Hat mir wirklich gut gefallen, auch wenn es nicht wirklich ein klassischer Krimi ist. Ja, es gibt schon Krimi-Elemente, vor allem im ersten und letzten Drittel des Buches. Am besten gefallen hat mir aber Max Hellers Geschichte - was hat er im 1. Weltkrieg erlebt? Wie verarbeitet er diese Erlebnisse? Wie ist das Verhältnis zu seinen Eltern? Wie das zu seinem Großvater? Wie entwickelt sich seine Liebesgeschichte zu Karin und welche Rolle spielen Eltern und Großeltern dabei? Ich fand das Buch sehr "rund" und es hat sich bestätigt, was ich vermutet habe: Die Geschichte hat ein wenig "Hulda Gold"-Vibes, einfach, weil es in der gleichen Zeit spielt. Ich fand es aber gut, dass die Geschichte mal nicht in Berlin, sondern in Dresden spielt. Ich kenne Dresden nicht, aber wenn das bei Dir anders ist, hast Du sicher noch mehr Spaß an diesem Buch. Und ja, ich habe richtig Lust, die ganze Reihe zu lesen, auch wenn ich vermute, dass die dann deutlich "kriminaliger" ist. Ein bissle befremdlich fand ich, dass Max immer mit dem Familiennamen angesprochen wird, wenn über ihn erzählt wird - also "Heller machte...", "Heller dachte..." - ist jetzt aber nicht ein Riesending. Ich vergebe sehr gute 4 von 5 Sternen.