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Chucks

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Mae zog noch vor Kurzem als Punk durch die Straßen Wiens, lebte von Dosenbier und den Gesprächen mit ihrer Freundin über Metaphysik und Komplizierteres. Im AidsHilfe-Haus, wo sie eine Strafe wegen Körperverletzung abarbeiten muss, lernt sie Paul kennen und verliebt sich in ihn. Als bei ihm die Krankheit ausbricht, beginnt Mae gegen sein Verschwinden anzukämpfen: Sie sammelt seine Haare und Fußnägel wie Devotionalien und fängt zuletzt die Luft in seinem Krankenzimmer in einem Tupperdöschen ein. Chucks erzählt eine bezaubernde Geschichte vom Aufwachsen zwischen Liebe und Tod und ist von einem Ton durchdrungen, der mal humorvoll, mal aufwieglerisch laut, aber auch überaus zärtlich sein kann.

192 pages, Paperback

First published March 5, 2012

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About the author

Cornelia Travnicek

20 books18 followers

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Community Reviews

5 stars
41 (12%)
4 stars
91 (28%)
3 stars
121 (37%)
2 stars
49 (15%)
1 star
22 (6%)
Displaying 1 - 30 of 34 reviews
Profile Image for PiMi.
60 reviews13 followers
June 27, 2012
Rezension PiMi:
Mea ist von ihrem Bruder, der an Krebs starb nichts geblieben bis auf ein paar roter Chucks. Nach dem Tod ihres Bruders zerbricht Meas Familie an der Trauer und dem Schmerz und Mea fühlt sich nur noch außerhalb ihrer eigenen vier Wände wohl. Nämlich auf der Straße bei Tamara. Mea landet schließlich selbst auf der Straße, lernt Jakob kennen und lieben und schließlich auch Paul. Paul ist HIV positiv. Sie weiß, dass er bald stirbt, genau wie ihr Bruder und darum sammelt sie alles was sie bis dahin noch von ihm bekommen kann.

Ich hatte zunächst große Probleme in die Story zu kommen, da ich mich nicht groß mit dem Buch beschäftigt sondern einfach drauf los gelesen habe. Schnell kamen Fragen auf. Wer ist denn jetzt der Erzähler? Ist es einer oder mehrere? Männlich oder Weiblich? Dazu kommen Zeitsprünge die nicht erklärt werden und alles spielt sich in ganz kurzen Abschnitten ab, so dass man wenn man gerade denkt, man hätte sich eingelesen, schon wieder in einer ganz anderen Zeit, eine ganz andere Mea liest als noch vor drei Seiten. Erst gegen Ende begreift man das Ausmaß der Geschichte. Dieses kleine Büchlein steckt so voller Traurigkeit, Hoffnung, Angst und Wärme.
Jeder Satz zählt, nichts ist überflüssig. Was nicht gesagt werden muss, wird auch nicht gesagt.
Mea war mir zunächst sehr fremd, weil das Leben, das sie führt so weit weg ist von dem Leben, das ich führe. Sie ist eine kleine Ausreißerin auf der Suche nach Liebe und Geborgenheit.

Mea war mir zunächst sehr fremd, weil das Leben, das sie führt so weit weg ist von dem Leben, das ich führe. Sie ist eine kleine Ausreißerin auf der Suche nach Liebe und Geborgenheit. Und trotzdem schafft es die Autorin, dass ich ihre Handlungen verstehe, dass ich ihre Beweggründe nachvollziehen kann.
Paul hingegen mochte ich von Anfang an. Ich habe ihn direkt in mein Herz geschlossen, denn er ist trotz seiner Krankheit voller Lebensfreude und er sprüht eine Leichtigkeit aus, die Spaß macht und die das Leben lebenswert macht.
Ich mag das Buch und die Figuren. Und auch der ungewöhnliche Schreibstil, der mir zu Beginn ziemliche Probleme bereitet hat, war später ein bedeutender Auslöser für meine positive Bewertung.
Bei ganz vielen Sätzen dachte ich, wie wahr. Hier mal ein paar Zitate, weil sie einfach zu schön sind:
„Auf einmal hatte ich einen Punk und war unheimlich stolz darauf, selbst Pippi Langstrumpf hat es nur zu einem Affen gebracht.“ (S. 11 ebook)

„Jetzt ist alles anders, jetzt umgibt mich Sicherheit. Sicherheit, das ist, wenn man Milch über seine Cornflakes gießen kann, ohne sich vorher schnuppernd vergewissern zu müssen, dass man nicht gleich verdorbene Eiweißklümpchen auf seinen Ballaststoffen findet“ (S. 17)

„Sterben muss man immer“, sage ich, „ Du kannst es dir auch immer schnell und angenehm machen.“ (S. 67)

„Man konnte sehen, wie mein Bruder immer weniger wurde. Ich stellte mir vor, dass am Ende nur noch weiße Kügelchen von ihm übrig wäre, die man einnehmen könnte, gegen die Traurigkeit.“ (s. 79)

„Hast Du Probleme? Du kannst mir alles erzählen.“ Ja, klar, dachte ich, man kann Eltern immer alles erzählen. Bis man ihnen etwas erzählt, das ihnen nicht gefällt, dann hätte man besser mal nichts gesagt.“ (S. 160)

Fazit:
Kleines Buch, vollgepackt mit Leben. Re-Read unbedingt zu empfehlen.
5 Sterne
Profile Image for Martha.
93 reviews17 followers
April 11, 2024
See raamat tuli mulle ebamugavalt lähedale
426 reviews22 followers
July 29, 2012
Bewertung: 3.5 / 5.0

Meinung:
Ich kann gar nicht genau beschreiben, womit „Chucks“ zuerst meine Aufmerksamkeit erregte. War es die unkonventionelle Protagonistin Mae, die jahrelang als Punk durch die Straßen Wiens gezogen ist und nun bei einer Aidshilfe Sozialstunden ableistete? Oder waren es die zwischen Mae und einer Freundin stattfindenden Gespräche um Physik und Philosophie? Oder war es dann doch die Ehrlichkeit, vor der Klappentext und Leseprobe strotzten? Wahrscheinlich waren es all diese Dinge, die meine Neugierde auf das Buch weckten.

Die Hauptfigur Mae ist tatsächlich ungewöhnlich, aber mindestens genauso authentisch. Sie ist kein Engelchen, und doch kann man sie mit ihrer unverfälschten Art nur ins Herz schließen. Ihre Ecken und Kanten sind von der Autorin so dargestellt, dass man ihre Handlungen gut nachvollziehen kann. Doch ich denke, vor allem ihre besondere Art und Weise hat mich so beeindruckt. Mae macht sich über viele kleine und große Dinge Gedanken, auf die man vielleicht sonst nicht so schnell kommen würde. Mal sind es nur ganz kurze Passagen oder ein Gedanke, der plötzlich entsteht und ebenso schnell wieder verschwindet. Aber manchmal sind sie länger; manchmal entwickeln sie sich zu Gesprächen, und das ist besonders interessant zu verfolgen.

Die anderen Hauptfiguren sind mit ebenso viel Liebe zum Detail dargestellt, obwohl sie gar nicht so ausgiebig beschrieben werden. Doch da Mae eine gute Beobachterin ist, fällt ihr vieles auf, was dem Leser hilft, sich ein Bild der anderen Figuren zu machen. Aber dabei werden nicht nur Augenfarbe und Haarfarbe kurz beschrieben, wie das in manchen anderen Geschichten der Fall ist. Charaktereigenschaften und die kleinsten Angewohnheiten werden analysiert, jedoch ohne dass es zu trockenen und ellenlangen Beschreibungen ausartet. Da das Buch aus Maes Perspektive erzählt wird, sind diese Wahrnehmungen von ihr natürlich auch stark subjektiv beeinflusst, doch gerade dadurch macht es umso mehr Spaß. Man sieht die Welt durch Maes Augen, schaut in einen fremden Kopf und kann ihn trotz seiner Fremdheit überraschend gut verstehen. Besonders gut lässt sich das ganze durch den genialen Stil der Autorin lesen. Viele Metaphern und Vergleiche werden angewendet und solche stilistischen Mittel können in einer Menge durchaus störend im Text wirken, wenn sie ungeschickt formuliert sind. Obgleich Cornelia Travnicek sich nicht herkömmlicher Vergleiche bedient, gehen diese aber runter wie Butter und man stockt nicht mitten im Text, sondern fliegt geradezu hindurch und saugt die tollen Formulierungen in sich auf.

Erzählt wird das Buch auf verschiedenen Ebenen. Manchmal geht es um Maes Kindheit, dann um ihre Jugend und dann widerum um Abschnitte aus der Gegenwart. Als Zusammensetzung fand ich das sehr interessant, weil man so Mae gut kennen lernt und auch ihre Entwicklung nachvollziehen kann. Um in das Buch hineinzukommen, war es meiner Meinung nach jedoch weniger gelungen. Durch die vielen Wechsel findet man nur schwer in das Buch hinein. Auf Grund der Kürze ist man auch schon fast am Ende des Buchs angelangt, wenn man sich mit den vielen Wechseln abgefunden hat.

Auch insgesamt hat mich die Kürze etwas gestört. Das Buch ist interessant, aber wenig berührend, weil es so abgehetzt wirkt. Das Ende kommt abrupt, was zwar bewirkt, dass man noch länger über das Buch nachdenkt, aber auch irgendwie etwas unzufrieden darauf zurückblickt. Ein paar Seiten mehr Zeit hätte sich die Autorin für die Geschichte womöglich nehmen können, um noch etwas in die Tiefe zu gehen und insbesondere das Ende weniger abgehackt zu gestalten.


Fazit:
„Chucks“ ist unkonventionell, brilliant geschrieben, aber auch kurz und knapp. Mir hat das Buch Spaß gemacht, wenngleich mich vor allem die Kürze gestört hat. Nichtsdestotrotz kann ich es jedem weiterempfehlen, der mal ein etwas anderes Buch lesen möchte, mit einer etwas anderen Hauptfigur.
Profile Image for Patricia.
334 reviews57 followers
February 11, 2020
Eine eigentlich unerwartete Lesefreude. Ganz ohne Erwartungen habe ich zu lesen begonnen und konnte "Chucks" dann fast nicht mehr aus der Hand legen! Wirklich lesenswert!!
Profile Image for Kitty.
1,644 reviews109 followers
April 20, 2024
panin selle raamatu kinni ja ütlesin kõva häälega ja üsna nõutult: "okei siis". ja täpselt nii mõtlengi, isegi pärast päevakest järelemõtlemist.

üldse polnud paha raamat, täitsa veenev teismelisevärk suures osas - just selles osas, misasjad juhtuvad ja kuidas peategelane neile reageerib. ja mulle üsna ka meeldis, kuidas ta kirjutatud oli, see fragmenteeritus ja ajaliinide põimumine oli päris hea viis mu huvi hoida.

aga Mae ise jäi mulle mõistatuseks, teda ei kirjutatud lahti. asjad juhtusid temaga, aga teda ennast ma ei saanud mõistma hakatagi, sest mulle ei räägitud eriti sellest, mis ta mõtles või arvas või tundis. igasugu ilusat sõnadega mängimist oli siin küll, aga sõnadeks see jäi. vb ma ei ole ikkagi piisavalt noor sellise noorteka jaoks enam :)

igatahes olid siin olemas kõik tagakaanetekstis lubatud asjad, vähipalatist aksolotliteni välja, ja nii üldises plaanis ei ole aksolotleid kirjanduses kunagi ülearu palju, ses mõttes ikkagi läks hästi.
237 reviews1 follower
April 11, 2012
Mit "Chucks" wird dem Leser die Geschichte von Mae erzählt, die nach dem Tod ihres Bruders eine Zeit lang auf der Straße lebte und nun bei der Aids-Hilfe arbeite und dort Paul kennenlernt. Maes Erzählung wirkt in vielen Punkten sehr durcheinander geworfen, da sie beim Berichten sehr zwischen den einzelnen Stationen in ihrem Leben sprint und keine sequentielle Darstellung ihres Lebens bietet. Dieses Vorgehen unterstützt jedoch sehr stark Maes Charakterdarstellung, da die Geschichte in der Ich-Perspektive ist und ihr daher eine gewisse Spannung gegeben wird. Ansonsten fiel es mir jedoch sehr schwer dem Charakter Mae näher zu kommen, da von ihren Gedanken und Gefühlen zu anderen Menschen, Themen mit denen sie konfrontiert wird sowie den Situationen in denen sich Mae befindet, nicht von ihr gegeben werden. Allein durch ihre Taten und Handlungen kann man auf ihren Charakter und ihre Gefühle schließen. Das jedoch fällt wiederum schwer, wenn man sich nicht gut in die Situationen von Mae einfühlen kann, wie es bei mir der Fall war. Weder konnte ich ihre Beziehung zu der Punk Tamara, noch zu Jakob, den sie vor Paul kennenlernt, noch zu Paul wirklich verstehen und teilweise auch nicht nachvollziehen, wie sie zu tun was sie tat, insbesondere in Bezug auf die beiden Männer in ihrem Leben. Insgesamt blieb mir einfach zu viel schleierhaft was Mae tat, wodurch das Buch für mich kein besonders Leseerlebnis war. Zudem blieben auch noch sehr viele Beweggründe und Entscheidungen Maes am Ende offen und ungeklärt und man hat nicht wirklich erfahren, warum sie damals so entschieden hat. Zumindest für mich war das so. Ich kann mir jedoch vorstellen, dass wenn man Maes Situation besser nachempfinden kann, zum Beispiel auf der Straße zu leben bzw. dort leben zu wollen, weil das alte Leben einem nicht mehr lebenswert genug erscheint und sie versteht, da man Parallelen zwischen ihrem Charakter und sich selbst erkennen kann oder ähnliches, dass dann nicht so viel offen bleibt für einen selbst und man das Buch eventuell ganz anders empfindet.
Profile Image for Nanni Epp.
225 reviews8 followers
December 31, 2015
Vor etwas über 3 Jahren erschien das eigenwillige Debüt der jungen Österreicher Autorin Cornelia Travnicek. "Chucks" lautete der Titel, der mich ebenso ansprach wie die Aussicht auf eine tiefgründige, traurige Geschichte. Bis dato hatte ich fast ausschließlich historische Romane, Fantasy und eher leichte zeitgenössische Literatur gelesen. Dass es Geschichten gibt, in denen man auch zwischen den Zeilen lesen kann, war mir neu. Statt das Neue zu erkennen und mich darauf einzulassen, verschloss ich mich dem, wandte mich vom Buch ab. Ich stempelte es ab mit den Worten "kein gutes Buch" und gab es weg.

Heute, drei Arbeitsjahre als Sozialpädagogin mit besonderem Interesse an Verhaltens- und Entwicklungspsychologie und Berufserfahrung in pädagogischen sowie psychologischen Bereichen, später, weckt die Autorin mit ihrem neusten Roman "Junge Hunde" mein Interesse und ihr Debüt "Chucks" kommt mir wieder in den Kopf. Ich mache mir Gedanken dazu. Frage mich, ob ich es nun, mit oben genannten Lebenserfahrungen, vielleicht anders betrachten würde und ertappe mich bei dem Wunsch es noch lesen zu wollen - was mir eher selten passiert. Auf der Buchmesse bekomme ich Gelegenheit mit Autorin und Verlagsmitarbeiterin zu sprechen, beide finden die Idee eines Re-Reads gut, auch auf die Gefahr hin, dass ich das Buch erneut nicht mag. Doch wie so oft ist die Veränderung der Perspektive sinnvoll für die Betrachtung.

"Warum sich die lange Mitte unseres Lebens immer um den unvermeidlichen Anfang und das zu vermeidende Ende dreht."

Mae ist Einzelkind. Zumindest seit dem Tod ihres Bruders. Leukämie hat ihn dahin gerafft, nach und nach zerstört. Mae hat dabei zugesehen. Unwissend aufgrund ihres Alters und mangelnder Aufklärung durch die Eltern. Eigentlich ist sie auch kein Einzelkind, denn die Eltern haben ja schon seit Beginn der Erkrankung aufgehört sie zu beachten. Alles drehte sich nur noch um ihren kranken Bruder. Eine Mae-Welt gibt es Zuhause nicht mehr. Ein Kreislauf, der in vielen Familien auftritt, in denen eins der Kinder schwer erkrankt.

Mae nimmt sich selbst in die Hand. Sie landet bei Tamara und deren Punk-Freunde, adoptiert diese sozusagen als ihre neue Familie. Ob sie ein guter Umgang für Mae sind, sei dahingestellt, aber sie geben ihr das, was sie schon lange vermisst: Aufmerksamkeit, Geborgenheit, Akzeptanz. Wie man richtig damit umgeht, weiß sie nicht, hat sie möglicherweise verlernt. Das bekommt auch Jakob zu spüren, mit dem sie später eine feste Beziehung eingeht.

"Das bin ich, sind wir, im Endeffekt: nicht gern allein."

Das Verhältnis zur leiblichen Familie ist gebrochen. Der Vater hat diese schon vor langer Zeit verlassen, die Beziehung zwischen Mutter und Mae ist kalt und leer. Lange versucht Mae dort Aufmerksamkeit zu bekommen. Doch die Mutter traut sich nicht angemessen zu reagieren. Angst und Trauer beherrschen sie nach wie vor. Zwischen ihr und ihrer Tochter gibt es keine Interaktion mehr, nur noch ein dunkles Loch. Es kommt, wie es kommen muss - Mae wird straffällig.

Um einer Haftstrafe zu entgehen, leistet sie Sozialdienst ab. In einem Haus für Aids Kranke. Dort lernt sie Paul kennen und auf besondere Art finden die beiden zueinander. Mae muss sich nun wieder damit auseinandersetzen, dass ein Mensch, der ihr am Herzen liegt, von einer Krankheit aufgefressen wird, bis nichts mehr von ihm da ist. Man könnte sich fragen, warum sie sich das noch einmal antut? Warum sie all diese Qualen auf sich nimmt? Aber es ist ihre Art Ruhe zu finden. Ihre Möglichkeit den Sterbenden zu begleiten, Abscheid zu nehmen und bewusst die Trauer zu verarbeiten.

" 'Was sonst? Wir haben doch nur Angst, dass es aus sein könnte, dass wir dieses und jenes nicht mehr erleben. Wir ärgern uns, dass der Spaß ein Ende hat.'
'Und der Schmerz?'
'Der Schmerz ist dann die Sache all jener, die noch länger hier bleiben.' "

Ich empfinde die Grundstimmung des Romans als sehr drückend. Ich habe Mitleid mit Mae, deren Leben anders hätte verlaufen können, sollen, wenn es darin nicht so viele unausgesprochene Worte, so viele unterdrückte Taten gegeben hätte. Außerdem mag ich Paul, Jakob und Tamara, die jeder seine eigene Last zu tragen haben, zum Teil aber auch von Mae mit reingezogen werden, kann ihnen nur schlecht beim Leiden zusehen.

Vor drei Jahren fand ich Maes Verhalten sehr seltsam und vor allem abstoßend. Sie sammelt Pauls Fußnägel in Tupperdosen ... hallo?! Heute erkenne ich die Gründe für ihr Verhalten, weiß wie es dazu kommen konnte. Welche Erfahrungen sie zu der jungen Frau gemacht haben, die sie ist. Wie sehr sie immer noch von Verlusten und Ängsten beherrscht wird und an allem festhält, was sie festhalten kann. Nicht normal, aber erklärbar.

"Das ist, was Paul erreicht: dass ich mich erkannt fühle."

Ich habe den Roman diesmal richtig gern gelesen. Die kurzen, prägnanten Sätze der Autorin gefallen mir. Sätze, die auf verschiedene Arten gelesen werden können - oberflächlich unterhaltend oder eben auch tiefgründig und nachdenklich. Die volle Punktzahl bekommt die Cornelia Travnicek für "Chucks" immer noch nicht. Dafür ist die Beziehung zwischen Mae und mir einfach zu kühl. Mae kann halt nicht anders, aber ich auch nicht. Außerdem brauche ich noch ein bisschen Spielraum für die anderen Romane der Autorin, denn die möchte ich nun unbedingt auch lesen.
Profile Image for Amy.
63 reviews
November 9, 2023
[2.75]
Read it for school. While it had some nice quotes that I underlined I think it was a pretty weird and quite forgettable book.
Profile Image for Circlestones Books Blog.
1,146 reviews34 followers
October 8, 2015
Ein Buch für - ja, für wen eigentlich? Dieses Buch lege ich allen ans Herz, den Jugendlichen, die ja das Thema sind, den Eltern, die hier ebenfalls betroffen sind und allen anderen Menschen auch. Der Autorin gelingt es, in einer klaren Sprache ein - nein, mehrere - aktuelle Themen ernsthaft anzusprechen, aber mit der durchaus humorvollen Seite, welche insgesamt Leben ausmacht. Ein Buch, das keine Lösungen anbietet, weil es zur Zeit keine Lösungen gibt, aber dennoch insgesamt positiv bleibt und nie ins allzu sentimentale abgleitet.
Profile Image for Michael.
163 reviews73 followers
February 18, 2015
2.5, schwierig zu bewerten. An sich kein schlechtes Buch, aber irgendwie ziellos. Wobei das ja vielleicht die Intention der Autorin war, immerhin wirkt die Protagonistin ja auch ziemlich verloren. Die Dialoge konnten mich nicht wirklich überzeugen, in der Prosa gibt es aber dann doch immer wieder schöne Momente.
12 reviews
August 11, 2015
Kurz, knapp und auf den Punkt. Jedes Wort sitzt und schmeißt uns kurzerhand nüchtern in eine turbulente Geschichte die noch genug zum Nachdenken übrig lässt. Ich werde es bestimmt nochmal lesen und empfehle es weiter!
Profile Image for Ene Sepp.
Author 15 books98 followers
March 23, 2024
Alustuseks kohe mainin seda, et kui hunnik raamatuhindu on tõusnud taevastesse kõrgustesse (mõtteis siis Kasie Westi kaks noortekat, 34.50€ tükk), siis „Ketsid“ on 11.50€. Tõeliselt värskendav ja teeb head meelt, sest seda jõuaks endalegi osta! Eks seal ole põhjuseks vast ka see, et raamat on ilmunud mitme eri asutuse ja programmi koostööl. Loodan, et „Ketsid“ ei jää Värske Rõhu viimaseks seda liiki pääsukeseks.
Minnes aga raamatu juurde, siis mulle meeldis. Meeldis sõnakunst („Kui olin kolmteist, selles halvaendelises eas, kus kõik variseb järsku kokku ja tuleb Ikea juhendi järgi väikese kuuskantvõtmega jälle korda teha…“, „…ma olin alati ette kujutanud, et punkarid on nagu hulkuvad koerad – kui neid korra toita, ei saa neist enam kunagi lahti.“, „…vanasti oli iseenesestmõistetav, et kangelane lõpus surma saab, et elava kangelasega lõpp ei ole midagi muud kui uue loo algus.“). Meeldis ajaliinide olemasolu. Meeldis valitud teema ja selle edasiandmine. See kuidas väiksele Maele seletati venna vähki ja mis kujutluspilt tal selle peale tekkis („kõhus kõnnib vasakult paremale sõrgu lõgistav vähk“) tõi ähmaselt meelde mu enda mõtte, vast isegi sarnases vanuses, kui perekonnatuttava vähist räägiti. Ma arvasin ka, et ju siis ta sees elabki selline sõrgu lõgistav vähk.
Ainus küsitavus tekkis sellest, kas ajajoonte vahel liikumine pidigi vahepeal sassi minema? Kas originaalis oli mingi vahekoht ette nähtud või mitte? Peamiselt siis just nendel hetkedel, kus üks ajajoon lõppes lehe allservas ja uut lehte keerates hüppasid ajas edasi/tagasi ja siis kulus hetk aega, et mõista, mis toimub.
Ja erilise maiuspalana autori ning tõlkija kirjavahetus: https://va.ee/tolkimisest-polvkondade...
Profile Image for Katrin.
8 reviews1 follower
March 30, 2024
Punased ketsid, punkarid, aksolotlid, surm, lahkuminekud, keerulised suhted, Tupperware, tuvid, kass, elu.

Mõtlen mõnikord, mille alusel liigitatakse raamatuid noortekirjanduse alla. 13+ ja 16+ on täiesti erinev teema. Seda raamatut soovitaksin pigem 16+ noortele. Vabalt võib ka varem lugeda, mitte et teemad ei sobiks, aga ...

Mulle meeldis see lakooniline stiil, väheste sõnadega öeldakse tegelikult väga palju. Vaatamata sellele, et surma on siin üksjagu, pole see raamat sugugi masendav. Kuigi raamatu sissejuhatav peatükk jõudis mulle kohale alles pärast raamatu läbilugemist.

Mingil mulle teadmata ja väga veidral põhjusel lähen otsin nüüd riiulist "Krabati" üles ja hakkan seda jälle üle lugema. Kuigi "Ketsid" on Austria.

***
Korraga oli mul oma punkar ja ma olin selle üle kohutavalt uhke, isegi Pipi Pikksukal oli kõigest ahv.

***
"Kust sa tuled?" uuris ta.
"Ülikoolist."
"Sa käid ülikoolis?"
"Siin on kirjas"intelligentne", kas sa lugeda ei oska?" ütlesin ja toksisin nimetissõrmega oma laubale. Ta raputas pead.

***
Tamara ütles mulle ükskord: "On hetki, kui me arvame, et kõik seisab paigal, et miski ei liigu enam. Tegelikult oleme ainult meie need, kes tarduvad, sest me kardame, et meie ümber läheb kõik edasi."

***
"Me kujutame endast kollaaži," tavatses ta öelda, "me koosneme paljudest väikestest füüsilistest japsüühilistest osakestest ja peame iga päev selle eest võitlema, et me koost ei laguneks, et jääksime selleks, kes me oleme. Täpselt samasuguseks," ja edasi õpetlikul toonil, " samamoodi peame end kaitsma, et meie külge ei kleepuks igasugust prügi nagu lendlehed, mis ülikooli ees pidevalt asfaldile langevad. Ja kõige tähtsam - ära kõnni kunagi hoone katuseserva all, sealt situvad tuvid kambakesi alla."
Profile Image for lieblingslibri.
33 reviews
January 11, 2024
Mae ist Punk und lebt auf der Straße. Mae ist, oder war, aber auch die Schwester ihres älteren Bruders Sebastian. Bis er an Krebs gestorben ist. Geblieben ist ihr von ihm nur ein Paar roter Chucks, das sie seitdem trägt. Nun trinkt sie Dosenbier, philosophiert mit ihrer drogenabhängigen Freundin Tamara über das Leben, absolviert eine Strafe wegen Körperverletzung in der Aids-Hilfe. Dort lernt sie Paul kennen, Fotograf, fünf Jahre älter als sie, HIV-positiv, und verliebt sich in ihn. Als die Krankheit bei ihm ausbricht, versucht sie, gegen sein Sterben, sein Verschwinden, anzuarbeiten. Sammelt in Tupperdosen und Marmeladegläsern Erinnerungen und versucht so zu konservieren, was doch unmöglich ist: ein zu Ende gehendes Menschenleben, einen geliebten Menschen.

'Chucks' von Cornelia Travnicek ist, obwohl anfangs frech und provokant, schlussendlich eine berührende, zarte Geschichte über die Liebe und das Verlassenwerden, das Aufwachsen und den Tod. Obwohl es das Debüt der Autorin ist, ist es mein liebstes Buch von ihr und überhaupt eines meiner liebsten Bücher. Absolute Weiterempfehlung meinerseits also.
Profile Image for Helena.
378 reviews
March 8, 2024
„Ketside“ ühelt poolt miinus on hüplik ajajoon - alguses kooselu Jacobiga, vahepisted Tamaraga, lõpuks juba see AIDSi põdeva Pauliga. Sekka pisted venna surmast, annab ikka ajaliini jälgida. Võib vist öelda, et novelli stiil on sama hüplik kui Mae iseloom! Muidugi teisalt just stiil, et autor ei kuluta liigsetele sõnadele energiat, on see mis mind täiskasvanud lugejana kõnetas. Mae jääbki kõikuma sellise tüdruk-naise vahepealsele piirile, noortekate all saab soovitada, aga tänu teemadele ja teose ülesehitusele pigem alates gümnaasiumist.
See raamat on justkui väike kihiline sibul, mida võimalik lõputult koorida (Väike, aga vägagi kihiline sibul, mida annab koorida lõputult (mõnes mõttes on raamat "Mitte midagi" stiilis. Lugejate hulgas saab olema neid, kellele see raamat üldse ei meeldi ja siis neid kellele meeldib väga :)
Profile Image for Mae Lender.
Author 25 books158 followers
March 21, 2024
Liigitatud küll noorsookirjanduse alla ja Goodreadsis ikka väga kehva keskmise hindega, aga absoluutselt meelepärane mulle (jälle kummardan tänutundes, laup vastu betoonpõrandat, lugemise väljakutse ees, mis sundis mind austerlaste-sakslaste poole pilku suunama).

Ei pikka soigumist, peatükid on lühikesed ja neidki liigendavad erinevad ajaliinid (juba värisen rõõmust, eks ole). Ajahüpped käisid vist alguses peamiselt kolmel teljel: venna haigus (selle taustal suhe perekonnaga), tänavaelu (sõprus Tamaraga) ja n-ö praegune hetk (suhe Jakobiga ja selle areng, Paul). Hiljem said ajaotsad kokku.

Ei, siin oli kõik mu jaoks nii hästi paigas - vähem on rohkem ja kõik need muud jutud - ja kuna raamat on tõesti napp, siis pole mõtet minulgi rohkem leelotada.
124 reviews1 follower
January 27, 2024
Schade, aber irgendwie wurde ich durch dieses Buch enttäuscht...
Durch den Klappentext habe ich mir eine tiefgründige Geschichte erwartet; ich persönlich konnte mich aber nicht wirklich in Mae hineinversetzen und irgendwie waren die Dialoge sehr einsilbig und haben mich emotional überhaupt gar nicht berührt.
Mae fand ich persönlich auch sehr unsympathisch und das Ende war mehr als unlogisch... 😳
Durch den leichten Schreibstil konnte ich das Buch aber wenigstens in kürzester Zeit lesen und für zwischendurch war es eine interessante Geschichte.
Nichtsdestotrotz werde ich sicherlich irgendwann noch einmal ein Buch von Travnicek lesen.
Profile Image for Shanoe.
1,944 reviews17 followers
July 18, 2018
Leider konnte mich der Roman trotz der stellenweisen sehr poetischen Sprache mit wunderschönen Bildern nicht so ganz überzeugen. Ich nehme an, das liegt am Erzählduktus, den vielen Sprüngen zwischen verschiedenen Zeitebenen. Auch Mia als Protagonistin blieb mir seltsam fremd, obwohl sie mir ja so viel von sich preisgegeben hat. Insgesamt finde ich, dass hier schwerwiegende Themen auf eine wunderbar neutrale und nicht wertende Art angesprochen werden - nichtsdestotrotz habe ich meinen Zugang nicht so recht gefunden.
344 reviews
April 7, 2024
Võibolla see polnud kõige õigem selle raamatu lugemise viis, kuna teemad on tõsised, aga lugesin juttu nagu kuulaksin pealt suurema seltskonnaürituse vestluskatkeid, mis sellel hetkel on huvitav ja isegi kaasahaarav, kuid millest enamikku pole järgmisel päeval oluline mäletada. Nii ei olnud mul raamatu algus enam meeles, kui teist poolt lugesin ja ma ei tundnud selle pärast ka erilist muret - oli huvitav ajaviide.
40 reviews4 followers
December 19, 2020
Die Geschichte wird parallel in 3-4 Zeitebenen erzählt, die tw. in separaten Absätzen aufeinanderfolgen - das bricht den Fluss. Kritiker haben am Text die Leichtigkeit ob des Themas positiv hervorgehoben, mir hat aber gerade die Emotionalität und Tiefgründigkeit gefehlt, Mae war für mich nicht richtig greifbar.
Profile Image for Tõnis Hallaste.
147 reviews15 followers
April 9, 2024
Nagu sakslaste Linda-Mari Väli, ainult et vähem kirjeldusi, veidi ebaortodokssem ülesehitus, rohkem rõhku kaasinimesel ja mitte filosofeerimisel maailma üle. OK, äkki on nüüd liiga palju erinevusi ja võrdlust õigustab üksnes see, et skvotteri-teemat oli ja et oli noortekirjandus.

Millegipärast ei olnud täielikult minu rida. Aga ma kaldun arvama, et midagi sellest jääb külge. Panen "Liked it".
Profile Image for Vera Ko.
40 reviews
October 8, 2025
Allgemein natürlich bewegend, da es um frühen Verlust geht, aber Mae ist so ein undankbares und egoistisches Mädel, dass sogar ihre traurige Situation und ihr schwieriges Heranwachsen ihre Verhaltensweise nicht rechtfertigen. Richtig ekelhaft, wie sie mit anderen Menschen umgeht, vor allem mit denen, die für sie so selbstlos da sind.
Profile Image for Tini.
38 reviews
March 18, 2018
Meh. Not that great. Didn't make amy sense and had some disgusting scenes.
Profile Image for Beyza.
16 reviews
January 15, 2020
Mae muss verstanden werden und nicht nur beurteilt.
Profile Image for annika.
567 reviews4 followers
August 8, 2021
ein wunderschöner schreibstil und interessanter aufbau, aber durch die gerade mal 200 seiten und rasche story eher kurzweilig
Displaying 1 - 30 of 34 reviews

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