Das war wirklich eine eher anstrengende Ausgabe der Sammlung.
Man wird direkt hineingeworfen und kriegt dauerhaft Hinweise auf eine Geschichte, die vor diesem Band gespielt hat, denn irgendwo muss dieser Symbiont namens Venom ja herkommen – allerdings werden diese spezifischen Sachen nicht hier erklärt, sondern wie sich weiter herausstellte im Verlaufe des Lesens, gibt es die Vorgeschichte wohl tatsächlich erst in einer viel späteren Ausgabe.
War von der Reihenfolge der Veröffentlichung her vielleicht nicht so schlau geplant, denn einige Fragen wirft es auf den ersten Seiten schon auf und man hat das Gefühl, man hätte was Wichtiges verpasst, aber nun gut, das will ja nicht das einzige Manko an diesem Band sein.
Nach etwas mehr als der Hälfte, ist der erste Handlungsabschnitt abgeschlossen. In diesem Teil gab es schon sehr viele Sprünge zwischen einzelnen Orten und Perspektiven. Was dem ganzen allerdings die Krone aufsetzt, ist, dass nach dieser magischen Grenze einfach ein Epilog kommt und dann eine Zusammenfassung weiterer Ereignisse, bevor es weiter geht.
Solche Zeitsprünge folgen noch zwei weitere Male und es vergehen Monate, in denen Dinge passieren, die für das Finale des Bandes sicher essentiell gewesen wären, so aber weder Sinn machen, noch irgendwelche Emotionen hervor locken können.
Die Charaktere...
Ich weiß ja, dass Spider-Man/Peter sehr viele Sprüche raus haut, was sich scheinbar auch in einem erwachsenen Alter fortsetzt, aber gerade zu Beginn war es sehr viel stupides Gelaber.
Man schlägt keine Mädchen... nicht nach 22 Uhr.
Ja, nee, wie wäre es mit gar nicht?
Auch Black Cat erscheint hier nicht gerade in einem tollen Licht. Ehrlich gesagt hatte ich mich zuvor auf diesen Charakter gefreut, einfach um sie mal ein wenig besser kennen zu lernen, aber auch bei ihr fehlte mir für diese Geschichte einfach zu viel Backstory und dazu lässt man sie nicht gerade sympathisch erscheinen; eher wie ein besitzergreifender, liebestoller Teenager.
Bis sie dann durch einen Zeitsprung einfach in der Versenkung verschwindet.
Die Einzige, die mir ein bisschen die Leserei gerettet hat, war Mary Jane.
Über sie erfährt man hier tatsächlich eine Menge und es macht ihren Charakter und ihre Handlungen wesentlich nachvollziehbarer.
Wäre sie nicht gewesen, hätte dieses Durcheinander in der Bewertung sicher schlechter abgeschnitten.