Mit knapp 70000 Followern auf Facebook und 22000 auf Twitter sind die Büchereien Wien eine der erfolgreichsten öffentlichen Institutionen in den sozialen Medien. Verantwortlich für den großen Erfolg sind die höchst komisch geschilderten und gewitzt kommentierten Alltagssituationen einer Wiener Bibliothekarin.
Wie humorvoll es in den Büchereien der Stadt Wien zugeht, beweisen die in diesem Buch gesammelten Postings und Tweets der Bibliothekarin Monika Reitprecht. Nach ihrem erfolgreichen ersten Band „Wo stehen hier die E-Books?“ folgt nun die Fortsetzung. Auch der zweite Band erlaubt wieder tiefe Einblicke hinter die Kulissen der Buchwelt. Denn die letzten Jahre haben natürlich auch die Büchereien vor neue Herausforderungen gestellt; es galt Dresscodes (FFP2) einzuhalten und neben dem Katalogisieren musste auch desinfiziert werden. Unterhaltsam war der bibliothekarische Alltag aber selbst im härtesten Lockdown.
Kennt ihr die Büchereien Wien schon? Falls nicht, solltet ihr dringend ihren Twitter / Facebook / etc Feed abonnieren, denn die Social-Media-Bibliothekarin ist unglaublich witzig, schlagfertig und sarkastisch. Dies ist die zweite Sammlung von Monika Reitprecht mit den neusten Perlen aus dem Arbeitsalltag, Corona-Alltag und E-Book-Support.
Da es jeweils nur kurze Tweets sind, ist das Buch schnell gelesen, aber deshalb nicht weniger unterhaltsam. Beispiel gefällig?
"Der durchschnittliche Neukunde unserer digitalen Angebote ist über 30, weiblich und heißt Michael. Kein Wunder, dass niemand Statistiken ernst nimmt."
"Warum wurden Sie Bibliothekarin? - Ich war jung und brauchte die Bücher."
Verkäuferin in der Bäckerei: "Sie arbeiten da in der Bücherei, stimmt's?" "Ja." "Ich beneide Sie - den ganzen Tag lesen!" Und ich Sie erst - den ganzen Tag Schoko-Croissants essen.
Erneut ein sehr unterhaltsamer und lustiger Einblick in den alltäglichen Wahnsinn einer Bibliothekarin in den öffentlichen Büchereien Wien! Eines meiner Highlights war folgendes Erlebnis: "Ich würde mich gerne um eine Mitgliedschaft bei Ihnen bewerben. Nur die Besten kommen durch unser knallhartes Assessment-Center-Verfahren (=Formular auf unserer Webseite finden)."