Jump to ratings and reviews
Rate this book

Liebe wird oft überbewertet

Rate this book
»Liebe – was soll das?«
Christiane Rösinger weiß, dass »Menschen, die wie Steine nebeneinander sitzen«, Paare genannt werden und dass damit alles Unglück der Welt beginnt. Die Berliner Songwriterin – Schöpferin so unsterblicher Zeilen wie »Ihr denkt, ihr seid im Märchen und seid nur blöde Pärchen« – hat schon lange den Verdacht, dass es wohl besser ist, alleine zu leben. Ihre theoretische und praktische Forschung auf dem »Arbeitsfeld Liebe« bringt es an den »Die Liebe macht Menschen zu Idioten«, und das Pärchen ist eine »unterentwickelte Lebensform, bei deren Anblick man nur immer wieder ein tiefempfundenes ›Nein, danke‹ ausrufen will«. Dennoch umgibt uns alle die »Pärchendiktatur«, wie man als Single nicht nur an Krisentagen wie Weihnachten und Silvester merkt oder im Mai, dem »Monat der Überforderung«. Auch an »Orten des Unbehagens« wie der Popcornhölle des Kinocenters, wo sich Hunderte von jungen Paaren romantische Komödien anschauen, fühlt sich der alleinstehende Mensch schnell fremd. Aber Hoffnung naht mit diesem Buch – einer hintergründigen, komischen und vor allem liebevollen Abrechnung mit der Liebe.

204 pages, Hardcover

First published March 2, 2012

7 people are currently reading
38 people want to read

About the author

Christiane Rösinger

12 books6 followers

Ratings & Reviews

What do you think?
Rate this book

Friends & Following

Create a free account to discover what your friends think of this book!

Community Reviews

5 stars
12 (17%)
4 stars
23 (33%)
3 stars
26 (38%)
2 stars
6 (8%)
1 star
1 (1%)
Displaying 1 - 7 of 7 reviews
Profile Image for Steffi.
340 reviews317 followers
January 30, 2024

"Love is often overrated" (2012) - follow up read to Stefanie Sargnagel's highly recommended 'Iowa' (2024).

Like the author, Berlin-based musician and author Christiane Rösinger, I am a little obsessed with couple watching. But I don't hate on couples, it doesn't come from a bitter place, it's more of a fascination, watching in awe and horror how couples often bring out the worst in each other:

"Das Pärchentum bringt immer die schlechtesten Eigenschaften des Einzelnen nach oben und produziert deshalb am laufenden Band unglückliche Paare, die wie geprügelte Hunde nebeneinander durchs Leben schleichen. Trauerumflorte Gestalten, die man nur in wenigen Augenblicken, wenn der Partner nicht da ist, kurz und heimlich aufatmen sieht. Menschen, die wie Steine nebeneinander sitzen, die in Pizzerien verzweifelt das Besteck streicheln, um sich nicht anschauen und miteinander sprechen zu müssen."

Maybe it's generational (the author was born in the 1960s) or that in my rather special professional environment most people are single, or at least temporarily self identify as single, but unlike the author, I personally don't really feel a couple-normative pressure, no one's up my neck as to why I am single. I am practically never invited to dinner parties with boring couples (how I would love that!). These tend not to exist in the 21st century war zones. Really, in a world full of couples, all you need is a few single (childless) friends with whom you can travel. As for the rest: die römer machen ihr ding, ich mach meins.

Overall: it's an entertaining read, I don't take it too seriously, romantic love is a construct (true), the whole heteronormative bourgeois marriage BS, etc., there's a ton of great (post-) Marxist stuff of the bourgeois family and its role in reproducing (gendered and racialized) capitalism, it's all written somewhere, usually by women 🫣. Did I mention that - not without a certain level of pride - I've never read anything by Simone de Beauvoir, and not planning to. I just don't want to be among those women or faux intersectional feminist dudes who idolize SdB or Frida Kahlo (alda, solche probleme muss man auch erstmal haben!).

Anyway, I am more interested in the performative aesthetics of couples - but more of the real existing couple than couples in the abstract - their couple language, passive aggressive tones and body language, the cracks and gaps in their outward romance role play, especially in extreme situations such as romantic holidays🫣

There are some great reflections on love in neoliberalism and the whole romance-industrial complex - self-help books, couples therapy, dating apps, and the whole gamut of tools and products for successful romantic love (neoliberalism: love is work, work is love).

I've already read one too many books on this subject (Eva Illouz, anyone?) to get too blown away but this book provides a very good summary of all sorts of (pseudo) scientific schools of thought and theories on couples, singles, and romantic and no longer romantic loves for those who haven't read as much on it yet (and, admittedly, who have as much free time as clearly both the author and I do!).

Love is evil (but not overrated).
Profile Image for Oliver Laumann.
Author 2 books7 followers
February 16, 2025
Ich musste mich zwingen, das Buch bis zum Ende zu lesen. Was für eine Enttäuschung, denn ich habe die Fußnoten-Kommentare von Christiane Rösinger in Stefanie Sargnagels „Iowa” sehr gemocht, was auch der Grund war, warum ich mir „Liebe wird oft überbewertet” gekauft habe.

Im Buch wechseln sich zwei Arten von Kapiteln ab, zum einen chronologische, tagebuchartige Alltagsbeschreibungen über Berlin, in denen es aber im wesentlich darum geht, was die Autorin am Leben in Berlin alles hasst. Und sie hasst viel: die Touristen, alle vier Jahreszeiten, die Hitze, die Kälte, Halloween, Weihnachten, Kreuzberg, Ausgehen in Berlin, die Fashion Week, praktisch alles. Allerdings ist das oft auf lustige und unterhaltsame Weise beschrieben; dafür zwei Sterne.

Die anderen Kapitel sind deutlich längere, sachbuchartige, eher theoretische Abhandlungen zum Thema Liebe und heteronormative Paarbeziehungen, z.B. „berühmte Liebespaare in der Geschichte”, „Singleforschung”, die Geschichte des Konzeptes „Liebe” und psychologische Forschung zur Liebe.

Diese Kapitel fand ich weder witzig, noch besonders interessant oder spannend, und ich habe mir beim Lesen oft gewünscht, dass es endlich wieder mit der Frage weitergeht, wie schlimm Berlin ist.

Ich finde, man hätte aus dem Thema viel mehr machen können.
Profile Image for Cookie.
94 reviews22 followers
July 18, 2012
Ich bin ehrlich gesagt ziemlich enttäuscht von dem Buch. Christiane Rösinger versucht hier aufzuzeigen, dass auch Singles glücklich sein können und begeht in meinen Augen leider den Fehler, dass sie soweit geht zu sagen: Singles sind sowieso viel glücklicher als Paare, und Paare sind eher zu bemitleiden. Und eigentlich auch ziemlich dumm.

Ich finde ihren Ansatz wirklich gut. Ich bin selber jemand, der alleine glücklich und zufrieden und nicht aktiv auf der Suche ist, um diese Lebensphase zu beenden. Viele verstehen das leider gar nicht und dann erntet man bemitleidenswerte Blicke. Schließlich könne man nur zu zweit so wirklich glücklich sein. Daher hatte ich mich darauf gefreut, dass endlich mal jemand dieses Pärchen-Ideal in Frage stellt.

Das tut sie auch. Und wie. Und leider schießt sie für mich damit meilenweit über's Ziel hinaus. Während ich sie in Talkrunden als eigentlich ganz witzige Person kennengelernt habe, bleibt jetzt der Nachgeschmack, dass sie zutiefst verbittert sein muss (was sie anscheinend öfters mal von Lesern als Kritik bekommt, dies aber eifrig leugnet..). Hier kriegt wirklich alles und jeder sein Fett weg, und sehr sehr oft habe ich mich gefragt, was das nun mit dem Thema zu tun hat. Zwischen den "wissenschaftlichen" Kapiteln finden sich eine Art Tagebucheinträge, in denen sie dann auch noch mal alles anprangert, was gar nichts mit Liebe, Pärchen und Singles zu tun hat: Die doofen Touristen in Berlin, Berlin überhaupt, das doofe Halloween, sowieso alles doof... Ächz! Und der Burner war für mich dann der Satz "Es ist immer schön, wenn Paare sich trennen", nach welchem sie dann sämtliche Promi-Trennung durch die Mangel nimmt. Das hätte alles recht locker-flockig und witzig werden können, aber leider hinterlässt das mit all den anderen verbiesterten Kommentaren einen überaus bitteren Nachgeschmack. Eine wirklich glückliche Beziehung scheint sie jedenfalls noch nicht gehabt zu haben, was mich dann schon fast wieder etwas traurig macht.

Die Kapitel, die sich mit den Fakten beschäftigen, fand ich dagegen hoch interessant und die waren auch dann auch wirklich witzig und mit einem Augenzwinkern geschrieben. Daher bin ich auch sehr hin- und hergerissen, und wüsste nun gar nicht, wie ich dieses Buch bewerten soll.. Daher wähle ich den goldenen Mittelweg.
Profile Image for Nana Nat.
17 reviews
January 4, 2025
Andere Erwartungen an das Buch, die deswegen nicht erfüllt wurden; sehr kurzweilig.
Profile Image for Joël.
Author 2 books27 followers
January 6, 2014
Christiane Rösinger, bekannt geworden durch ihre ehemalige Band "Lassie Singers", schreibt ein "Sachbuch" über die Liebe und die romantische (heterosexuelle) Zweierbeziehung. Humorvolle tagebuchähnliche Passagen wechseln sich mit Sach-Kapiteln, in denen Rösinger Studienergebnisse und Forschungsstand zu diversen Aspekten der Liebe/RZB locker zusammenfasst. Das liest sich alles sehr flüssig und schnell, allerdings fehlen mir Betrachtungen jenseits der Hetero-Liebe. Zum Schluss kommt kurz mal Polyamorie als Gegenkonzept zur RZB vor, Homo- und Bisexualität werden jedoch kaum bis gar nichz erwähnt. Die "Tagebucheinträge" alleine durch wären eventuell sogar reizvoller gewesen. Als nicht unglaublich ernste Urlaubs/Reiselektüre, die auch noch gut unterhält, ist "Liebe wird oft überbewertet" zu empfehlen, für eine theoretischere Beschäftigung mit dem Thema ist ein Gang in eine gut sortierte (queer)feministische Buchhandlung oder Bibliothek aber unumgänglich.
Profile Image for Eva.
3 reviews
January 14, 2013
Amüsante, kurzweilige Erläuterungen über das Paar- und Single-Dasein und das (traditionelle) Konzept der Liebe. Besonders gefallen haben mir die Passagen über die unterschiedlichen Auswirkungen der Paarbeziehung auf die Gesundheit von Frauen und Männern. Auf jeden Fall lesenswert, egal ob Single oder in einer Beziehung.
Displaying 1 - 7 of 7 reviews

Can't find what you're looking for?

Get help and learn more about the design.