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Der elfte Mann

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Hardcover

First published January 1, 1969

4 people want to read

About the author

Erich Loest

65 books2 followers
Erich Loest (1926 - 2013) is a German author.

In 1944 he was drafted into the German wehrmacht and was for a while active in a illegal Werwolf group. After the war he settled in East Germany where he joined the Socialist Unity Partei (SED). He was expelled from the SED in 1957. In 1981 he settled in West-Germany.

He also wrote under the pseudonyms Hans Walldorf, Bernd Diksen, and Waldemar Naß.

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Displaying 1 - 2 of 2 reviews
Profile Image for Babette Ernst.
349 reviews82 followers
December 8, 2020
Eigentlich ist dieser Roman ein eher durchschnittlicher, meine Bewertung ist, wie so oft, sehr subjektiv. Erich Loest ist ein guter Beobachter und kann Alltagssituationen sehr lebhaft beschreiben. Ich mag seinen Stil sehr.

Ein junger Mann, der Protagonist, besitzt zwei sehr ausgeprägte Begabungen. Er ist ein talentierter Fussballspieler und träumt von einer wissenschaftlichen Karriere als Physiker. Die Situation, sich zwischen verschiedenen Dingen, die man gern intensiver ausüben würde, zu entscheiden, kommt mir sehr bekannt vor, auch wenn mich nie jemand fördern wollte. Dazu kommt die vertraute Welt der 60er Jahre, die regelrecht greifbar wurde. Der Alltag wird so beschrieben, wie er war, ohne zu dramatisieren oder zu jubeln. Student zur Untermiete mit dem Bild vom Watzmann über dem Sofa, aber kein fließend Wasser; der Professor, dem seine Tochter immer fremder wird; die arbeitende emanzipierte Frau, die sich „so nebenbei“ um Haushalt und Kinder kümmert usw.
Neben diesem Alltagsdarstellungen geht es ganz viel um Fussball in der Oberliga der DDR, was mich weniger interessierte, um das Studium des jungen Mannes und um verschiedenen Frauen an seiner Seite. Nicht nur er muss sich zwischen den Frauen, dem Fussball und dem Studium entscheiden, sondern er wird von höchsten Stellen umworben. Der Fussballverband braucht ihn dringend als Aushängeschild, ein neu gegründetes Forschungsinstitut möchte schon während des Studiums die Besten fördern. Beide Interessenten schlagen sich gewichtige Argumente um die Ohren. Das ist ganz amüsant, obwohl ich darin weniger eine Satire sehe, wie das Buch auch beworben wird. „Versteckt-spöttischer Blick auf den Sport-, Wissenschafts- und Universitätsbetrieb der ehemaligen DDR“ heißt es auf dem Klappentext und das trifft es ganz gut.

In einer Anmerkung zur Ausgabe des Buches 1992 erläutert Loest, dass er ein Jahr lang sowohl in der Fußballszene als auch in der Uni verbracht hat, um zu recherchieren. Was dabei herauskam, hat wirklich Hand und Fuß. Er schreibt aber auch, dass er wenige Jahre zuvor aus einer siebenjährigen Haft entlassen wurde und mit diesem Buch keine Risiken eingehen wollte. So hat er die Tatsache, dass die offiziellen Amateurfußballer jeden Monat eine fette Lohntüte erhielten (sicher nicht mit Profifußballern aus dem Westen zu vergleichen) lieber weggelassen. Und er schreibt: „Später habe ich eingesehen, daß alles, was in einem Buch steht, richtig sein kann, und doch ist das Buch nicht wahr, wenn einige Prozent fehlen. Man kann auch durch Weglassen entstellen und lügen...“

Trotzdem ist es für mich ein gutes Buch, aber vermutlich wird nicht jeder an der Zeit und den Themen Fußball und Uni in der DDR Freude haben. Wer nichts von Loest kennt, sollte lieber ein anderes Buch lesen.
Profile Image for Karschtl.
2,256 reviews61 followers
March 24, 2008
Dieses Jugendbuch aus der DDR (besitze auch die alte Ausgabe, nicht eine der Neuauflagen) erzählt die Geschichte eines jungen Mannes, der studiert und nebenher semi-professionell Fußball im Verein spielt. Das eine ist vom Vater aufgedrückt, das andere seine Leidenschaft. Doch bald schon muss er feststellen, dass beides zusammen nicht so recht funktioniert.
Und dann steht er vor der Qual der Wahl: sein Trainer schlägt ihn für ein professionelles und intensives Fußballtraining vor und sein Professor will ihn an einem Mathekurs für Fortgeschrittene teilnehmen lassen. Was soll er tun??
Als Zugabe steht der Protagonist auch noch zwischen zwei Frauen: eine die er leicht haben kann, aber aus genau dem Grund gar nicht mehr so richtig will. Und eine andere, die zurückhaltender, kein Fußball-Fan und viel schwerer zu erobern ist. Und dadurch viel viel interessanter für ihn. Männer eben...
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