What do you think?
Rate this book


138 pages, Hardcover
First published January 1, 1990
Von der anmutigen, reichen und jukeboxgesäuberten Kapitale Udine war er an einem Sommerabend hier, „hinter dem Tagliamento“ angekommen, als Grund nur sechs Gedichtworte von Pasolini, der in dieser Kleinstadt einen Teil seiner Jugend verbracht hatte und später die Jukeboxen von Rom, im Verein mit den Flipperautomaten, als die amerikanische Fortführung des Krieges mit anderen Mitteln geschmäht hatte: „in der verzweifelten Leere von Casarsa“. Nach einem versuchten Rundgang über die Ränder hinaus, wegen des Verkehrs auf allen Ausfahrtsstraßen bald abgebrochen, drehte er um, betrat aufs Geratewohl die nicht wenigen Bars, und in fast einer jeden leuchtete ihm, schon von der Straße aus, eine Jukebox entgegen (die eine vornehmere hatte eine Videobox, mit einem Bildschirm hoch oben, von wo auch der Ton wegstrahlte). Und alle diese vielgestaltigen, alten und neuen, Kästen waren in Betrieb, spielten, nicht Hintergrundmusik wie sonst oft, vielmehr vordringlich, laut; dröhnten.