Ich hatte mir unter anderem dieses Jahr vorgenommen, die Zwerge-Reihe von Markus Heitz weiterzulesen und bisher gelingt das auch sehr gut. Inzwischen bin ich mit dem vierten Teil, dem Schicksal der Zwerge, fertig und würde gerne meine Gedanken teilen, bevor ich in den nächsten Teil starte.
Die Geschichte startete fulminant – anders kann ich das nicht beschreiben. Es war emotional, abgefahren, spannend – alles, was man sich für einen Teil einer Reihe nur wünschen kann. Und dieser Spannungsbogen hält auch bis zum Ende des Buches an und der Autor lässt den Leser ebenso wie den Charakteren wenig Zeit und Luft, über einige Dinge nachzudenken. Ausrufe und Fragen wie „Nein!?“ oder „Kann man ihm trauen?“ sind beim Lesen keine Seltenheit gewesen und haben das Lesen stets zu einem Vergnügen gemacht – doch was mir zum Beispiel gerade an diesem einen Punkt nicht so gut gefällt ist, dass da am Ende vieles offengehalten wird. Die Leserschaft soll selbst entscheiden, was geglaubt werden möchte. Und irgendwie hätte ich es konsequenter gefunden, wenn hier eine klare Auflösung durch den Autor getroffen worden wäre.
Was mir auch nicht so gut gefallen hat, war die Beschreibung des Verhältnisses zwischen den Zwergen und dem Magus Lot-Ionan. Der Magus hat eine so große Rolle gespielt in den Teilen, dass ich mir irgendwie gewünscht hätte, dass hier ebenfalls mehr aufgelöst worden wäre.
Beide Kritikpunkte könnten natürlich im nächsten Teil behoben werden, aber irgendwie hatte ich bei den anderen Teilen nicht das Gefühl, dass die Enden derart offen und ungeklärt bleiben.
Noch ein Wort zu Hörbuch-Fassung: Johannes Steck hat es auch mal wieder geschafft, den unterschiedlichsten Charakteren durch seine Stimme Leben einzuhauchen – Hut ab. Ich hatte beim Hören immer das Gefühl, dass er selbst die Geschichte lebt.
Fazit: Wie eingangs schon erwähnt – das Buch ist wirklich unfassbar spannend, die Charakterentwicklung einfach fantastisch und es hat großen Spaß gemacht, das Buch zu lesen. Ich habe einen ganzen Tag darüber nachdenken müssen, ob ich überhaupt einen Punkt abziehen soll bei meiner Rezension, aber da ich diese Kritikpunkte in den anderen Teilen nicht hatte, erschien es mir einfach richtig. Aber für meinen Geschmack hat nicht viel zu einem perfekten Buch gefehlt, daher finde ich gerade diese beiden Punkte einfach schade.