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Dark Canopy #1

Dark Canopy

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Die Percents, für den dritten Weltkrieg geschaffene Soldaten, haben die Weltherrschaft übernommen und unterjochen die Menschen. Rebellenclans versuchen, außerhalb des Systems zu überleben. Mit ihnen kämpft die 20-jährige Joy gegen das Gewaltregime. Doch dann fällt sie dem Feind in die Hände und muss feststellen, dass sich auch unter den vermeintlichen Monstern Menschlichkeit findet. Und sogar noch mehr...

528 pages, Hardcover

First published March 1, 2012

18 people are currently reading
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About the author

Jennifer Benkau

45 books148 followers
Jennifer Benkau wurde 1980 in Solingen geboren, wo sie heute mit einem Ehemann, drei Kindern und zwei Katzen lebt.
Benkau schreibt Bücher, weil es ihr ein Bedürfnis ist, Geschichten zu erzählen, sie aber beim Reden stottert. Zum Schreiben braucht sie Wind, laute Musik, Schokolade, Kiwis und Kaffee; aus dieser Mixtur entstehen paranormale Liebesromane, die der Autorin als Ausgleich dienen.
Ihr Debütroman, "Nybbas Träume", erschien im Juni 2010.

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Community Reviews

5 stars
583 (46%)
4 stars
349 (28%)
3 stars
217 (17%)
2 stars
67 (5%)
1 star
30 (2%)
Displaying 1 - 30 of 118 reviews
Profile Image for Rain.
720 reviews122 followers
October 2, 2016
So verdammt unfair =(
Vielleicht sind es auch eher 3,5 Sterne, einerseits mochte ich das Buch, aber dann hat es sich auch öfter mal gezogen und ich mochte nicht alle Entwicklungen
Profile Image for Kai Spellmeier.
Author 8 books14.7k followers
May 7, 2017
Dark Canopy gehört zu meinen absoluten Lieblingsbüchern.
Ich muss aber zugeben, dass ich das Buch augrund des Covers gekauft habe. Es hat mich einfach sofort angesprochen, so düster und geheimnisvoll wie es da im Regal stand.
Und ich wurde nicht enttäuscht. Dark Canopy steckt voller Spannung, voller Geheimnisse, voller Überraschungen. Das einzige Cliché an der ganzen Sache war die offenbare Hass-Liebe der Protagonisten, aber selbst das hat mich nicht gestört.
Jennifer Benkau hat eine dunkle Welt geschaffen, in die ich ohne Probleme eintauchen konnte. Ich hab mit Joy gebangt und gelitten aber vor allem ihren Kampfgeist bewundert.
Mein größter Fehler war jedoch vor lauter Angst und Neugier auf die letzte Seite zu spicken, woraufhin ich nicht weiter las, bis ich erfahren habe, dass es einen zweiten Band geben würde...denn es gibt wirklich keinen schlimmeren und grausameren Cliffhanger.
Wer also vor Spannung sterben will ist hier ganz richtig.

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Profile Image for Amelie.
Author 11 books560 followers
February 6, 2017
Zur Aufmachung

Ein grandioser Titel für dieses grandiose Buch. Dark Canopy ist so treffend und so symbolisch für die ganze Geschichte, dass es kein anderer Titel hätte sein dürfen. Das Cover ist zwar nicht unbedingt das schönste von allen, aber ich finde, dass auch das Cover seht gut die Geschichte widerspiegelt: Der Lichtblick am Horizont in einer Welt aus Dunkelheit und Asche.

Zum Buch

Dankeschön! Vielen lieben Dank, Jennifer Benkau für diesen Beweis, dass so wunderbare Dystopien wie diese hier auch aus deutscher Feder kommen können. Ich weiß kaum, wo ich anfangen soll zu loben...
Die, Welt, die Jennifer Benkau hier geschaffen hat, wirkt auf den ersten Blick noch recht unwahrscheinlich, doch je mehr man liest, desto wahrscheinlicher erscheint diese düstere Zukunftsvision. Die Idee der von Menschen als Waffen gezüchteten Percents, die sich dann gegen ihre Erschaffer auflehnen, war sehr originell und hat in Verbindung mit der Liebesgeschichte zwischen einem Menschen und einem Percent perfekt harmoniert. Ich selbst bin ja ein Fan von Geschichten, bei denen die beiden Hauptcharaktere zunächst jede Menge Hass und Vorurteile überwinden müssen um zu erkennen, dass es wichtigere Dinge im Leben gibt und dass man nur auf diese Weise sein Glück finden kann.
Joy ist ein sehr willensstarker und somit auch sympathischer Charakter. Sie hat zwar auch ihre Fehler, aber genau das machte sie hier zusätzlich auch authentisch. Neel ist dabei so ganz anders als sie. Selbstloser, offener und auf eine verquere Weise auch herzlicher. Also viel "menschlicher", als Joy selbst. Das fand ich hier besonders schön.
Das Buch ist nicht komplett aus Joys Sicht geschrieben, denn es gibt einige wenige Kapitel aus der Sicht von Joys Freund bei den Rebellen Matthial. Ich verstehe schon, warum es ohne diese Kapitel nicht ging, denn dort werden wichtige Informationen eingeflochten, die wahrscheinlich auch für den zweiten Band noch entscheidend sein werden, aber besonders gut gefallen haben sie mir leider nicht. Vielleicht liegt es daran, dass mir Matthial von Beginn an unsympathisch gewesen ist, was durch das Ende des Buches natürlich auch nicht verbessert wurde. Aber wie bereits erwähnt, gibt es nur sehr wenige dieser Kapitel.
Alle anderen Nebencharaktere waren genauso wenig zweidimensional und auch liebenswürdig wie die beiden Hauptcharaktere. Ich finde es ist eine Gabe, die Jennifer Benkau da hat, dass man schon nach sehr kurzer Zeit derart selbst mit den Nebencharakteren mitfiebert. Generell ist ihre Schreibweise einfach wunderbar. Sie schafft eine düstere Atmosphäre, in der die wenigen Lichtstrahlen dafür umso heller erscheinen.
Und zu guter letzt gehört Dark Canopy zu den spannendsten Dystopien, die ich bisher gelesen habe! Jede Sekunde zählt, jeder Moment ist entscheidend, jedes Wort verhängnisvoll. Dass es kein völlig gutes Ende nehmen kann, das war auch schon klar, aber DAMIT hätte ich dann doch nicht gerechnet!

Fazit

Schreibstil: 4,5 Herzen
Charaktere: 4,5 Herzen
Spannung: 5 Herzen
Emotionale Tiefe. 4,5 Herzen
Humor: 3 Herzen
Originalität: 4 Herzen

Dark Canopy ist spannend, herzzerreißend, tiefgründig und originell! Ein Roman, der zu meinen Favoriten des Dystopiegenres zählt und dessen zweiten Band ich sehnlichst herbeiwünsche!

4,5 Herzen
426 reviews22 followers
April 2, 2012
Meinung:
Es gibt Bücher, die man spontan kauft und von denen man sich einfach überraschen lässt. Es gibt Bücher, die man mal empfohlen bekommen hat und auf die man sich einlassen will. Es gibt Bücher von Autoren, die einen bereits mehrmals beeindrucken konnten, sodass man bei jedem neuen Buch vor dem Kauf gar nicht mehr zögert. Und es gibt Bücher, auf die man ein paar Monate vorm Erscheinungstermin stößt – die einen mit ihrem Klappentext gefangen nehmen und auf die man nur noch hinfiebert.
„Dark Canopy“ von Jennifer Benkau war so ein Buch. Leider. Ich weiß nicht, ob es die hohen Erwartungen waren, die ich in dieses Buch hatte. Oder vielleicht waren es auch die vielen guten Rezensionen, die ich im Voraus gelesen hatte? Jedenfalls machte sich nach ein paar Seiten starke Ernüchterung breit. Da hatte ich gehofft, so gehofft, dass „Dark Canopy“ Stoff für eine tolle, andersartige Dystopie bieten würde. Auf den ersten Seiten wirkte das noch ganz so; durch die Augen der Rebellin Joy lernt man eine Zukunftswelt kennen, die erschreckender nicht sein könnte. Für den dritten Weltkrieg wurde eine neue Spezies geschaffen, die dann jedoch die Herrschaft übernommen hat und die Menschheit unterdrückt. Starke Kampfmaschinen sind diese Wesen, mit einem Schwachpunkt: UV-Licht vertragen sie nicht, weshalb der Himmel von einer bestimmten Maschiene verdunkelt wird.
Diese Welt, in der es nur zwei Stunden Tageslicht gibt, faszinierte mich auf den ersten Blick. Jennifer Benkau schreckt nicht davor zurück, Grausamkeiten zu beschreiben, was die Welt umso greifbarer macht. Auch Themen wie Sex kehrt sie nicht unter den Tisch und geht ganz offen mit ihnen um. Erfrischend fand ich das, denn so wirkt der Hauptcharakter nicht wie eine Kirchenmaus sondern realistischer.
Wenngleich ich Joy mit ihrer offenen, sturen und nicht immer ganz liebenswürdigen Art noch als sehr interessanten Charakter wahrnahm, wandelte sich dieses Bild bald. Klar, Joy hat ihre Macken und das ist auch gut so. Doch Joys Andersartigkeit wirkte auf mich stellenweise überspitzt. So, als hätte die Autorin ihre Protagonistin klischeefrei zeichnen wollen – und sich so sehr darum bemüht, dass es nach hinten losging und Joy genau die Gegensätze dieser Klischees ausfüllt. Genauso wirkten die anderen Charaktere auf mich – mit dem Versuch, sie radikal anders zu schaffen, lassen sie sich einfach in Schubladen einordnen und nehmen der Geschichte den Schwung. Etwas subtilere Handlungen und Kleinigkeiten hätten das womöglich verändern können. Unsympathisch waren die Charaktere für mich allerdings nicht – nichtssagend trifft es wohl besser. Für keine der Figuren konnte ich mich wirklich begeistern.
Dieser Umstand machte die Geschichte auch ein ganzes Stück weniger spannend und verhinderte, dass der Funke übersprang. Aber auch andere Sachen konnten dazu beitragen: Zum einen wären da die ersten 200 Seiten, die man auch gut und gerne mit dem Titel „Wenn das Schlachten vorbei ist oder wie verletze ich mich an allen Stellen meines Körpers, ohne zu sterben“ nennen könnte. Zu weichgespülte Szenen in actionreichen Romanen sind lächerlich, aber wenn nur noch Blut wie in einem schlechten Horrorfilm spritzt, dann kann ich das irgendwann nicht mehr ernst nehmen.
Es ist nicht schwer zu erahnen, worauf die Geschichte hinausläuft – dass bestimmte Charaktere zueinander finden und Erkenntnisse haben Spannend ist dann natürlich immer, wie sie zueinander finden. Bei „Dark Canopy“ ist fast nur ein Schema möglich: Verfeindet wie sie sind, wehrt sich der Hauptcharakter gegen seine Gefühle und erkennt dann irgendwann, dass man Gefühle nicht steuern kann. Ich hoffte, dass die Autorin diesem Schema wenigstens noch die eine oder andere Innovation beifügen würde. Doch weit gefehlt – wie erwartet spielt sich die Geschichte ab, sodass man als Leser schon 200 Seiten vorher begreift, was Sache ist und dann nur noch den Kopf schütteln kann über das ganze Hin und Her.
Das alles wäre ja gar nicht so schlimm, wenn der Roman wenigstens noch unterhaltsam gewesen wäre. Doch auch das ist er nur stellenweise – enttäuschte Erwartungen und die nichtssagenden Charaktere bauten eine Barriere zwischen mir und der Geschichte auf.
Da kann leider auch der schöne Schreibstil nicht mehr viel retten. Atmosphärisch und mit gut gewählten Worten beschreibt Jennifer Benkau die Geschichte um ihre Heldin Joy. Umgangssprachliche Formulierungen durchbrechen den sonst sehr dichten Stil, bewirken aber auch, dass die Stimme zur Ich-Erzählerin passt.


Fazit:
„Dark Canopy“ bringt entgegen meiner Hoffnungen keinen neuen Wind ins schon sehr ausgeschlachtete Dystopiengenre. Die vorhersehbare Handlung, die schon zuhauf gelesene Liebesgeschichte und stereotype Charaktere nehmen dem Buch den Schwung, den es zu Anfang noch verspricht. Eine Leseempfehlung gibt es daher nicht von mir. Schade, denn von dem Buch hatte ich mir wirklich mehr erwartet.
Profile Image for Kari.
116 reviews9 followers
September 5, 2016
Ich kann einfach nicht mehr. Innerhalb von zwei Tagen habe ich das Buch gelesen. Jennifer Benkau hat mit meinen Gefühlen gespielt und hat mich hoffen lassen. Warum nuuuurrrrr?!? Ich brauche den zweiten Band. Dringend. Jetzt. Sofort.
Profile Image for ➸ Gwen de Sade.
1,226 reviews112 followers
March 11, 2017
!!!!!!!!! That ending!!! I'm not ok!!!

This was brutal. And raw. And really amazing. Joy is probably the most relatable character I ever came across in a dystopian novel. Full review to come, I have to start book 2 or I'm not going to sleep anytime soon.
2,988 reviews17 followers
July 12, 2022
Die Percents, Soldaten erschaffen für den dritten Weltkrieg. Unterjochen jetzt die Menschen, die sie erschaffen haben. Sie haben die Welt übernommen. Willkommen in einer dystopischen Welt. In dem die perfekten Soldaten alles übernommen haben. Joy ist eine starke junge Frau, die daran glaubt, dass es Frieden geben kann. Sie kämpft als Rebellin gegen die Soldaten. Sie trifft auf Neél (einen der perfekten Soldaten) und beide Welten ändern sich. Vielschichtig, spannend, actionreich und unerwartete Wendungen in der Geschichte. Man wollte wissen, was es sich mit all den Geheimnissen auf sich hatte. Außerdem wollte man wissen, ob es für Joy und Neél ein Happy End geben kann. Die Welt wird toll beschrieben, man hat diese Weltuntergangatmosphäre immer wieder vor Augen. Auch das Verhalten passt perfekt in diese Welt. Es fühlt sich sehr real an und mehr als einmal habe ich eine Gänsehaut bekommen.
Profile Image for Saskia.
411 reviews32 followers
April 12, 2018
4.5

Die Geschichte braucht gute 80 bis 100 Seiten bis man einen Überblick über die Situation hat. Ab da fliegen die Seiten auch nur so dahin ohne, dass es unglaublich spannend ist. Man könnte fast meinen es handelt sich um eine "wohlfühl" Geschichte.
Gegen Ende ging es dann doch etwas schnell und das Ende selber hat mich ein wenig verstört zurück gelassen. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass etwas unter dem Tisch fallen gelassen wurde und ich hoffe, dass es noch eine Aufklärung im zweiten Band geben wird. Gerade dieser eine kleine Aspekt hat mich während des Lesens nie losgelassen, sodass ich mich nicht ganz zu 100 Prozent auf alles einlassen konnte.
Profile Image for Butterfly2507.
1,379 reviews53 followers
February 20, 2020
Das Buch stand sage und schreibe 7 Jahre! auf meiner Wunschliste. Als ich es endlich in den Händen hatte freute ich mich tierisch. Habe es damals durch Booktube gefunden und jeder hat nur so davon geschwärmt. Allerdings gefiel es mir garnicht. Habe es nach knapp 200 Seiten abgebrochen. SPOILER: . Man man man. Wie langweilig das ist. Der Schreibstil spricht mich auch nicht an. Schade.
Profile Image for GraceDarcy.
236 reviews33 followers
November 3, 2019
Mein Verhältnis zu Dystopien ist sehr ambivalent. Im Grunde ist es mein Lieblingsgenre. Tatsächlich will ich aber die meisten Dystopien, die ich lese, aus dem Fenster werfen, weil es trashig-kitschige Panem/Divergent-Kopien sind.
Dark Canopy war glücklicherweise keine dieser typischen Trash-Dystopien. Die Idee war eigenständig, die Protagonisten und auch Nebencharaktere gut ausgearbeitet und die Geschichte in sich sehr stimmig und interessant. Im Wesentlichen geht es hier um eine Zukunft, in welcher roboterähnliche Männer, die für den dritten Weltkrieg gezüchtet wurden, die Herrschaft über die Welt übernommen haben, nachdem sie keine Lust mehr darauf hatten, den Menschen nur als Kriegsgeräte und Organspender zu dienen. Seitdem sie die Macht ergriffen haben, sind es nun die Menschen, die von ihnen beherrscht werden. Unsere Protagonistin Joy gehört zu den wenigen Rebellen, die noch gegen die Herrschaft der sogenannten Percents Widerstand leisten - und natürlich gerät ausgerechnet sie in die Gefangenschaft des Percents Neel, um für ihn in einem blutrünstigen Wettkampf als Soldatin anzutreten, durch den im wesentlichen ermittelt wird, welcher Percent den besten Soldaten trainiert hat und folglich eine hohe Position innerhalb des Militärs erhalten sollte.
Man merkt bereits bei dieser Zusammenfassung: Das Buch enthält grundsätzlich viele Elemente, die ich am Dystopie-Genre so sehr liebe: bedrückende Zukunftsvorstellungen, ethische Fragestellungen, Rebellionen, Kampfszenen und dazu auch noch ein Wettkampf (der aber ganz und gar nicht von Panem geklaut ist !!!). Auch die Nebencharaktere haben mir durchweg gut gefallen und waren alle sehr gut charakterisiert, sodass man sie sich perfekt vorstellen konnte. Natürlich findet sich auch eine Liebesgeschichte in diesem Buch, die jedoch nicht im Fokus steht. Sie ist sehr plausibel, langsam und rührend aufgebaut und fügt sich sinnvoll in die Geschichte ein, ohne zu viel Raum einzunehmen.
Besonders hervorheben möchte ich aber die Protagonistin Joy, welche meines Erachtens genau so ist, wie man es sich für eine Dystopie-Protagonistin wünscht...sie hat diese rotzige, harte und abgestumpfte Art, wie wir sie von Katniss und Tris kennen und lieben, und die einfach nötig ist, wenn man eine glaubhafte Rebellin beschreiben möchte. Ich könnte mir vorstellen, dass nicht alle Leser von ihrer unkonventionellen und unfreundlichen Art begeistert sind, doch ich habe sie wirklich gefeiert :D
Auch die Clan-Hierarchisierung und die Darstellung des Gesellschaftssystems waren interessant und es gab viele spannende Nebenhandlungen, die hoffentlich im zweiten Band noch aufgegriffen und gelöst werden...denn mal ehrlich: ICH BRAUCHE ANTWORTEN :D
Punktabzug gibt es allerdings dafür, dass um den großen Wettkampf am Ende so ein riesen Wesen gemacht wurde und er dann so unspektakulär ablief und wenig Raum einnahm und dafür, dass ich mir zwischen unserem Liebespaar noch ein paar mehr zusätzliche Szenen gewünscht hätte. Insgesamt denke ich auch, dass die Autorin manches ruhig noch ein wenig aufbauschen und hätte dramatisieren können, da ich von vielen Plottwists zwar bewegt war und mich einige Szenen wirklich berührt haben, aber dieser letzte Funke immer noch gefehlt hat.
Und dann war da das Ende..Leute, was war das bitte für ein Ende? :o :'( ♥
Profile Image for Kate .
236 reviews
March 25, 2012
Worst. Cliffhanger. Ever.

I'm keeping this review short, because I really don't want to spoiler anybody.

After I've read some reviews wirtten by friends who gave this book 5 stars out of 5, I just couldn't not buy this book, even iwith the horrendous amount of oney I had to spend on it (silly german bookprices... gnah!). But now I have to say that every euro I've spend was worth it, because this book is great.
It's another dystopiannovel, but this time, I good one. The characters were great, the setting especially the plot, too. It was an enthralling read and I'm a but sad that I didn't have the time to read it in one day, because then it would have been even better.

One thing I didn't like were some comma-mistakes. Don't know why, but the grammar-nazi came out of me- sory. But I liked it even with those comma-mistakes ;)

If you are german and looking for a nice dytsopian novel, go and read Dark Canopy. It was an amazing read!

Now we have to wait a whole year for the second book *sigh* Quite bad with THIS ending!

Profile Image for Mona.
76 reviews18 followers
August 6, 2015
Worum geht's?

Die Percents, für den dritten Weltkrieg geschaffene Soldaten, haben die Weltherrschaft übernommen und unterjochen die Menschen. Rebellenclans versuchen, außerhalb des Systems zu überleben. Mit ihnen kämpft die 20-jährige Joy gegen das Gewaltregime. Doch dann fällt sie dem Feind in die Hände und muss feststellen, dass sich auch unter den vermeintlichen Monstern Menschlichkeit findet. Und sogar noch mehr …



Meine Meinung

Ich mag keine Dystopien. Wirklich. Ich weiß es ist eigenartig, wenn ich gerade eine Dystopie bewerte, aber es ist einfach so: ich lese sie nicht gerne. Die Stimmung ist mir einfach oft durchgehend zu bedrückend und oftmals ist mir der Hintergrund zu "politisch" aufgeladen, die Charaktere zu kalt oder emotionslos ausgeführt. Und ich bin jemand des Types Ich-liebe-Happy-Ends. Blöd, wenn man das bei einer Dystopie sucht, denn beim Großteil wird man sowas nicht finden. Aber...es gibt Dystopien. Und es gibt "Dark Canopy". Und das sind zwei völlig verschiedene Dinge, wie ich feststellen durfte. Gottseidank hab ich mich dann doch dazu überwunden, das Buch zu kaufen - das Cover und die Idee erschienen mir einfach zu verlockend. Und jetzt - hab ich's bereut? ;) Nein zu sagen, wäre untertrieben. Denn ich LIEBE dieses Buch abgöttisch und hab selten eine Story gelesen, die mich auf emotionaler Ebene so packen konnte.



Die 20-jährige Joy ist eine sehr toughe Protagonistin. Und wenn ich tough sage, dann meine ich TOUGH. Schon in der Anfangsszene wird klar, dass man es hier nicht mit einem schüchternen Mäuschen zu tun hat. Okay, ich hab meine Probleme mit Bella-artigen Mädchen und war froh, dass Joy anders ist. Aber...ehrlich gesagt wurde ich mit ihr trotzdem nicht warm. Der Grund? Sie ist Teil einer Rebellengruppe, die sich gegen die Percents auflehnt und mein Problem mit ihr war ihre Einstellung. Sie wirkt eiskalt und berechnend - nutzt jeden aus, der ihr zu ihrem Ziel verhelfen kann und zeigt dabei scheinbar nicht das geringste bisschen Mitleid. Anfangs war sie mir dadurch nicht sehr sympathisch, aber dann wurde erklärt, wieso sie so geworden ist, wie sie ist. Und dann beginnt man sie zu verstehen, erlebt die Gefühle, die sie unterdrückt und ihre Angst vor dem, was passieren könnte. Und plötzlich hätte ich mir keine bessere Protagonistin aussuchen können ;) Ja, so einfach kann's gehen. Joy ist ziemlich schwierig und aussässig, aber es liegt an den Umständen, die sie so haben werden lassen, denn trotz allem ist sie eigentlich nur eine junge Frau, die sich nach nichts mehr sehnt, als nach Freiheit und Frieden. Und nachdem ich mich mit ihr arrangiert hatte, war es ein riesiger Spaß, ihre Welt aus ihrer Sicht mitzuerleben. Im Laufe der Geschichte ändert sie sich kaum, denn wagemutig und aufopfernd ist sie. Was sie noch hinzugewinnt ist es, Mitleid mit anderen zu empfinden und was es heißt, wirklich mit jemandem verbunden zu sein. Das hat mir besonders gut gefallen, denn ab einem bestimmten Zeitpunkt wird klar, dass auch die scheinbar starke, unabhängige Joy ihr Kryptonit hat. Sie ist einzigartig und - wenn man sich mit ihr zurechtgefunden hat - jemand, der locker mit "größeren" Bekanntheiten wie Katniss Everdeen oder Tris Prior mithalten kann.



Mein absoluter Lieblingscharakter ist Neél, der männliche Protagonist. Ich hab an ihm nach einem Klischee gesucht - und ganz ehrlich - keins gefunden. Zumindest keins, das mich gestört hätte ;) Er ist ein Percent, also einer der genmanipulierten Soldaten. Und er ist es durch und durch: knallhart, düster, verschlossen, kann aber innerhalb von Sekunden brutal töten oder die Kontrolle verlieren. Hört sich erst mal furchterregend an. Das war er auch - zuerst ;) Hinter seine Fassade zu schauen, fiel mir wirklich enorm schwer. Dadurch, dass man nicht aus seiner Sicht lesen darf mit dem Zusammenhang, dass er sich bei seinen "Leuten" immer weiter in sich selbst zurückzieht. Er ist kein Bad Boy, genauso wenig ein Beschützertyp. Also dafür dass er eigentlich Joys Ausbilder ist, der sie auf die Wettkämpfe (das "Chivy") vorbereiten soll, hab ich ihn gleich gern gehabt. Zwar wirkt er grausam, unnahbar und wenig menschlich und quält Joy so sehr, dass es scheint, als würde er sie bis aufs Blut hassen, gleichzeitig bekommt man aber hin und wieder kurze Blicke hinter seine Fassade, wo man eben erkennt, dass das eben nicht die Eigenschaften sind, die ihn ausmachen. Im Laufe der Handlung ändert sich seine Einstellung langsam, man merkt, dass die Zusammenarbeit mit Joy ihn verändert. Er taut auf, redet mehr und geht auch nicht mehr ganz so grausam mit ihr um. Nach einiger Zeit spürt man als Leser, wie sich seine Gefühle für sie ändern. Von reinem Hass zu einer Art Zwangskameradschaft (verliert Joy die Spiele, muss er selbst sterben), bis hin zu etwas viel tieferem, das sich hier nur zögernd entfaltet. Er ist der Charakter, der sich für mich am meisten entwickelt hat, denn er lernt was es heißt, auf jemanden aufzupassen, jemanden zu haben, der ihm wichtig ist. Und - kaum zu glauben - auch ein Percent kann Gefühle haben, was man ja zu anfangs überhaupt nicht vermutet hätte. Wer hier allerdings eine große, leidenschaftliche Liebe erwartet, wird enttäuscht werden. Die Verbindung von Joy und Neél entwickelt sich extrem langsam (also wieder mal perfekt für mich - ich LIEBE es, wenn sich Lovestorys langsam entwickeln), durch all die Schichten Misstrauen und Hass und erreicht eine viel tiefere Ebene, als dass sie sich nur aufs körperliche beschränken würde. Ich hatte nicht selten richtiges Herzrasen ;) Joy bringt seine "guten" Seiten zum Vorschein und so erfährt man, dass er eigentlich genug von seinem System hat und er etwas grundlegendes ändern will... (hach - hört sich das nicht toll an? ;))



Von den Nebencharakteren ist mir ehrlich gesagt nur einer wirklich im Gedächtnis geblieben, weil die Story doch sehr auf die Entwicklung zwischen Joy und Neél fixiert ist und das war Matthial - Joys bester Freund und ihr Liebhaber bei den Aufständischen. Und mit ihm hatte ich ehrlich gesagt so meine Probleme - anfangs mochte ich ihn noch, aber als dann Neél ins Spiel gekommen ist, fand ich ihn nur noch störend und irgendwann hab ich ihn dann nach einem bestimmten Ereignis zu hassen gelernt. Joys Freundin Amber war unerwartet aufgeweckt für das, was ihr bereits alles zugestoßen ist und hat gerade die richtige Mischung Freude in die doch recht düstere und bedrückende Grundstimmung gebracht. Grave - Neéls Freund - hatte ich wahnsinnig gerne. Erst hat es mich überrascht, dass jemand wie Neél überhaupt Freunde haben kann, aber Grave ist für eine Percent so positiv eingestellt, dass man gar nicht anders kann, als ihn dafür gernzuhaben ;)



Der Schreibstil ist wirklich wahnsinnig gut - beinahe schon poetisch angehaucht und emotional auf einer hohen Ebene. Das Buch ließ sich dann doch trotz der über 500 Seiten wirklich schnell lesen und man tut es gerne noch ein zweites Mal ;) Die Story endet (natürlich) mit einem Cliffhanger, den man so nicht stehenlassen will und wem "Dark Canopy" gefallen hat, der kann sich mit "Dark Destiny" auf einen Dilogie-Abschluss mit noch mehr Trauer, noch mehr Emotionen, noch mehr Verrat und Angst, aber auch mehr Liebe freuen. Mein einziger Kritikpunkt ist die Grausamkeit, die der Geschichte anhaftet. Gespaltene oder fehlende Schädeldecken und heraushängende Gedärme sind keine Seltenheit und anfangs vielleicht etwas befremdlich zu lesen - wenn man sich die Grundsituation allerdings mal vor Augen führt, dann erscheint die Wortwahl und Härte genau richtig und trübt keineswegs den Lesefluss. Noch dazu merkt man ziemlich schnell, dass es kein typisches Jugendbuch ist, denn es handelt von Menschen. Menschen, die Fehler machen. Menschen, die vor Schuld oder Angst zerbrechen. Oder aus Verzweiflung und Wut morden und vergewaltigen. Wer also "Dark Canopy" liest sollte sich auf die "schweren" Themen zunächst einstellen, denn hier wird so gut wie nichts beschönigt. Allerdings muss ich sagen, dass mich das zwar sehr mitgenommen, mir den Lesespaß aber keineswegs genommen hat - eher im Gegenteil, weil das eben zur Geschichte gepasst hat ;)





Fazit

Was für ein Buch!! Es hat mich verzaubert, mitgerissen und nicht mehr losgelassen. Hier stimmt einfach alles: authentische, sympathische Charaktere, die menschliche Fehler machen, eine spannende Story mit unerwarteten Wendungen, die atemlos zurücklässt und ein Setting, das mich alleine schon wegen des Weltenentwurfs begeistern konnte. Wer dieses Buch nicht gelesen hat, verpasst wirklich - also meine Empfehlung: den nächsten Buchladen stürmen und sich dieses Buch besorgen. Wer spannende, emotionale Geschichten mag, die einen nicht mehr so schnell loslassen und mit etwas Grausamkeit klarkommt, wird mit diesem Buch auf Wolke 7 schweben. Meine klare Empfehlung!



5/5 Sternchen

(+ Bonussternchen*)



Zitat

Das zwischen uns, das war wie der Wind. Stürmisch, pfeifend, eisig und rau, voller Zorn, aber ebenso mild, berührend oder zärtlich flüsternd. Solange es frei war, konnte es all das sein. Wenn wir es festhalten würden, blieb uns vermutlich bloß Luft in den Händen.
Profile Image for Aleshanee.
1,720 reviews125 followers
April 15, 2016
4.5 Sterne

"Es gab keine Rebellion. Nur die Flucht vor der Realität. Die Parolen, die davon tönten, dass wir Menschen uns erheben und das Land - unser Land! - zurückerobern würden, gerieten schon in Vergessenheit. Ich hatte sie seit Jahren nicht mehr gehört." S. 29

Zum Inhalt

Für den 3. Weltkrieg haben die Menschen Elite-Soldaten gezüchtet. Furchtlose Kämpfer, die mit einzigartigen Sinnen und großer Kraft ausgestattet sind; perfekte Krieger: die Percents.

Das zerbombte Land ließ allerdings nicht viel übrig und die Percents hatten ein leichtes Spiel. Sie übernahmen die Herrschaft über die Menschen und bedienten sich in den verfallenen Städten ihrer Arbeit und gewährten dafür ein Mindestmaß an Sicherheit.
Den Makel, dass ihre Haut das UV-Licht der Sonne nicht verträgt, haben sie mit "Dark Canopy" ausgeglichen, Maschinen, die den Himmel tagsüber durch dichten Qualm verdunkeln.

Außerhalb der Städte, im Niemandsland, versuchen die Rebellen zu überleben. Ihre Aufgabe, sich gegen die Percents durchzusetzen, scheitert kläglich. Zu ihnen gehört auch Joy und als sie mit einigen Freunden eine Rettungsaktion startet, läuft alles aus dem Ruder ...

Meine Meinung

Lange hatte ich das Buch auf meiner Wunschliste, weil ich so viel gutes darüber gehört hatte und ich bin froh, dass ich es endlich gelesen hab! Von der ersten Seite an war ich sehr begeistert, denn schon der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und schafft schnell eine düstere, hoffnungslose Atmosphäre, die mich völlig gefangen genommen hat. Jennifer Benkau bedient sich sehr außergewöhlichen Metaphern und einer bildhaften Darstellung, die mich mitten in die Geschichte hineingezogen haben.

Erzählt wird das ganze hauptsächlich von Joy aus der Ich-Perspektive. Sie gehört zu einem Clan der Rebellen, die mehr schlecht als recht ums überleben kämpfen. Der Traum, gegen die Percents zu bestehen ist einer Lethargie gewichen, mit der Joy tagtäglich zu kämpfen hat. Ihr ganzes Leben ist geprägt von unterdrückter Angst und den Anforderungen, immer Stärke zu zeigen. Sie kam sehr authentisch rüber und ihre Entwicklung hat mir sehr gut gefallen!

Der Percent, der Joy zum Verhängnis werden wird, ist Neél. Man schließt ihn nicht sofort ins Herz, aber mit der Zeit erkennt man, dass es nicht nur schwarz und weiß gibt, sondern viele Schichten, durch die man nach und nach zu ihm durchdringt. Ein wunderbarer Charakter, der überrascht und zu Herzen geht!

Einige Kapitel werden auch aus der Sicht von Matthiel erzählt, dem Sohn des Clanführers und Freund von Joy. Sein Wille ist ungebrochen: auch wenn er viel zurücklassen muss hält er an seinen Grundsätzen fest und durchlebt eine ganz andere Art von Rebellion.

Die Zerrissenheit, mit der einige zu kämpfen haben, ist gut nachvollziehbar. Denn es gibt - wie im richtigen Leben - keine klare Linie. Die beiden Seiten, die sich hier gegenüberstehen, sind in Schuld und Rache gefangen und es scheint kaum möglich, dass eine von ihnen einen Frieden auch nur in Betracht ziehen könnte.

Die Welt, wie sie in dieser Zukunft aussieht, ist sehr klar umrissen, lässt aber noch einiges an Spielraum für den zweiten Band. Die Ereignisse hier spielen in England statt, aber auch in den anderen Teilen der Welt hat der Krieg stattgefunden und natürlich rätseln die Menschen, wie die Rollen andernorts verteilt sind. Es gibt viele Andeutungen, manche konkret, manche eher vage und ich bin sehr gespannt, wie sich das alles weiter entwickeln wird.
Jedenfalls fühlte sich alles echt an und sehr gekonnt ineinander verstrickt.

Im Mittelteil gab es einige Stellen, die man vielleicht etwas straffen hätte können - oder vielleicht ging mir auch alles nur zu langsam, weil ich wissen wollte, wie es weitergeht ;) Das Tempo war eigentlich eher ruhiger, aber trotz der geraden Linie, die man erahnt, erwarten einen immer wieder Überraschungen.

Fazit

Ein extrem düsteres Szenario mit viel Gewalt und schwerwiegenden Entscheidungen, welche die Figuren an Grenzen bringen, die sie niemals übertreten wollten. Jennifer Benkau hat hier eine ... Version der Zukunft erschaffen,

© Aleshanee
Weltenwanderer

Band 1: Dark Canopy
Band 2: Dark Destiny
Profile Image for paperlove.
1,303 reviews87 followers
October 7, 2019
"Dark Canopy" war das älteste Buch auf meinem SuB und hat seit 2014 darauf gewartet, gelesen zu werden. Damals war ich nach dem Lesen der Hunger Games absolut dem Dystopiegenre verfallen (was bis heute anhält) und Dark Canopy ist aus diesem Grund auf meiner Leseliste gelandet. Hätte ich gewusst, wie gut mir das Buch gefallen würde, hätte ich sicher nicht so lange gewartet, es zu lesen.

Aber ganz von vorne: Im Buch begleiten wir die 19-jährige Joy (ja, 19, nicht 20 wie es falsch im Klappentext steht), die als Teil eines Rebellenclans in einer dystopischen Zukunft lebt. Vor Jahren hat die Menschheit die Precents geschaffen, eine Art geklonte Supermenschen, die einzig dem Zweck dienten, als Soldaten im dritten Weltkrieg zu kämpfen und ansonsten kaum Respekt oder Beachtung unter den Menschen erhalten haben. Es ist irgendwie verständlich, dass die menschenähnlichen Precents von dieser Instrumentalisierung irgendwann die Schnauze voll hatten und sich gegen die Menschheit zur Wehr gesetzt haben. Und da sie sie als "Killermaschinen" konzipiert wurden, war es für sie ein Leichtes, die Menschen zu unterjochen. Seit diesem Ereignis haben die Precents das Sagen und die Menschen werden gerade so in den Städten als Bewohner toleriert, müssen sich aber mit schlechten Lebensbedingungen zufrieden geben. Und als wäre das nicht schon deprimierend genug, haben die Precents eine Maschine entwickelt - die Dark Canopy - die nur 2 Stunden am Tag Sonnenlicht zulässt und dann den Himmel mit einem Kohleartigen Material verdunkelt und die Welt in einer Düsternis versinken lässt.
Da die Lebensbedingungen in der Stadt durch die Unterdrückung der Precents von Gewalt und Hass geprägt ist, sind einige Menschen aus den Städten geflüchtet und haben sich in der Wildnis zu Clans zusammengetan. Sie werden von allen die Rebellen genannt. Und zu ihnen gehört auch Joy.
Das Leben in den Clans ist hart und von einem ständigen Überlebenskampf geprägt. Die Ressourcen sind knapp und einige überlebenswichtige Utensilien können nur durch Tauschgeschäfte in den Städten erworben werden. Immer wieder müssen sich die Clanmitglieder deshalb in Lebensgefahr begeben, denn wenn sie in der Stadt von Precents gefasst werden und sich nicht mit einer gültigen Identitätsmarke ausweisen können (die nur den Stadtbewohnern übergeben werden), landen sie in Gefangenschaft - oder noch schlimmer.

So viel zu den Hintergrundinformationen. Die Geschichte im Buch beginnt damit, dass sich Joy mit ihrer besten Freundin Amber in die Stadt begibt, um mittels Tauschgeschäft Ressourcen zu beschaffen. Doch sie werden in eine Falle gelockt. Während Joy knapp flüchten kann, wird Amber von den Precents gefasst. Joy entscheidet sich deshalb mithilfe einiger Verbündeter aus ihrem Clan, Amber zu retten und begibt sich abermals in die Stadt. Doch ihr Rettungsmanöver läuft schief und dieses Mal gelingt Joy die Flucht nicht. Sie wird von den Precents gefangen genommen, mit dem Plan, zu einem Soldaten für den Chivvy ausgebildet zu werden. Der Chivvy ist ein jährliches Ereignis, bei dem Varlets (also Precents in Ausbildung) sich auf eine Hetzjagd nach menschlichen Soldaten begeben. Die Soldaten werden im Vorfeld jeweils von einem Varlet ausgebildet. Das Ziel: Der Varlet, dessen Soldat als letzter bei der Jagd fällt, wird zum Hauptmann gewählt. Das soll als Motivation dazu dienen, dass die Varlets sich beim Training ihrer jeweiligen Soldaten Mühe geben.
Joy ist nun eine solche Soldatin und wird von dem jungen Precent, Neél, trainiert. Neél nimmt seine Aufgabe sehr ernst und treibt Joy bis an ihre äussersten Grenzen. Es scheint ihm viel daran zu liegen, dass sie den Chivvy 'gewinnt'. Während Joy ihrem Trainer anfangs sehr feindlich begegnet, muss sie jedoch mit zunehmender Zeit feststellen, dass Neél ganz und gar nicht so ist, wie sie sich einen bösartigen Precent vorgestellt hat. Und obwohl sie sich mit Kräften dagegen wehrt, Sympathien für ihren Feind zu hegen, muss sie sich irgendwann der Erkenntnis stellen, dass es nicht nur Gut und Böse gibt.


Jennifer Benkau hat wirklich einen sehr packenden Reihenauftakt geschaffen. Sie erfindet das Rad zwar nicht neu und greift auf viele Elemente zurück, die man schon aus anderen Dystopien kennt, doch das hat bei mir grossen Anklang gefunden. Anfangs habe ich mich ein wenig darüber geärgert, dass man kaum etwas über das Worldbuilding erfährt, doch bis zum Ende musste ich feststellen, dass die Informationen nach und nach subtil in die Handlung eingeflossen sind. Dabei geht die Autorin zwar für meinen Geschmack etwas zu sparsam damit um, aber gleichzeitig erhält sie damit auch die Spannung aufrecht. Ausserdem ist mir das immer noch lieber, als ein Infodump.
Die beiden Protagonisten Joy und Neél haben mir beide sehr gut gefallen. Joy ist nicht auf den Mund gefallen, mutig und insgesamt ein sehr starkes weibliches Rollenvorbild. Neél ist nicht weniger schlagfertig, hat aber eine sehr fürsorgliche und freundliche Seite, die Joy vielleicht manchmal etwas fehlt. Ich habe die Interaktionen zwischen den beiden sehr gerne verfolgt, auch wenn man natürlich von Anfang an erahnen kann, wohin die aufkeimende Beziehung zwischen den beiden führt. Dafür hat sich Benkau aber so viel Zeit genommen, dass man die Funken zwischen Joy und Neél beim Lesen förmlich spüren konnte. Ich habe die ganze Zeit mitgefiebert und gedacht: NUN KÜSST EUCH DOCH ENDLICH, IHR IDIOTEN! :D
Es gibt auch sehr viele, gut ausgearbeitete und vielschichte Nebencharaktere, auf die ich jetzt aber nicht alle eingehen kann, weil es den Rahmen sprengen würde. Insgesamt fand ich die Charakterisierungen aber sehr gelungen. Besonders toll fand ich die Tatsache, dass Benkau die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen lässt. Das wird noch einmal deutlich, dass am Ende des Buches enthüllt wird, dass unter den Clanmitgliedern tatsächlich ein Verräter ist, von dem ich es niemals erwartet hätte.

Der Handlungsverlauf ist gut gelungen. Benkau verfolgt während des gesamten Buches einen roten Faden und steuert mit dem Chivvy auf ein spannendes Finale hin, das ich zuletzt kaum mehr erwarten konnte. Der Chivvy an sich erinnert schon sehr an die Hunger Games - hier lässt sich wohl nicht leugnen, dass sich die Autorin von dem berühmten Dystopie-Bestseller hat inspirieren lassen. ;) Der Schreibstil ist ebenfalls sehr flüssig und angenehm zu lesen. Allerdings hatte das Buch zwischendurch trotzdem ab und zu seine Längen. Das Buch hätte vermutlich durch die Kürzung einiger Szenen und Passagen noch etwas fesselnder erzählt werden können.

Das Ende ist dann wie erwartet action- und temporeich und endet in einem Cliffhanger, der dazu führt, dass ich direkt zu Band 2 greifen musste.

Fazit:
"Dark Canopy" ist ein packender, düsterer Reihenauftakt einer spannenden dystopischen Dilogie, die insbesondere für Fans der Hunger Games sehr zu empfehlen ist. Der Handlungsverlauf und das Worldbuilding sind gut durchdacht, auch wenn die Autorin bei letzterem etwas sparsam mit Informationen umgeht. Die Charaktere sind sehr vielschichtig, wobei die Grenzen zwischen Gut und Böse bewusst durchlässig gestaltet worden sind. Einziger Kritikpunkt sind einzelne eher schleppende Passagen, die für meinen Geschmack gekürzt hätten werden können. Ansonsten aber ein sehr gelungener dystopischer Roman, der 4.5 Sterne und eine Leseempfehlung von mir verdient hat!
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May 1, 2013
OH. MY. GOSH.
One of the best books I've read in a while!!!
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October 14, 2013
ERSTER SATZ »Ich hatte immer behauptet, der erste Percent, der in meinen Wurfradius tritt, würde ihn nicht lebend verlassen.«


HANDLUNG » Ich weiß nicht, womit die Menschen im dritten Weltkrieg kämpfen, aber im vierten werden es Keulen und Steine sein. « ( Albert Einstein )

Jennifer Benkau zeichnet in dem ersten Teil ihrer Dilogie eine düsterer Zukunft für die Menschheit. Die Percents, Soldaten die für den dritten Weltkrieg erschaffen wurden, haben ihre Schöpfer unterjocht und herrschen mit brutaler Gewalt. Ihre künstlich geschaffenen Körper wurden für den Krieg optimiert und kennen nur eine einzige Schwäche – Sonnenlicht verbrennt ihre empfindliche Haut. Um ihre Herrschaft zu sicher haben sie Dark Canopy erschaffen, eine künstliche Wolkendecke, die die Welt in Dunkelheit hüllt.
In Großbritannien, dem Schauplatz des Buches, wurden die Menschen in die Städte getrieben, wo sie in vergleichsweise rückständischen Verhältnissen leben und der Herrschaft der Percents ausgeliefert sind.
Joy hat den größten Teil ihrer zwanzig Lebensjahre außerhalb der Stadt verbracht, als Angehörige einer Rebellengruppe. Percents sind ihr verhasst, ihr Dasein dreht sich um das bloße Überleben. Als sie jedoch eines Tages dem Feind in die Hände fällt, ändert sich ihr Leben dramatisch.



CHARAKTERE Joy : entspricht durchaus nicht einer 0815-Protagonistin. Dennoch konnte ich das gesamte Buch über keine Verbindung zu ihr finden. Man merkt, dass die Autorin ihre Heldin von den anderen abheben will. Sie wird nicht unbedingt als die Hübscheste beschrieben, ist selbstbewusst, schlagfertig, manchmal ein wenig ruppig und weiß sich zu wehren. Auch liegt ihr Alter über dem Durchschnitt vieler anderer Heldinnen aus Dystopien. Aus dieser Kombination habe ich mir viel erhofft. Leider habe ist sie mir bis zur letzten Seite fremd geblieben. Sie war mir weder sympathisch noch unsympathisch. Um ehrlich zu sein war sie mir schlicht weg egal, was für mich eigentlich schlimmer ist, als wenn sie mir unsympathisch oder auf die Nerven gegangen wäre.

Matthial: ist Joys bester Freund aus der Rebellengruppe und gleichzeitig Sohn des Clanführers. Sein innerer Konflikt und seine Fehler haben ihn für mich menschlich gemacht und ich konnte zeitweise tatsächlich auch etwas wie Mitleid für ihn aufbringen. Ich war in der Lage, seine Entscheidungen und charakterliche Entwicklung nachzuvollziehen. Trotzdem habe ich mich auch von seiner Figur sehr distanziert gefühlt

Neél: ist ein Varlet, ein Pecent in Ausbildung. Joy wird seiner Aufsicht unterstellt, mit was er zunächst alles andere als glücklich ist.
Neél war mir von allen Charakteren am nächsten. Nicht, dass ich mit ihm mehr als mit den anderen Charakteren sympathisiert hätte, nein, für mich ist seine Figur einfach die lebendigste, die authentischste gewesen. Auch wenn ich hier ebenfalls ein paar Moment hatte, in denen ich seine Entscheidungen nicht nachvollziehen konnte.

Außer diesen drei Hauptpersonen gibt es noch einige Nebencharaktere, die die Geschichte bereichern. Leider war mir, wie oben schon erwähnt, fast jeder Charakter so ziemlich egal und ich konnte kein wirkliches Interesse für ihr Schicksal aufbringen. Obwohl sich bei ihrer Erschaffung offensichtlich viel Mühe gegeben wurde (kleine Details über sie kommen immer wieder vor), wurde ihnen kein Leben eingehaucht. Damit ich ein Buch wirklich gut oder sehr gut finde, müssen Charaktere für mich so lebendig werden, dass es mir erscheint, als würde ich neben ihnen stehen oder könnte sie berühren. Leider ist das in diesem Fall für mich ausgeblieben.
Dennoch konnte ich die Handlungen der meisten Charaktere (manches Mal von Joy ausgenommen) nachvollziehen, was für mich wichtig war. In kriegerischen Auseinandersetzungen kann man nur selten sympathisieren, aber je nach Sichtweise trotzdem nachvollziehen. Das stellt für mich eine er größten Pluspunkte von Dark Canopy dar. Gut und Böse sind sehr subjektiv und so entdeckt man in diesem Buch auch in Unmenschen große Menschlichkeit oder lernt, dass schlechte Entscheidungen durchaus unter guten Absichten getroffen werden können. Auch wird einem vor Augen geführt, wie ähnlich die beiden verfeindeten Seiten sich offensichtlich sind, auf welchen Wahrheiten und Lügen sie ihre Vorurteile gründen und wie sehr ihr Umgang von Unwissenheit und Missverständnissen geprägt ist.



SCHREIBSTIL & STRUKTUR Der Schreibstil stellt in meinen Augen die größte Schwäche des Buches dar. Die Sprache ist sehr altmodisch gewählt (womöglich passend zu dem zurückgeworfenen Zivilisationsstand) und hat für mich nicht zu einer Dystopie gepasst. Besonders sind seit der Herrschaftsergreifung der Percents lediglich vierzig Jahre vergangen, die Sprache wirkt aber zum Teil fast schon mittelalterlich (Bsp.: »Dann wünsche ich dir einen guten Weg, […]. Vielleicht kreuzt er den meinen dann und wann in Frieden.« »Möge dir und den deinen die Sonne scheinen.« »So hell, wie den deinen und dir.« (S. 134)).
Auch haben die Sätze auf mich oft einen stark konstruierten Eindruck gemacht, der den Lesefluss gestört und die Sprache beschwert hat. Immer wieder findet man übertriebene Vergleiche oder Metaphern, die wohl kunstvoll und schön sein sollen, mich selbst aber nur die Augen verdrehen ließen. Alles in allem liest der Stil sich eher zäh und plump.
Das Buch ist in der Vergangenheit geschrieben, in der ersten Person aus Joys Sicht und wird ab und an von Matthials Perspektive in der dritten Form durchbrochen. Eine, für die Geschichte und den Leser, sehr günstige Erzählweise, denn so bekommt man Handlung von beiden Fronten mit, ohne aufgrund der Perspektive verwirrt zu werden.
Die Kapitel sind recht kurz gehalten und die kreativen Überschriften waren für mich einer der Pluspunkte des Buches.



FAZIT Alles in allem habe ich das Buch als eine solide aber keine besonders hervor stechende Dystopie erlebt. Die Grundidee fand ich gut und interessant, vor allem da ich ein Fan von Rebellengruppen in Büchern bin. Der Schreibstil und die leblosen Charaktere haben bei mir aber als zwei große Minuspunkte fungiert. Zudem habe ich Teile der Welt als unlogisch/zu wenig erklärt empfunden, was vor allem den Wissensstand von Joy betroffen hat. So kennt sie beispielsweise Raketen aus Erzählungen, kennt aber das Wort Witwe nicht (und das in einer Welt, in der er sicherlich mehr als nur eine Witwe gibt). Es bleibt nicht bei diesem einen Beispiel, Dinge wie diese sind mir das ganze Buch immer wieder unangenehm aufgefallen.
Desweiteren habe ich Teile des Buchs als langatmig und unnötig empfunden, während das Hauptevent erst auf den letzten fünfzig Seiten beschrieben wurde. Immer wieder habe ich mich dabei erwischt, wie ich im Mittelteil des Buchs abgeschweift bin und einen Augenblick später schon wieder vergessen hatte, was ich gerade eben noch gelesen hatte. Die letzten genannten Seiten waren jedoch wieder extrem spannend und der Cliffhanger ist so böse gewählt, dass es meine Wertung nochmals nach oben gehievt hat.
Ein weiterer Pluspunkt war, dass diese Dystopie sich nicht scheut, auch einmal ekligere oder unangenehme aber dafür sehr realistische Szenen/Probleme zu beschreiben, die in vielen anderen Büchern gerne ignoriert werden, weil sie unappetitlich sind und keiner darüber nachdenken möchte.
Ich würde dennoch besonders wegen dem Schreibstil empfehlen, vor dem Erwerb vielleicht bei Möglichkeit lieber erst mal rein zu lesen.

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August 31, 2014
Vollständige Rezension hier: Jennifer Benkau – Dark Canopy | AnjaIsReading

description

Laut meiner Statistik hat es sieben Monate gedauert, bis ich das Buch durch hatte. Natürlich habe ich jetzt nicht wirklich so lange gebraucht, denn nachdem ich die ersten 75 Seiten gelesen hatte, kam das Buch in die Warteschleife. Eine Leserunde hat es davor bewahrt, auf Ewig ungelesen dahinzugammeln, und mich das Projekt Dark Canopy endlich erneut in Angriff nehmen zu lassen.

Nach den ersten Seiten des erneuten Leseversuchs war mir direkt wieder klar, warum ich das Buch damals pausiert hatte. Zum einen fiel es mir sehr schwer, mich in die Geschichte einzufinden und mit den Charakteren warm zu werden, zum anderen muss ich ehrlich sagen, dass mir der Schreibstil teilweise gehörig auf den Sack ging.
Ständig “dass” und “zu” und “als” und Relativsätze. Die Verwendung von “was” statt “das” an etlichen Stellen hat mich ebenso genervt wie die Kommasetzung (zu viele unnötige, Lesefluss wird dadurch dauernd unterbrochen, dafür fehlen sie an anderer Stelle, nicht jeder “Infinitiv mit zu” ist ein “erweiterter Infinitiv mit zu”, wobei bei letzterem in vielen Fällen das Komma obligatorisch ist) und der falsche Einsatz von “scheinbar”. Oft tauchen unnötig verschachtelte Sätze auf und bei etlichen Formulierungen haben sich mir schlichtweg die Fußnägel aufgerollt.

Und was sollten die Kapitel aus Matthials Sicht bringen? Die waren für meine Begriffe überflüssig, da sie nichts zum Storyverlauf beigetragen haben.
Erschwerend hinzu kommt, dass die ersten zwei Drittel teilweise sehr anstrengend waren und sich elend gezogen haben; zwar nicht durchgängig, aber da waren viele Stellen, an denen ich das Buch gern wieder auf pausiert gesetzt hätte.

Aber ich konnte nicht. Trotz aller Dinge, die mich gestört haben, war da etwas, das mich immer wieder zum Weiterlesen angetrieben hat. Diese von der Autorin geschaffene postapokalyptische Welt, die so mittelalterlich daher kommt und dystopische Grundzüge mit sich bringt, war einfach zu faszinierend. Ganz besonders das Konzept der Percents hat mich nicht mehr losgelassen. Diese künstlich erschaffenen Wesen, die in meiner Vorstellung immer irgendwie wie Voldemort aus den Harry Potter Verfilmungen aussahen (und ich hoffe, die sehen nicht wirklich so aus, weil… ewww); die kein Sonnenlicht vertragen und deswegen den Himmel verdunkeln; die die Menschheit versklavt haben und sie unterdrücken; über die man anfangs nur die furchtbarsten Dinge zu lesen bekommt; die den Gerüchten über sie alle Ehre machen… oder auch nicht; an denen es eine Menge zu entdecken gibt; die mich aus verschiedenen Gründen sowohl an die Borg aus Star Trek als auch an die Zylonen aus Battlestar Galactica erinnern (beides sehr interessante Geschöpfe). Wie sollte ich mich all dem entziehen können? Gar nicht.

Die Percents hatten mich im Griff und haben mich nicht mehr losgelassen. Allen voran Neél, ein junger Percent, ein Varlet. Ich habe nie wirklich rausgefunden, was Varlet bedeutet, aber es muss wohl irgendwas zwischen Schütze Arsch und Gefreiter sein (wenn man das mal in bundesheerisch ausdrücken will). Er ist kein mysteriöser Charakter, viel erfährt man aber erst einmal nicht über ihn. Er wirkt verschlossen und kalt und dennoch hat er etwas an sich, das eine gewisse Vielschichtigkeit vermuten lässt.
Das Chivvy steht an, eine Menschenjagd, bei der Varlets ihre “Soldaten” ins Rennen schicken und deren Ausgang darüber entscheidet, in welchen Rang die dann ehemaligen Varlets aufsteigen.
Neél bekommt Joy, eine gefangen genommene Rebellin, als Soldaten zugeteilt und setzt alles daran, das Chivvy mit ihr zu gewinnen.

Joy ist die Hauptprotagnonistin, aus ihrer Sicht wird die Geschichte erzählt. Mit ihr hatte ich extreme Probleme, konnte mich absolut nicht mit ihr anfreunden. Von Anfang an war sie mir unsympathisch. Sie ist spröde und egoistisch, verbohrt und kalt. Sie benutzt Sex, um Menschen zu manipulieren. Aber sie ist auch stark und unbeugsam, lernwillig und tief in ihr drin hat sie wirklich Herz, auch wenn sie es selten zeigt. Das macht sie trotz aller Antipathie zu einer grandiosen Buchheldin. Sie ist so untypisch; kein Teenager, keine Schönheit, keine Mary Sue. Sie hat Fehler und macht Fehler, aber keine saudämlichen, wie es andere Heroinen gern tun. Anfangs wirkt sie recht eindimensional, ist aber alles andere als das. Sie entwickelt sich, zeigt neue Facetten, verliert aber nie ihren starken Willen, verliert nie sich selbst. Joys Wandlung hat mir so gut gefallen, dass ich sie am Ende sogar fast gern hatte.

Joy und Neél also. Es ist sicherlich keine Überraschung, vor allen wenn man die Inhaltsangabe des Buches gelesen hat, dass hier von beiden Seiten Hass und Abneigung ausgehen, es aber nicht dabei bleibt. Dass es zu Annäherungen kommt, dass sich eine Romanze entwickelt. Mir jedenfalls war das sofort klar und ich habe mich gefragt, wie die Autorin das verkaufen will. Immerhin ist der Kerl ein Percent (Lord Voldemort, hallo).
Aber, wow, es hat seine Vorteile, eine Geschichte zu erzählen, die sich über einen längeren Zeitraum erstreckt. Das schrittweise aufeinander Zugehen von Neél und Joy hat mir wirklich gefallen. Da war nichts Überstürztes oder Gehetztes. Hatte auch befürchtet, es mit einer Art Stockholm-Syndrom zu tun zu bekommen, zum Glück war das nicht der Fall. Und wie wunderbar kitschfrei die beiden waren. Und was für irre tolle Gespräche sie geführt haben. Wie amüsant sie sein konnten, wie erfrischend. Wie herzzerreißend.

Wie sich das alles auf das Chivvy und den restlichen Verlauf der Geschichte auswirkt und wie das alles endet, werde ich natürlich nicht verraten. Aber eines ist sicher, das Buch endet mit einem der allerallerallerallerallerallerallerschlimmsten Cliffhanger aller Zeiten.

Dark Canopy ist ein Buch, bei dem ich lange Zeit dachte, es würde auf meiner Mittelmaß-Liste landen. Aber besonders mit dem rasanten und irre guten letzten Drittel hat es sich seine vier Sterne/Totoros redlich verdient.
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August 16, 2012
Beschreibung

Die Welt wird von Dark Canopy in Dunkelheit gehüllt, denn nach dem Krieg zwischen Menschen und Percents ist nichts wie es früher einmal war. Die Menschen werden von den künstlich erzeugten Percents unterjocht, lediglich einige Rebellenclans versuchen außerhalb des Systems zu überleben.

Die zwanzigjährige Joy ist eine der Rebellen und fällt während einer waghalsigen Rettungsaktion ihren Feinden in die Hände. Als sie den Percent Neèl kennen lernt gerät ihr Weltbild ins schwanken, denn dieser Percent ist vollkommen anders als gedacht, er ist keine grausame und gefühlslose Maschine sondern einfach Neèl. Je mehr Menschlichkeit Joy von diesem Percent erfährt umso mehr gerät ihr Glaube an die Rebellion ins wanken und da wäre auch noch ihre unerklärliche Liebe zu Neèl…

Meine Meinung

Mit großer Begeisterung habe ich schon >>Nybbas Träume<<, >>Nybbas Nächte<< und >>Phoenixfluch<<, der Autorin gelesen und war nun ganz besonders gespannt auf ihren ersten Jugendroman. Bei >>Dark Canopy<< handelt es sich um eine Dystopie in der die Welt nach einem weiteren Weltkrieg nicht mehr wiederzuerkennen ist. Die Menschen haben gegen die Percents verloren und nur einige Rebellenclans außerhalb der Stadt wehren sich gegen die grausame Regierung.

Cover und Titel von >>Dark Canopy<< passen wunderbar zur Geschichte. Der schwarze Himmel der durch eine Maschine namens Dark Canopy herbeigeführt wird ist für die lichtempfindlichen Percent überlebenswichtig. Das Cover greift diese Dunkelheit auf und vermischt dies mit einem von Licht umgebenen Mädchenabbild (das wohl die Rebellin Joy darstellt).

Im Mittelpunkt der Handlung steht die kämpferische Joy die durch einen schrecklichen Zwischenfall in die Hände der Percents gerät. Zuerst jedoch lernt man ihr hartes und entbeerungsreiches Leben im Rebellenclan und kennen. Aus dieser Sichtweise heraus begegnet man den unmenschlichen und grausamen Percents. Jennifer Benkau versteht es hier wunderbar eine Brücke zwischen den verfeindeten Arten zu schaffen. Indem Joy mit dem Percent Neèl in engen Kontakt gerät lernt sie eine völlig andere Sichtweise kennen. Schritt für Schritt erkennt sie das nicht alle Percents gleich sind, sondern das auch unter ihnen Menschlichkeit und Liebe gibt.

Helden findet man dort, wo man nicht nach ihnen sucht.

Zitat aus "Dark Canopy" von Jennifer Benkau Seite 407

Besonders gefallen hat mir das die Annährung zwischen Joy und Neèl in einem gemächlichen Tempo vorangeht und Joy ihre störrische Ader vollkommen auslebt bevor sie ihre sanfte Seite entdeckt. Die Kämpfe zwischen ihr und Neèl sowie die knisternden Emotionen die sich zwischen den beiden entwickelt lässt mein Herz höher schlagen. Die Autorin bringt diese Gefühle so überzeugend ein dass sie wie ein greifbarer Gegenstand erscheinen. In kurzen Worten – Ich bin vollkommen überwältigt!

Jennifer Benkaus Erzählstil ist frisch und abwechslungsreich, ihre Sprache begeistert mich wieder aufs Neue und die starken Charaktere sind einfach zum Verlieben!

Abgesehen von der mitreisenden und actionreichen Handlung bietet >>Dark Canopy<< wundervoll ausgearbeitete Figuren. Natürlich stechen wie in jedem Roman die Hauptfiguren besonders hervor und dennoch sind die Nebenfiguren genauso bestechend scharf gezeichnet. Joy ist mit ihren zwanzig Jahren recht jugendlich und begeistert mit ihrer taffen, mutigen Art. Hinter der harten Schale der Kämpfernatur steckt jedoch ein weicher Kern den es hervorzulocken gilt. Neèl hingegen hat mich mit seiner klaren Haltung und seiner Weise Gefühle zu zeigen sofort fasziniert. Obwohl die beiden unterschiedlicher nicht sein könnten haben sie ein Ziel und hegen starke Gefühle zueinander. Eine traumhafte Lovestory!

Die dunkle bedrohliche Seite von >>Dark Canopy<< ist allgegenwärtig. Joy hat um ihre beste Freundin Amber Angst und möchte obwohl sie selbst in einer brenzligen Situation gefangen ist ihr um alles in der Welt helfen. Dabei spielt der niederträchtige und gewaltbereite Percent Widden eine tragende Rolle. Mit ihm transportiert die Autorin die schlimmsten Eigenschaften zu Tage die ein Percent haben kann. Dennoch ist die Situation Joys nicht weniger gefährlich, sie muss als Soldat von Neèl bei einem Rennen um Leben und Tod antreten. Nur wenn sie schnell genug ist kann sie den jagenden Percents entkommen und in Freiheit sein…

Ein weiterer Pluspunkt ist die Abwechslung zwischen der Erzählung aus Joys Sicht und der ihres Freundes Matthial. Während Joy in der Stadt der Percents gefangen ist macht Matthial es sich zum Ziel sie gemeinsam mit der Hilfe anderer Rebellen zu befreien. Dabei erlebt man hautnah mit wie sich Matthial auf seine Liebe zu Joy versteift während Joy selbst sich in Neèl verliebt.

Viel zu schnell naht das Ende dieses wundervollen Jugendromans und überrascht mich mit einer vollkommen unerwartenden Wendung. Bleibt nur zu Hoffen das die Fortsetzung dieser (geplanten) Duologie nicht allzulange auf sich warten lässt!

Über die Autorin

Jennifer Benkau wurde im April 1980 in Solingen geboren. Sie liebt Spatziergänge im Dunkeln, Fahrradtourn im Sommer und natürlich ihre Familie inklusive Katzen. Außerdem könnte sich Jennifer Benkau ein Leben ohne Bücher (das Schreiben) und Musik gar nicht mehr vorstellen. 2010 erschien ihr Debütroman >>Nybbas Träume<< im Sieben Verlag.

Information zur Reihe

2012 Dark Canopy

Fazit

Eine packende Dystopie die mich vor allem mit ihren überschäumenden Emotionen und der erfrischenden Sprache begeistern konnte.

Eine düstere Dystopie die ihresgleichen sucht!

Bewertung

5+
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© Bellas Wonderworld; Rezension vom 31.05.2012
Profile Image for Carly.
430 reviews75 followers
April 10, 2014
Erster Satz:
Ich hatte immer behauptet, der erste Percent, der in meinen Wurfradius tritt, würde ihn nicht lebend verlassen.

Inhalt:
Der Inhalt dieser Dystopie ist verwirrend. Es geht um Menschen, die eine Art Übermensch erschaffen haben, damit diese Übermenschen – Percents werden sie genannt – im Krieg kämpfen können. (Die Percents wurden künstlich erzeugt und es gibt nur männliche Percents.) Irgendwann reicht es den unterdrückten Übermenschen und sie entschließen sich dazu, den Spieß umzudrehen. Wieso auch nicht? Schließlich sind sie stärker und robuster als Menschen. Sie erschaffen die Dark Canopy, sodass die Sonne abgedunkelt wird. Denn die einzige Schwachstelle, die die Percents haben, ist das Sonnenlicht, welches ihre empfindliche Haut von den Knochen brennen lässt.
Menschen, die in der Stadt leben, müssen sich der Herrschaft der Percents beugen. Sie werden erniedrigt und schlecht behandelt, denn die Percents sind auf Rache aus. Es werden viele schreckliche Dinge den Menschen angetan, mit der Begründung, dass die Menschen ja auch die Percents schlecht behandelt hätten (Logik? Fehlanzeige) Andere Menschen wollen sich das nicht bieten lassen und fliehen aus der Stadt. In Clans zusammengeschlossen leben sie in der Wildnis und versuchen sich Stück für Stück ein eigenes und besseres Leben ohne Percents zu erschaffen.
Gleich mehr zum Inhalt und der Haupthandlung.

Meine Meinung:
Der Dreh- und Angelpunkt ist das Chivvy, ein Fest, an dem die Percents Menschen jagen. Derjenige, dessen Mensch nicht gefasst wird, gewinnt und bekommt einen hohen Posten in ihrer Gesellschaft.
Hört sich merkwürdig und bizarr an? Ist es auch.

Joy (der Name bedeutet ironischerweise Freude, eigentlich sollte man sie Egoistisches Miststück nennen) lebt in einem der Clans. Sie ist irgendwie mit ihrem besten Freund zusammen, der der Sohn des Clananführers ist. Aus ihrer Sicht (Ich-Perspektive) und aus der Sicht des besten Freundes, Matthial (Persönliche Perspektive), wird die Geschichte erzählt.

Joy, die Freudige, hat mir keine Lesefreude bereiten können. Sie war mir so unglaublich unsympathisch, dass ich sie gehasst habe. Warum ich sie hasse? Weil sie berechenbar ist, weil sie alles tun würde, um jemanden zu manipullieren. Nachdem Neél und sie zusammenkommen, wie könnte es anders sein?, scheut sie nicht davor zurück auch ihn zu manipulieren und für ihre Zwecke auszunutzen.

Matthials Perspektive war saulangweilig. Puh. Mehr sage ich nicht dazu, denn das wäre langweilig.
Es reicht, zu sagen, dass er wie ein liebeskranker Welpe um Joy herumspringt und das, obwohl sie den auch nur benutzt und das nicht gerade verheimlicht. Der Junge ist total dumm und blickt nicht durch.

Neél, der Percent, muss Joy zu seinem Soldaten ausbilden, damit sie für ihn bei dem Chivvy mitmacht und gewinnt. Dabei verlieben sie sich ineinander. Während Neéls Gefühle so aufrichtig waren und seine kühle, beherrschte Art immer mehr weggebröselt ist, konnte ich richtig gut mit ihm mitfühlen. Er ist der einzige interessante Charakter im ganzen Buch und dabei wird ihm noch nicht einmal Erzählraum gelassen.

Das Love Interesst ist zum Teil sehr gut und zum Teil sehr schlecht. Wie gesagt, Neéls Gefühle und Motivationen sind gut ausgearbeitet, er verändert sich durch seine Liebe zu Joy. Dabei ist unsere Joy so umgänglich wie ein Klotz am Bein. Sie ist so liebenswert wie ein Stachelschwein und dennoch, verliebt er sich in sie. Warum? Nur weil sie Zeit miteinander verbringen? Ich konnte einfach nicht verstehen, was Neél an der Trantüte finden sollte.

Mit 528 Seiten ist das Buch ein dicker Schinken. Dabei hätte man gut bis zu 150 Seiten kürzen können, denn immer und immer wieder gibt es Wiederholungen. Neél trainiert Joy, sie streiten sich, Joy ist merkwürdig und sorgt sich um ihre Freunde und plant ihre Flucht. Neél trainiert Joy, sie streiten sich, Joy ist merkwürdig und sorgt sich um ihre Freunde und plant ihre Flucht. Neél trainiert Joy, sie streiten sich, Joy ist merkwürdig und sorgt sich um ihre Freunde und plant ihre Flucht.
Neél trainiert Joy, sie streiten sich, Joy ist merkwürdig und sorgt sich um ihre Freunde und plant ihre Flucht.
Jap, richtig, ich habe den Satz kopiert und hinzugefügt und das einige Male. So kam es mir auch beim Lesen des Buches vor, als würde ich ständig die selbe Szene lesen.

Die Schreibweise der Autorin ist toll. Sehr flüssig und angenehm zu lesen. Hier hat mich gestört, dass sie sich immer wieder in Beschreibungen verliert. Das verlängert natürlich auch unnötigerweise die Handlung.


In der Kürze liegt die Würze:
Eine Dystopie, mit einer unüblichen Idee. Dennoch wendet sich das Blatt sehr schnell und alles läuft nach Schema F ab. Unliebsame Charaktere, langatmige Handlung, sich wiederholende Szenen. Die Dialoge sind nicht wirklich informativ, sodass man über mehrere Seiten dem Geschwafel der Charakter zuhören muss.

Bewertung:
Nachdem ich das Buch gelesen habe, habe ich mir sehr lange mit der Rezi Zeit gelassen. Das Schreiben einer Rezension setzt voraus, dass man sich erneut mit dem Gelesenen auseinander setzt und das wollte ich nicht. Ich habe die Nase voll von Dark Canopy und der merkwürdigen Welt davon. Nie wieder möchte ich so einer Protagonistin wie Joy begegnen. Das Buch war für mich wie ein Griff ins Klo. Das verseuchte Klo einer Raststätte, um explizit zu sein, daher ♥ ♥ Herzchen. Ganz bestimmt werde ich nicht den zweiten Band lesen. Ich weiß, wie es endet und finde das Ende lächerlich, das wäre reine Zeitverschwendung – nein, danke!

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511 reviews12 followers
June 15, 2012
Inhalt

Dunkelheit. Düsternis. Tagtäglich wird der Himmel durch Dark Canopy geschwärzt und nimmt den Städtern und Rebellen immer mehr Hoffnung auf bessere - auf sonnige - Tage. Die Percents - ursprünglich von Menschenhand für den Krieg geschaffene, optimiere Wesen - haben es geschafft ihre Schöpfer zu unterdrücken und zu versklaven. Die Menschen in der Zeit von Dark Canopy wählen entweder ihre eigene Sicherheit und leben somit in den wennigen Städten um für die Percents zu arbeiten oder sie wählen die Freiheit um als Rebellen zu leben und sich somit alles hart erkämpfen zu müssen, aber frei von Percents sind sie somit allemal.

Joy ist eine Rebellin, eine Kriegerin, doch ist sie mit ihrem Leben mitlerweile nicht mehr zufrieden. Die Stimmen der Rebellion scheinen beinahe verstummt zu sein und der Alltag des Überlebens hält Einzug - auch in ihrem Leben. Doch Joy will mehr: Sie will gegen die verabscheuungswürdigen Percents kämpfen, auch wenn sie dafür ihre Familie und Freunde zurücklassen muss um sich mit anderen, willigen Kriegern zusammen zu tun ist ihr das nur recht. Doch dann verändert ein verpatzter Handel in der Stadt alles und ihre beste Freundin Amber wird - ihretwegen, so denkt sie - von den Percents geschnappt. Als auf der darauf folgenden Rettungsmission plötzlich alles aus dem Ruder läuft wird mit einmal mal Joys komplettes Leben aus den Angeln gehoben. Sie wollte immer eine Kriegerin sein. Jetzt ist sie ein Soldat des Feindes ...

Fazit

Wenn zwei so verschiedene Welten aufeinander treffen kommt bekanntlich nie etwas Gutes dabei heraus. Dass Joy und Neél sich von Anfang an verabscheuen oder gar hassen ist deswegen absolut verständlich, doch was alles möglich ist sobald man jemanden besser kennenlernt, hätte in diesem Umfang wohl keiner von beiden erwartet. Während Joy von Neél trainiert wird, machen beide eine langwierige und doch sehr wichtige Entwicklung durch. Der Weg bis zur Akzeptanz des jeweils anderen war schon wirklich sehr weit, doch, dass die beiden irgendwann auf das Wohl des anderen bedacht sind und sogar mehr als einfache sympathien empfinden ist ehrlich erstaunlich und umso wirklicher, tiefgründiger, da dieser Prozess sich unterschwellig durch das Geschehen zieht und von kleinen Gesten zehrt. Die Grenzen zwischen Percents und Menschen verschwimmen immer mehr und unsere beiden Helden bemerken es vorerst selber kaum.

Dark Canopy ist ein Buch, dass den Leser sehr nachdenklich werden lässt, vor allem da die Stimmung sehr schnell mitreißt. So war für eine Zeit lang Joys Einsamkeit auch meine und ihr Schmerz und ihre Verzweiflung ebenfalls in mir verankert. Da es nur wenig Lichtblicke für die Menschen dort gibt, übermittelt die Geschichte viele dieser düsteren Empfingungen ohne Probleme. Mir hat besonders gefallen, dass es Joy und Neél schaffen ihre eigene schöne Momente finden und versuchen diese zu halten. Dabei scheint ein gemeinsamer Blick in die Zukunft unmöglich und wieder steht Joy vor einer sehr schwierigen Wahl, nur, dass sich die Ausgangsposition um 180° gewendet hat: Sicherheit oder Freiheit? Neél oder Flucht? Liebe oder Leben?

Wer schnelle Erklärungen will ist bei Dark Canopy nicht richtig. Es ist ein Buch der Entwicklungen! So habe ich mich schon zu Anfang gefragt, was es denn mit Dark Canopy auf sich hat und was genau die Percents sind, doch erhält der Leser die Antwort auf diese Fragen erst nach und nach. Mir hat das so gut gefallen, da ich das Gefühl hatte mit der Geschichte zu wachsen. Das selbe Empfinden hatte ich auch Neél gegenüber, da er anfangs unausstehlich arrogant war und der Leser ihn, genau wie Joy es auch tut, erst im Verlauf der Geschichte wirklich kennen und lieben lernt.

Dark Canopy wohnt eine tiefgründige Dramatik inne die mitten in's Herz trifft. Und auch wenn es nur wenige Lichtblicke gibt: Joy und Neél finden ihre eigenen, süßen Momente in all der dunkelheit. Dieses Buch ist für mich eines der beeindruckensten Werke welches ich seit langem lesen durfte.
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569 reviews299 followers
February 11, 2021
Ich mochte das Buch wirklich gerne, aber hier und da haben doch ein paar Ecken gefehlt, um ihm 5 Sterne zu geben. Insgesamt ist Dark Canopy für mich eine gute, spannende, aber doch nicht allzu außergewöhnliche Dystopie.

Zuerst einmal möchte ich betonen, dass sich das Buch - trotz seinen mehr als 500 Seiten - wirklich gut und flüssig ließt! Der Schreibstil der Autorin ist wirklich gut und es fiel mir leicht, der Geschichte zu folgen. Der Schreibstil bietet viele Details, aber nie zu viele, und die Autorin schafft es, auch ruhigere Stellen interessant zu gestalten, so dass ich immer wissen wollte wie es weitergeht.

Am besten gefallen haben mir wohl der Anfang und das Ende. Ich fand es spannend, die Welt kennenzulernen, in der Joy mit ihrem Rebellenclan lebt. Ich hätte gerne noch mehr darüber erfahren, wie es soweit gekommen ist. Im Mittelteil war mir das Buch dann aber doch etwas zu langwierig. Es war nie langweilig, aber es passierte auch einfach nicht besonders viel. Vor allem die Trainingsszenen haben sich nach einer Weile einfach wiederholt, da hätte man einiges kürzer machen können. Die letzten 100 Seiten waren dann wieder sehr spannend, da es endlich ins sogenannte Chivvy (eine Art Jagd, genaueres möchte ich hier nicht verraten) ging, worauf Joy und Neél den gesamten Mittelteil lang hingearbeitet haben. Das Chivvy an sich war spannend, wild und brutal und eigentlich genauso, wie ich es mir vorgestellt habe. Das Ende war offen und lässt bereits erahnen, wie es im Folgeband weitergehen wird.

Die Charaktere haben mir gut gefallen, vor allem fand ich die Entwicklung, die Joy durchmacht, sehr nachvollziehbar und genau im richtigen Tempo erzählt. Es hat mir gefallen, dass Joy - im Gegensatz zu den meisten Protagonistinnen anderer Dystopien - schon 20 Jahre alt ist und keine 16 mehr. Dadurch waren ihre Handlungen und Gedankengänge noch mal realistischer. Neél mochte ich als Charakter auch, aber nicht übermäßig, er war mehr so ein Durchschnittscharakter. Spannend fand ich hingegen Matthials Entwicklung. Keine Ahnung, ob man ihn schon als (einen der) Antagonisten bezeichnen kann, aber gerade solche Charaktere finde ich oft interessanter als die typischen 08/15 love interests.

Insgesamt hat mir Dark Canopy gut gefallen und ich würde es Genrefans weiterempfehlen, aber eins meiner neuen Lieblingsbücher ist es nicht. Dazu fehlte mir im Mittelteil einfach die Action. Dem Anfang und (vor allem) dem Ende würde ich 4 bis 4,5 Sterne geben, dem Mittelteil eher 3,5. Insgesamt bekommt das Buch von mir solide 4 Sterne.
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July 8, 2017
„Ich bin Joy. Soldat.“ [S. 170]

Nach dem dritten Weltkrieg haben die von Menschen für den Krieg erschaffenen Percents die Herrschaft übernommen. Die Menschen die übrig geblieben sind, haben sich entweder untergeordnet oder leben in Rebellenclans. Joy lebt in einem dieser Clans, gerät bei einer Mission aber den Percents in die Hände. Trotz Folter und Erniedrigung muss sie bald feststellen, dass man selbst unter Feinden Freunde finden kann und noch mehr..

Jennifer Benkau hat mit Dark Canopy eine absolut glaubhafte Welt erschaffen. Das Thema von zwei Kulturen, Rassen, oder was auch immer, die aufeinander prallen, ist zwar nicht neu, aber der Roman ist gespickt mit vielen Elementen, die es in dieser Kombination noch nicht gab und schon das allein lässt ihn aus der Masse herrausstechen.

Düster, actionreich, schockierend und leidenschaftlich, mit einer tollen Protagonistin jenseits der 16 (!) und einem ganz üblen Cliffhanger am Ende – die Fortsetzung muss her!
Profile Image for Liz Weasleyhead.
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June 26, 2016
Der Anfang war wirklich vielversprechend, allerdings hat sich der Mittelteil doch sehr gezogen und das Ende hat mich einfach zu sehr an "Hunger Games" erinnert gehabt :( schade :(
dafür fand ich die Sprecherin vom Hörbuch richtig klasse :)
Profile Image for Meli  .
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May 26, 2015
Was für ein böses Ende... Zum Glück steht Band zwei schon hier :)
Profile Image for Bücherfresserin.
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March 15, 2012
"Düster, schaurig und unglaublich packend!
Eine Dystopie die mitreißt und dich unter Dark Canopy ergreift!"

Inhalt:
Joy ist eine Rebellin, die in einer zerstörten Welt lebt, die von den Percents beherrscht wird. Sie wurde geschaffen um den Menschen als Kriegsspielzeug zu dienen. Doch die Percents überraschten die Menschen und gewannen den Dritten Weltkrieg für sich. Allerdings sind die Percents keine normale Menschen und so legt sich jeen Tag Dark Canopy über die Stadt, um die Percents vor zu vielen UV Strahlen zu bewahren. Als Joy in die Fänge des Percents Neél gerät ist sie schockiert. Sie will weg von diesen Monstern, will wieder zurück zu den Rebellen! Aber als Joy merkt, dass Percents Ähnlichkeiten mit Menschen haben, scheint es schon längst zu spät für eine Flucht …


Meinung:
“Dark Canopy�� ist die erste Dystopie der deutschen Autorin Jennifer Benkau. Auch schon ihre vorherigen Romane wie die “Nybbas” Reihe konnten mich schon in den Bann ziehen und so war es mit “Dark Canopy” nicht anders. Der Roman ist eine brisante und düstere Dystopie, die nach dem Dritten Weltkrieg in der Zukunft spielt, den die Menschheit verloren haben.

Mittelpunkt der Geschichte ist die junge Joy. Sie gehört den Rebellen an, lebt abseits der Städte und ist eine starke, mutige Frau. Als ihr Plan eine Freundin zu befreien schief geht, gelangt sie in den Fänge des Percents Neél. Ihr Charakter war mir sehr sympathisch. Sie ist tapfer, bleibt aber auch realistisch. Man merkt sehr schnell und deutlich, dass Joy keine brutale Mörderin ist, allerdings kämpfen und sich verteidigen kann wenn es sein muss. Sie hegt einen enormen Hass gegenüber den Percents und man merkt während der Geschichte, wie sich ihre Ansichten und Vorurteile verändern.

Joy lebt in einer Welt, die zerstört wurde durch den Dritten Weltkrieg. Die Menschen wurden so machthungrig, dass sie die Percents in den Krieg schickten. Percents sind in “Dark Canopy” eine eigene Rasse. Zu Beginn entstanden sie durch Genexperimente mit Menschen, denen aber noch weitere Gene hinzugefügt wurden, wodurch Percents im Dunklen sehen und durch ihre Haut Gerüche wittern können. Aus der Sicht der Rebellen sind sie Monster, die sind an Menschen vergehen und nur die Macht an sich reißen wollen. Diese Macht setzten sie nicht nur durch ihre körperliche Überlegenheit durch, sondern auch durch Dark Canopy. Diese Maschine verdunkelt am Tage die Sonne, sodass eine Art Gaswolke den wahren Himmel bedeckt und somit die Percents schützt.

Allerdings verändert sich diese Ansichten bei Joy im Laufe der Geschichte. Sie trifft auf den Percent Neél, der sie braucht, um das Chivvy zu gewinnen. Erst geht es nur um den Sieg und den damit besseren Status Neéls. Jedoch ändert sich dies, denn Joy und Neél kommen sich im Laufe der Zeit immer näher und Joy merkt mehr denn je, dass Percents gar nicht so unmenschlich sein können.

Zu diesem spannenden gegenüber von zwei verschiedenen Rassen, die sich eigentlich nicht leiden sollten, kommt auch immer wieder der Punkt Rebellen zum Thema. Joy kämpft, kämpft um ihre Freunde und letztendlich um ihre Flucht. Dennoch bleibt sie in der Stadt bei Neél, wodurch man durch sie keine Verbindung mehr zu den Rebellen hat.

Währenddessen gibt es immer wieder kurze Textpassagen aus der Sicht von Matthial, der Joy bester Freund vor der Gefangenschaft war. Er stürzt sich förmlich auf eine neue Rettungsaktion um Joy zu retten. Allerdings nimmt auch er einen Wandel im Laufe der Geschichte an, jedoch eher einen negativen.

Letztendlich kommt es zum Ende hin zu einem spannenden Showdown und einem Ende, das wirklich gemein ist! Dieser Cliffhanger wir mir nun ein Jahr im Kopf schwirren, bis es den zweiten Band geben wir. Dark Canopy wird mit dem zweiten Band aber auch schon abgeschlossen sein.

Besonders gut gefallen haben mir auch immer die Dialoge zwischen Joy und Neél, die zu Anfang bösartig und feindlich und gegen Ende sehr lieblich wirkten. Trotzdem bleibt Joy eine starke Frau, die aber auch Fehler macht und sich diese auch eingestehen muss. Dennoch blüht Joy in Neéls Nähe auf. Die anfängliche Kühle, die sie noch bei den Rebellen ausgestrahlt hat verdampft langsam.

Zudem haben mir die dystopischen Elemente wirklich gut gefallen. Es fühlt sich gerade zu erschreckend nahe an, dass es einen Dritten Weltkrieg in Zukunft geben könnte. Ebenso die Miteinbringung von Genexperimenten, die in Zukunft sicherlich steigen werden, war sehr schockierend und auch sehr realistisch. Die Percents ergeben damit eine neue Rasse, die ganz anders, aber auch wieder menschlich ist. All das machen “Dark Canopy” sehr spannend und abenteuerlich.

Dazu gibt es viel Action durch Kämpfe, Fluchtversuche und Training, die allesamt sehr gut von der Autorin geschildert wurden. Man wird beim Lesen geradezu in die Geschichte hinein gesogen und fühlt mit Joy und Neél mit.

Ich finde es außerdem prima, dass der Verlag den Titel “Dark Canopy” übernommen hat. Der Titel weckt Interesse in dem sehr Mainstream lastigen Genre. Zudem macht der Titel auch Sinn, denn die Geschichte wird immer von Dark Canopy überschattet, einer staubigen Gaswolke die den Himmel schaurig verdunkelt. Insgeheim hoffe ich, dass es im zweiten Band dazu noch mehr Informationen gibt bzw. Details darüber, inwiefern die Wolke wirklich dicht hält oder reicht.

Das Ende des Romans ist wie schon erwähnt ein fieser Cliffhanger. Man will weiter lesen, will wissen wie es um die beiden weiter geht und inwiefern sich Matthial als Rebell verhält. Aber natürlich muss ich mich nun im Warten gedulden ;-) Zudem ist “Dark Canopy” trotz der enormen Länge nicht langweilig. Die Spannung erhält sich aufrecht, nicht nur durch Kampf und Angst unter der düsteren Wolke, sondern auch durch eine charakterlich tiefe Liebesbeziehung. Zwar gibt es auch in “Dark Canopy” ab und an ein paar Klischees, aber diese fallen im Gesamtpaket wirklich kaum auf.

Insgesamt ist “Dark Canopy” wirklich eine tolle Dystopie. Der Roman ist nicht verklemmt und beschönigt in keinem Fall die dunkle Zukunftsvision. Es gibt brutale Kämpfe, Blut und Schmerz, aber auch Hoffnung und Leidenschaft. Zudem entwickelt sich zwischen Joy und Neél etwas, das zart beginnt und etwas wild endet.

Der Schreibstil ist, wie für Jennifer Benkau typisch, wirklich schön. Man kann sich geradezu in die Welt hinein versetzten, ohne dass es endlose lange Beschreibungen gibt. Die Dialoge, vor allem zwischen Joy und Neél sind pfiffig und amüsant zu lesen. Zudem liest sich der Roman wirklich flüssig und trotz dieser großen Menge an Seiten bleibt die Geschichte durchweg spannend und gerät nicht ins trödeln.

Das Cover gefällt mir persönlich ziemlich gut. Während des Lesens versteht man auch die düstere Wolke oberhalb des Randes. Der Titel spiegelt dies natürlich wieder und ich find “Dark Canopy” als Titel richtig gut gewählt.

Fazit:
“Dark Canopy” ist eine absolut lesenswerte Dystopie aus den Federn von Jennifer Benkau. Die Geschichte ist düster, spannend und trumpft zudem mit Romantik und Liebe auf. Die Welt in der “Dark Canopy” spielt ist brutal und von Unheil und Kampf gezeichnet, dadurch aber auch richtig aufregend zu lesen. Eindeutig eine Dystopie, die es lohnt gelesen zu werden! 5 Sterne für “Dark Canopy”, trotz des fiesen Chliffhangers!
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650 reviews4 followers
March 13, 2023
Meine Meinung:
"Dark Canopy" von Jennifer Benkau ist dieses typische Buch, was mich magisch anzieht. Ein wenig aussagekräftiges Buchcover, verbunden mit einem nichtssagenden Titel - und doch steckt eine explosionsartige Geschichte dahinter, die düster und gefährlich ist. Unberechenbar. Beim lesen konnte ich das Gefühl der Hoffnungslosigkeit deutlich spüren. Es war ein beklemmendes Leseerlebnis, aber so sind Dystopien nunmal. Freudlos. Arglistig. Dunkel.

Dunkel ist vor allem die Welt rund um die 20-jährige Hauptprotagonistin Joy, die mit einem Clan von mehreren Leuten zusammenlebt. Sie ist eine Rebellin, die sich weit weg von der Stadt aufhält, in der die Percents herrschen. Und damit die Percents herrschen können, herrscht Dark Canopy. Eine Maschine, die den Himmel verdüstert und den Menschen jegliches Licht stiehlt. Jegliche Hoffnung. Denn die Percents sind keine wirklichen Menschen, aber ziemlich weit weg von der Unfehlbarkeit. Sie wurden für einen Krieg gezüchtet. Und sie haben Schwachstellen. Ihre Haut kann zwar Gerüche aufnehmen, aber das UV-Licht ist gefährlich, schwächt sie.
Als Joy vor ihrem 16. Geburtstag auf einen Percent trifft, weiß sie nicht warum sie ihn verschont. Er wirkt anders auf sie. Und auch er hätte die Chance sie zu töten, tut es aber nicht.
Bei einem Tauschhandel, den Joy und ihre beste Freundin Amber in der Stadt planen, geraten sie in einen Hinterhalt und werden gefangen genommen. Während Amber wie Vieh verkauft wird um den Diensten und Gelüsten der Percents zur Verfügung zu stehen, gerät Joy in eine ganz andere Lage. Sie soll eine Soldatin werden und sich im wahrsten Sinne des Wortes für einen Percent zu Tode rennen.
Joy kennt den Percent Neél - war er es doch, der sie verschonte - oder sie ihn? - doch was bedeutet das für sie? Eine Sonderbehandlung garantiert nicht, denn er ist ihr Feind...

Wow. Wow. Wow. Wow.
Ich bin immer noch aufgewühlt und durcheinander. Während des lesens bin ich so viele Gefühlsschichten durchlaufen, dass ich gar nicht mehr genau sagen kann, was mir gut gefallen hat und was weniger gut. Die kompletten Seiten troffen nur vor Düsternis und Hoffnungslosigkeit und zwischen den Zeilen spürte ich ganz leichte Rebellion von Joy, dass sie sich ihrem Schicksal nicht einfach so ergeben will. Joy ist eine schwer einzuschätzende Protagonistin. Sie weiß nicht wirklich was Liebe ist, aber tief in ihrem Herzen sehnt sie sich danach. In Matthial - dem Sohn des Clanführers - sieht sie einen guten Freund, mit dem sie allerdings am besten reden kann, wenn er schläft. Die Beziehung der Beiden ist auf seelische und körperliche Art greifbar.
Joy will mehr als sich nur verstecken und scheint dabei ein wenig Risikofreudig zu sein. Bei einer waghalsigen Rettungsaktion gerät sie selbst in die Fänge ihrer Feinde und man erlebt eine deutliche Rückentwicklung. Das ehemalige Messermädchen trifft nicht mehr...
Doch wie sie sich dann wieder aufrappelt und die Welt ihrer Feinde entdeckt - die vielen negativen, aber auch die positiven - ist wegweisend. Ihr ist ein schlimmes Schicksal vorbestimmt, aber sie denkt vielmehr an ihre beste Freundin, der es deutlich schlimmer ergeht. Für Amber ist Joy bereit alles zu riskieren, sogar Neél, dem sie immer näher kommt.

Neél war mir zu Beginn der Geschichte der typische Gruseltyp. Wortkarg, grob und stellenweise aggressiv und ablehnend, wusste ich gar nichts mit ihm anzufangen. Und dann - urplötzlich, aus heiterem Himmel - passiert die Veränderung. Bei dem Tempo kam ich überhaupt nicht mit.

Zu Beginn des Buches dehnt sich die Geschichte und man erfährt viel überflüssiges Zeugs, womit man auch im weiteren Geschichtsverlauf nichts anfangen kann. Zur Halbzeit ging es dann endlich ein wenig zur Sache und ich konnte wirklich begreifen, was Jennifer Benkau erzählt. Das Ende hat mich dann sehr stark an "Die Tribute von Panem" erinnert, auch wenn die Bücher überhaupt nicht viel gemeinsam haben. Doch die Jagd war so intensiv, dass ich gar nicht um den Vergleich herumkam. Diese Stelle hat mir schließlich am besten gefallen.

Das Buch hat es wirklich in sich. Dennoch glaube ich nicht, dass es was für schwache Nerven ist. Sicherlich gibt es weitaus schlimmere Bücher, aber in meinen Augen war es schon eine verstörende Geschichte, die mich wirklich gepackt hat. Ich konnte es kaum aus der Hand legen, weil ich das Gefühl hatte, was wichtiges zu verpassen.

Dennoch gibt es eine Sache, die mich sehr gestört hat. Die letzten drei Seiten!
Eine Geschichte baut sich eigentlich immer nur auf, weiter auf und auf bis es zu einem Finale kommt. Alles läuft auf den finalen Schlusspfiff hinaus. Was dann wirklich am Ende passierte, war für mich eine einzige Enttäuschung, worauf ich aber nicht näher eingehen möchte, um Euch nicht zu viel zu verraten. ;-)
Ich sage nur soviel: Im Nachhinein war mein erster Gedanke: "Jetzt war alles verschwendet." Für so ein Ende hätte man sich auch weniger in die Geschichte reinsteigern können.... Das war wirklich schade.

[Edit vom 08.04.12] Die liebe BlueNa hat mir enorm weitergeholfen und gesagt, dass es eine Dilogie (ein Zweiteiler) wird und das die Fortsetzung zu "Dark Canopy" voraussichtlich im März 2013 erscheinen wird. Da freue ich mich ja und kann das Ende nun ganz gelassen nehmen.^^ Danke.

Fazit:
"Dark Canopy" ist zeitweise ein sehr verwirrendes und vorallem verstörendes Buch. Jennifer Benkau schreibt flüssig und lässt den Leser sehr stark mitfühlen. Ich weiß nicht was so besonders an ihrem Erzählstil ist - ich weiß nur, dass da etwas ist, was man als Fan von fantasievollen Dystopien nicht verpassen sollte. Die Erzählungen von Joy sind in der Ich-Form, aber man bekommt auch Einblicke in Matthial's Geschehnisse und was er versucht um seine Clanmitglieder zu retten. Man spürt, dass Matthial sich verändert und irgendwie dachte ich, Joy müsste sich eigentlich am meisten verändern, dabei ist sie der einzige Charakter, der trotz all der Ereignisse kaum eine Entwicklung durchläuft.
"Dark Canopy" ist ein passender Titel und auch das Cover erzählt, wofür diese Geschichte steht. Für alle, die nicht länger im Dunklen bleiben wollen: Lest es! ;-)
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Skjoon.
740 reviews17 followers
June 7, 2020
Titel: Dark Canopy
Originaltitel: -----
Autor: Jennifer Benkau
Seitenanzahl: 527
Genre: Dystopie|Jugendbuch| Contemporary
Teil: 1/2
Verlag: script 5

Dies ist mein erstes Buch von Jennifer Benkau und es stand wirklich sehr,sehr viele Jahre lang,weit oben auf meiner to-read-Liste! Nun bekam ich endlich die Möglichkeit es zu lesen und ja,ich fand's richtig gut. Ich fand's sogar so gut,dass ich es innerhalb von nur zwei Tagen regelrecht verschlungen habe und direkt im Anschluss auch gleich mit dem zweiten Band gestartet habe.
Die Protagonisten; Joy und Neél sind zwei interessante und vielschichtige Charaktere. Auch die ganzen anderen Nebencharaktere wurden gut ausgearbeitet. Die Dark Canopy Welt wurde auch sehr interessant und spannend dargestellt. Das Ende war etwas fies,da es einen bösen Cliffhanger gibt, also haltet unbedingt Band zwei parat.
Die Geschichte insgesamt hat mir wirklich gut gefallen auch wenn's teils Elemente gibt,die man schon aus anderen Dystopie-Jugendbüchern kennt.
Gute 4 von 5 Sternchen.
Profile Image for adventuresofwords .
101 reviews6 followers
April 7, 2022
Mit "Dark Canopy" hat mich Jennifer Benikau definitiv wieder überzeugt und Dystopie Liebhaber werden es wahrscheinlich lieben! Mit ihren leichten und flüssigen Schreibstil hat sie eine düstere Atmosphäre geschaffen, die perfekt zu ihrem gelungen Worldbuilding rund um die Percent gepasst hat! Joy hat mir als Protagonistin echt gut gefallen, auch wenn sie mir am Anfang den Einstieg mit ihrer etwas gefühlskalten Art erschwert hat. Aber mit jeder Seite hat sie mir besser gefallen und ihre Entwicklung fand ich richtig gut. Néel habe ich von Anfang an geliebt und seine Entwicklung war soo gut dargestellt! Matthial dagegen war so gar nicht sein Fall. Zwar war seine Entwicklung authentisch und nachvollziehbar, aber trotzdem mochte ich ihn mit jeder Seite weniger! Handlungstechnisch fand ich es ziemlich gut und es gab die ein oder andere Wendung die mich überrascht hat, auch wenn ich die erste Hälfte etwas Langatmig fand. Das Finale dagegen war nochmal richtig spannend und bin sehr gespannt was jetzt in Band 2 passiert!!
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