ENGLISH
What a great concept for a non-fiction book, to let luminaries answer questions briefly and succinctly.
As a literary agent with a focus on scientific literature, Brockman understands to foster interest in research in an accessible and understandable way through a new book concept.
Based on the brilliant and straightforward position of a question to scientists, but also artists and other prominent personalities, a collection of different views of the world and personal theories open up.
In contrast to real, "hard" non-fiction, it is primarily about theses, ideas or even purely subjective opinions on developments. Without the restrictive liability on the correctness of scientific respectability. Whether this is to be seen as a shortcoming or stimulating, comprehensive coverage of all possible views and ideas on a topic from different perspectives, remains a matter of opinion. Also, one can just continue to browse and pick the personal favorite pieces from the extensive offered contents, if one disagrees with specific professional groups or certain authors.
The book also does not claim to convey reliable knowledge based on experiments and research. It is somewhat more of a comprehensive collection of ideas, impulses and potential creativity accelerators and predestined for the own head cinema. Alternatively, it is quite suitable as a collection of ideas or craft workshop including a variety of interchangeable concept tools for authors. The different approaches, influenced by the respective hobbyhorse of the groups of authors, also provide fascinating insights into the thought patterns that accompany the separate profession and shape a professional group.
Topics include telepathy, avatars, genetic research, quantum computing, artificial intelligence development, nanotechnology, and many more.
Also, especially such almost 400-page, theoretical and sometimes dry and theoretical works are less deterring with the help of 2 to 5 page long answers than by equally page-long explanations to a single aspect in average specialist literature. Longer breaks in reading do not pose a problem since no context is lost and no earlier passages necessary for further understanding fall into oblivion.
One can certainly complain that it is just a collection of articles from Brockman's homepage and that there are other, "real" non-fiction authors, which deal well with a single topic or complex of issues and, in the best case, still incorporate new, own insights.
Unfortunately, as in fiction, both competence and writing talent (since even a ghostwriter instructed by the scientist never reproduces the meaning of a complex topic in the same quality and comprehensibility as the researcher himself) are even rarer. Moreover, also writers as accessible as Simon Singh, Stephen Hawking or Michio Kaku can be too complex for newbies to the topics.
This fear of not understanding and failing to read is offset by the accessibility and brevity of the articles, and on the contrary, arouses interest in one subject or another. Maybe from just mentioned authors and the circle is closed.
There are similar books by Brockman, designed according to the same pattern, which deal among others with the following questions: "What do we have to think about? How does the world work? What makes us smarter? What is your most dangerous idea? How has the internet changed your life? "Life, what is that? ", etc.
All beautiful collections of compressed ideas to browse through, explicitly looking for specific explanatory models, scouring for preferred branches of knowledge and again and again stir interest and enthusiasm for science.
GERMAN
Welch famoses Konzept für ein Sachbuch, Koryphäen kurz und prägnant Fragen beantworten zu lassen
Brockman versteht es, als Literaturagent mit dem Hauptschwerpunkt auf Wissenschaftsliteratur, durch ein neuartiges Buchkonzept das Interesse an Forschung auf eine zugängliche und verständliche Art und Weise zu schüren.
Anhand der schlichten und genialen Stellung einer Frage an Wissenschaftler, aber auch Künstler und andere prominente Persönlichkeiten, eröffnet sich eine Sammlung unterschiedlichster Betrachtungsweisen der Welt und individuellen Theorien.
Im Gegensatz zu richtiger, „harter“ Sachliteratur geht es primär um Thesen, Ideen oder auch nur rein subjektive Meinungen zu Entwicklungen. Ohne dass für Richtigkeit oder wissenschaftliche Seriosität Haftung übernommen werden kann. Ob dies eher als Manko oder anregende, umfangreiche Abdeckung aller möglichen Standpunkte und Ideen zu einem Thema aus verschiedenen Perspektiven zu werten ist, bleibt Ansichtssache. Auch kann man schlicht bei Berufsgruppen oder einzelnen Autoren, die einem persönlich nicht zusagen, weiterblättern und sich gezielt die persönlichen Gustostücke aus dem unfangreichen Fundus picken.
Das Buch stellt auch nicht den Anspruch, fundiertes, auf Experimenten und Forschung fußendes Wissen zu vermitteln. Es ist eher mehr eine umfassende Sammlung an Ideen, Impulsgebern und potentiellen Kreativitätsbeschleunigern und für das eigene Kopfkino. Oder als Ideensammlung oder Bastelwerkstatt samt vielfältigen, austauschbaren Konzeptwerkzeugen für Autoren durchaus geeignet. Auch bergen die unterschiedlichen, durch das jeweilige Steckenpferd der Autorengruppen beeinflussten, Herangehensweisen interessante Einblicke in die Denkmuster, die mit der jeweiligen Profession einher gehen und eine Berufsgruppe prägen.
Zu den angeschnittenen Themen gehören Telepathie, Avatare, Genforschung, Quantencomputer, Entwicklung künstliche Intelligenzen, Nanotechnik und etliche mehr.
Auch werden speziell solchen fast 500 Seiten umfassenden, theoretischen und trockenen Werken eher skeptisch gegenüberstehende Zeitgenossen durch die zwischen 2 bis 5 Seiten langen Antworten weniger abgeschreckt als durch ebenso seitenlange Erläuterungen zu einem einzigen Aspekt in Fachliteratur. Auch dass längere Zwischenpausen beim Lesen kein Problem darstellen, da kein roter Faden verloren geht und keine für das Verständnis wichtige, in früheren Passagen erläuterte Sachverhalte dem Vergessen anheim fallen, fällt positiv ins Gewicht.
Man kann gewiss monieren, dass es im eigentlichen Sinn eine Artikelsammlung von der
Homepage des geschäftstüchtigen Brockman ist, man die Beiträge auch auf Englisch auf eben dieser Homepage lesen kann und es andere Sachbuchautoren gibt, die sich fundiert mit einem einzelnen Thema oder Themenkomplex auseinandersetzen und dabei im besten Fall noch neue, eigene Erkenntnisse mit einfließen lassen. Dies fällt in diesem Werk komplett weg.
Leider sind, wie in der Belletristik auch, die sowohl mit Forschungskompetenz als auch Schreibtalent (da selbst ein vom Wissenschaftler instruierter Ghostwriter den Sinn einer komplexen Thematik nie in derselben Qualität und Verständlichkeit wie der Forscher selbst wiedergeben kann) gesegneten Wissenschaftler noch rarer. Und selbst ein Simon Singh, Stephen Hawking oder Michio Kaku flösst Neulingen Respekt ein.
Diese Angst, nicht verstehen und am Lesen scheitern zu können, fällt durch die Zugänglichkeit und Kürze der Artikel weg und weckt im besten Fall im Gegenteil Interesse an dem einen oder anderen Thema. Vielleicht von eben erwähnten Autoren.
Es gibt nach demselben Muster konzipierte Werke des Herausgebers, die sich mit folgenden Fragen beschäftigen: „Worüber müssen wir nachdenken? Wie funktioniert die Welt? Was macht uns schlauer? Was ist ihre gefährlichste Idee? Wie hat das Internet ihr Leben verändert?“ „Leben, was ist das?“, usw.
Allesamt feine Sammlungen komprimierter Ideen zum Durchblättern, gezielt nach gewissen Erklärungsmodellen suchen, nach präferierten Wissenszweigen durchforsten und immer wieder neu Interesse und Begeisterung an der Wissenschaft schüren.