Auguste Lechner schafft es immer wieder, alte Legenden in moderne Sprache zu verpacken, ohne einen gewissen Zauber vergangener Zeiten zu verlieren. Das rechne ich ihr hoch an und es hat sicherlich meine Kindheit geprägt.
Nun habe ich Jahre (oder eher Jahrzehnte) später nochmal eine weitere ihrer Übertragungen gelesen. Parzival war mir zwar ein Begriff, aber vieles war für mich neu. Die Geschichte ist voller Abenteuer, kam für mich aber gerade am Anfang etwas zäh daher. Auch wiederholen sich viele Motive, insbesondere das schöne, aber auch traurige Mägdelein in Not. Auch die recht starken Gefühlsausbrüche, bei denen es nur Extreme zu geben scheint (große Freude, tiefe Trauer, alles verschlingende Wuit), waren etwas befremdlich zu lesen. Dennoch mochte ich die persönliche Enwicklung von Parzival vom naiven Raufbold zum empathischen Ritter und auch Gawain muss ein paar Lektionen lernen. Insgesamt war es eine unterhaltsame Lektüre, aber sicher kein neues Lieblingsbuch.
Auguste Lechner hat in diesem Buch eine mittelalterliche Sage mit moderner Sprache zum Leben erweckt! Es ist sehr wichtig, dass solche Kulturschätze für heutige Generationen lesbar bleiben und ich erkenne die Wichtigkeit Lechners Arbeit deshalb doppelt und dreifach an! Wer sich in die Zeit zurückversetzen will (inklusive ritterlicher Duelle, ehrenhafte Sitten und höfischer Pracht) ist hier richtig. 3 Sterne, weil mich die Geschichte nicht so gefesselt hat. Dafür kann aber wenn dann nur Wolfram von Eschenbach etwas, der die Handlung im Mittelalter erfunden hat (als die Ansprüche an eine spannende Geschichte wohl einfach noch etwas anders waren). 😄
3.8 Can't believe I'm done with this book. It was actually quite alright but I just don't like the German language and I wish I never had to read in German again (but I know I will, eh)
Typische Auguste-Lechner-Erzählung, wie ich sie aus der Schule kenne. Ich gehe alle paar Jahre immer wieder gerne zu den Büchern zurück. Allerdings muss ich sagen, dass mir die Odysee und die Nibelungen besser gefallen haben - nicht von der Erzählweise, sondern wegen der Geschichte (wofür Auguste Lechner ja recht wenig kann). Das Problem war: Parzival war ein unglaublich dummer Egoist. Ich weiß, dass das wegen seiner angeschiedenen Erziehung war und weil er ja lange arbeiten musste, bis er sich bessern konnte um der Gralsburg würdig zu werden. Trotzdem muss man irgendwie dafür sorgen, dass der Leser den Charakter zumindest so gut leiden kann, dass man mitfiebert. Ich wollte ihn nur fallen sehen. Der 'redemption arc' war auch mehr schlecht als recht. Er sucht wie ein Wahnsinniger nach der Gralsburg, erzählt seinem Onkel(?) das er sich schlecht fühlt und boom, ihm wurde verziehen. Einen Teil der Geschichte folgen wir auch Gawain, Parzivals Freund. Obwohl, die beiden haben sich 1x gesehen bevor Gawain fast obsessiv nach Partival zu suchen began. Das nächste Mal war kurz bevor Parzival in die Gralsburg zurückgeladen wurde, die er dann auch nicht mehr verlassen darf. Daher kann man die Freundschaft auch nicht wirklich nachvollziehen.
Die Geschichte ist ja nun schon einige Jahrhunderte alt. Und dieser Parzival scheint ja nicht der Cleverste im Lande gewesen zu sein. Von einem Missgeschick zu nächsten.
Parzival ist eine alte Rittergeschichte mit Zauberer und Hexen. Und dem 'heiligen Gral', der in der Gralsburg zu finden sei.
Aber wie das in alten Geschichten so ist: Zum Schluss kommt die schöne Herzogin und auch der dümmste Ritter wird dann König von irgendwas. Das Ganze ist eher langweilig...
I read this book about the Parcival Saga after the Roland Saga and found the story a little more interesting. The story is somewhat intricate and has a variety of characters, many of these not so straightforward. The chivalric code plays a key role in the behaviour of the knights, but Parcival seems to be less guided by religion than e.g. Roland. Magic plays a more prominent role than in the Roland Saga.
Als Hörbuch gehört. Zwischendurch fand ich die Story ein wenig langweilig, da fehlte die Spannung. Trotzdem fand ich es cool, Mal so eine Rittergeschichte zu lesen. Auch wenn die Sprache und die Handlungen manchmal etwas altbacken waren. Am Ende habe ich aber doch mit den Charakteren mitgefiebert und sie sind mir ans Herz gewachsen. Aber fragt mich bitte nicht, wie die Charaktere geschrieben werden - wie gesagt, ich habe die Geschichte als Hörbuch gehört. 😅
A recount of the Parzival poem as by Wolfram made suitable for readers age 12 and up. Many of the themes central to the poem are not explored here, such as acts of chivalry and treatment of women. Also there are many omissions, such as the fact that Orilus of Lalander is the assassin of his uncle Galoes. Writing style is so dense that a single sentence can contain multiple points or implications.
A story we discussed in class when in school. Rewritten in a very satisfaying reading experience. I had a very pleasant time reading the story of knights travelling through the middle ages world looking for adventure and honour. If you do not like knights or you look for a more balanced representation of women and man, you might want to skip this story!
A "proper" tale about that time now, and a reread of something I had consumed countless times as a child - each time wondering why I wanted this simple, barren tale only to close it after the last page and be suffused by a special feeling.
Like every other good thing I remembered, it doesn't hold up to scrutiny in many parts. It starts out with references to heathens and black faces that sit uneasily today, although the book is a reworking of a 12th century poem and people from Africa and Asia are just like aliens from space, their differences remarked as curiosities rather than cruelly, see also the rather nice meeting of the mixed race offspring at the very end.
I'm not sure if Lancelot was ever mixed up with Parzival (Perceval, Percival), but I well remember how the second half of the book is mostly given over to Gawain - the guy really seems to have the best, least tragic adventures in any retelling (except now on TV). I mourn my old impression of greatness about Parzival, since everything seems both smaller and meaner now, and his redemption a bad joke in that he really didn't do anything nor had anybody done anything bad to him, despite his moping.
There's mention of Utrependragon, Arthur keeps court in Nantes, and most interestingly perhaps it's never mentioned what is in the holy grail, just about the castle being built for it and only the elect becoming king - the fisher king thing is hinted at only in the most superficial sense!
This book won a great award, and I'd still defend the writer, who'd done reworkings into prose of all the great myths and might have been 70 when she wrote that. At some points I can imagine how Eschenbach's poem might have gone, at others there are endearing details that I thought must have come from her. Since this was also published as "Light on Monsalvat" I must have read about the other knights in her only other KA book? Kundrie, the "witch" deserves more focus as well; Klinschor seems the castle full of maidens that Monty Python didn't invent after all? Although in this book, P really isn't pure, even though that doesn't seem to matter when he suddenly gets made grail king after all. Best of them is G's horse, Gringuljete, ugly and mad and totally devoted to him. :)
Wolfram von Eschenbachs Epos in zeitgemäßerer Form und Sprache neu erzählt... das lässt sich gut lesen und man ist vielleicht überrascht, dass der titelgebende Parzival bei weitem nicht die Hauptrolle in dieser Dichtung spielt. Das Ganze ist als Jugendbuch gedacht und von daher zuweilen etwas schlicht in der Sprache, aber letztlich tut das dem Unterhaltungswert kaum Abbruch. So lässt sich also deutsche Mittelalter-Dichtung durchaus gut neu entdecken.
Not what I thought when I first saw it on Audible. I thought it was a fiction novel based on the original story Parzival, not a simplified version of the story for youth. It took me a while to get through, reading only a little each night. Since I had read it while doing my master's work, it was nice to reacquaint myself with the story.