Der Mann, der See-Leben I erzählt, ist angestellt bei einer Kölner Firma. Nach seinem Urlaub weigert er sich, in die Firma zurückzukehren; er stellt sein Büro am See auf. Funktioniert das? Man wird sehen.
Werner Koch war ein deutscher Schriftsteller. Er studierte Geschichte, Germanistik und Philosophie. Seit 1962 war Koch Mitglied des PEN-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland, seit 1977 der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz. Er erhielt u. a. 1960 den Erzählerpreis des Süddeutschen Rundfunks, 1964 den Preis der Académie Française für den besten ausländischen Roman sowie 1972 den Bodensee-Literaturpreis.
Werner Kochs erzählerische Prosa behandelt vorwiegend biblische, religiöse und philosophische Themen.
---------------
Werner Koch was a German author. He studied history, German language and literature, and philosophy. Since 1962 Koch was a member of the PEN Center of the Federal Republic of Germany, since 1977 of the Academy of Sciences and Literature in Mainz. He received, among other prizes, the Erzählerpreis of the Süddeutscher Rundfunk in 1960, the Académie Française Prize for the best foreign novel in 1964, and the Bodensee-Literaturpreis in 1972.
Werner Koch's narrative prose deals primarily with biblical, religious and philosophical themes.
Dieses Buch wurde mir vom Buchhändler meines Vertrauens empfohlen, ich kannte den Autoren zuvor nicht. Ich bin total begeistert von diesem kurzen Buch, es ist total eigensinnig, merkwürdig, witzig, philosophisch und melancholisch. Dies ist ein Buch, bei dem ich nicht leicht sagen kann, worum es eigentlich geht, die Handlung ist spärlich aber der Inhalt vielschichtig und der Text hat mich viel zum Nachdenken angeregt. Es ist voller verrückter Ideen, die oft ins Surrealistische schweifen. Ich werde es wohl bald wieder lesen.
Ein Angestellter verlegt seinen Arbeitsplatz samt Sekretärin vom Büro an einen See, führt dort philosophische Gespräche mit einer Katze, lernt einen Bauern kennen, dessen Sohn sich weigert, in die Schule zu gehen, weil er ja ohnehin den Hof übernehmen werde, wofür er nichts mehr lernen muss, trifft einen Mann, der nicht gerade freudig seiner Geburt anstatt seinem Tod entgegenlebt sowie einen Mann, der eigentlich schon tot, aber doch noch nicht so richtig, vorerst von seiner Familie noch nicht begraben wird, weil er weiterhin Kontrolle ausüben möchte. So weit so gut. Klingt doch interessant, oder? Leider bleibt vieles von dem, was der Autor in diesem Buch mit leichter Hand schildert, seltsam farb- und ereignislos. Man gewinnt nicht den Eindruck, dass irgendetwas von Bedeutung stattfände, etwas mit Mehrwert. Alles bleibt erzählerisch im Ungefähren, wirkt überraschend langatmig trotz der Kürze des Buches. Das mag zum einen daran liegen, dass viele der Ideen heute nicht mehr neu sind und mittlerweile eine künstlerisch spannendere Ausführung erfahren haben. Zum anderen liegt es aber auch daran, dass es meinem Eindruck nach zu viele Ideen sind, die nicht ineinandergreifen und seltsam unverbunden nebeneinander stehen. Darüber hinaus scheinen viele der philosophischen Überlegungen Binsenweisheiten und manchmal auch überhaupt keine Weisheiten, sondern einfach nur Gedanken, denen man klar widersprechen und die man klar widerlegen kann. Es wäre wesentlich interessanter gewesen, den Ausgangspunkt der Geschichte, nämlich die Verlegung des Büros an den See, die Anpassung der Arbeitszeit und des Arbeitsortes an menschliche Bedürfnisse und nicht die Bedürfnisse der Firma auszubauen und in den Mittelpunkt zu stellen. So aber wird das leider ein Buch sein, das ich wahrscheinlich nie wieder in die Hand nehmen werde, weil es keinen Mehrwert bietet.
Ungewöhnlich, gibt Einblick in das Lebensgefühl der 70iger. Durchweg gelungen. Im gleichbleibenden Stil gelingt eine stimmungsvolle Beschreibung eines Lebensgefühls.