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Elternhaus

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Drei Schwestern zwischen Zukunft und Vergangenheit Sanne, die nur ein paar Straßen von ihren Eltern entfernt lebt, bekommt deren Alltag hautnah mit. Immer häufiger muss sie helfen, den Eltern wächst das Haus über den Kopf. Und so beschließt sie, dass die beiden umziehen müssen. Als ihre Schwester Petra von den Plänen erfährt, ist sie entsetzt. Wie kann Sanne die Eltern entwurzeln? Das angespannte Schwesternverhältnis wird auf eine existentielle Probe gestellt. Und beide müssen sich die Frage stellen, wann sie sich so unglaublich fremd geworden sind? Und wie es sich anfühlt, plötzlich kein Elternhaus mehr zu haben? Klug beobachtend und mit liebevollem Blick erzählt Ute Mank von alten Eltern, entfremdeten Schwestern und von einem Haus, das so viel mehr ist als vier Wände und ein Dach.

305 pages, Kindle Edition

First published July 13, 2023

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About the author

Ute Mank

3 books

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5 stars
31 (15%)
4 stars
82 (41%)
3 stars
63 (31%)
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18 (9%)
1 star
6 (3%)
Displaying 1 - 30 of 39 reviews
Profile Image for Schubi.
103 reviews4 followers
January 30, 2024
Drei Schwestern versuchen nach dem Auszug der Eltern aus dem Elternhaus, mit der neuen Situation klarzukommen und auch ihre eigenen Probleme zu bewältigen. Ganz oft hab ich mir gedacht "REDE doch einfach mal mit jemanden, anstatt immer alles mit dir selbst ausmachen zu wollen.'" Das ist eigentlich der große gemeinsame Nenner aller handelnden Personen in diesem Buch, fehlende Kommunikation. Mit fehlte, trotz des emotionalen Themas, der Tiefgang.
Profile Image for Gisela.
353 reviews15 followers
July 31, 2023
Meine Meinung:

Ein Schicksal, das uns irgendwann alle ereilt

Dieses Buch hat mich emotional richtig mitgenommen. So dürfte es jedem ergehen, der sein Elternhaus auflösen muss. In dieser Geschichte leben die Eltern noch. Sanne, die Älteste von drei Schwestern, hat ihre Eltern dazu überredet das Haus aufzugeben und in eine Wohnung zu ziehen. Dort würden sie arbeitsmäßig besser klar kommen. Sanne möchte das Haus im Anschluss verkaufen. Dies hat sie jedoch weder ihren Eltern noch ihren beiden jüngeren Schwestern mitgeteilt.

Petra ist das Sandwichkind. Sie hat studiert und führt, weit vom Elternhaus entfernt, ein ziemlich einsames Leben. Mit ihrem verheirateten Freund führt sie eine Langzeitbeziehung. Bei ihren seltenen Besuchen im Elternhaus fühlt sie sich fremd.

Das Nesthäkchen Gitti sah in der Vergangenheit häufigen Wohnungs- und Partnerwechsel nicht so eng. Mittlerweile lebt sie auch in einer Langzeitbeziehung. Mit Sohn und ihrem Freund lebt sie einem Haus, welches ihrem schmalen Elternhaus nicht unähnlich ist.

Sanne ging für mich gar nicht. Ich habe mich gefragt, ob die Eltern nicht nur ein wenig Hilfe im Garten gebraucht hätten. Einmal die Woche jemanden um die etwas schwierigen Putzarbeiten im Haus zu übernehmen. Mir haben die alten Leutchen richtig leid getan. Sie kamen mir vor, als hätten sie nicht gewusst wie ihnen geschieht.

Petra stattet ihren Eltern einen spontanen Besuch ab. Völlig traumatisiert steht sie vor ihrem Elternhaus, vor dem ein Verkaufsschild steht ...

Besonders gut hat mir gefallen, dass man von jeder Schwester ein genaues Bild vor Augen hat. Die Eltern blieben die meiste Zeit etwas außen vor. Irgendwie entmündigt, enttäuscht und vor nackte Tatsachen gestellt. Dann passiert etwas, bei dem ich mir nicht mehr sicher war, ob das Haus wirklich verkauft wird. Diese Unsicherheit hat dazu geführt, dass ich das Buch an fast einem Tag gelesen habe.
Fazit:

Mich konnte *Wildtriebe* schon schwer begeistern. Mit *Elternhaus* hat Ute Mank noch eins drauf gelegt. Kindheitserinnerungen wurden bei mir wach. Erinnerungen an das Ausräumen der elterlichen Wohnung. Dies ist wieder mal ein Buch, das ich nicht gelesen habe. Ich habe es mitgelebt.

Herzlichen Dank Ute Mank. Die Geschichte hat sich tief in mein Herz gebrannt.
Profile Image for Anni K. Mars.
420 reviews92 followers
September 22, 2023
War echt gut. Viele Facetten über das Thema Elternhaus. Toller Schreibstil. Nahbare Charaktere.
Profile Image for Kathrin Olzog.
231 reviews17 followers
August 11, 2023
Gut zu lesende Familiengeschichte, die zum Ende hin mir zu chaotisch und unrealistisch wurde. Aber ich habe es gerne gelesen, deswegen eine 3+
Profile Image for Karina.
235 reviews2 followers
July 15, 2023
Als erstes ist mir das schöne Cover ins Auge gesprungen und nach dem durchlesen des Klappentextes war ich absolut überzeugt. Das möchte ich lesen.
In 'Elternhaus' ist der Titel Programm. Wir lernen die Familie des schmalen Elternhauses kennen...Mutter, Vater und die drei erwachsenen Töchter. Sanne ist die Macherin, die die alles in die Hand nimmt, die Entscheidungen trifft, die deren Leben scheinbar perfekt verläuft. Gitte ist die lockere, die es leicht nimmt und mit läuft, Sie lernen wir kaum kennen. Petra ist die introvertiert, die Denkerin die sich gerne raus hält.
Sanne beschließt das die Eltern verpflanzt werden müssen, raus aus dem selbstgebauten Häuschen und rein ins altersgerechte Wohnen. Damit tritt Sie was los, weniger bei den Eltern als bei sich selber. Petra bekommt wenig von allem mit, Sie wird bei so schwerwiegenden Entscheidungen gerne vergessen und hat gerade mit sich selbst genug zu tun. Zwischen Sanne und Petra spürt man eine Spannung, aber genau das ist was mir an dem Buch gefehlt hat...es wird nicht mehr in die Tiefe gegangen und vieles nicht zuende oder auserzählt.
Die Thematik und auch die von der Autorin geschaffene Familie bietet soviel Potenzial das meines Erachtens nicht ausgeschöpft wurde. Ich mochte die Sprache und den Schreibstil gerne. Auch Sannes Phase des psychischen Zusammenbruchs fand ich sehr interessant, das offene Ende allerdings nicht.
Mein Fazit:
Mir kam zu wenig Gefühl rüber, ich wollte das mehr in den Schmerz reingegangen wird und dieses ungemütliche Thema für die Eltern irgendwann entscheiden zu müssen/sollen/dürfen mehr Platz einnimmt und ausdiskutiert wird.
Profile Image for Christiane Fischer.
516 reviews6 followers
August 8, 2023
ELTERNHAUS
Ute Mank

Sanne hat das Elternhaus in Rotshausen damals als älteste Tochter überschrieben bekommen. Jetzt entscheidet sie, dass die Eltern umziehen müssen. In eine kleinere Wohnung - barrierefrei und altengerecht.
Das ihre Eltern das kleine schmale Haus, das ihr Vater einst von Hand selbst gebaut hat, samt Nachbarn und Garten vermissen werden, ignoriert Sanne geflissentlich. Vor Schwester Petra verheimlicht sie den Umzug der Eltern. Nur Schwester Gitty wird eingeweiht - zumindest teilweise, dass sie das Haus anschließend verkaufen will, muss ja vorerst keiner wissen.
Doch mit diesen Heimlichkeiten ziehen auch Zweifel und Gewissensbisse ein: Das Elternhaus mit dem großem Garten, welches mit all seiner Arbeitsintensität letztendlich doch Beschäftigung sowie Mittelpunkt der Eltern war und Nachbarn dazu einlud über dem Zaun einen Plausch abzuhalten, einfach verkaufen?
Sannes Entscheidung hat Konsequenzen, denn alle drei Schwestern müssen sich mit dem Verlust des Elternhauses auseinandersetzen.

Auch das zweite Buch von Ute Mank gefiel mir wieder sehr gut. Ich mochte die Familienkonstellation und die kleinen Geschichten aus der gemeinsamen Kindheit - teilweise aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt.
Es ist ein leises Buch, dennoch kann man es kaum aus der Hand legen. Viele Situationen haben mich an meine eigene Kindheit erinnert.
Ein schönes Buch, gut erzählt und deshalb gibt es eine Leseempfehlung von mir.
4/ 5
Profile Image for Esther.
Author 3 books50 followers
August 12, 2024
Ein ganz wunderbares Buch, in dem ich mich oft wiedergefunden habe.
Die Geschichte einer Familie, drei Töchter und deren unterschiedliche Perspektiven auf die Rolle der jeweils anderen aber auch auf die eigene.
Als ein Lebensabschnitt der Eltern sich grundlegend ändert (Auszug aus dem Eigenhäuschen und Einzug in eine altersgerechte Wohnung) müssen sich auch die Töchter manche Fragen (erneut) stellen und vielleicht andere Antworten und Wege finden, um weitermachen zu können.
Interessante Gedanken zu Themen wie weiblicher Midlife-Crisis oder Selbstzweifeln - oder einfach zu dem, was man Leben nennt und was es mit einem macht.
Profile Image for Mona.
89 reviews1 follower
December 31, 2023
Kurzweiliger Roman, mit einem sehr angenehmen Schreibstil. Gibt einen Einblick in die verschiedenen Lebenswege der Schwestern und deren Beziehung untereinander sowie zu den Eltern und ihrem Elternhaus. Vom Ende habe ich mir jedoch mehr erhofft, was die Zukunft der Schwestern in Hinblick auf die Eltern und deren Haus angeht.
3,5 ⭐
55 reviews
May 26, 2024
Tolles Buch. Sprachlich einfach und auch so irgendwie anspruchslos und durchschaubar, aber welche Geschwister kennen sie nicht, diese abstrusen Gedanken, das Gefühl von Verletztheit, ungerechter Behandlung, die einem so kommen, wenn man an seine Kindheit, die Ursprungsfamilie denkt. Diese Rolle die man so hat und das Gefühl hat, niemals los zu werden. Mir hat es gut gefallen.
Profile Image for Dunja Brala.
605 reviews47 followers
November 4, 2023
Was tun, wenn die Eltern immer gebrechlicher werden und abzusehen ist, dass sie ihre Selbstständigkeit bald aufgeben müssen? Was tun wenn drei Schwestern zwar miteinander groß geworden sind, aber gar nichts mehr gemein haben? Was tun, wenn sich Sprachlosigkeit dort breit macht, wo dringend miteinander geredet werden müsste? All diese Fragen werden in diesem Roman von der Autorin gestellt.
Wer nach Antworten in diesem Buch sucht, könnte erfolglos bleiben

Sanne ist die älteste von drei Töchtern aus dem Arbeitermilieu. Die Eltern haben sich mühsam ein kleines und bescheidenes Häuschen von den Lippen abgespart. Sanne bekommt als Älteste (wie ungerecht ist das denn?) noch zu Lebzeiten (warum, die Eltern waren noch voll fit) das Häuschen überschrieben und entscheidet, dass die Eltern ausziehen müssen, in eine seniorengerechte Wohnung. Das Haus soll verkauft werden, ihre Schwestern Petra und Gitti erfahren davon erst mal nichts. Besonders Petra bleibt im Ungewissen. Der Kontakt ist quasi nicht vorhanden und Sanne schiebt die Notwendigkeit Petra ihr Vorhaben zu erklären so lange vor sich her bis es zu spät ist. Petra reagiert innerlich zwar mit Wut, äußerlich bleibt sie aber sprachlos.
Unter dem Vorwand Ballast abwerfen zu wollen, entscheidet Sanne über die Köpfe anderer einfach hinweg. Dabei ist sie in ihrem Tun sehr widersprüchlich. Sie agiert und beklagt auch, dass sie sich um alles kümmern muss, bezieht aber weder ihre Geschwister und Eltern noch ihren Mann und die Kinder in Entscheidungen mit ein. Sie macht sich die Welt, wie sie ihr gefällt. Nur gefällt sie ihr nicht! Ihre Eigenwahrnehmung ist so extrem gestört, dass sie zwar selber über andere dominiert, es aber für ungehörig hält, wenn Menschen aus ihrem engsten Umfeld für sich Entscheidungen treffen, ohne sie einzubeziehen. Mich hat ihr Verhalten beim Lesen teilweise wirklich wütend gemacht.
Das Thema des Buches ist auf den ersten Blick Geschwister Rivalität auf den zweiten Blick die Notwendigkeit unpopuläre Entscheidungen zu treffen, aber auf dem dritten Blick die Darstellung einer hoch neurotischen Frau, die sogar einen Anruf an die Schwester aufschiebt, als sie weiß, dass diese sehr krank ist. Das ganze Familienkonstrukt um die drei Töchter scheint schwer gestört zu sein und überträgt sich auch in das Beziehungsleben der erwachsenen Frauen Wir erfahren aber nicht warum. Konkurrenzkämpfe unter Geschwistern, sind bis zu einem gewissen Punkt ja normal, aber die Frage, wo es hier gekippt ist, hätte mich schon interessiert. Die Eltern waren mir insgesamt zu passiv, das halte ich für sehr realitätsfern und auch das Schattendasein von Uwe war mir zunächst nicht verständlich.
Ich kam an vielen Stellen aus dem Kopfschütteln gar nicht mehr raus. Dabei liest sich der Text richtig gut und zieht einen von der ersten Seite an in seinen Bann.

Irgendwann habe ich gemerkt, dass man den Roman auf verschiedene Art und Weise lesen kann und ab da ging es besser. Meine Lesart war die eines Portraits einer psychisch und sozial gestörten Frau, bei der sich das schon als Kind abzeichnete. Sie muss die Beste sein, sie muss alle Fäden in der Hand haben und was ihr nicht gefällt das verdrängt sie. Dass das auf Dauer kein Erfolgsmodell ist, könnt ihr euch sicherlich denken. Borderline lässt grüßen.

Sanne hat es geschafft ein konservatives Familienleben zu führen, mit Vater, Tochter, Sohn und Häuschen, inklusive anteilnehmender Nachbarschaft. Die Fassade stimmt! Doch als sich die Menschen, die sie dominiert, sich ihrer Kontrolle entziehen – der Sohn zieht aus, die Tochter wird immer selbstständiger, der Mann macht viele Überstunden – konzentriert sie sich auf die Eltern und regelt deren Leben. Komisch, nur dass sie das, was sie nicht mehr will, nämlich das Elternhaus doch noch braucht. Glück sieht anders aus. Sanne ist sich selber ausgeliefert, und das führt zum Zusammenbruch des Systems.
Das Ende kam dann doch sehr plötzlich und ist für mich nicht befriedigend. Viele Fragen bleiben offen. Insgesamt ist es aber ein gut komponierter Plot der mich gefesselt hat.
212 reviews
July 30, 2023
Familie
In Ute Mank‘s neuem Roman „Elternhaus“ geht es um ein Thema, dass viele irgendwann etwas angeht. Die Eltern werden alt und die Rollen kehren sich um. Waren es die Eltern lange Zeit, die sich um die Familie gekümmert haben, so kommt irgendwann der Zeitpunkt, wo die Kinder die Verantwortung für die Eltern mittragen, so geht es in diesem Buch. Sanne, die älteste von drei Schwestern, die in der Nähe ihres Elternhauses wohnt, selbst ihren Traum von Familie und Eigenheim erfüllt hat,kümmert sich um die Eltern und stellt fest, dass die Eltern mit der Arbeit im Eigenheim überfordert sind. Sie besorgt ihnen eine altersgerechte Wohnung und da sie als Älteste das Elternhaus geerbt hat, will sie es verkaufen.All dies geschieht, ohne dass sie ihre Schwestern informiert. Petra ,die mittlere und einzige Schwester in der Familie, die studiert hat und eher selten „ nach Hause“ kommt, erfährt per Zufall durch einen Besuch davon und informiert auch ihre „kleine“ Schwester Gitti, die einen Blumenladen hat und mit ihrem Freund in einem kleinen Häuschen wohnt, nicht wie Petra, die eher ein Nomadenleben lebt, alle paar Jahre eine neue Wohnung, nur nicht festlegen, genauso wie mit ihrem verheirateten Freund, deren Verhältnis eher unverbindlich ist.

Doch Sanne entscheidet sich dann doch gegen den Verkauf des Hauses, das dann nach und nach verkommt , genauso wie ihre Ehe, die nach dem Auszug der Kinder ihren Sinn verloren hat. Allen drei Geschwistern wird durch die Situation des Elternhauses klar, wieviel Bedeutung es für sie hat, aber auch, wie wenig sie eigentlich untereinander kommunizieren und Kontakt haben. Sanne als Älteste war immer die, die entschied, auch weil sie am nächsten zu den Eltern wohnte und plötzlich ist die Situation anders. Man muss sich um die Eltern kümmern und will Mitspracherecht am Elternhaus, vielleicht auch eine Chance sich wieder nahe zu kommen?

Viele Gedanken sind mir beim Lesen dieses Buches durch den Kopf gegangen.
Ist es selbstverständlich, dass Geschwister immer ein inniges Verhältnis haben müssen?Ist es richtig, dass nur einer allein entscheidet, wenn es um die Eltern geht? Sollte man sich als älterer Mensch frühzeitig um eine altersgerechte Bleibe bemühen?

Die einzelnen Lebenswege, vor allem von Petra und Sanne sind mir schon nahe gegangen, Gitti ist hier ja eher unkompliziert. Petras Scheu sich festzulegen hat mich fragen lassen, woran das liegt und Sannes Eheaus ist eine Geschichte, die immer wieder nachdenklich macht, denn es ist eine sensible Zeit in einer Ehe, wenn die Kinder das Haus verlassen und man sich als Paar neu finden muss.

Mir hat Ute Mank‘ s Buch gut gefallen, hat mich nachdenklich werden lassen und mich zeitweise auch selbst sehen lassen, was die Sorge um die Eltern angeht.Das Buch rüttelt auf und lässt sich gut lesen.Es spricht alle Menschen mittleren Alters an und lässt sie nachdenken, wie es um die Eigenen Eltern bestellt ist und wie Kommunikation unter Geschwistern in solch einem Fall funktionieren sollte.

Die Personen in Ute Mank‘s Roman kommen einem schon sehr nahe, die Sympathien meinerseits waren unterschiedlich.

Ein Buch, das mitten aus dem Leben ist und das ich gerne weiterempfehle.
1,407 reviews7 followers
September 2, 2023
Eine emotionale Familiengeschichte

Klappentext:
Sanne, die nur ein paar Straßen von ihren Eltern entfernt lebt, bekommt deren Alltag hautnah mit. Immer häufiger muss sie helfen, den Eltern wächst das Haus über den Kopf. Und so beschließt sie, dass die beiden umziehen müssen. Doch sie fällt diese Entscheidung allein, immerhin ist sie die Älteste.
So viel mehr als vier Wände und ein Dach: das Elternhaus.
Als ihre Schwester Petra von den Plänen erfährt, ist sie entsetzt. Wie kann Sanne die Eltern entwurzeln? Wie kann sie alles zerstören, was Sinnbild ihrer gemeinsamen Kindheit ist? Diese Pläne reißen Petra den Boden unter den Füßen weg.

„Elternhaus“ ist eine emotionale Familiengeschichte von Ute Mank.

Was passiert wenn die Eltern plötzlich alt werden?
So ergeht es den Eltern von Sanne, Petra und Gitti.
Plötzlich wird die Arbeit mit Haus und Garten den Eltern zu viel.
Sanne als die Älteste sieht sich in der Pflicht.
Sie entscheidet kurzerhand, dass die Eltern umziehen müssen und das Haus verkauft wird.
Da hat sie allerdings nicht mit ihren Schwestern gerechnet.

Im Mittelpunkt stehen die drei Schwestern Sanne, Petra und Gitti.

Sanne ist die Älteste und wohnt ganz in der Nähe der Eltern.
Sanne lebt mit ihrer Familie selbst im eigenen Haus.
Für sie steht, wie für ihre Mutter die Familie an erster Stelle.

Petra ist die Mittlere der Schwestern.
Sie studiert und wohnt in der Großstadt und hat sich von der Familie entfernt.

Gitti ist die Jüngste.
Wie üblich wurde der Jüngsten immer mehr Freiheit zugestanden.
So führt Gitti auch heute noch ein freieres Leben. Sie hat ein Kind und ihre Lebenspartner wechseln . Auch im Berufsleben hat sie keine Stabilität.

Als das Haus der Eltern verkauft werden soll, da stehen alle plötzlich auf der Matte.
Sie ereifern sich darüber, dass Sanne über ihren Kopf hinweg entscheidet.
Viele Erinnerungen aus der Kindheit sind mit dem Haus verbunden.
Die Eltern, die aus einfachen Verhältnissen stammen haben viel Arbeit und Herzblut in das Haus gesteckt.
Jetzt heißt es nicht nur eine gemeinsamem Entscheidung zu treffen.
Die Schwestern müssen auch ihr angestoßenes Verhältnis zueinander Aufarbeiten.
Warum haben sie sich so entfremdet?

Ute Mank spricht mit ihren Roman „Elternhaus“ ein schwieriges Thema an.
Was ist wenn die Eltern älter werden und nicht mehr alleine zurechtkommen.
Schwierige Entscheidungen stehen an. Kann man die Eltern einfach so entwurzeln oder gibt es keine andere Möglichkeit?
Ute Mank erzählt die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven. Es ist interessant die Meinung der verschiedenen Schwestern zu lesen.
Mit viel Gefühl erzählt die Autorin die Geschichte.
Sie lässt die Charaktere an der langen Leine so, dass sie sich in der Geschichte frei entfalten können.
Nur die Eltern stehen ein bisschen im Hintergrund.
Gerne hätte ich etwas mehr davon erfahren was eigentlich ihr Wunsch ist.

„Elternhaus“ ist eine interessante Geschichte die zum Nachdenken anregt.
Profile Image for Kerstin.
99 reviews2 followers
July 9, 2023
„Waren es immer die Kinder, die einem Elternhaus das Ende bereiteten? Es als unpraktisch und für seine Bewohner nicht mehr als zeitgemäß erklärten? Die Kinder, die dann schon lange keine Kinder mehr waren und fortan damit leben mussten, ihren Eltern das Haus genommen zu haben. Und wie zur Strafe auch sich selbst das Elternhaus.“ (S299)

Das Buch erzählt von Sanne, Petra und Gitti – und von ihren Eltern und dem Elternhaus.
Das Haus, dass der Vater gebaut hat, mit dem Nussbaum im Garten. Das Haus, in dem sie aufgewachsen sind, mit dem sie viele schöne Erinnerungen verbinden. Aber diese Zeit ist lange vorbei. Die Schwestern sind inzwischen erwachsen. Gitti führt ein unkonventionelles Leben, Petra hat es beruflich in eine entfernte Stadt verschlagen, nur Sanne wohnt in der Nähe ihrer Eltern und führt ein Leben, von dem sie einst dachte, es würde ihren Wünschen und Vorstellungen entsprechen.

Der Kontakt der Geschwister untereinander ist dürftig. Gitti und Sanne haben sich zumindest noch ein wenig zu sagen. Petra ist außer Sichtweite und irgendwie auch aus dem Sinn. Sanne kümmert sich um die Eltern, denn diese sind nun in einem Alter, in dem sie bisweilen Unterstützung benötigen, die täglichen Aufgaben nicht mehr ganz allein bewältigt bekommen. Sanne unterstützt zunächst bestmöglich, beschließt dann aber, dass die Eltern das Haus aufgeben und in eine seniorengerechte Wohnung umziehen müssen. Von dieser Entscheidung sind jedoch nicht alle Beteiligten begeistert und jedes Familienmitglied geht unterschiedlich damit um.

„Elternhaus“ ist ein berührender Roman. Ute Mank versteht es hervorragend diese besondere Situation aufzugreifen und gefühlvoll zu beschreiben, wie die Familie die Veränderungen erlebt. Das Verhalten der handelnden Personen ist gut nachvollziehbar, sei es Sanne, die es „gut meint“, Petra, die den „Verlust“ des Elternhauses nicht versteht, aber auch die Eltern, die aus der vertrauten Umgebung herausgenommen werden.

Ein Buch zu einem nicht einfachen Thema. Gut erzählt und sehr gut lesbar.
Profile Image for herrzett.
100 reviews5 followers
October 13, 2023
Spannendes Thema, doch die Erzählart... schwierig

Fast zeitgleich zu Doris Knechts Roman "Eine vollständige Liste aller Dinge, die ich vergessen habe", in dem es u.a. um den bevorstehenden Auszug der Kinder geht, beschäftigte ich mich mit Ute Manks Roman "Elternhaus" in dem der Alltag und das Haus den Eltern über den Kopf wächst und deren Tochter sie nun zu einem Umzug bewegt. Eigentlich eine spannende Gegenüberstellung - das Gewinnen neuer Freiheiten und das Ausziehen in der Jugend und die Einschränkungen das Alters. Das Setting und die Herangehensweise an dieses Thema ist in beiden Fällen ein komplett anderes. Während Knecht sich eher autofiktional ihren Gedanken und Sorgen stellt, erzählt Mank von einer Familienkonstellation, die bereits an sich einige Schwierigkeiten bereithält. Drei Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein könnten, deren Leben sich in komplett unterschiedliche Richtungen entwickelte und die auch persönlich, wie räumlich ganz andere Abstände zu den Eltern pflegen. Sanne, Gitti und Petra, sind es, die neben den Eltern und unzähligen Erinnerungen, die beim Ausräumen der Wohnung aufploppen, in den Fokus geraten und gerade ihre Lebensläufe, Handlungen und Gedanken haben mir das Lesen unglaublich schwer gemacht und recht schnell das Interesse an diesem Roman geraubt. Mank springt sehr viel zwischen den einzelnen Geschwistern und Lebensrealitäten, während die eigentliche Geschichte der Entwurzelung irgendwie so weiterläuft und kaum einen Raum bekommt. Zeitweise folgen recht unlogische bis fragwürdige Handlungen, offen stehende Fenster, die scheinbar niemanden so recht interessieren wollen. Ich weiß nicht, aber irgendwie habe ich mir einen ganz anderen, feinfühligeren Roman über das Problem des Auszugs, der Bedeutung von Erinnerung und Verbundenheit, vorgestellt. Diesen fragwürdig, unterhaltsamen Roman habe ich irgendwie erleichtert nach 100 Seiten wieder zur Seite gelegt. Das war einfach nicht meins.
612 reviews
March 11, 2025
4,5*

"Wie lange in seinem Leben brauchte man ein Elternhaus? War es nicht beinahe natürlich, dass es gebrechlich wurde, wie die Eltern? Dass es irgendwann verschwand, so wie die Eltern irgendwann nicht mehr da sein würden?"

Das Buch hat mich emotional genau getroffen... Viele Situationen und Erinnerungen aus der Kategorie "weißt du noch?" konnte ich so gut nachvollziehen. Ebenso wie es ist, älter zu werden, als einzige Person der Familie weit weg von dem Ort zu leben, an dem man aufgewachsen ist und wie es ist, die Veränderungen mitzubekommen und eben auch damit konfrontiert zu werden, dass das Elternhaus plötzlich so nicht mehr existiert und das darauffolgende "DAS war mein Zuhause"-Gefühl, was auch nach sehr vielen Jahren kein bisschen weniger wird und immer weiter weh tut. Es hat mich auch zum Nachdenken gebracht, vorallem durch die Stelle bzgl. dem "Nachbarn-sein". Selbst auf dem Dorf aufgewachsen, war ich selten überhaupt mal IN einem der Nachbarhäuser, aber sobald man irgendjemanden gesehen hat wurde sofort gegrüßt und auch mal geplaudert. Selbst bei großem Altersunterschied war das völlig normal. Dieses Gemeinschaftsgefühl war so etwas positives und wohltuendes, auch wenn es nur zu dem Zeitpunkt herrschte, in dem man eben Nachbarn war. Wenn ich an die jetzige Realität in der Großstadt denke, dass ich (und das kostet mich schon große Überwindung) bei einem Gruß im Treppenhaus selbst nach einem Jahr mit den immer gleichbleibenden Wohnparteien noch immer keinerlei Reaktion von irgendjemandem zurückbekomme, ist das absolut traurig. Im Buch kommt es zu einer pampigen Aussage von Kindern (wofür ich damals tatsächlich Dresche bekommen hätte, wenn ich so etwas zu Leuten gesagt hätte) und zusätzlich noch Lisas "ich bin die Geilste weil ICH BIN DIE ZUKUNFT"-Gehabe haben dafür gesorgt, dass ich einen halben Stern abgezogen habe. Ich hätte mich lieber nur in der Melancholie gesuhlt als durch die heutigen Kinder/Jugendliche noch schlechte Laune zu bekommen.
Profile Image for Lena.
164 reviews
July 8, 2023
Berührende Familiengeschichte!

Das Cover und der Titel haben meine Neugier sofort geweckt. Das Cover ist mal etwas anderes und passt sehr gut zu der Familiengeschichte. Auch die Farben finde ich passend gewählt.

Der flüssige Schreibstil hat mich sehr gefesselt. Das Buch hat keine Kapitel und trotzdem behält man durch die abwechselnde Perspektive von Sanne und Petra den Überblick. Die einfühlsame Erzählweise der Autorin ist definitiv eine Stärke in diesem Buch. Ich konnte mich in beide Protagonisten hineinversetzen und die Gefühle nachempfinden. Besonders Petra war mir als eine "aus der Reihe tanzende Person" sehr sympathisch. Denn sie hat eben nicht das Leben mit Kindern, Haus und Hund und muss sich deshalb mit den Vorurteilen der Menschen rumschlagen. Ihre Gedanken fand ich unterhaltsam und humorvoll.

Leider wurden meine Erwartungen zum Ende hin nicht erfüllt. Denn ich habe aufgrund des Klappentextes und der Leseprobe eine Auseinandersetzung der Geschwister bezüglich des Elternhauses und den Umgang mit älter werdenden Eltern erwartet. Jedoch kam dies nicht vor. Viel mehr gab es fast keine vernünftige Kommunikation zwischen den Schwestern. Natürlich kann dies bei vielen Familien vorkommen, jedoch war ich als Leserin enttäuscht.
Ich habe länger gewartet, bis endlich mal etwas passiert und wurde mit einem offenen Ende überrascht. Die aufgebaute Spannung ist somit leider verpufft.

Fazit: Es ist eine berührende Familiengeschichte mit einer fesselnden Erzählweise. Für mich sind es leider nur 3 Sterne. Das letzte Drittel des Buches konnte mich nicht überzeugen.
Profile Image for Sophia Kaiser.
66 reviews
July 12, 2023
Was bleibt, wenn man als Erwachsene Tochter das Haus der Eltern verlassen hat? Sein eigenes Leben lebt? Welche Bedeutung hat das Elternhaus? Und was passiert, wenn die eigenen Eltern langsam gebrechlich werden? All diese Fragen behandelt Ute Mank in ihrem Roman "Elternhaus". Da ist Sanne, die Älteste, die Pragmatische. Diejenige, die die Entscheidung trifft, die Eltern aus dem ehemaligen Elternhaus in eine Wohnung umziehen zu lassen. Damit sie weniger überfordert sind. Dann ist das Gitti, die Jüngste, die Lebhafte. Sie unterstützt Sanne, stellt keine Fragen an die große Schwester. Und da ist Petra, das mittlere Kind, die Unsichtbare, die Außenseiterin. Vor allem Petra hat fast keinen Kontakt zu ihrer Familie, lebt als einzige in der Stadt - und bekommt auch von dem Umzug nichts mit. Als sich das ändert, will Petra Antworten. Doch wie geht das, wenn man sich über die Jahre fremd geworden ist.
Ute Manks Figuren sind liebevoll gestaltet, man hat das Gefühl, man ist beim Lesen mitten in der Familie. Das Gefühl zwischen Vergangenheit und Zukunft zu schweben wird greifbar. Die Melancholie, die Sorge um die eigenen Eltern, die Überforderung.
Ute Manks Roman beleuchtet auf liebevolle Weise das Thema des Älterwerdens, der Verantwortung innerhalb der Familie und der Liebe untereinander, die irgendwie doch immer da ist.
59 reviews
July 29, 2023
"Elternhaus" von Ute Mank ist ein Roman, wie ich ihn so noch nie gelesen habe. Bereits der Klappentext machte mir deutlich, dass dies etwas ganz anderes ist, als das, was ich sonst so lese. Das Cover finde ich auch sehr passend gestaltet, da es direkt das Gefühl von Heimat und dem titelgebenden Elternhaus vermittelt.
Nun zum Inhalt: Ich hatte mir leider etwas mehr erhofft. Ich bin ein Fan von Büchern, die ein klares Ende haben. Dieser Roman erschien mir jedoch wie eine simple Erzählung des Lebens der Protagonistinnen, die nicht unbedingt in Buchform erscheinen sollte. Natürlich gibt das Authentizität. Diese habe ich während des Lesens auch sehr geschätzt. Das Buch kam mir nie "aufgesetzt" und gekünstelt vor. Es war einfach eine Erzählung aus dem Leben der Protagonistinnen mit all seinen Höhen und Tiefen und Makeln und ich konnte mich manchmal sehr gut in die Protagonistinnen hineinversetzen. Manchmal jedoch auch nicht. Letztlich fand ich die Erzählung sehr angenehm, mir fehlte jedoch das gewisse Etwas an "Action". Auch fehlte mir irgendwie die Lösung von so manchen Konflikten am Ende und mehr Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt der Eltern. Dennoch ein Buch, das mich auf jeden Fall zum Nachdenken angeregt hat und das ich gerne gelesen habe. Ein zweites Mal lesen würde ich es jedoch nicht.
Profile Image for Sophie.
22 reviews
July 7, 2023
Titel: Schwesternzwist

Die drei Schwestern Sanne, Petra und Gitti (sortiert nach alter) sind bereits erwachsen und leben in unterschiedlichen Ortschaften entfernt von ihrem Elternhaus. Sanne lebt noch sehr nach bei ihren Eltern, Petra hingegen wohnt mehrere Stunden entfernt. Sanne kümmert sich fast täglich um die Eltern.
Es bahnt sich etwas an, Sanne möchte das Elternhaus verkaufen. Es sei besser für die Eltern und so nimmt die Geschichte ihren Lauf.

Die Kapitel wurden abwechselnd aus Sannes und Petras Sicht geschrieben. Es gibt ab und zu Rückblicke in die Vergangenheit, wie die Eltern zu ihren Kindern waren, wie das Verhältnis zwischen den Schwestern ist und wie sich die Nachbarschaft verhielt. Zudem schreibt sie über die jeweiligen Männer/Partner der Töchter.

Die Charaktere haben mir gut gefallen, die Schwestern unterscheiden sie ziemlich. Sanne die pflichtbewusste, Petra die erfolgreiche und Gitti die lockerlebende (sehr entspannter Charakter, nimmt nichts zu ernst) Tochter.

Das Cover ist sehr schön gestaltet.

Die Autorin schreibt spannend, man möchte das Buch gar nicht aus der Hand legen. Jedoch muss ich ehrlich sein, dass mich das Ende des Buches enttäuscht hat, jedoch kann man das nur selbst beurteilen indem man das Buch selbst liest.
Profile Image for Aus Liebe zum Lesen.
269 reviews8 followers
August 4, 2023
Was passiert mit dem Elternhaus, wenn die Eltern ausziehen? Was macht Familie aus? Was ein glückliches Leben? Ute Mank erzählt in ihrem neuen Roman „Elternhaus“ von den großen Umbrüchen in Familien, vom Älterwerden, vom Auszug der Kinder, von Beziehungen innerhalb einer Familie.

Sanne hat beschlossen, dass die Eltern in eine altersgerechte Wohnung ziehen sollen. Das schmale Haus will sie verkaufen, was auch sonst? Ihre Schwestern, die unabhängige Petra und die unbekümmerte Gitti können ihre Beweggründe zunächst nicht nachvollziehen, doch dadurch angetrieben nähern sie sich wieder an.

Ute Mank erzählt die Geschichte aus den verschiedenen Sichtwinkeln der drei Schwestern. Dadurch erhält der Leser besseren Einblick in deren Gedanken, denn zwischen ihnen bleibt vieles ungesagt, was deren konfliktbehaftete Beziehung noch verstärkt. Leider blieben mir die Figuren dennoch fremd, zu unnahbar sind sie angelegt. Die Auseinandersetzung mit den Umbrüchen ihrer Protagonistinnen ist der Autorin hingegen sehr gut gelungen. Sie macht immer wieder deutlich, dass es die EINE Wahrheit nicht gibt.

„Elternhaus“ ist ein interessanter Roman, der sich mit großen Fragen im Leben einer Familie beschäftigt.
Profile Image for Arbnora.
64 reviews
July 20, 2023
Das „Elternhaus“ handelt von den drei Schwestern Sanne, Petra und Gitti. Sanne beschließt, dass ihre Eltern das Elternhaus verlassen und in eine altersgerechte Wohnung ziehen sollen.
Der Schreibstil von Ute Mank hat mir recht gut gefallen und die Thematik sogar sehr gut. Wir treffen auf drei sehr unterschiedlichen Schwestern, die im selben Elternhaus groß geworden sind, sich jedoch in unterschiedliche Richtungen entwickelt und keinen wirklichen Draht mehr zueinander haben. Die Spannungen zwischen den Schwestern waren deutlich spürbar. Zudem hat es mir gefallen, dass man sich während es Lesens mit vielen philosophischen Fragen und seiner eignen familiären Situation auseinander gesetzt hat.
Leider hat es mir jedoch insgesamt an Spannung in der Geschichte gefehlt. Ich denke, man hätte viel mehr in die Tiefe gehen können, sowohl in den einzelnen Lebensgeschichten der Schwestern, als auch in der Beziehung der Schwestern zueinander. Die Gefühlslagen der Protagonistinnen sind für mich auch nicht immer ausreichend rübergebracht worden. Das Potential, was hinter diesem Buch steckt, wurde meiner Meinung nach nicht vollkommen ausgeschöpft.
Profile Image for Elke.
1,909 reviews42 followers
July 24, 2023
Viele kleine Details und Begebenheiten aus dem Buch haben mich an mein eigenes Elternhaus erinnert: die Nachbarschaft, in der jeder jeden kennt, kleine Zwistigkeiten unter Geschwistern, das Aufwachsen in einem kleinen Haus mit Garten, und viele weitere schöne Momente, an die man sich wehmütig zurückerinnert.
Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist das kleine Haus, das Sannes Eltern selbst gebaut haben und in dem Sanne und ihre beiden Schwestern aufgewachsen sind. Doch während Sanne im Ort geblieben und ebenfalls ein Haus gebaut hat, haben Petra und Gitti die Heimat früh verlassen und kommen nur zu den obligatorischen Familienfesten zurück.
Jetzt hat Sanne entschieden, dass die Eltern zu alt geworden sind und nicht mehr alleine zurechtkommen. Daher soll das Elternhaus, das die Eltern Sanne vermacht haben, verkauft werden und die Eltern bringt Sanne in einer kleinen Wohnung unter. Doch zunächst trifft der geplante Verkauf bei den anderen Familienmitgliedern auf Ablehnung. Nach und nach kommen lange verborgene unerfüllte Wünsche, Neid und Reflexionen über das eigene Leben ans Tageslicht, und die Schwestern müssen sich wieder annähern.
Fazit: Mit ehrlichem Blick auf die kleinen Momente des Lebens, die eine Familie ausmachen, die Widrigkeiten des Erwachsenwerdens und Erwachsenseins und das Gefühl von Zuhause, welches einem das Elternhaus vermitteln kann, erzählt die Autorin eine ruhige aber dennoch sehr bewegende Geschichte, die auch ein Stück Kindheitserinnerung weckt.
2,277 reviews13 followers
June 26, 2023
Zum Inhalt:
Sanne kümmert sich immer häufiger um ihre Eltern, da diesen langsam alles über dem Kopf wächst und da sie in der Nähe wohnt, ist es sie, die sich um alles kümmert. Irgendwann beschließt sie, dass die Eltern umziehen müssen. Als ihre Schwester Petra davon erfährt ist diese fassungslos. Sanne kann doch die Eltern nicht das Haus nehmen. Das eh schwierige Verhältnis der Schwestern wird auf eine harte Probe gestellt.
Meine Meinung:
Das Buch hat mir gut gefallen und das insbesondere vom Schreibstil und des Konflikt zwischen den Schwestern und wie sich auch das Verhältnis zum Elternhaus verändert. Anfangs als nur ein Haus und irgendwann die Vorstellung, dass man nie wieder ein Elternhaus haben würde. Sowohl die Entwicklung von Petra aber auch die von Sanne fand ich sehr spannend und interessant. Auch wenn ja nichts weltbewegendes passierte, war es ein ausgesprochen kurzweiliges Buch.
Fazit:
Kurzweilige Lektüre
25 reviews
July 3, 2023
Sehr berührendes Buch, dass einem zum Nachdenken anregt. Das Buch erzählt von zwei Schwestern Sanne und Petra und dass Sanne, deren Elternhaus verkaufen möchte. Allerdings werden immer wieder Geschichten aus deren Kindheit erzählt, oft auch aus beiden Perspektiven, was ich sehr spannend fand. Da man daran erkennen konnte, dass die selbe Situation von verschiedenen Personen oft komplett anders wahrgenommen wird. In diesem Buch wird über das Älterwerden berichtet, über große Veränderungen im Leben, mit denen man klar kommen muss, und das Auseinanderleben von Familien. Dieses Buch hat mich auf jeden Fall in den Bann gezogen und hat mich sehr zum Nachdenken gebracht. Außerdem konnte ich mich auch öfters mit den Charakteren identifizieren. Das Einzige was mir etwas fehlte, war, dass wir nicht viel von der dritten Schwester Gitti erfahren haben. Ich glaube es hätte mehr Sinn gemacht, wenn dieses Buch aus der Sicht von allen drei Schwestern erzählt worden wäre.
182 reviews2 followers
July 11, 2023
wie der titel verrät geht es um das elternhaus von drei schwestern. sanne, die älteste wohnt in der nähe der eltern und veranlasst dass diese umziehen, da sie sich nicht mehr um alles kümmern können und es auch für sanne selbst zu viel wird. auch die treppen sind ein kleines problem, der garten usw. nun erfahren wir viel vom haus und garten und den drei schwestern, von damals und auch wie sie heute leben, sehr unterschiedliche charaktere und ansichten, ihre familiensituation und ihre gedanken und gefühle sind total verschieden. jede einzelne ist grossartig beschrieben und nachvollziehbar, alles wirklich aus dem leben, sehr realistisch. wie sie sich mit der thematik auseinander setzen, was jede einzelne davon hält und wie sie damit umgehen ist gut geschildert, auch wie die familien dazustehen und die jeweiligen probleme im eigenen leben sind aufgezeigt. ein buch, das aus dem leben kommt und ein leben beschreibt, wie es tatsächlich sein kann und ähnlich auch ist. absolut lesenswert.
Profile Image for Monika.
13 reviews
July 15, 2023
Kinderdenken

Der Roman "Elternhaus" von Ute Mank hat mich als 76jährige berührt.
Was ist, wenn Eltern älter werden, ist gerade in der heutigen Zeit ein Thema, das vielen auf den Nägeln brennt. Eltern wie Kindern!
Die Abhängigkeit der Eltern von den Kindern, aber besonders die Abhängigkeit der Kinder von den Eltern wird in dem Roman ausgiebig behandelt.
Verantwortung, Angst, Scham, Nähe, Ferne, Gleichgültigkeit, Sehnsucht........ vielerlei Gefühle!
Das beinahe Zerbrechen Sannes an der Verantwortung und deren Folgen und die Angst vor Bindung von Petra stehen ganz im Vordergrund des Romans.
Was ich an dem Roman etwas bemängele ist das doch sehr passive Verhalten der Eltern. Die zurückhaltende Mutter, der stille Vater sind noch zu sehr in alten Rollenbildern gefangen, angepasst.
Die Protagonisten werden in allen Einzelheiten anschaulich beschrieben.
Die Sprache ist gut verständlich, so dass sich der Roman gut lesen lässt.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for _ich. lese_.
849 reviews2 followers
September 13, 2023
Drei Schwestern, drei unterschiedliche Meinungen.
Sanne, die älteste, wohnt auch am nächsten bei den Eltern. Als diese immer mehr Hilfe brauchen, kann Sanne die nicht geben und beschließt, die Eltern müssen in ein altersgerechtes Wohnhaus. Das Elternhaus soll verkauft werden.
Die Schwestern Petra und Gitti haben da eine ganz eigene Meinung dazu.

Ich bin noch nicht in dem Alter, dass ich mir Gedanken über das Elternhaus machen müsste, habe es aber bei den Großeltern miterlebt. Und da ich auch Wildtriebe las, wollte ich auch dieses Buch von Ute Mank lesen.
Für mich war es eine gut nachvollziehbare, authentische Geschichte über eine Familie. Die Kinder erwachsen, jede lebt ihr eigenes Leben und trotzdem soll sich bei den Eltern bitte nichts verändern.
Ich hätte mir aber ein bisschen mehr Familiendynamik gewünscht. Aber es geht hauptsächlich um Sanne. Was sie möchte, was sie macht. Dennoch fand ich die Geschichte unterhaltsam und interessant.
94 reviews
September 17, 2023
Präsentes Thema

Das Cover passt perfekt zum Titel: Elternhaus - und dazu eine Tasse Kaffee auf einer etwas altmodischen Tischdecke (auch wenn das je nach Alter vielleicht eher zu Oma passen würde). Dennoch ruft das dargestellte Setting direkt eine bestimmte Vorstellung hervor, wie man bei seinen Eltern zu Besuch ist. Dieses Szenario trifft wohl auf zumindest 2 der 3 Schwestern zu - Sanne wohnt ja quasi direkt neben den Eltern, die mit den Jahren immer schwieriger und anstrengender werden.
Der Roman ist sehr nah am wahren Leben gebaut - Konflikte zwischen Geschwistern und der Situation von alternden Eltern stehen bei vielen Menschen an der Tagesordnung. Mit viel Einfühlungsvermögen schafft es die Autorin, dieses schwere Thema in eine mitfühlbare und emotionale Geschichte zu packen, die trotz des starken Realitätsbezugs an keiner Stelle langweilt.
Profile Image for Nesi.
16 reviews
April 10, 2024
Ich hab das Hörbuch sehr genossen, hab vor allem anfangs viele Lesezeichen gesetzt. Die Schwestern waren so menschlich mit ihrem Verhalten und ihren Fehlern, ich finde das Buch ist realitätsnah geschrieben. Die Anekdoten aus ihrer Kinderheit waren besonders interessant anzuhören, als eine von 4 Geschwistern, von denen eine meine kleine Schwester ist. Es war herzzerbrechend, wie sich Sanne und Petra so sehr entfremdet hatten, dass die Kommunikation völlig gefehlt hat. Und wie sehr sich Petra vor Sanne gescheut hat. Ich hab für beide Schwestern gefühlt. Das Buch hatte ein schönes Ende
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