Vio und Lila sind beste Freundinnen bis Vio nach einer Party spurlos verschwunden ist. Am nächsten Tag werden die schlimmsten Befürchtungen wahr: Vio wurde ermordet und unter einem Schlehenbaum verscharrt. Lila ist geschockt, todtraurig, wütend und beschließt, die Tat auf eigene Faust aufzuklären. Eine Spur führt sie zu SchülerVZ, wo sie sich mit dem Nickname "Schlehenherz" anmeldet, um zu recherchieren. Lila ahnt nicht, dass sie dadurch ins Visier des Mörders gerät und seinen Jagdtrieb erneut weckt...
Heike Eva Schmidt wurde in Bamberg geboren. Nach einem Psychologiestudium war sie zunächst als Journalistin für Radio, TV und Print tätig, ehe sie 2000 ein Stipendium für die DrehbuchWerkstatt München erhielt. Seitdem arbeitet sie als freie Drehbuchautorin, zum Beispiel für das Bayerische Fernsehen. 2010 erfüllte sie sich ihren Kindheitstraum und begann, Romane zu verfassen. Sie lebt im Süden Münchens im bayerischen Voralpenland. Dort entstehen in ihrer kleinen „Schreibstube“ viele Ideen. „Purpurmond“ ist Heike Eva Schmidts erster Fantasyroman und erscheint 2012.
Kurzbeschreibung: Vio und Lila sind beste Freundinnen - bis Vio nach einer Party spurlos verschwunden ist. Am nächsten Tag werden die schlimmsten Befürchtungen wahr: Vio wurde ermordet und unter einem Schlehenbaum verscharrt. Lila ist geschockt, todtraurig, wütend und beschließt, die Tat auf eigene Faust aufzuklären. Eine Spur führt sie zu SchülerVZ, wo sie sich mit dem Nickname "Schlehenherz" anmeldet, um zu recherchieren. Lila ahnt nicht, dass sie dadurch ins Visier des Mörders gerät und seinen Jagdtrieb erneut weckt...
Zur Autorin: Heike Eva Schmidt wurde 1969 in Bamberg geboren und lebt heute in der Nähe von München. Schon in der Grundschule begann sie, heimlich Geschichten zu erfinden und aufzuschreiben. Zwanzig Jahre später erhielt sie ein Stipendium an der Drehbuchwerkstatt München und arbeitet seitdem als Journalistin und Drehbuchautorin. "Schlehenherz" ist ihr erster Jugendroman - damit hat sich ihr Kindheitstraum, als Autorin zu arbeiten und zu leben, erfüllt.
Rezension: Vio und Lila sind Schulkameradinnen und beste Freundinnen seit kleinauf. Nach einer Schulparty, auf die Vio ohne Erlaubnis ihrer Mutter geht, kehrt sie allerdings nicht nach Hause zurück und wird am nächsten Morgen ermordet unter einem Schlehenbaum gefunden. Lila ist todunglücklich und wütend zugleich und beschließt, auf eigene Faust den Mörder ihrer besten Freundin zu ermitteln, da sie die Polizei für zu unfähig hält.
Lila weiß, dass Vio sehr aktiv bei schülerVZ war und meldet sich dort selbst unter dem Namen "Schlehenherz" an, um mehr herauszufinden. Doch dies bleibt nicht unbemerkt: Der Mörder Vios hat Lila bereits im Visier und sich sein nächstes Opfer auserkoren. Lila ahnt noch nicht, auf was für ein gefährliches Spiel sie sich eingelassen hat. Wird sie dem Mörder entkommen können?
Mit ihrem ersten Jugendroman "Schlehenherz" trifft Heike Eva Schmidt definitiv den Nerv der Zeit. Soziale Netzwerke, Communities und Chatten sind (auch) bei Jugendlichen in, und der Roman zeigt auf, in welche Gefahren man sich bringen kann, wenn man zu leichtfertig mit der vermeintlichen Virtualität im Netz umgeht und zuviel von sich preisgibt.
"Schlehenherz" verspricht Spannung, was den Mord an Vio angeht, auch wenn meiner Meinung nach der Täter zu schnell ausgemacht ist, da die Anzahl an Verdächtigen recht beschränkt ist. Dies tut der Geschichte aber keinen Abbruch, denn es bieten sich genug Möglichkeiten, mit Lila mitzuzittern.
Auch die Trauer über den Tod der besten Freundin spielt eine große Rolle im Roman. Lila ist wütend, traurig und macht sich selbst viele Vorwürfe, ob sie den Tod von Vio nicht hätte auf irgendeine Art verhindern können. Aber gleichzeitig kann sie sich auf andere verlassen, mit deren Freundschaft sie zu Lebzeiten Vios nie gerechnet hätte, was ich sehr schön von der Autorin gelöst empfand.
Alles in Allem ist "Schlehenherz" ein spannender Jugendroman, der das aktuelle Thema Chatten und Sicherheit im Internet bei Jugendlichen glaubhaft aufgreift und umsetzt. Auch ist es ein Buch über Freundschaft, die bis über den Tod hinaus bestehen bleibt. Heike Eva Schmidt wählte hierfür einfühlsame Worte, die die Trauer Lilas gegenüber Vio anschaulich machen. Ich kann "Schlehenherz" für die angesprochene jugendliche Zielgruppe ab 14 Jahren daher nur empfehlen.
Fazit: "Schlehenherz" ist ein Roman, der das Thema Internetchat und -communities unter Jugendlichen aufgreift, aber ohne den mahnenden Zeigefinger auskommt. Die Geschichte von Vio und Lila ist spannend, erzählt von einer tiefen Freundschaft, von Trauer, aber auch von Hoffnung für die Hinterbliebenen. Empfehlenswert!
Huh das hat aber eine andere Wendung genommen, als ich dachte.
Wenn man sich NUR den Klappentext ansieht (so wie ich) weiß man folgendes (so wie ich): Vio ist tot. Ihre beste Freundin Lila vermisst sie und versucht wohl den Mörder zu finden. Vio hatte ein Geheimnis. Liest man sich (nicht so wie ich) dann auch den Klappentext INNEN oder bei Amazon oder hier auf GR durch weiß man außerdem (ebenfalls nicht so wie ich): Es geht um das Internet und die Gefahren von online Chats.
Das Buch ist interessant geschrieben. Lila erzählt ihre Geschichte in der ersten Person, beginnend mit der Zeit zu der Vio noch lebte, aber immer wieder unterbrochen von Mails an ihre tote Freundin. Später gesellen sich weitere Mails die sie erhält oder verschickt und die Perspektive des Mörders hinzu (allerdings in 3.Person). Da wird schon das Thema Internet schön subtil eingebracht, auch wenn man (so wie ich) das nicht hat kommen sehen. Wobei wir beim Internet wären. Erst nach und nach freundet sich Lila (die damit eigentlich gar nichts anfangen kann und noch nicht mal ne Mail Adresse besaß) damit an. Ja, man sieht hier schon kommen, dass sie mit jemandem zu chatten beginnt, der nicht ganz koscher ist, und ja, man ist dazwischen auch genervt weil man das a) hat kommen sehen und b) sie es nicht checkt und c) es wirklich auffällig ist und man ihre Faszination nicht verstehen kann (oder es geht nur mir so...wer weiß).
CHARAKTERE Lila selbst ist zu beginn ein relativ normales, ein bisschen schüchternes Mädchen. Durch den Tod der Freundin kommt sie zwar einerseits mehr aus sich heraus, aber sie behandelt auch ihre Eltern schlecht, ist böse/gemein zu ihnen und schottet sich ab. Das kann man bis zu einem gewissen Grad verstehen, und sicher reagieren diese auch nicht immer ideal, aber mir hat ihre Mutter zwischendurch schon auch leid getan. Über Vio erfahren wir nur am Anfang etwas, und natürlich durch Lila. Sie scheint selbstbewusster gewesen zu sein, aber auch dominanter und, ja, ich fand sie auch gemein. Dafür findet Lila nach ihrem Tod eine Freundin, mit der man so gar nicht gerechnet hat, und die mir echt schnell ans Herz gewachsen ist. Es ist tragisch aber schön, wie sich durch schlimme Ereignisse manches Mal auch Gutes zuträgt.
MEINUNG Das Thema ist wichtig. Mehr denn je. Und obwohl ich nicht sicher bin, ob ich das Buch gelesen hätte, wenn ich so genau gewusst hätte, worum es geht, fand ich es im Großen und Ganzen gut umgesetzt. Was mich ein bisschen gestört hat, war, dass Lila sich nach Vios Tod so dermaßen die SChuld gegeben hat, dass sie auch über die Fehler bzw absichtlich Verletzenden Handlungen dieser hinweg gesehen hat. Ich bin dafür, dass man die Toten nicht so sehr verherrlicht denn man kann es auch anders sehen: hätte Vio Lila nicht verletzt, hätte ebenfalls die Chance bestanden, dass sie nicht alleine gewesen wäre. Toll fand ich aber, dass ich bis zum Schluss, obwohl es kaum Verdächtige gab, nicht heraus hatte wer der Mörder ist.
"Schlehenherz" von Heike Eva Schmidt ist ein solider Jugendthriller, der die aktuelle Theamtik der Gefahren des Internets behandelt.
Inhalt: Vio und Lila sind die besten Freundinnen, doch kurz vor einer Schulparty kommt es zum Streit. Als Vio danach spurlos verschwunden ist, beginnt Lila sich Vorwürfe zu machen, weil sie ausgerechnet an diesem Abend nicht mit der Freundin nach Hause gegangen ist. Als Vio dann ermordert aufgefunden wird, vergraben unter einem Schlehenbaum im Moor, werden Lilas schlimmste Befürchtungen war. Sie versucht herauszufinden, wer ihre Freundin das angetan hat. Hat Vio ihren Mörder vielleicht in der Anonymität des Internets kennengelernt? Bei SchülerVZ, wo sie viel unterwegs war? Lila forscht nach und gerät dabei selbst ins Visier des Mörders...
Mit den Gefahren des anonymen Internets hat sich "Schlehenherz" ein Thema gewählt, für das viele Jugendliche in der heutigen Zeit wahrscheinlich noch nicht ausreichend sensibilisiert sind. Anhand der lebenfrohen, jungen Vio zeigt die Autorin auf, was im Extremfall geschehen kann, wenn man Daten zu leichtfertig weitergibt und beim Treffen mit Internetbekanntschaften nicht mit Bedacht vorgeht. Ihre Protagonistin bezahlt ihre Naivität mit dem Leben und lässt ihre Familie und auch ihre beste Freundin Lila geschockt zurück.
Spannend war "Schlehenherz" sicherlich, allerdings fand ich den Handlungsverlauf doch ein wenig vorhersehbar und einfach. Kleine falsche Fährten sind dabei, aber nichts Aufwendiges, nichts, von dem ich im Nachhinein sagen würde, dass hier besonders viel Mühe investiert wurde, um mich als Leser ins Zweifeln zu bringen. Stattdessen verläuft der Thriller ohne große Wendungen und das Ende ist nicht überraschend. Trotzdem gibt es zwischendurch immer wieder spannende und auch gefühlvolle Passagen, die ein wenig vom recht gradlinigen Verlauf der Handlung ablenken.
"Schlehenherz" von Heike Eva Schmidt ist ein solider Jugendthriller, der die aktuelle Theamtik der Gefahren des Internets behandelt.
Inhalt: Vio und Lila sind die besten Freundinnen, doch kurz vor einer Schulparty kommt es zum Streit. Als Vio danach spurlos verschwunden ist, beginnt Lila sich Vorwürfe zu machen, weil sie ausgerechnet an diesem Abend nicht mit der Freundin nach Hause gegangen ist. Als Vio dann ermordert aufgefunden wird, vergraben unter einem Schlehenbaum im Moor, werden Lilas schlimmste Befürchtungen war. Sie versucht herauszufinden, wer ihre Freundin das angetan hat. Hat Vio ihren Mörder vielleicht in der Anonymität des Internets kennengelernt? Bei SchülerVZ, wo sie viel unterwegs war? Lila forscht nach und gerät dabei selbst ins Visier des Mörders...
Mit den Gefahren des anonymen Internets hat sich "Schlehenherz" ein Thema gewählt, für das viele Jugendliche in der heutigen Zeit wahrscheinlich noch nicht ausreichend sensibilisiert sind. Anhand der lebenfrohen, jungen Vio zeigt die Autorin auf, was im Extremfall geschehen kann, wenn man Daten zu leichtfertig weitergibt und beim Treffen mit Internetbekanntschaften nicht mit Bedacht vorgeht. Ihre Protagonistin bezahlt ihre Naivität mit dem Leben und lässt ihre Familie und auch ihre beste Freundin Lila geschockt zurück.
Spannend war "Schlehenherz" sicherlich, allerdings fand ich den Handlungsverlauf doch ein wenig vorhersehbar und einfach. Kleine falsche Fährten sind dabei, aber nichts Aufwendiges, nichts, von dem ich im Nachhinein sagen würde, dass hier besonders viel Mühe investiert wurde, um mich als Leser ins Zweifeln zu bringen. Stattdessen verläuft der Thriller ohne große Wendungen und das Ende ist nicht überraschend. Trotzdem gibt es zwischendurch immer wieder spannende und auch gefühlvolle Passagen, die ein wenig vom recht gradlinigen Verlauf der Handlung ablenken.
Die Charaktere fand ich ganz gelungen. Die Ich-Erzählerin Lila war für meinen Geschmack ein wenig sehr naiv für ihr Alter, gerade vor dem Hintergrund, dass ihre Freundin erst vor kurzem in der Einsamkeit unter einem Schlehenbaum ermordet wurde. Die Handlung des Romans beruht daher - mal wieder - vor allem auf einer sehr gutgläubigen Hauptprotagonistin und ihrer Skepsis der Polizei gegenüber, die mir in diesem Roman sogar besonders abwegig und irrational erschien. Daher würde ich "Schlehenherz" eher jüngeren Leserinnen empfehlen, denn mich hat diese Naivität gestört. Immerhin soll Lila gar nicht auf den Kopf gefallen, sondern ein recht intelligentes Mädchen sein, sodass es mir nicht ganz schlüssig erschien, warum sie teilweise denkt und handelt, als sei sie hinterm Mond aufgewachsen und dabei auch noch höchstens fünf Jahre alt. Einige Nebencharaktere dagegen waren überzeugender als Lila. Sie findet eine neue Freundin und sogar die Liebe in Personen, von denen sie das nicht erwartet hätte.
Der Schreibstil der Autorin ist gut. Die Perspektiven wechseln von Lila als Ich-Erzählerin zu verschiedenen anderen Protagonisten, deren Abschnitte in der dritten Person erzählt werden, darunter zum Beispiel der Täter und die ermittelnde Polizistin. Zwar machen verschiedenen Perspektiven den ansonsten eher eindimensionalen Roman ein wenig vielschichtiger, aber nicht alle konnten mich überzeugen - mindestens eine Perspektive fand ich sogar überflüssig. Dagegen waren die Emails, die Lila an ihre verstorbene Freundin schreibt, sehr lesenswert.
Fazit: Ein guter, kein überragender Jugendthriller mit wichtiger Thematik. Die Handlung war zwar spannend, aber auch etwas einfach, die Ich-Erzählerin war mir persönlich für ihr Alter zu naiv. In Anbetracht der Tatsache, dass es sich um ein Jugendbuch handelt, vergeben ich 4 Sterne und empfehle ihn gerade für junge Leserinnen bis 15, 16 Jahren gerne. Mir hat es mit Mitte 20 zwar insgesamt immer noch gefallen, aber richtig begeistern konnte es mich nicht.
Ein gelungener Jugendthriller. Das Buch ist nicht lang, liest sich auch schnell und flüssig. Mit einem Thema, das schon länger und wahrscheinlich noch lange aktuell ist, ist das Buch klar an Jugendliche gerichtet. Dazu der unkomplizierte Schreibstil, und die sehr jugendliche Sprache. Was mir aber trotzdem gefallen hat.
Ich hatte leider Schwierigkeiten mit den Protagonisten. Vor allem Lila ist fast durchgehend zickig und trotzig. Ich war total genervt, vielleicht kann sich da jemand im gleichen Alter, da besser hineinversetzen. Dafür ist dann das Ende sehr gelungen, schnell und spannend. Insgesamt 3,5 Sterne
Lila und Vio sind beste Freundinnen, sie teilen alles miteinander. Ganz normale Teenager eben. Lila ist die ruhigere von beiden, aus gutem Elternhaus. Vio ist rebellisch und hat es mit ihrer alleinerziehenden Mutter nicht immer leicht. Sie ergänzen sich also perfekt und sind immer füreinander da, Geheimnisse voreinander kennen sie gar nicht. Oder vielleicht doch?
Kurz vor einer Schulparty hat Vio wieder eine Auseinandersetzung mit ihrer Mutter, sie setzt sich über ihren Hausarrest hinweg und möchte bei Lila unterkommen. Doch diese hat Bedenken. Vio fühlt sich von der besten Freundin verraten und zieht alleine in Richtung Party. Dort allerdings verliert sich ihre Spur...
Die Charaktere sind in sich schlüssig aufgebaut und handeln nach ihren Eigenschaften, es entsteht nicht der Eindruck, dass die Autorin zugunsten des Plotts der Charaktergestaltung untreu wird. Lila leidet unter dem Verlust der besten Freundin und wer auch immer schon einen lieben Menschen verloren hat, kann ihre Gefühle und Gedanken voll und ganz nachvollziehen.
Das zieht die LeserInnen in das Buch, es macht traurig, aber es macht auch gleichzeitig Hoffnung und diese Komponenten sind im Genre des Jugendthrillers wichtig und es ist schön sie hier anzutreffen.
Mit "Schlehenherz" finden sich die LeserInnen in einem bedrückenden Jugendthriller wieder, der es trotz seiner jugendlichen Ausrichtung schafft ganz schön Tempo zu machen.
Ein absolut altersgerechter Jugend-Thriller. Ich konnte mich allerdings nicht so recht mit der Protagonistin anfreunden, was den Spaß ein wenig gemindert hat. Aber an sich kann man das Buch gut lesen, wenn man dieses Genre mag.