bereitet. Für Gabriel ist es zwar normal, die Schattenkreaturen aller Menschen sehen zu können, doch bei Marie ist etwas anders. Er bietet ihr seine Hilfe an, doch Marie versteht zunächst nicht - und geht erst wieder auf seinen Beistand ein, als die schwarzen Feen, die aus ihrem Schatten kommen, bereits angegriffen haben...
Inhaltlich hat mir das Buch sehr gefallen. Es ist bis auf einen kleinen Durchhänger in der Mitte durchweg spannend, das Geheimnis, das hinter den schwarzen Feen steckt, möchte man unbedingt lüften. Marie selbst fand ich etwas farblos, dafür war Gabriel ein umso interessanterer und mysteriöser Charakter. Auch die Dinge, die er zunächst im Verborgenen hält, haben dafür gesorgt, dass ich Seite um Seite schnell umgeblättert habe.
Der Stil von Anika Beer ist voller schöner Metaphern und doch unauffällig, wie es sein soll, damit ich mich voll und ganz auf die Geschichte konzentrieren kann. Ihre Beschreibungen sind voller exakt treffenden Worte und illustrieren die Szenerie des verschneiten Hamburgs wunderschön. Einzig und allein die Dialoge, besonders zwischen Marie und Gabriel, kamen mir ein wenig hölzern vor. Dadurch fiel es mir schwer, die junge Romanze so wahr zu empfinden wie den Rest der Geschichte.
Ich vergebe 4 von 5 Sternen. Es hat mir definitiv viel Freude bereitet, dieses Buch zu lesen.
*Dieses Review erscheint zusätzlich auf meinem persönlichen Blog sowie auf Amazon*