Zwei Frauen, beide über fünfzig. Die eine, Witwe mit erwachsenen Kindern, sensibel, gilt als resolut, lebenstüchtig. Die andere, verheiratet, ebenfalls eine erwachsene Tochter, ist auf dem Weg passiver Anpassung. - Zwei Freundinnen, die schlagartig die Erkenntnis der drohenden Gewöhnung und der fatalen Leere erleben. In Asta Scheibs Roman finden die beiden Frauen einen bemerkenswert eigenen Weg aus dieser alltäglichen Situation. Sie genießen ihre Freiheit und entdecken sich selbst: Ein positiver, anderen Frauen Mut machender Roman.
Mir gefällt der Schreibstil von Asta Scheib sehr. Egal was sie schreibt, es klingt solide und ausgewogen, aber gleichzeitig auch poetisch und verspielt. Einfach herrlich!
Leider hatte ich so meine Probleme mit diesem ruhigen, mäandernden Roman, der wahrscheinlich eher als "Frauenporträt" zu beschreiben ist. Zwei ältere Frauen aus einem Dorf in Norddeutschland machen einen Motorradtour durch die Republik, um aus der Einerlei ihres Leben heraus zu kommen und sich ihrer Vergangenheit zu stellen.
Unterwegs erfahren wir alles über ihre Biographien, ihre Sorgen und ihre Unzulänglichkeiten durch ihre privaten Gedankengängen. Zuerst sind die Ehemänner und die Liebe dran, dann die Kindererziehung, die nicht so recht geglückt ist.
Alles wunderschön geschrieben, aber schon an die 100 Seiten ist genug. Ab da habe ich das Interesse verloren, trotzdem aber weiter gelesen, weil ich wissen wollte wie's ausgeht.
Na ja, ich könnte mir auch die Mühe erspart haben. Das Ende war genau so wie das ganze Buch -- wunderschön, aber von geringem Reiz.