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The Star Chernobyl

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Text: English, Russian (translation)

181 pages, Hardcover

First published January 1, 1986

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About the author

Julia Voznesenskaya

9 books14 followers
Julia Nikolayevna Voznesenskaya (Russian: Юлия Николаевна Вознесенская), born on 14 September 1940 in Leningrad, is a Russian author of books with an Orthodox Christian worldview.

In 1976 Voznesenskaya was sentenced to four years of exile for Anti-Soviet Propaganda. In 1980 she emigrated to Germany. In 1996-1999 she lived in Lesninsky Russian Orthodox Convent in Chauvincourt-Provemont, Normandy, France. Since 2002 she has lived in Berlin.

(from Wikipedia)

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Profile Image for Piezke.
45 reviews
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September 24, 2025
- Es menschelt und strahlt und amüsiert morbide und langweilt alles zugleich im wurmstichigen "Stern Tschernobyl".
- Drei Schwestern wie "Drei Schwestern" (Anton Tschechow). Die eine am ältesten und der Partei treu ergeben. Die andere in der Mitte und Jesus sowie dem Dissidententum (und später Sven) treu ergeben. Die andere jung und der Unbekümmertheit treu ergeben.
- Am 26. April 1986 gibt es nichts zu sehen. Hier gibt es nichts zu sehen, Leute. Deshalb hat meine Mutter erst in den '90ern wieder damit angefangen, mit uns Kindern Pilze im Arnsberger Wald zu pflücken. Da ist die jüngste längst im Umland des Reaktors, mit zwei Kindern, der Ehemann arbeitet an den glühenden Stäben.
- Die Dissidentin im Ausland erfährt die Wahrheit. Jedenfalls dass der GAU nicht so super oder inexis­tent war, wie es die Sowjet-Presse darstellt. Sie informiert die Parteigenossin, die sich ihrer politischen Loyalität zum Trotze ein Bild ihrer jüngsten Schwester machen will. Natürlich reist sie von offizieller Stelle zu offizieller Stelle, bis ihr nur noch die inoffiziellen Stellen bleiben, die Kanäle der heutigen ausländischen Agenten, nehme ich an, und am Ende die grüne Zone, wo das Wasser und die Eier schmecken wie immer.
- Das bisschen Liebe kann dagegen so schwer nicht sein, oder? Die Dissidentin und ihr Übersetzer Sven reisen verliebt durch die Alpenrepublik und Auffangort Deutschland, und philosophieren über das schwere Los geflüchteter Russen, während sie sich im Hotel lieben und die treusorgende Kommunistin in der Ukraine genug Strahlung abbekommt für zehn weitere Jahre MCU.
- Ohne Albernheit kann ich den Zucker und das Melodrama des Sterns nicht bewerten. Was nicht heißt, dass mich der Roman nicht beeindruckt hätte. Aber das liegt an gänzlich anderen Umständen.
- Rekapitulieren wir: Die Katastrophe hat sich am 26.04.1986 ereignet. In einer Juli-Ausgabe des Spiegels wurde die Veröffentlichung des Romans für August 1986 angekündigt. Den einzelnen Kapiteln des Romans sind zeitgenössische Zeitungsausschnitte der Sowjet-Presse angeschlossen. Diese Ausschnitte reichen bis Ende Juli. Es hat also keine vier Monate gedauert, ehe der Roman runtergeschrieben und veröffentlicht und mit nur wenige Wochen oder Tage(!) altem Material angereichert wurde. DAS ist beeindruckend. "Der Stern Tschnerobyl" ist völlig unbekannt (die Autorin nicht ganz so), und vielleicht der allererste Roman weltweit, der zum Thema veröffentlicht wurde.
- Nimmt man die Geschichte von Julia Wosnessenskaja, Verfolgung, Internierung, Flucht, Schreiben im Ausland, dazu, erzählt der Roman eine Geschichte, die weit über sich selbst hinausweist, und die in der russischen Kriegsgeilheit gegen die Ukraine Resonanz findet. "Der Stern Tschernobyl" ist ein schlechter Roman, da hatten die damaligen Kritiker Recht. Trotzdem darf gerne an ihn erinnert werden als ein ewiger Tritt gegen das Schienbein jener, die die Überbringer schlechter Nachrichten erst köpfen und dann als Lügner darstellen oder umgekehrt.

Update:
Gestern (23.09.2025) ist Tatjana Michailowna Goritschewa gestorben. Russische Philosophin, wie Voznesenskaya in Sankt Petersburg / Leningrad geboren und geschult, wie Voznesenskaya 1973 zum Christentum konvertiert, wie Voznesenskaya Feministin, die die Sowjetunion verlassen musste. Ich nehme an, ihre Lebenswege haben sich gekreuzt.
Profile Image for Simone.
Author 48 books55 followers
May 18, 2016
Sem spoiler! Três irmãs russas: uma é professora e partidária ferrenha do PC russo, outra é dissidente e vai para Estocolmo, outra é jovem e sonhadora. Uma delas desaparece na confusão pós-Chernobyl e outra delas vai atrás. Há piadas russas sobre radiação e Baba Yagas amigáveis. Comprei por acaso num sebo na Finlândia e não me arrependi.
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