In einer Welt, in der Zwillinge zum Tode verurteilt sind, teilt Avi sich heimlich ein Leben mit ihrer Schwester Ana. Als diese schwer erkrankt, versucht Avi händeringend an das nötige Geld für eine Behandlung zu kommen. Doch dann ersteigert Fürst Nevan, der gefährlichste Mann des Reiches, sie als Dienerin, und Avis Situation scheint aussichtslos - bis er ihr einen Auftrag gibt, der sie geradewegs zu den Sinnesspielen führt. Ein Sieg würde für Ana eine Chance auf Heilung bedeuten - und Avi würde alles dafür tun. Sogar mit Ren, dem Soldaten des Fürsten zusammenarbeiten. Auch wenn er in ihr ungeahnte Gefühle auslöst und ihr näher kommt, als ihr lieb ist ...
Valentina Fast wurde 1989 geboren und lebt heute im schönen Münsterland. Beruflich dreht sich bei ihr alles um Zahlen, weshalb sie sich in ihrer Freizeit zum Ausgleich dem Schreiben widmet. Ihre Leidenschaft dafür begann mit den Gruselgeschichten in einer Teenie-Zeitschrift und verrückten Ideen, die erst Ruhe gaben, wenn sie diese aufschrieb. Ihr Debüt »Royal« entwickelte sich aus einer ursprünglichen Kurzgeschichte zu einer sechsbändigen Reihe.
Verbotene Fähigkeiten, komplizierte Gefühle und gefährliche Existenzen
In einer dystopischen Welt sind Zwillinge streng verboten, weil sie dunkle und gefährliche magische Kräfte entwickeln. Avi ist so ein Zwilling und teilt ihr Leben heimlich mit ihrer Schwester Ana, doch es ist höchstens ein halbes Leben. Sie sehnt sich nach mehr, sowohl für sich selbst als auch für ihre Schwester. Als Ana erkrankt, bleibt Avi keine andere Wahl und sie geht ein großes Risiko ein, woraus unerwartete Konsequenzen folgen.
Avis Gefühle zu ihrem geteilten Leben haben mir am besten gefallen: Sie hat Schuldgefühle, weil das Leben ihrer Schwester eingeschränkt ist, sie ist ein bisschen neidisch und auch die Beziehung zu Anas Freund Henri ist kompliziert. Avi muss auch ihm gegenüber so tun, als wäre sie Ana, aber sie weiß auch, dass Henri eigentlich zu ihrer Schwester gehört und ihre Gefühle nicht erwidert werden. Gleichzeitig liebt sie Ana natürlich und würde alles für sie tun.
Als sie sich auf einen riskanten Deal einlässt, um an das Geld für Anas Behandlung zu kommen, eröffnen sich ihr ganz neue Möglichkeiten und sie beginnt zu hoffen, dass sie bald auch frei sein kann. Doch davor macht ihr ruhiges Leben im Verborgenen eine große Wende und sie steht plötzlich im Rampenlicht und muss sich Vorurteilen und Hass stellen.
Aber sie findet auch zum ersten Mal in ihrem Leben eigene Freunde und Verbündete. Sie arbeitet für Fürst Nevan, dessen erster Soldat Ren sich unerwartet in ihr Herz schleicht. Er fordert sie heraus und gibt ihr außerdem das Gefühl, dass sie aufgrund ihrer Fähigkeiten kein Monster ist, sondern auch etwas Besonderes. Ren hat außerdem eine eigene Perspektive, die ich auch ganz interessant fand, aber ich fand auch, dass man die Geschichte auch ohne seine Kapitel hätte erzählen können, oder man hätte mehr rausholen sollen, weil Rens Perspektive nichts Eigenes erzählt: Es geht da selten um Ren, sondern wieder nur um Avi.
Die Mischung aus Dystopie und Magie, um die Existenz der Fae zu begründen, fand ich eher seltsam und leider konnte mich das Worldbuilding insgesamt nicht überzeugen. Ich fand es schon gut, dass die Geschichte auf einen Einzelband ausgelegt ist, aber ich fand, dafür wollte man zu viel auf einmal erzählen, was die Handlung etwas chaotisch gemacht hat. Es war anders, als ich bei der Inhaltsbeschreibung erwartet hätte, was nicht unbedingt etwas Schlechtes ist, aber jedes Mal, wenn die Handlung wieder eine andere Richtung einschlug, hat es mir nicht wirklich gefallen. Training, Reisen, magische Spiele und fantastische Gefahren, Intrigen und Politik, dazu noch komplizierte Gefühle. Ich kann aber auch nicht genau sagen, warum mir diese Mischung nicht so gut gefallen hat, obwohl die einzelnen Abschnitte teilweise schon spannend fand.
4,5⭐️ Super spannend und viele gute Twists. Der Schreibstil ist auch ech toll, ich bin durch die Seiten geflogen🙌🏻 Das Wordbuilding war mal etwas ganz neues, eine Mischung aus bekannten Fantasy- und Dystopie Elementen aber neu gemixt. Einziger Knackpunkt für mich: Das Ende. Es war etwas rushed, nicht ganz so spannungsgeladen wie der Rest des Buches und nicht alle meiner Fragen konnten beantwortet werden (Stichwort: Henri) 👀 Aber ich wurde gut unterhalten 🙏🏼
*3,5 ⭐️ Nachdem ich vor ein paar Jahren Valentinas Royal Reihe verschlungen habe, war ich Feuer und Flamme für ihr neues dystopisches und royales Abenteuer. Mit einem Genremix aus Science Fiction und Fantasy, hatte mich der Einzelband sofort in seinen Bann gezogen. Durch den flüssigen Schreibstil bin ich quasi durch das erste Drittel geschlittert. Ich mochte die Maze Runner Vibes mit den verlassenen Wolkenkratzer aus der vergangenen Zeit total gern. Avi war eine unglaubliche starke Protagonistin. Allein die Tatsache, dass sie sich mit ihrer Zwillingsschwester ein einziges Leben teilt, war für mich unvorstellbar. Nach dem ersten Drittel ließ die Euphorie für Stolen Crown allerdings etwas nach. Ich finde es cool, dass wir hier mal wieder einen Einzelband bekommen, nur war der Plot für mich viel zu viel für ein einzelnes Buch. Die Sinnesspiele allein hätten schon ein ganzes Buch füllen können. Oft haben mir Hintergrundinfos gefehlt, wodurch mir der Weltenbau nicht so richtig schlüssig erschien und ich Nebenhandlungen von Charakteren nicht nachvollziehen konnte. Manche Themen, wie hier eine Revolution, sind zu komplex und brauchen einfach ihre Zeit. Die Liebesgeschichte war nett, hätte ich hier aber gar nicht gebraucht und hat mich emotional auch nicht abholen können. Dafür gibt es viel Abwechslung, tolle Schauplätze, keine Langeweile und einen schönen Genremix.
Insgesamt hat mir Stolen Crown gut gefallen und hätte mir als Reihe mit mehr Tiefgang und Ausarbeitung der Szenen vermutlich sogar sehr gut gefallen. Ich würde die Geschichte vor allem Einsteigern ins Genre empfehlen. Als Reisebegleiter wird sich das Buch durch die Spannung und Abwechslung bestimmt auch super gut eignen 🚉🛩️
Rezension: Allein die ersten Kapitel konnten mich so begeistern, dass ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht. ☺️💜Ich finde die Fantasy-Welt einfach so faszinierend, spannend und gleichermaßen natürlich auch schreckenserregend. Ich mochte Avi als Protagonistin total gerne, da sie äußerst stark, aber gleichzeitig auch selbstlos ist und alles für ihre Zwillingsschwester tun würde. 💜Im Verlauf wird sie einfach immer selbstbewusster und findet mehr zu sich selbst. Ich fand es total gut, dass man aus Avis Sicht die Fantasy-Welt kennenlernt und somit langsam immer mehr erfährt, was sich hinter allem verbirgt. 🤔Die Sichtweisen von Ren waren interessant und abwechslungsreich, da aus seiner Perspektive noch mehr Fragen aufgeworfen werden. Auch die Konversationen zwischen den beiden waren teilweise so lustig 😂 Die Handlung war echt spannend und gab einige Wendungen, die ich nicht habe kommen sehen und die mich wirklich erschüttern konnten. Es war definitiv sehr actionreich, und ich war von dem Buch sehr gefesselt. Vor allem, da das Buch ein Standalone ist, gab es einfach unfassbar viele Ereignisse, die nach und nach passiert sind. 🙈 Auch wenn es in diesem Buch keinen "Spice" gab, habe ich die Anziehungskraft der Charaktere sehr gespürt und konnte auch die Charakterentwicklung persönlich nachvollziehen ☺️💕
An manchen Stellen fand ich die Nebencharaktere etwas schwach, und ich hätte mir persönlich noch mehr Informationen über sie gewünscht. Gerade bei den Nebencharakteren sind noch einige Fragen für mich offen geblieben, so dass ich zu einigen keine Verbindung aufbauen konnte. 🙈 Auch war für mich das Ende etwas zu schnell, und so hätte ich mir noch ein paar Seiten bzw. etwas mehr Beschreibungen gewünscht.
Daher gebe ich dem Buch 3,5🌟 Ich kann das Buch gerade für Fantasy-Anfänger empfehlen ☺️💕
Avi teilt sich ein Leben mit ihrer Zwillingsschwester, denn eine von ihnen dürfte nicht existieren. Sie lebt im Schatten ihrer Schwester, doch als sie schwer erkrankt muss Avi handeln. Sie bietet sich bei einer Auktion an und niemand geringeres als Ren, erster Soldat des Fürsten, ersteigert sie. Nur er weiß, wer und was Avi ist und könnte alles zerstören. Und statt einer Hinrichtung findet Avi sich bei den Sinnesspielen wieder, bei denen sie uns nackte überleben kämpfen muss.
Avi mochte ich sehr gerne. Obwohl sie anfangs eher unscheinbar war und im Schatten ihrer Schwester stand, wuchs sie immer mehr über sich hinaus und wurde eine eigenständige Person. Durch die Spiele wurde ihre Stärke und Willenskraft gezeigt. Und sie offenbart uns nach und nach, was für ein liebevoller Mensch sie sein kann, wenn ihr Personen etwas bedeuten.
Ren mochte ich ebenfalls sehr. Er war zu Beginn sehr reserviert und geheimnisvoll, doch durch seine pov lernen wir ihn nach und nach besser kennen und erkennen wer er wirklich ist. Interessant fand ich, dass er ein wenig an einen morally grey Charakter erinnert, der auch eine sehr weiche und warme Seite hat.
Die Welt fand ich sehr interessant gestaltet. Fae und Menschen leben zusammen in einer dystopischen Welt, in der Schattenfae ausgerottet wurden. Auch die Königreiche und Fürstentümer waren gut gestaltet. Während der Reise und der Spiele habe ich wirklich sehr mit Avi mitgelitten und mitgefiebert. Aber auch mit Marlon und Inara, die ich wirklich sehr ins Herz geschlossen habe. Die dreierkonstellation hatte was von Found Family.
Was mich aber wirklich emotional mitgenommen hat, waren die ganzen Plottwists. Besonders der im letzten Drittel hat mich wirklich schockiert und fast das Lenkrad verreißen lassen, weil ich absolut gar nicht damit gerechnet hatte.
Zum Ende hin baute sich erneut Spannung auf und endete in einem beinahe epischen Kampf, der ein wirklich interessantes Ende nahm. Den Epilog fand ich wirklich schön und konnte das Buch guten Gewissens schließen.
Insgesamt ein wirklich starker Einzelband mit unglaublichen Protagonisten, einer interessanten Welt und einigen tropes, die in guter Balance zueinander gezeigt wurden. Auch wenn das Buch sehr lang ist, hat es sich für mich nicht gezogen und ich hoffe, dass Valentina Fast etwas ähnliches neues schreibt.
3,5 ⭐️ Zunächst einmal hat mich der Plot sehr interessiert und nach dem ersten Reinlesen mochte ich auch den Schreibstil der Autorin. Zwischendurch bei den Sinnesspielen war die Ähnlichkeit zu den Tributen von Panem nicht mehr allzu arg von der Hand zu weisen - ebenso wie in der Darstellung des Königreiches und den Fürstentümern. Nichtsdestotrotz war die Story fesselnd und spannend.
Anmerkung für den Verlag: es waren schon einige Rechtschreibfehler vorhanden, ebenso wie teilweise zusammenhangslose Buchstaben. Das darf - meiner Meinung nach - nicht passieren.
Großartig mal einen Fantasy Einzelband zu lesen! Die Geschichte bewegt sich wirklich schnell vorwärts (Sarah J Maas hätte daraus mind. drei Bücher gemacht 😂)
Kennt ihr so Bücher, wo man das Gefühl bekommt man erlebt alles mit? Die Story hooked einen so sehr, dass man alles um sich herum vergisst?
So ein Buch war es für mich leider nicht.
Nicht langweilig, aber ich hab nicht krass mitgefiebert, was wahrscheinlich dem Schreibstil geschuldet ist. Zum Ende hin war es mir viel zu vorhersehbar! Die Chemistry zwischen Abi und Ren war nicht sonderlich da?. Am Ende sind sie zusammen aber die Entwicklung dahin war lame.
Die Idee hinter dem Buch ist aber eigentlich ganz süß und mir gefällt dass man beide Perspektiven sehen kann.
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Dieses Buch hörte sich echt vielversprechend an, da es ein Fantasyeinzelband war und so etwas kommt in diesem Genre relativ selten vor. Aber obwohl es sich richtig gut angehört hat, konnte es mich einfach nicht so packen und fesseln, wie ich es von Valentinas Geschichten gewohnt bin. Die Idee fand ich jedoch wirklich gut und ansprechend und auch die Charaktere mochte ich gerne, aber der Funke wollte einfach nicht ganz überspringen. Ich wollte es wirklich mögen, weil es für mich so viel Potential hatte, aber vielleicht kickt hier noch ein bisschen meine Leseflaute. Es gibt gerade so wenig Bücher, die mich so richtig begeistern und fesslen können. Hoffe, dass es bald wieder besser wird. 3,5 Sterne
Es war mein erstes Buch von Valentina Fast und ich bin begeistert, ihr Schreibstil hat mich von anfang an fesseln können. Schon damals nach der Leseprobe, bei der @lesejury, war ich Feuer und Flame für das Buch. Avi und Ren haben mein Herz im Sturm erobern können. Und so habe ich es bis zur letzten Seite geliebt.
Die Story war gut ausgearbeitet und ich fand es sehr erfrischend mal einen Einzelband zu lesen. Die Spannung und das Leseerlebnis haben dadurch nicht wenig Spaß gemacht. Avi hatte mein Herz schon von Anfang an und als dann Ren auftauchte und die Story zwischen den beiden begann konnte ich das Buch nicht mehr zur Seite legen. Das knistern zwischen den beiden war mehr als spürbar, ich wollte mehr davon, habe dieses Buch nur so verschlungen und bin durch die Seiten geflogen.
Von mir gibt es eine klare Lesempfehlung für das Buch. Und für alle die Fae mögen natürlich ein muss.
Fazit
Ich liebe Avi und Ren, es war eine gelungene Geschichte und hat mir ein paar schöne Lesestunden verschafft.
Schreibstil
Der Schreibstil von Valentina Fast hatte mich damals bei der Leseprobe schon von sich überzeugen können. Ihr Schreibstil ist locker, leicht und flüssig geschrieben. Man will mit jeder Seite mehr in diese Geschichte eintauchen.
Cover
Ich habe das Cover damals bei der Lesejury gesehen und war direkt verliebt. Ich wusste ich muss dieses Buch haben und dann noch dieses Farbschnitt dazu? Ich liebe alles daran.
„Stolen Crown – Die Magie des dunklen Zwillings“ von Valentina Fast ist eine Mischung aus Post-Apokalypse, Dystopie und Fantasy. Dabei noch eine echte Rarität, denn es handelt sich um einen Standalone.
Einzelbände sind gerade bei den genannten Genres eine Seltenheit, umso tragischer ist es geradezu, dass es als Zweiteiler besser funktioniert hätte. Dazu gleich mehr.
Die Geschichte ist in 5 Abschnitte eingeteilt: Die Auktion, Die Tote Zone, Die Sinnesspiele, Die gestohlene Krone und Die Schlange. Ausnahmsweise möchte ich diese einmal einzeln beleuchten, denn jeder Teil fühlte sich wie ein anderes Buch an. Eine Zusammenfassung werde ich Euch nicht geben, nur einzelne Punkte beleuchten. Zum besseren Verständnis solltet Ihr aber etwas über das Setting wissen:
Wir befinden uns in der Zukunft, Jahrhunderte nach dem 4. Weltkrieg. Die atmosphärischen Veränderungen sorgten auch für Mutationen bei den Menschen, wodurch es Fae gibt, die über Licht- oder Schattenkräfte verfügen. Es gibt aber auch noch zwei weitere Arten von Menschen: die ganz Normalen oder solche mit übermäßig ausgeprägten Sinnen. Die Nachtfae gelten zu Avis Zeit bereits als ausgestorben – Spoiler-Alarm: sie sind es nicht.
Die Auktion: Der Start der Geschichte gestaltet sich holprig. Wie es sich gehört, wird man als Leser ins kalte Wasser geworfen. Das 1. Kapitel beginnt mit einer Unterhaltung zwischen Oma und Avi, im Zuge dessen Avi uns in ihren Gedanken ein kleine Einführung in ihre Welt gibt. Erzählt wird somit folgerichtig aus der Ich-Perspektive; Großteils von Avi, einige wenige Kapitel aus Sicht von Ren. Diese erste Einführung in die post-apokalyptische Welt von „Stolen Crown“ ist, gelinde gesagt, verwirrend. Es lohnt sich also, vorab die Informationen zu lesen, die sich hinter dem Klappentext verbergen.
So gewappnet herrscht zwar weniger Konfusion, Avis Gedanken werfen jedoch umso mehr Fragen auf. Sie entschuldigt sich anfangs in einer Tour gedanklich für ihre bloße Existenz und damit einhergehende „Vergehen“, die aus unserer Sicht völlig abstrus sind. Die dazu führenden Umstände werden im Verlauf der Geschichte noch erklärt, dabei nehmen Avis Schuldgefühle jedoch immer mehr ab während der Leser gleichermaßen versteht, wieso diese überhaupt angebracht waren. Ganz schön paradox. Kurz nach der titelgebenden Auktion wird dann auch noch das aktuell trendende „Spice“ angeteasert, wozu es aber im Endeffekt nie kommt. Ist mir persönlich so viel lieber, aber ein Hauch Erotik darf ja scheinbar derzeit nicht fehlen. Ihr seid also gewarnt.
Die Tote Zone: Mein absoluter Favorit. Die ungleiche Heldentruppe, die gar keine Helden sind oder sein wollen, die zuvor auch keinerlei Berührungspunkte hatten, begeben sich auf ihre Quest. So muss einfach jede gute Fantasy-Story starten, selbst in der Post-Apokalypse. Ich weiß, das klingt jetzt sehr sarkastisch, aber den Teil mag ich stets am liebsten und so ist es wenig verwunderlich, dass ich die meiste Freude auf der Reise mit Avi und ihren Gefährten empfand. Dieser Abschnitt war spannend, abwechslungsreich und das zukünftige Liebespaar konnte sich das erste Mal in Ruhe beschnuppern. Was will man mehr?
Die Sinnesspiele: Bin ich eigentlich die Einzige, die dabei immer an etwas „spiciges“ denken muss? Dieser ewig lange Abschnitt war so unnötig. Die Sinnesspiele selbst sind eine Mischung aus Big Brother und den Hungerspielen. Dabei war dieses Spiel noch offensichtlicher manipuliert als die beiden Vorlagen und das will schon was heißen. Sicher, der Show-Charakter und 5 gefährliche Prüfungen, die beinahe tödlich enden, haben schon ihren Reiz und sind gewiss nicht langweilig, aber in meinen Augen hat es der eigentlichen Geschichte nicht viel gegeben, sondern nur Platz für die wirklich wichtigen Dinge geraubt. Weswegen ich an dieser Stelle zurück zu meinem Eingangsargument komme, dass ein Zweiteiler besser gewesen wäre. Die Spinnesspiele hätten das nervenaufreibende Spektakel sein können, das sie verdient hätten.
Vor allem aber hätte der politische Umbruch, nun kommen wir zum dystopischen Teil, und der damit einhergehende fulminante Abschluss besser ausgearbeitet und in Ruhe behandelt werden können. So passiert einfach viel zu viel auf einmal. Ereignisse, die in der Realität Jahre in Anspruch nehmen würden, werden innerhalb der erzählten Zeit in einer Woche verarbeitet. So funktioniert das nicht!
Ebenso wenig funktioniert aus denselben Gründen die Liebesgeschichte. Ren mag zwar die besten Beweggründe für sein Verhalten haben, benutzt Avi den Großteil des Romans aber lediglich als Spielfigur und würde auch ihren Tod in Kauf nehmen. Dass sie ihm dies langfristig verzeiht, kann ich sogar noch nachvollziehen, allerdings nicht innerhalb dieser kurzen Zeitspanne.
Unabhängig vom Plot ist dieses wirklich wunderschön aufgemachte Buch leider voller Tipp- und Rechtschreibfehler. Dies geht so weit, dass eine Figur im Verlauf des Romans einfach umbenannt wird.
Apropos, Namen: der Kämpfer der Truppe heißt Marlon Destroyer und die Studentin Inara Wellread (später einfach nur noch Reader). Echt jetzt?
Fazit:
„Stolen Crown – Die Magie des dunklen Zwillings“ von Valentina Fast kann man lesen, muss man aber nicht. Der Schreibstil der Autorin ist wirklich sehr angenehm und flüssig zu lesen, bei der Korrektur vor dem Druck wurde aber zu viel übersehen. Die Geschichte selbst ist unterhaltsam, aber uninspiriert. Niemand erfindet das Rad neu, aber hier lassen sich für meinen Geschmack einfach zu viele Vergleiche ziehen. Gleichzeitig war es zu viel Plot für zu wenig Buch – mehr Seiten oder gleich ein zweiter Band hätten der Geschichte gut getan. 2.5 Sterne, aufgerundet 3.
Ich habe das Buch nach etwa der Hälfte abgebrochen. Das wordbuilding und auch die Rechtschreibung sind eine Katastrophe. Hat die Autorin keinen Lektor? 🥹 Die Welt hat mich überhaupt nicht eingenommen und besonders irritierend waren die Skizzen, auf denen alles aussieht wie auf dem Prinzipalmarkt.
Eine Fantasy Geschichte die man nicht mehr aus der Hand legen möchte, wenn man einmal damit angefangen sie aufzuschlagen.
!!!!Achtung Spoiler!!!!
Sie handelt von gezinkten Spielen, einem im Schatten agierenden Prinzen und einer verbotenen Zwillingsschwester, die Gefahren übersteht und nichts weiter möchte, als ihre Magie vor aller Augen zu verstecken.
Avi und Ana sind Zwillinge, was in dieser Dystopie-Welt tödlich für beide enden könnte. Denn bei Zwillingen ist einer meistens ein Nachtfae, gegen die vor Jahrhunderten Menschen und Fae ein Krieg geführt haben mit dem Ziel ihrer Auslöschung. Bisher hat Avi in Anas Schatten gelebt, doch als diese erkrankt, muss Avi an Geld für eine Behandlung herankommen. Dafür geht sie zu einer Auktion, die damit endet, dass sie das Geld bekommt und im Gegenzug einen Auftrag im Dienste von Fürst Nevan und seinem ersten Soldaten Ren erfüllen muss. Dieser führt sie zu den Sinnesspielen und ab jetzt geht es für sie um Leben oder Tod. Kann sie sich dabei auf den unnahbaren Soldaten verlassen? Und schafft sie es, aus dem Schatten ihrer Schwester zu entkommen und Freiheit für sich und ihresgleichen zu beanspruchen?
Absolut faszinierend. Das neue Standalone von Bestsellerautorin Valentina Fast hat mich definitiv überzeugt mit seinem schnellen Lesetempo, flüssigen Schreibstil und seiner angenehmen Kapitellänge. Die Leserschaft ist mit keiner langen Einführung konfrontiert, sondern steigt sofort in die Geschichte ein. Das Buch ist in fünf Teile aufgeteilt: Die Auktion, Die Tote Zone, Die Sinnesspiele, Die Gestohlene Krone und Die Schlange – Jeder von ihnen ist spannungsgeladen und folgt einem komplexen, sehr gut konzipierten Plot, der viele gute Twists beinhaltet. Nur weniges war vorhersehbar.
Erwähnenswert ist auch, dass die mitreißende Handlung in einer interessanten Dystopie-Fantasy-Welt spielt. Das Konzept der Fae als unsterbliche Lebewesen mit magischen Kräften wurde zwar von anderen Büchern übernommen, aber den Nachtfae begegne ich in diesem Buch zum ersten Mal. Als Schauplatz dient eine neue, veränderte Version von Europa, die lustigerweise Alteuropa genannt wird und aus 12 Fürstentümern besteht. Diese sind der Königsstadt, wo König Arthur regiert, untergeordnet.
Nun zu den Figuren: Avi ist am Anfang eher zurückhaltend, weil sie jeden Tag aufgrund ihrer Existenz als Nachtfae die Todesstrafe fürchtet. Doch mit der Zeit entwickelt sie sich zu einer mutigen, entschlossenen Frau mit unterstützenden Freunden an ihrer Seite und ich finde, dass diese Entwicklung sehr gut beschrieben wurde. Eine weitere interessante Figur ist Soldat Ren, der im Laufe der Geschichte schockierende Geheimnisse offenbart. Größtenteils wird die Geschichte aus Avis Perspektive erzählt, doch manchmal lesen wir auch Rens Gedanken. Zum Schluss hin wird seine Erzählperspektive immer häufiger. Wie erwartet entwickelt sich zwischen Avi und Ren eine Romanze, wobei ihre chaotischen Gefühle und auch die Entwicklung ihrer Liebe detailliert beschrieben werden. Der Fokus wird nicht auf Spice, sondern Emotionen gelegt. Außerdem musste ich beim Lesen mehrmals schmunzeln aufgrund ihrer humorvollen Dialoge mit Fürst Nevan. Zusätzlich gab es ein paar Liebesgeschichten zwischen Nebenfiguren, die gut in die Handlung gepasst haben, und gerade deswegen hätte ich mir gewünscht, mehr von ihnen zu erfahren. Insgesamt kann ich sagen, dass mir die meisten Nebenfiguren (Inara, Marlon, Fürst Nevan, Ana, …) sehr am Herzen liegen.
Der Schluss war nicht so gehetzt wie bei vielen anderen Büchern, was mir sehr gut gefallen hat. Das fulminante Ende, gefolgt von einem herzerwärmenden Epilog, hat das ganze Buch sehr schön abgerundet. Die wenigen Aspekte, die ich kritisieren würde, sind die Rechtschreibfehler und dass besonders im dritten Teil „Die Sinnesspiele“ einige Fragen ungeklärt geblieben sind.
Ich empfehle dieses romantische, actionreiche Dystopie-Fantasy-Buch an Jugendliche ab 14, die ein Buch brauchen, das sie nicht mehr aus der Hand legen können.
Absolutes Highlight! Ich hab mich sehr auf dieses Buch gefreut und wurde nicht enttäuscht. Es war mal eine etwas andere Welt als sonst. Eine interessant aufgebaute Welt, die sehr gut dargestellt wurde. Die Autorin hat es geschafft mich mit ihren Beschreibungen direkt in diese Welt zu ziehen, und was soll ich sagen, ich wollte nicht mehr gehen. Die Charaktere, besonders unsere Hauptfigur, sind mir sehr ans Herz gewachsen. Jeder einzelne Charakter hat von Anfang bis Ende, eine Veränderung durchgemacht, die realistisch und nicht zu schnell gewesen ist. Ich mag es ja wenn das Augenmerk nicht nur auf der Romanze liegt, und das ist der Autorin sehr gut gelungen. Ein perfekter Mix, bei dem die Lovestory trotzdem nicht zu kurz kommt. Ich würde es sogar als enemy to lovers, slow burn bezeichnen. Was soll ich noch sagen? Ich war einfach nur zufrieden und glücklich als ich das Buch geschlossen habe. Denn ich weis ich werde eh die nächsten Tage daran denken…
Ich habe mehr von dem Buch erwartet. An sich ist die Idee der Geschichte vielversprechend - besonders als Stand-Alone fand ich es spannend. Leider wird viel zu wenig von der Fantasy-Welt erzählt - da hätte man viel mehr rausholen können. Auch eine Karte wäre schön gewesen. Die Reise durch die Tote Zone fand ich sehr langatmig und wenig spannend. Besonders am Anfang aus Avis Perspektive und am Ende aus Rens wird mit zu oft dieselben Gedanken wiederholt. Auf den ersten 100 Seiten hätte auch nur die Hälfte der „Er weiß es. Er weiß was ich bin. Ich werde sterben.“ ausgereicht. Die Sinnesspiele erinnern an eine Mischung aus Hunger Games und Sommerhaus der Stars.
Das Finale war etwas überstürzt und dann mit nur noch 100 Seiten genauso schnell abgehandelt - da hätte man sich mehr Zeit nehmen müssen.
Slow Burn mit viel Leidenschaft, aber leidet kein Spicy Ende. Das fand ich nach so viel Build Up enttäuschend.
Alles in allem eine gute Idee, aber hätte bei der Umsetzung noch mehr Potential gehabt.
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Während der Sinnesspiele wurde gelegentlich die Ähnlichkeit zu den Hunger Games deutlich spürbar - ebenso in der Beschreibung des Königreichs und der Fürstentümer. Trotzdem war die Handlung fesselnd und aufregend.
Das Einzige am Buch, das mir nicht vollständig zusagte, war das Ende. An sich fand ich den Abschnitt nicht schlecht, nur empfand ich, dass die Geschichte sehr abrupt endete. Die Handlung erstreckte sich über mehr als 550 Seiten voller Details, daher empfand ich das Ende als spürbar gehetzt und verkürzt. Die Entscheidungen einiger Charaktere wirkten etwas willkürlich, und es blieben noch einige unbeantwortete Fragen offen, die ich gerne geklärt hätte.
Das Worldbuilding war leicht verständlich, und ich würde das Buch besonders Einsteigern im Fantasy-Genre empfehlen.
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Aufgrund der Inhaltsangabe des Klappentextes, der einiges versprach, war ich dann umso mehr von dem Buch enttäuscht.. Ich wusste nicht so ganz, ob ich mich nun bei den Tributen von Panem/ Hunger Games oder Big Brother oder Dschungelcamp befinde. Fast hätte ich es deshalb nicht beendet..dieses Buch hat es einfach nicht geschafft „mich abzuholen“ und mich wirklich nur seitenweise in „seinen Bann gezogen „ (wenn man überhaupt davon reden kann) Aufgrund dessen hätte es sogar nur 2 Sterne bekommen, aber da ein Big Brother Fan es vielleicht lieben würde, gab es 3 ;)
3,5 ✨ Der Schreibstil war irgendwie nicht so meins und die Story teilweise auch (für Fantasy Verhältnisse) nicht spannend genug, aber trotzdem hat es mir gefallen und es gibt Pluspunkte für das wunderschöne Cover und den tollen Farbschnitt 🥹💞
Glatt 3🌟 Tolle Protagonisten, super spannende und für mich neue Idee, leider hatte das Buch seine Längen, wodurch ich nur sehr schleppend voran kam Freue mich trotzdem schon auf die nächsten Bücher von Valentina Fast 🩷
Fühlt sich wie ein Abklatsch von 'Die Tribute von Panem' an. Und diese Bücher waren nicht meins. Schade, das Cover sieht sehr gut aus und auch der Covertext war vielversprechend. Ich habe es nach 33% abgebrochen. Vieleicht lese ich mal weiter, aber vermutlich nicht. Das Buch wird wohl wie so manch ein Vorgänger in einer offenen Bibliothek landen, auf dass es jemanden anderen mehr lesevergnügen bereitet als mir.
Achtung Spoiler: Mal eine sehr angenehme Abwandlung von 'die Heldin verliert am Ende der Geschichte ihre Kräfte'. Hier gibt der Protagonist etwas von seiner Kraft, was sie sogar ein bisschen mächtiger macht als ihn. Hat mir gefallen :)
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„Nicht alles Licht ist gut. Nicht alles Dunkel ist böse.“
Darum geht es: Strenge Regeln garantieren die Sicherheit im Europa der Zukunft. Doch Avi kennt die Schattenseiten dieser Regeln, denn sie bestrafen Avis reine Existenz mit dem Tod. Daher teilt sie mit ihrer Zwillingsschwester eine Identität als Aviana. Doch als Ana schwer erkrankt, droht ihr Geheimnis aufzufliegen. Avi würde alles tun um ihre Schwester zu retten – auch sich selbst versklaven, um so für Anas Arztkosten aufzukommen. Doch dann wird sie von dem ersten Soldaten des Fürsten, Ren, ersteigert. Avi weiß, wenn er ihr Geheimnis erfährt, ist das ihr Todesurteil. Aber sie ahnt noch lange nicht, welche Kette von dramatischen Ereignissen ihre Versteigerung in Wirklichkeit ausgelöst hat.
Meine Meinung: Valentina Fast erzählt in STOLEN CROWN eine atemberaubend-spannende Romantasy-Geschichte über das Europa der Zukunft. Ein Krieg hat die Welt verwüstet und seine Waffen die Menschheit verändert. Es gibt Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten – Menschen erster und zweiter Klasse. Außerdem gibt es die Fae und ihre Magie. Und dann gibt es noch weitere Wesen, die es aber nicht geben dürfte. Avi ist eine von ihnen. Zusammen mit Avi lernen wir diese völlig fremde und zugleich einigermaßen vertraute Welt kennen, zu welcher unser Kontinent werden könnte. Das Worldbuilding hat mich sehr beeindruckt. Es ist vielschichtig und clever, hält immer wieder Überraschungen und neue Details bereit. Außerdem ist das Worldbuilding dem Umfang eines Fantasy-Standalones angepasst, das heißt es sprengt weder den Rahmen und hinterlässt offene Fragen, noch fehlt es an Kreativität und Genialität.
Die Geschichte schafft es von Anfang an, die Leser*innen zu fesseln. Zunächst durch die Faszination darüber, diese fremde Welt kennenzulernen. Dann folgt mit der nervenauftreibenden Auktion, durch die Avi in die Hände von Soldat Ren fällt, direkt das nächste Highlight. Und jener spannenden Storyline, die das Buch anfangs verspricht, wird es mehr als gerecht. Die Story ist in verschiedene Abschnitte unterteilt und jeder toppt den vorangegangenen geradezu mit seiner Spannung und den vielfältigen Emotionen. Vor allem wurde mir je weiter ich las klar, wie perfekt durchdacht alles ist. Ich habe selten eine so clevere Storyline gelesen, so frei von jeglichem noch so kleinen Plothole, so rund und jedes Detail wird wieder aufgegriffen und jedes Thema zu Ende gebracht.
Thematisch ist das Buch breit aufgestellt. Darüber möchte ich nicht zu viel verraten, weil der Reiz des Buch darin liegt, zu erkennen, was das große Ganze hinter all den Abschnitten und Themen ist. Trotzdem kann ich schonmal verraten, dass STOLEN CROWN besonders allen Fans von Geschichten wie „Tribute von Panem“ gefallen wird, weil durchaus ein paar Parallelen zu erkennen sind. Etwa die unterschiedlichen Fürstentümer, ähnlich wie Distrikte oder die sogenannten Sinnesspiele, die mich ähnlich fasziniert haben wie die Hungerspiele.
Ebenfalls mehr als überzeugen konnten mich die Figuren. Der Großteil wird aus Avis Sicht erzählt, die eine sehr sympathische, authentische Heldin ist. Ihre Entwicklung mitzuverfolgen ist beeindruckend und sehr unterhaltsam. Avi nimmt uns Leser*innen sozusagen an sie Hand, was sie als Protagonistin nahbar macht und das gesamte Geschehen greifbar. Der Antagonist Ren ist lange ein spannendes Mysterium, das sich erst nach und nach aufklärt. Der Wunsch, Ren noch besser kennenzulernen, ist sicherlich ein weiterer Grund, weshalb sich das Buch zu einem regelrechten Pageturner entwickelt. Und dann ist da natürlich noch die zarte Lovestory zwischen Ren und Avi. Der Fantasy-Anteil überwiegt den Romance-Anteil zunächst und es ist eher eine Slow-Burn-Geschichte. Aber schließlich sind Romance und Fantasy so untrennbar miteinander verbunden, wie ich es selten gelesen habe und ich liebe dieses Duo von Avi und Ren einfach. Auch die Nebenfiguren sind großartig. Sie wachsen einem nach und nach richtig ans Herz und überraschen mit ihrem wahren Gesicht.
Mein Fazit: STOLEN CROWN macht alles richtig und hat alles, was ein wahrer Pageturner braucht. Das Lesevergnügen ist so spannend wie unterhaltsam, actionreich und emotional. Vom Worlbuilding über die runde Storyline bis hin zu den nahbaren Hauptfiguren und den sympathischen Nebenfiguren ist alles perfekt und gelungen. Wer mal wieder so richtig von einer Geschichte gefesselt werden möchte, wer nach einem Romantasy-Standalone mit Highlight-Potenzial sucht oder eine Geschichte mit leichtem „Tribute von Panem“-Feeling lesen möchte, ist mit STOLEN CROWN bestens beraten. Von mir gibt es selbstverständlich 5 von 5 Sterne!
Ich liebe diese Geschichte, die Welt in der sie spielt und die Charaktere<3
Avi lebt in einer Welt, die schon lange geteilt ist, in der Fae und Menschen zusammenleben und in welcher Zwillinge nicht existieren dürfen. Trotz dieses Umstandes teilt sie sich ein Leben mit ihrer Zwillingsschwester Ana. Sie gibt sich zum Teil für sie aus und lebt so ein Leben als Mensch erster Klasse. Als Ana jedoch schwer krank wird, muss Avi etwas unternehmen, denn wenn Ana stirbt, ist ihr Leben ebenfalls vorbei. Sie meldet sich auf einer Auktion dafür, in den Dienst des höchsten Bieters zu treten und es ersteigert sie niemand geringeres als Ren, der erste Soldat des Fürsten. Er weiß mehr über sie als manch anderer und anstatt hingerichtet zu werden, muss sie einen Auftrag erfüllen, der sie jedoch geradewegs zu den Sinnesspielen führt. Die Frage ist nur, ob sie diese lebend übersteht …
Die Charaktere:
Avi und Ana teilen sich unter dem Namen Aviana ein Leben. Die beiden sind wortwörtlich dieselbe Person, was für beide nicht so toll ist, denn auch wenn sich die beiden nicht beschweren steht fest, dass beide lieber ein eigenes Leben hätten, vor allem da Ana einen Freund gefunden hat und das die Sache noch mehr verkompliziert. Ich mochte Avi, sie ist eine mutige Protagonistin, deren Geschichte ich gerne begleitet habe. Sie hat ein großes Herz, vor allem wenn es um ihre Familie geht und ist taffer als mancher Soldat. Ich mochte ihren Ehrgeiz. Ana war ein netter Nebencharakter, aber sie spielte keine allzu große Rolle in dem Buch, was ich so nicht erwartet hätte. Ren war ein unglaublich mysteriöser und geheimnisvoller Protagonist. Ich konnte ihn absolut nicht einschätzen und das hat die Kapitel aus seiner Sicht noch viel spannender gemacht. Er war echt interessant.
Die Umsetzung:
Ich liebe das Cover und auch den Buchschnitt des Buches. Erst war ich etwas skeptisch, da das Buch ein Stand-Alone ist und die Geschichte sehr Umfangreich für die circa 600 Seiten klang, aber ich wurde definitiv positiv überrascht. Das Worldbuilding und die Fantasyelemente des Buches generell sind absolut großartig. Der Schreibstil ist sehr angenehm und bildlich. Was ich noch gut finde ist, dass die Geschichte hauptsächlich aus der Sicht von Avi geschrieben ist, manchmal jedoch auch aus Rens Sicht erzählt wurde. Rens Sicht mochte ich vor allem, da sie der ganzen Story noch mehr Spannung verpasste, da für mich nie ersichtlich war, ob er nun böse oder doch gut ist. Ich hatte mich bis zu den Sinnesspielen immer wieder gefragt, was diese wohl sein würden und ist fand sie ganz cool, es war irgendwie eine Mischung aus manchen RTL-Formaten und das Anfangsevent erinnerte mich ganz leicht an Tribute von Panem, was mir sehr gefiel. Das Buch ist voll von spannenden Wendungen, tollem Worldbuilding und coolen Charakteren. Was ich auch noch an dem Buch gut finde ist, dass es in mehrere Teile mit verschiedenen Überschriften gegliedert ist. Das sorgte dafür, dass ich unbedingt weiterlesen wollte. Das Einzige an dem Buch, was mir nicht ganz so sehr zusagte, war der letzte Abschnitt, der auch das Ende beinhaltete. An sich fand ich den Abschnitt nicht verkehrt, ich fand nur, dass die Geschichte ab dort ziemlich schnell voranschritt, die Handlungen mancher Charaktere etwas willkürlich wirkten und noch ein paar Fragen offengeblieben sind, die ich gerne beantwortet gehabt hätte.
Mein Fazit:
Ich fand das Buch bis auf das Ende einfach nur genial. Es hatte absolut Lieblingsbuchpotenzial und wer den Klappentext interessant findet, sollte es unbedingt lesen, deshalb bekommt es von mir auch 4,5 von 5 Sterne.
Die vier Sterne sind hart umkämpft, und ich gebe sie einfach deshalb, weil ich das Grundkonzept cool finde und weil Ren kein unnötiges Eifersuchtsdrama geschoben und Avi zugetraut hat, ihre eigenen Kämpfe auszutragen.
Warum war ich mit dem Rating dann aber doch so unsicher? Also: erstmal supertolle Figuren. Ich mag Ren, Avi und ihre Freunde und finde das Konzept der Zwillinge und Fae, wie es in dieser Welt funktioniert spannend. Habe ich es komplett verstanden, was da mit den Zwillingen abgeht und wie das alles funktioniert? Ich glaube schon, bin aber nicht wirklich sicher. Gute Haupfiguren also und spannendes Storykonzept, hohes Rating macht also Sinn.
Problem ist: Ich habe sehr viel geflucht beim Lesen und nicht, weil ich so in der Geschichte versunken war... Erstmal, ein weiteres Lektorat hätte echt nicht geschadet. Ich habe mehr oder weniger über ein paar Grammatikfehler weggesehen und auch die Stelle wo auf einmal random Buchstaben in einem Satz standen. Mein Limit war aber erreicht als der Name der Zwillingsschwester falschgeschrieben wurde. Natürlich ist "Anna" gängiger, aber wenn die Figur Ana heißt UND DIE ZWILLINGSSCHWESTER DER HAUPTFIGUR IST, DANN SOLLTE DOCH ZUMINDEST IHR NAME KONSEQUENT RICHTIG GESCHRIEBEN SEIN. Jesus. Das kann doch nicht so schwer sein, oder? Anyway, der Schreibstil insgesamt hat mir oft nicht ganz zugesagt. Das ist natürlich auch Geschmackssache, aber ein Stillektorat hätte auch nicht geschadet und möglicherweise unnötige "plötzlich"/"mit einem Mal" Doppelungen rausgenommen und ein paar in-your-face-tells direkt nach einem show erspart. Außerdem gab es so ein paar Storylines die aufgemacht wurden, dann wieder beendet wurden, aber absolut zero zum Plot beigetragen haben. Insbesondere später Henri. Wtf war das?? Ich find den Typen immernoch highly suspicious, weil es keinen guten Grund und folgende Auflösung gab, warum er an erster Stelle suspekt gemacht wurde und sich dann aber doch die ganze Zeit so ein guter Kerl war, wie man ursprünglich annehmen konnte. Wäre das nicht explizit ein Standalone wüsste ich, wer sie alle im nächsten Teil verrät. Außerdem muss man damit rechnen einfach eine Weile verwirrt zu sein, während man liest. Natürlich ist es wichtig nicht zu Infodumpen beim Schreiben, das will schließlich auch niemand lesen. Aber das alles hat sich für mich ungefähr so gelesen: Schreiben im Flow - oh warte, vielleicht sollte ich das hier mal besser erklären - schreiben im Fl - warte mal, das macht nicht so wirklich Sinn, egal, ich erklärs hier nochmal und adde noch ein paar Infos. So, jetzt machts aber Sinn, supii weiter gehts - ow, schreiben im flow. Das ist bei einer ersten Fassung natürlich kein Problem, aber dafür überarbeitet man das ganze danach, dass es sich nicht wie eine gepantste Rohfassung liest.
Den Kern der Geschichte und die Figuren finde ich großartig. Daher 4 Sterne. Aber das Endergebnis scheint dann doch so, als hätte es schnell rausgemusst und eine vernünftige Überarbeitung war dann einfach nicht mehr drinne. Ich hatte trotzdem Spaß beim Lesen, nachdem ich mich damit abgefunden habe, dass nicht alles sofort logischen Sinn macht und dass manche Sachen so banal aufgelöst werden, dass es fast schon unnötig war, das Problem an erster Stelle einzuführen (insbesondere der Blutschwur und Ana. Wäre das vor der Hälfte passiert hätte ich abgebrochen, ngl. Was war das???) Ich bin sehr hin und her gerissen, aber irgendwie mag ich das Buch trotz all den negativen Sachen, die ich aufgelistet habe (und das sind nur die, wo ich nicht mit spoilere). Würde ich das Buch empfehlen? Ja, ABER