Wenn die Welt brennt, bleibt nichts als Asche und Wahnsinn. Nach seinem Erfolg Wendigo Diner beschwört Autor Marc Busch das Grauen erneut. Dieses Mal lauert es nicht nur in der Einöde einer untergegangenen Zukunft, sondern auch in den Seelen der vom Spätkapitalismus entmenschlichten Opfer. Eine dystopische Short-Story bar jeden Optimismus.Die Wälder der Taiga brennen bereits über ein Jahr lang. Asche und Schnee verdunkeln den Himmel sogar tausende Kilometer westlich. Doch noch immer schleppt sich eine Gestalt durch die Öde, blind im grauen Dunkel, taub im Dröhnen des Windes, bis sie sich zum Herzen des Dunkelns begibt.
Nach „Wendigo Diner“ die zweite Story, die ich von Marc Busch gelesen habe. In Punkto Sprache, Thema, Setting und Umfang (bzw. Kürze) unterscheidet sich „Asche“ deutlich von dem zuvor gelesenen Monster-Horror. Die gedankenversunkene, klaustrophobische Atmosphäre ist jedoch diesselbe. Und im Falle einer Horror-Story ist das etwas, das ich schätze.