Dieses Buch ist bedeutend: Es handelt von der Künstlichkeit unseres Alltags, der Alltagsabläufe, der Berufsabläufe, der Abläufe in einem Büro. Und wenn man sich in diese Welt einfügt, dann kriegt man Gastritis, Magenschmerzen, Kopfweh. Man ist in der Künstlichkeit ständig krank, ständig verwundet.
Wissers "Standby" stellt diese allgemeine Künstlichkeit rücksichtslos und brutal aus. Der Held arbeitet in einem Callcenter und leidet unter dem, was man früher "Entfremdung" genannt hat. Heute hat man allerhand andere Ausdrücke dafür, medizinisch zum Beispiel: Burn out. Ausgebrannt - aber man macht weiter in der Mühle, in der man sich eh ganz normal vorkommt. Es ist ein Massenschicksal, das "Standby" beschreibt.