Wien, Juli 1927. Oberstleutnant Bronstein von der Wiener Polizei muss den Mord an einem als geizig und menschen-verachtend verrufenen Gemischtwarenhändler aufklären. Im Zuge seiner Ermittlungen wirken ihm die verschiedenen Verdächtigen alsbald wesentlich sympathischer als das Opfer. Nebenher verfolgt Bronstein den Prozess um die Mörder von Schattendorf, eine Gruppe Rechtsradikaler, die kurz zuvor einen Invaliden und ein Kind ermordet hatten. Als diese Mörder gegen jedes Rechtsempfinden freigesprochen werden, eskaliert die Lage im sommerlichen Wien, und Bronstein findet sich plötzlich mitten im dramatischen Geschehen wieder.
Andreas Pittler, geboren 1964 in Wien, studierte Geschichte und Politikwissenschaften an der Universität Wien und wandte sich nach der Promotion zunächst dem Journalismus zu. Seit 1985 veröffentlichte er 23 Sachbücher, zumeist historischen Inhalts, darunter Biographien über Bruno Kreisky und Samuel Beckett.
In den letzten Jahren verschob sich sein Arbeitsschwerpunkt mehr und mehr in Richtung Belletristik. So sind seit dem Jahr 2000 insgesamt zehn Romane und drei Bände mit Kurzgeschichten erschienen.
Pittler ist Mitglied mehrerer literarischer Verbände, u.a. des österreichischen P.E.N.-Clubs und des "Syndikats", der Vereinigung deutschsprachiger Kriminalschriftsteller.
Andreas Pittler inszeniert eine spannende Geschichte mitten in einer historisch bedeutungsvollen Lage. Ich hatte unheimlich viel Spaß dabei, und wenn ich noch dazu etwas von der österreichisichen Geschichte mitbekomme, kann es auch nicht schaden. Das Wienerisch ist eine kleine Herausforderung für die nicht-Muttersprachler. Aber ich glaube nicht, dass mir viel verloren gegangen ist, auch wenn ich nicht jedes Wort verstand.
Slower going than Tacheles, but knowing a tiny bit of Austrian history makes the reader expect a big finish at the burning of the Justizpalast and Pittler doesn't disappoint: the last sixty, seventy pages had me worrying out loud about some of the characters. There is a lot in here about sexual harassment and violence alongside the expected hand-wringing about the opposing anti-democratic camps. And of course, the salty Wienerish dialect and the "so absurd kann nur Österreich sein" had me smiling and reading bits out loud just to hear how it sounds. There is a tarock game near the beginning that sent me back to the library to borrow a book about tarock; that's as good an example as any about the Vienna flavor.
A well done book. Andreas Pittler is very good in recombin with his Story and history events of Vienna. This book is combin with the fire of the law court.