Liebe, die töten kann Das Undenkbare ist passiert. Kriegerin Juna ist aus dem Land der Frauen in die Freiheit geflohen - mit einem Mann! Enttäuscht und gedemütigt bleibt die junge Heilerin Gwen zurück. Als sie mit einem Spähtrupp die Stadt der Männer auskundschaften soll, fällt sie in die Hände des jungen Kämpfers Logan, der sie als Sklavin verkaufen will. Logan aber hat die Rechnung ohne seine Gefühle gemacht - und setzt damit Ereignisse in Gang, die das Ende beider Welten bedeuten könnten...
Thomas Thiemeyer (*1963) is a German illustrator and writer.
He studied art and geology in Cologne. His first children's book was published in 1989 by the Ravensburger publishing house, where Thiemeyer already worked as graphic advisor. 2 years later he became freelance artist. As freelance artist, he illustrates plays, children's books, book envelopes and much more. Among others he has worked for Heyne, Arena, Fantasy Productions, Beltz & Gelberg, HarperCollins, Random House and Wizards of the Coast. In recent time he co-operated with the American director Darren Aronofsky. His work was distinguished several times with Kurd Laßwitz prize and the German Fantasy prize.
In 2004 his debut novel "Medusa" was published by Droemer Knaur. The international success was followed by "Reptilia" in 2005 and "Magma" in 2007. All his novels have become best-sellers. His works were translated into numerous languages: Spanish, Dutch, Czech, Polish, Russian, Korean as well as Slovenian.
Thomas Thiemeyer lives in Stuttgart with his wife and two sons.
Mit Logan & Gwen dringen wir noch ein Stück tiefer in das komplizierte Verhältnis zwischen Mann & Frau vor. Große Vorfreude auf das Finale mit Magda & Ben!
Was ein Buch! Ich bin noch immer von diesem Ende etwas mitgenommen. Ich muss gestehen, ich hätte Thomas Thiemeyer das nicht zugetraut, dass das Buch so enden würde! Wie gern würde ich jetzt Band drei in den Händen halten und gleich weiterlesen... Aber keine Sorge, es ist auch keiner dieser Cliffhanger ala "Und dann drang das Schwert Held 001 in die Brust. Das letzte, was er sah, bevor er das Bewusstsein verlor, war das lächelnde Gesicht des Overlords..." Eher ein Ende, das Lust auf mehr macht, bei dem man sich aber nicht fragt, wo denn hier die Geschichte abgeschlossen sein soll. Mir waren die Charaktere hier sehr viel sympathischer als noch David und Juna. Gwen hat zwar einen genauso starken Charakter wie Juna, aber ihr fehlt Junas Kälte. Was mir an Logan so gut gefallen hat, das war, dass man so viel davon sieht wie er mit seiner Familie interagiert. Sein Bruder Dachs war einfach toll und man schließt ihn vom ersten Moment an ins Herz. Generell erfährt man hier sehr viel mehr über die gesellschaftlichen Strukturen der Männer, während sich die Geschichte zuvor ja eher auf die Frauen fixiert hatte, über das Clansystem und auch ein wenig mehr über den Zusammenbruch der einstigen Gesellschaft. Ich freue mich schon sehr auf Band drei, da dieser wohl während des Zusammenbruches spielt und mich das von Beginn an mit am meisten interessiert hatte. Die Kontrahenten dieser Geschichte waren für mich auch sehr viel greifbarer. Aber auch viele der Charaktere, die man noch aus Band eins kennt, spielen hier wieder eine Rolle. Eigentlich so gut wie alle außer David und Juna. Von denen erfährt man eigentlich gar nichts, was ich auch ganz gut so fand. Hätte man ihre Sichtweisen noch hinzugefügt, wäre das nachher ein wenig zu viel des Guten geworden. So aber war es perfekt. Die Liebesgeschichte fand ich hier auch sehr authentisch. Außerdem ist es, ja, ihr habt es erraten, eine Liebe, die sich aus Hass entwickelt... Ich liebe diese Art von Geschichten einfach. Vor allem, da es nicht nur Logan ist, der Gwen nach und nach ins Herz schließt, sondern auch seine ganze Familie diesen Prozess durchläuft. Eine tolle Idee des Autors das hier einzubauen, besonders im Hinblick darauf, dass das Virus aufhört zu wirken und das Zusammenleben von Männern und Frauen wieder in greifbarere Nähe rückt. Was hier aber auch überzeugen konnte, das war die Spannung! Es beginnt schon damit, dass Logan sich in einem Kampf wiederfindet, der ihn locker das Leben kosten könnte. Es ist einfach mit höherer Erzählgeschwindigkeit geschrieben als Band eins und ließ sich daher kaum aus der Hand legen!
FAZIT
Ja, was soll ich sagen? Ich freue mich jetzt natürlich noch viel mehr auf Band drei und finde einfach, dass der zweite Band sehr viel besser als der erste gewesen ist. (Meine Erwartungen bei Band eins hatten sicher auch etwas damit zu tun, aber sie machen nur einen Teil dieses Eindrucks aus) Auch war das hier die perfekte Balance aus Liebesgeschichte, Action und eher nachdenklichen Szenen. Den Vergleich mit der Blume, die sich durch den Asphalt kämpft fand ich zum Beispiel einfach wunderschön.
"Das verbotene Eden - Logan und Gwen" hat mir besser gefallen als der erste Band. Ich mag das Zukunftsscenario von Thiemeyer, und die Kombination von Logan und Gwen finde ich auch sehr gelungen. Obwohl es eine eigenständige und abgeschlossene Geschichte ist, werden immer wieder Verbindungen und Zusammenhänge zu seinem Vorgänger und Nachfolger gezogen/angedeutet, was das ganze für mich zu einer runden Sache macht. Daumen hoch dafür!
Punktabzug gibt es zum einen für die Figur der Gwen. Sie vertraut Logan viel zu schnell. Genauso schnell findet sie sich in der Hausfrauenrolle wieder und scheint damit regelrecht zufrieden. Warum nimmt die Ausbildung zur Heilerin in der ersten Hälfte des Buches so viel Platz ein (außerdem erweist sich Gwen als würdig diesen Titel zu tragen), um später davon keinen Gebrauch zu machen? Sobald sie sich in der Männerdomände befindet, mutiert sie zur Hausfrau. Den Respekt der Männer hätte sie sich definitiv auch als Heilerin verdient. Zum anderen hat die Story so viel mehr Potenzial! Manche Szenen waren mir zu lasch und unspektakulär und andere wiederum hätte man anders ablaufen lassen können. Einfach damit das ganze mehr Spannung erhält. Viele Beschreibungen wirken meiner Meinung nach zu oberflächlich. Um die Action als Leser spüren zu können, muss man sie auch zu beschreiben wissen. Das ist eine persönliche Vorliebe, die das Buch für mich zu einem richtigen Pageturner gemacht hätte.
Diese Punkte tun der Geschichte aber keinen großen Abbruch...und daher gibt's drei Sterne!
Rezension Kann Spoiler bezüglich des ersten Teils enthalten!
Ich habe gerade noch mal meine Rezension zum ersten Band gelesen und festgestellt, dass ich mich größtenteils nur wiederholen kann. Das Buch war wenig überraschend, aber als leichte Lektüre trotzdem unterhaltsam, und die Liebesgeschichte war unglaubwürdig. Darüber hinaus fand ich diesmal auch viele andere Dinge unrealistisch. Allerdings gab es in diesem Band auch Figuren, die mich begeistert haben. Nicht die Protagonisten, aber Logans Familie mochte ich sehr gern. Es hat mir richtig gut gefallen, dass sein kleiner, treuer Bruder sich über Gebärdensprache verständigt. Und ich fand es herzerwärmend, wie er Logan vergöttert und wie liebevoll die beiden miteinander umgehen. Auch der Vater hat mich überzeugt, denn er ist ein guter Mann und liebt seine Söhne von Herzen. Da Logan noch Zuhause wohnt, haben die beiden entsprechend viele Auftritte und ich habe mich jedes Mal gefreut, wenn sie aufgetaucht sind.
Damit hatte sich die Freude aber im Grunde auch schon, denn, wie bereits erwähnt, fand ich die Liebesgeschichte sehr unglaubwürdig – sogar noch mehr als David und Junas Instant-Liebe aus dem ersten Band. Wenig überraschend entflammt eine solche Instant-Liebe auch zwischen Logan und Gwen. Es ging so schnell, dass ich es tatsächlich verpasst habe. Ihr ganzes Leben lang haben sie gelernt, einander zu hassen, aber nach wenigen Stunden Bekanntschaft erzählen sie sich plötzlich gegenseitig ihre gesamte Lebensgeschichte. Außerdem denkt Logan von Anfang an ständig an Gwens Lippen. Von den Gefühlen kam bei mir aber schlichtweg überhaupt nichts an. Die beiden hatten auch einfach gar keine Chemie. Deshalb waren Situationen wie beispielsweise die Szene, in der Gwen Logan fragt, ob er sich nicht vielleicht in sie verliebt hat, einfach nur total merkwürdig, künstlich, unglaubwürdig und befremdlich. Zwischendurch habe ich wirklich überlegt, ob das Virus, das damals dazu geführt hat, dass Männer und Frauen einander unvermittelt gehasst und getötet haben, ins Gegenteil mutiert ist und jetzt für unsterbliche Instant-Liebe zwischen Männern und Frauen sorgt. Der dritte Band steht noch aus, also vielleicht habe ich damit tatsächlich recht, aber ich befürchte, dass es die Liebesgeschichten tatsächlich einfach nur kaum ausgearbeitet sind.
Unglaubwürdig und unrealistisch fand ich darüber hinaus leider auch viele weitere Dinge und Details. Eine Menge Drama entsteht unter anderem dadurch, dass die Figuren andauernd überall jedermanns Geheimnisse herumerzählen. Es stehen Leben auf dem Spiel, aber ständig werden vollkommen unnötig irgendwelche Charaktere in Geheimnisse eingeweiht, nur damit sie dann Verräter werden oder andernfalls unbegründbare Entscheidungen treffen können. Es wurde 20 Jahre über diese Angelegenheiten geschwiegen, teilweise sogar noch länger. Es ist mir ein Rätsel, warum die Personen plötzlich alle so mitteilungsbedürftig sind und nicht einmal sicherstellen, dass die Informationen wirklich nur an vertrauenswürdige Ohren gelangen. Eine andere Szene, die mir besonders hängen geblieben ist, betrifft Logans Ausflug in eine ihm völlig fremde Stadt, in der er sich nicht auskennt und wo es von Feinden nur so wimmelt. Praktischerweise trifft er auf einen netten Mann, der ihm eine Karte auf ein Stück Blech zeichnet. Eine Karte, die so detailliert ist, dass die Hinterausgänge von Gebäuden und Barrikaden in jeder Straße eingezeichnet sind, aber gleichzeitig einen Großteil der gesamten Stadt (bei der es sich übrigens höchstwahrscheinlich um Köln handelt, also eine Millionenstadt) abbildet, damit Logan auf einem anderen Weg heraus kann als er herein gekommen ist. Da frage ich mich, wie lange es gedauert hat, diese Karte zu zeichnen, und wie groß das Stück Blech sein muss, mit dem Logan dort unterwegs ist. Dann wäre da außerdem noch die Gefangene, die es irgendwie schafft, eingekerkert tief unten im Berg eine Brieftaube mit einer Geheimbotschaft zu empfangen, ohne dass irgendjemand das mitbekommt. Und so weiter. Früher wären mir solche Dinge vielleicht nicht aufgefallen, aber mittlerweile stört es mich extrem, dass keine realistische Lösung für diese Probleme gefunden wurde. Als ob einfach davon ausgegangen wurde, dass die Leser das schon nicht merken werden. Leider habe ich es aber gemerkt und dass es ein Deus Ex Machina für jedes Problem gibt, macht die Geschichte nicht spannender.
Fazit Das Buch ließ sich schnell lesen und hat mir ein wenig leichte Unterhaltung geboten. Außerdem mochte ich Logans herzerwärmende, liebevolle Familie, die zum Glück recht viele Auftritte hat, wirklich sehr. Der Rest konnte mich nicht überzeugen. Es handelt sich wieder um eine unglaubwürdige Instant-Liebesgeschichte. Diesmal sogar zwischen zwei Figuren, die in meinen Augen überhaupt keine Chemie hatten. Auch viele andere Dinge fand ich unglaubwürdig, unrealistisch und konstruiert. „Das verbotene Eden – Logan und Gwen“ bekommt für den treuen Dachs gerade noch so drei Schreibfedern.
Zitat: „Auf den Flanken der mächtigen Wohntürme schimmerte die untergehende Sonne. Wilder Wein und Efeu überwucherten die Fassaden und verliehen den Gebäuden das Aussehen bewaldeter Schluchten.“ (S. 29)
„Das war sie also, das war die Prüfung. Ein Kind. Und noch dazu eines, was sie kannte. Schlimmer hätte es nicht kommen können.“ (S. 56)
„Andere hielten sie für Kannibalen, die ihre Feinde auffraßen und ihre Köpfe auf Lanzen steckten.“ (S. 186)
Inhalt: Juna ist weg. Gwen kämpft Tag für Tag mit diesem Verlust und wird von Selbstzweifeln geplagt. Ihr Leben scheint einfach keinen Sinn mehr zu machen. Durch die von Magda gestellte Prüfung fällt sie sang- und klanglos durch. Zu was ist sie überhaupt noch zum gebrauchen? Kurz darauf muss sie unerwartet und ungeplant ihr Talent zur Heilung beweisen. Diese große Herausforderung besteht sie mit Bravour und wird dafür belohnt. Doch dann schließt sie sich der gefährlichen Mission an. Es war noch nicht zu ahnen, welche Folgen für sie daraus erwachsen…
Logan nimmt an den jährlichen Heuert-Wettkämpfen der Clans teil. Tatsächlich ist es ihm gelungen, bis ins Finale vorzustoßen. Durch einen Trick kann er sich gegen vermeintlich stärkere Gegner durchsetzen. Nun ist Logan der neue Champion und wird der vielumjubelte Held seines Clans. Logan hört dieses Gerücht über den Wanderer. Auf seiner Suche nach ihm trifft er völlig unerwartet auf einen Menschen in tiefster Not, in den Fängen der Bleichen. Wie sich herausstellt, handelt es sich um eine Frau. Und sie beeinflusst fortan völlig unerwartet seine Gefühlswelt. Wie wird Cedric, der Sohn des Warlords, welcher Logan seit seinem Sieg in den Wettkämpfen näherkommen will, reagieren… Und welche weiteren Pläne heckt der Inquisitor, der vom Sieg Logans nicht begeistert war, aus… Kommt es zum offenen Krieg mit den Frauen?
Meinung: Ich bin unheimlich froh, dass ich nach „Das verbotene Eden – David und Juna“ nun gleich zum zweiten Band greifen konnte. Zu sehr hat mich diese abstrakte Welt, in der sich Männer und Frauen feindlich gegenüberstehen, gefesselt. Wobei man natürlich auch eingestehen muss, dass sich die Teile im Nachhinein auch unabhängig voneinander lesen lassen. Der Autor hat es nicht versäumt, kleine Rückblicke mit in die laufende Geschichte einfließen zu lassen und so hält er den Leser auf jeden Fall jeweils up-to-date.
Nachdem ich schon beim Lesen des ersten Teils die Vermutung hatte, dass Gwen im weiteren Verlauf der Reihe doch noch mehr ins Rampenlicht gestoßen wird, hat sich diese Meinung eindeutig bestätigt. Und zu Gwen kann ich nur eins sagen: Sie wurde definitiv zu einer meiner Lieblingsprotagonistinnen überhaupt! Ich konnte in jeder Handlung und Szene mit ihr fühlen und wäre zum Teil selbst gern mit Schwert und Schild bewaffnet Teil der Szenerie geworden, um sie zu beschützen. Wobei sie selbst natürlich schon eine starke Frau ist. Anfangs zweifelt sie oftmals noch über sich selbst. Doch dann beweist sie Stärke. Wahre Stärke. Dieser Charakter wuchs dermaßen über sich hinaus, dass man ihn ganz einfach nur bewundern kann. Sie gibt nie auf, kann sich auch auf komplexe Situationen einstellen und hält mit ihrer Meinung und Stimmung nicht hinter dem Berg. Gwen ist definitiv eine Protagonistin, wie ich sie mag, und ich habe sie wirklich richtig, richtig liebgewonnen!
Logan glaubt an das Gute in seiner Welt. Alles scheint so geordnet und richtig. Und dann trifft er auf SIE. Anfänglicher Verwirrung scheinen echte Gefühle zu folgen. Doch wo soll das hinführen. Logan lebt in seiner intakten Welt mit seiner Familie, Gunnar und Dachs. Hat er wirklich die richtige Entscheidung getroffen, als er sie auf Gunnars Wunsch aus dem Haus entfernt hat. Er zweifelt. Und die Zweifel werden immer größer. Was soll Logan nur tun? Kann ihm sein Titel als Champion auf Dauer helfen? Denn da gibt es auch Cedric, den Sohn des Warlords, der ein Auge auf ihn geworfen hat. Doch dann überschneiden sich ihre Ziele zum Teil. Welcher Weg wird zum Erfolg führen? Logans Ausdauer, Träume zu verwirklichen und das Ziel nie aus den Augen zu verlieren, hat mich wirklich tief beeindruckt. Auch er ist ein Charakter, den man nach anfänglichen Irritationen ganz einfach mögen muss. Trotz kleinerer naiver Auftritte gewinnt dann doch die Erkenntnis die Oberhand. Ob er sich jedoch auch von IHR überzeugen lässt… Ihr dürft gespannt sein!
Über diese faszinierende und düster erschaffene Welt von Herrn Thiemeyer muss ich an dieser Stelle sicherlich nicht mehr viel sagen. Bereits im ersten Teil war ich vollkommen gefesselt von dieser Idee. So abstrakt sie einem auch erscheinen mag… Schon morgen könnte aus der Theorie Realität werden!
Die Protagonisten erzählen abwechselnd in Vergangenheitsform ihre Erlebnisse. Am Plot war ich immer nah dran. Dafür hat der Autor mit seinem gelungenen Schreibstil schon gesorgt. Ich durchlebte viele Auf und Abs. Getragen wurde die Geschichte von einer im Hintergrund schwelenden Grundspannung, die immer zum richtigen Zeitpunkt ihre Spitzen erreichte.
Das Ende selbst kann man diesmal schon als emotional bezeichnen. Versteht das nicht falsch… Es gibt mit Sicherheit nicht diesen extremen Blow-Up zum Abschluss. Feuchte Augen sind bei dem einen oder anderen aber sicherlich garantiert…
Urteil: „Das verbotene Eden – Logan und Gwen“ führt die Idee des Autors konsequent weiter. Neben der einen oder anderen Überraschung konnte mich Herr Thiemeyer auch emotional packen. Unvorhersehbare Wendungen bescherten mir ein Lesevergnügen erster Güte. Natürlich ergeben sich daraus eindeutige 5 Bücher.
Für alle, die eine andere Realität und Abwechslung erleben wollen. Für alle Fans gutdurchdachter eindeutiger Welten ohne Umschreibungen, die Spannung lieben und sich auf Überraschungen einlassen können.
Zitat: "Du stehst heute hier, weil du eines Verbrechens für schuldig befunden wurdest, für das es in unserer Welt keine Entsprechung gibt. [...] ein Verhältnis mit einem Mann [...] Für ein solches Verbrechen kann es nur eine Strafe geben: den Tod." (S. 164)
"Es gibt das Recht der Menschen, und es gibt das Recht der Götter. Wenn euch das nicht gefällt, könnt ihr es auch Schöpfung oder Naturgesetz nennen. Letztendlich läuft es auf dasselbe hinaus. Ich spreche von der größten Kraft des Universums: der Liebe." (S. 165)
Inhalt: Der Hoffnungsschimemr für die Menschen in und um die Stadt ist verblasst. Der Inquisitor hat die Hilfe der Frauen abgelehnt und strebt einen neuen Großangriff auf die "Hexen" an, für die er die Unterstützung der Clans benötigt. Gerüchte verbreiten sich über Stadt und Land: Eine junge Brigantin namens Juna soll gemeinsam mit einem Mönch namens David geflohen sein, zu einem Ort, der "Zuflucht" genannt wird.
Nach einem weiteren Übergriff der Heiligen Lanze beschließt der Hohe Rat, einen letzten Versuch zu wagen, mit den Männern ohne Krieg zusammenzuleben: Der Inquisitor muss getötet werden. Eine Gruppe von vier Brigantinnen und der Heilerin Gwen machen sich als Mitglieder der Heiligen Lanze getarnt auf den Weg in die Stadt. Doch was sie dort im Untergrund erwartet, war nicht eingeplant.
Im Norden der Stadt findet der jährliche Heuert-Wettkampf statt. Logan ist der jüngste Finalkämpfer aller Zeiten. Durch eine List gewinnt er den Kampf und somit regiert sein Warlord Alexander für ein Jahr lang die Außenbezirke. Bei einem Treffen mit dem Warlord erfährt Logan von dessen Sohn Cedric von einem Wanderer, der in der Stadt Quartier bezogen haben soll und von einem Ort erzählt hat, an dem Männer und Frauen als Familie zusammenleben. Logan geht den Hinweisen über den Aufenthaltsort des Wanderers nach und rettet dabei einen verletzten Jungen, in Kleider der Heiligen Lanze gehüllt...
Meinung: Wer meine Rezension zu Band 1 "David und Juna" kennt, weiß, wie begeistert ich von dem Buch war. Da Teil 2 neue Hauptprotagonisten hat, liegt die Vermutung nahe, dass sich die Geschichte wiederholt. Aber zu meiner Freude tut sie das keineswegs.
Schon allein die Hauptcharaktere haben ganz andere Persönlichkeiten als David und Juna:
Gwen, die frühere Partnerin der starken Juna wandelt sich in der Geschichte zusehens: Sie ist anfangs einfach nur enttäuscht und kann nicht verstehen, warum Juna sie verlassen hat - für einen Mann! Sie steckt ihre ganzen Kräfte in ihre Arbeit und ihre ganze Zuneigung in ihr Kätzchen. Von Magdalena soll sie in den Kreis der Eiren aufgenommen werden, den Titel einer Heilerin tragen. Doch vor lauter Gedanken an Juna versagt sie bei der Prüfung. Nach einem weiteren Überfall der Männer besticht Gwen durch ihre konzentrierte Art und rettet einer jungen Frau das Leben - und wird offiziell zur Heilerin ernannt. Das neugewonnene Selbstbewusstsein und ihr gesamtes Weltbild gerät ins Wanken, als sie ein klärendes Gespräch mit der Hohepriesterin Arkana hat. Um sich selbst über Vieles Klarheit zu verschaffen, schließt sich Gwen den Brigantinnen und ihrem todbringenden Plan an. Nach einem grausamen Überlebenskampf wird Gwen mit einem der "Bösen" konfrontiert. Doch er scheint nicht so zu sein, wie es ihr gelehrt wurde. Die Erlebnisse der weiteren Tage machen sie stärker und selbstbewusster denn je. Und mehr noch: Gwen lernt zu verstehen und zu vergessen...
Das hat sie größtenteils Logan zu verdanken. Logan kommt aus den Außenbezirken der Stadt. Sein "Vater" Gunnar ist Schmied. Frauen und Kinder gelten dort als Statussymbol. Wer es sich leisten kann, hält sich eine Frau und zeugt eigene Nachkommen. Wem das aus finanziellen Gründen nicht möglich ist, versucht durch Handel oder auf dem Schwarzmarkt an Kinder zu kommen. Der Umgangston in den Außenbezirken ist rauh und brutal, aber nicht annähernd so frauenfeindlich wie im Stadtkern. Die Clans, die dort regieren vertreten die Auffassung, dass man sich gegenseitig in Ruhe lassen sollte. Und so wurde Logan erzogen: Er hat keinen Hass auf die Frauen und führt ein einfaches (Männer-)Familienleben: Er gehorcht seinem Vater, hilft ihm bei seiner Arbeit und kümmert sich rührend um seinen "Bruder" Dachs. Sein Sieg in der Arena bringt ihm Prestige ein und der Sohn des Clanführers versucht, ihn auf seine Seite zu bringen. Logan lässt sich jedoch nicht in seiner Meinung beeinflussen. Durch die Rettung von Gwen wird er vom angesehenen Emporkömmling zum Gejagten. Doch für ihn ist es die Sache wert...
Auch die Nebencharaktere zeugen erneut von einer Tiefgründigkeit, die den Leser in ihren Bann zieht. Jeder Protagonist hat seine Vergangenheit und handelt auf seine ureigene Art, die seinen Erlebnissen der letzten Jahre geschuldet ist und die alle für den Plot von großer Wichtigkeit sind. Ich habe jedes Detail eingesogen und hoffe, euch wird es ebenso ergehen.
Bei einer Fortsetzung habe ich vorausgesetzt, dass mir die Lebensumstände und die "Welt" schon bekannt sind. Doch hier hat der Autor es geschafft, den bereits bekannten "Plätzen" noch einen weiteren hinzuzufügen, der ganz andere Lebensumstände bietet und einen anderen Schlag Menschen erschaffen hat - und eine ganz andere Form der Bedrohung.
Durch diesen Umstand wurde das Buch nie langweilig. Ich sog alle neuen Informationen, die Vielzahl an Charakteren und Örtlichkeiten in mich auf. Und es gibt tatsächlich noch Klischées, denen sich Herr Thiemeyer im ersten Band nicht bedient hat: Warum bauen die Männer in den Außenbezirken wohl Getreide an? Für Brot? Niemals! Getreide wird für Bier und Schnaps verwendet! ... und ganz beiläufig werden offene Fragen bzw. Hintergründe aus dem "David und Juna" Band erläutert.
Die Spannung des ersten Teils ist meiner Meinung nicht mehr in demselben Maße vorhanden, was die neugewonnene düstere Stimmung und die Bedrohung durch die Bleichen aber wieder wettmachen.
Am Schreibstil von Herrn Thiemeyer hatte ich wiederum absolut nichts auszusetzen: Im personalen Erzählstil wechselt er die Perspektiven hauptsächlich zwischen Gwen und Logan, jedoch kommen auch Arkana, der Inquisitor oder Logans kleiner Bruder Dachs zum Zug. Die Einblicke der Letzteren waren sogar etwas ganz Besonderes - mehr wird aber nicht verraten. Durch den Perspektivenwechsel entstehen wieder kleine Cliffhanger am Ende der Kapitel, was die Geschichte weiter vorantreibt.
Das Ende der Geschichte hat es in sich und das letzte Kapitel lässt mich sehnsüchtig auf den nächsten Band warten. Denn die beiden Hauptprotagonisten Magda und Ben sind mir bereits bekannt...
Urteil: Völlig anders und doch dieselbe dystopische Welt. Herr Thiemeyer hat es in der Fortsetzung wieder geschafft, mich perfekt zu unterhalten und mir vollen Lesegenuss zu bieten. "Das verbotene Eden - Logan und Gwen" hat mich gefesselt, mitgerissen und berührt. Hierfür kann es nur 5 Bücher geben.
Es ist ein Must-Read für Leser des ersten Bandes. Selbst wer "David und Juna" nicht mochte, sollte einen Versuch wagen. Denn dieser zweite Band ist anders als sein Vorgänger und wird vielleicht auch andere Leser ansprechen können.
*Worum geht's?* Gwen ist am Boden zerstört. Ihre Gefährtin Juna hat sie verlassen - für einen Mann! - und ist mit ihm geflohen. Wie konnte sie ihr das bloß antun? Gwen bleibt nichts außer einem Abschiedsbrief, den ER geschrieben hat. Die junge Heilerin weiß nicht mehr, was sie mit sich und ihrem Leben anfangen soll. Als ein Trupp aufgestellt wird, der den Inquisitor ausspionieren und wenn möglich sogar ausschalten soll, wittert Gwen ihre Chance, Antworten auf all ihre Fragen zu finden. Kurzerhand schließt sie sich der Gruppe an. Aber dann kommt alles anders, als geplant, und Gwen gerät in die Hände von Logan, einem jungen Kämpfer, der durch einen gewitzten Trick das Turnier der Clans gewonnen hat und sich nun den jüngsten Champion aller Zeiten nennen darf. Für die junge Frau wird er auf dem Sklavenmarkt viel Geld bekommen. Doch als es darauf ankommt, sind plötzlich Gefühle im Spiel, die niemand haben dürfte, und Gwen und Logan finden sich in Schwierigkeiten wieder, die nicht nur sie selbst, sondern alle Frauen und Männer in große Gefahr bringen werden...
*Kaufgrund:* Bereits der erste Teil der "Das verbotene Eden"-Trilogie hat mich begeistert und mitgerissen. Ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht, und habe mich riesig darüber gefreut, als ich es endlich lesen durfte.
*Meine Meinung:* Wie der Titel bereits andeutet, handelt es sich bei diesem Buch um eine Fortsetzung der "Das verbotene Eden"-Reihe. Der Roman spielt in der gleichen Welt und sogar die Handlungsstränge des ersten Bandes werden weitergeführt, diesmal jedoch aus einer anderen Perspektive. David und Juna, die im Auftakt um ihre Liebe kämpften, werden von Gwen und Logan abgelöst, zwei Charakteren, die bisher kaum eine bzw. keine Rolle spielten. Thomas Thiemeyer webt die wichtigsten Ereignisse des ersten Bandes geschickt in die Handlung dieses Buches ein, sodass man nach einer längeren Lesepause leicht wieder in die fremde Welt aus dem Jahre 2065 hinein finden kann. Sogar Seiteneinsteiger, die Junas und Davids Geschichte noch nicht gelesen haben, könnten zu erst zu "Das verbotene Eden: Logan und Gwen" greifen und anschließend den ersten Teil als Ergänzung lesen.
"Das verbotene Eden: Logan und Gwen" beginnt mit einem Prolog, der die Fans des ersten Bandes augenblicklich wieder in seinen Bann ziehen und aufatmen lassen wird. Nach dem ungewissen Ende des Vorgängers erfährt man endlich, ob Juna und David es zur Zuflucht geschafft haben; jenen Ort, an dem sie als liebendes Paar zusammenleben können. Leider ist das Wiedersehen nur von kurzer Dauer und beantwortet nicht alle Fragen, die man nach "Das verbotene Eden: David und Juna" noch gehabt hat. Thomas Thiemeyer lässt seine Leser allerdings nicht im Dunkeln. Im weiteren Verlauf der Handlung lösen sich weitere Handlungsstränge auf, auch ohne die Anwesenheit der "alten" Protagonisten.
Der Aufbau des Romans gleicht dem seines Vorgängers. Wieder einmal ist die Geschichte in drei große Abschnitte unterteilt, die mit interessanten und großartig gestalteten Grafiken eingeleitet werden. Während der erste Teil der Geschichte sich vor allem mit den zwei Hauptfiguren beschäftigt, sie und ihre Lebensumstände vorstellt und die Geschichte und ihre Hintergründe erläutert, jagt in den nächsten zwei Abschnitten ein temporeiches Ereignis das nächste. Mal wird es spannend, mal romantisch, dann wieder informativ. Thomas Thiemeyer bietet seinen Lesern eine abwechslungsreiche und innovative Geschichte, von der man sich schnell begeistern und mitreißen lässt.
Wer denkt "Ach, es sind bloß zwei neue Hauptfiguren, da werden die Geschichten sicherlich einige Parallelen haben", der irrt gewaltig! Thomas Thiemeyer behandelt im zweiten Band zwar viele Themen, die bereits bei "David und Juna" entscheidend waren, tut dies allerdings unter völlig neuen Gesichtspunkten. Man lernt die Welt im Jahre 2065, die man bereits zu kennen glaubte, nochmals anders kennen. Thomas Thiemeyer zeigt eine neue Facette seiner Dystopie, die mit der ersten nur wenig gemein hat, aber unweigerlich mit ihr verknüpft ist und mit ihr gemeinsam großartig auf das vielversprechende Finale hinarbeitet.
Ein spannender neuer Aspekt, der einen beträchtlichen Gruselfaktor mit in die Geschichte bringt, sind die so genannten Bleichen; Menschen, die man nicht mehr als solche bezeichnen kann. Seit der großes Katastrophe vor über 60 Jahren leben sie im Untergrund und meiden die Sonne und das Leben an der Oberfläche. In dieser Zeit haben sie sich zu fürchterlichen Bestien entwickelt, Kreaturen, die nach Fleisch lechzen - völlig egal, woher es stammt. Sie sind zu Monstern geworden, denen man lieber nicht begegnen möchte...
Gwen, die weibliche Hauptfigur des Romans, durfte man bereits in "Das verbotene Eden: David und Juna" kennenlernen, wenn auch nur flüchtig. Als Junas Gefährtin tauchte sie bereits einige Male auf, blieb allerdings sehr blass, was sich nun, da sie ihre eigene Geschichte zu erzählen hat, natürlich ändert. Bereits zu Beginn des Romans kann man gar nicht anders, als Gwen in sein Herz zu schließen. Die junge Heilerin, die schon im Trilogieauftakt einen sympathischen Eindruck hinterließ, hat schwer unter den vergangenen Geschehnissen zu leiden. Junas Verlust hat sie gebrochen, ihr das Selbstbewusstsein geraubt, ihr den Boden unter den Füßen weggezogen. Sie scheint zu schwächeln und man möchte ihr am liebsten selbst zur Seite stehen, um sie zu stützen. Im Verlauf der Handlung vollzieht Gwen jedoch eine extreme Entwicklung, vor der man den Hut ziehen muss. Sie findet wieder zu sich selbst und wird eine viel stärkere junge Frau als die, die man damals kennengelernt hat. Auf einmal ist sie schlagfertig, frech und lässt sich nichts mehr gefallen - und daran ist Logan nicht ganz unschuldig...
Logan, der männliche Protagonist, ist ein völlig neuer Charakter. Zusammen mit seinem Adoptivbruder und -vater, einem Schmied, lebt er in einem Clan fernab der alten Stadt. Sie haben nur wenig mit dem Inquisitor und der Religion zu tun und leben unter ihren eigenen Bedingungen. Bildung und Glaube sind für sie nicht weiter wichtiger, aufregende Kämpfe und Alkohol dagegen schon. Auch Frauen gegenüber sind sie nicht so negativ eingestellt, denn bei ihnen gelten sie als Statussymbole. Das Leben in den Clans ist grob, die Männer sind ungehobelt - und trotzdem ist unter ihnen der gutmütige Logan aufgewachsen, der zwar auch mit Kraft, aber viel mehr mit seiner Intelligenz überzeugen kann. Er hat ein gutes Herz und ein starkes Bewusstsein für Gerechtigkeit, ist stets darum bemüht, das Richtige zu tun - aber was ist das Richtige? Erst durch die Zeit, die er mit Gwen verbringt, lernt er, diese Frage für sich selbst beantworten zu können.
Gwen und Logan sind ein Protagonistenpärchen, das man sicher nicht so schnell vergessen wird, aber auch die Nebencharaktere der Geschichte sind definitiv mehr als bloß "Nebensache" und haben es verdient, genauer unter die Lupe genommen zu werden. Der Autor hat mit ihnen keine "Mittel zum Zweck" geschaffen, die nur dazu da sind, ihre Aufgabe in der Geschichte zu erledigen. Jede einzelne Figur in der "Das verbotene Eden"-Trilogie ist eine facettenreiche und individuelle Person, die die Leser neugierig auf sich macht. Unter ihnen stecken viele Rohdiamanten, denen es leider nicht vergönnt ist, selbst einmal eine Hauptrolle in der Trilogie zu übernehmen, obwohl sie eindeutig das Potenzial dazu hätten. Dazu zähle ich vor allem Edana und Arkana. Sie bekommen in der Buchreihe zwar viel Aufmerksamkeit geschenkt und werden näher beleuchtet, trotzdem sind sie als Charaktere so interessant, dass ich mir für sie eigene Romane wünschen würde. (Wie wäre es denn mit der ein oder anderen Kurzgeschichte über Ihre Nebencharaktere, Herr Thiemeyer? Ihre Fans würde es sicher freuen...)
Der Autor hat sich dazu entschlossen, einige Abschnitte aus der Perspektive seiner Nebenfiguren zu schildern. Auf diese Weise bekommt man Einblicke in die Handlungsstränge der Geschichte, die für das große Finale entscheidend sind, die Gwen und Logan allerdings nicht direkt betreffen. Sowohl der Inquisitor als auch Arkana spielen dabei wichtige Rollen. Sie schüren die Neugierde der Leser ins Unermessliche und machen die Wartezeit bis zum dritten Band beinahe unerträglich! Mein persönliches Highlight war jedoch Dachs, Logans kleiner Bruder, der in "Das verbotene Eden: Logan und Gwen" die Welt auf seine eigene schlaue Art beschreiben durfte. Denn Dachs ist stumm und kann sich nur durch eine Zeichensprache mit seiner Familie verständigen. Er ist ein cleveres und aufgewecktes Kerlchen, das sich zurecht einen Platz in meinem Herzen erkämpft hat.
Thomas Thiemeyer legt viel Wert auf Details, ohne sich dabei in langatmigen Beschreibungen zu verirren. Er findet das richtige Gleichgewicht zwischen bildhaften Ortsbeschreibungen, spannenden Handlungsschilderungen und individuellen Charakterdarstellungen, die in ihrem ausgeglichenen Zusammenspiel mal wieder verdeutlichen, was für ein talentierter Schriftsteller hinter ihm steckt. Er schafft es mit Leichtigkeit, seine Leser an die Seiten seiner Geschichten zu fesseln und ihnen außerdem ein Kopfkino zu bescheren, das man so intensiv erlebt, dass man gar nicht mehr mit dem Lesen aufhören möchte. Ich habe mich sogar einige Male dabei ertappt, wie ich mir gewünscht habe, "Das verbotene Eden" tatsächlich als Verfilmung auf der Leinwand genießen zu dürfen... Schlaflose Nächte sind mit diesem Roman garantiert!
Im dritten und letzten Band der Trilogie werden wieder zwei andere Charaktere die Rollen der Protagonistin übernehmen: Magda und Ben. Beide sind für die Leser nicht unbekannt und haben in den ersten zwei Bänden bereits Erwähnung gefunden. Ich bin sehr gespannt und kann mir noch gar nicht vorstellen, wie Thomas Thiemeyer mit diesen zwei neuen Protagonisten umgehen wird. Schließlich handelt es sich bei der "Das verbotene Eden"-Trilogie um eine Jugendbuchreihe und Magda und Ben stechen als Hauptfiguren eindeutig aus dem typischen Protagonistenschema heraus. Lassen wir uns überraschen - Herr Thiemeyer wird uns sicherlich nicht enttäuschen!
*Cover:* Ich mache mir lieber meine eigenen Bilder von Protagonisten und kann es deshalb nicht leiden, wenn man mir auf Buchcovern Gesichter präsentiert, die meine Vorstellung bereits einschränken. Ich muss allerdings zugeben, dass den Grafikern hier ein grandioses Cover gelungen ist. Die Charaktere sehen tatsächlich genau so aus, wie ich sie mir selbst auch vorgestellt hätte, und auch die Farbgebung, die Schrift und die blassen Verzierungen im Hintergrund sind echte Eyecatcher!
*Fazit:* Was für ein Buch! Der zweite Teil der "Das verbotene Eden"-Trilogie, der sich diesmal mit den Protagonisten Logan und Gwen beschäftigt, hat mich in jeglicher Hinsicht aus den Socken gehauen und mir sogar noch besser gefallen als sein Vorgänger. Thomas Thiemeyer vereint in seinem Roman alles, was man sich als Leser nur wünschen kann: eine grandiose und aufregende Geschichte, die einen die Nächte durchlesen lässt, facettenreiche Charaktere, die einen dazu bringen, mit jeder Faser des eigenen Körpers mitzufiebern, und eine ausgeprägte Welt, aus der man nicht mehr auftauchen will. "Das verbotene Eden: Logan und Gwen" hat definitiv Lieblingsbuchcharakter und bekommt deshalb volle 5 Sterne!
Inhalt Gwen ist am Boden zerstört. Juna hat sie verlassen, ist mit David, der noch vor kurzem gefangen gehalten wurde, geflohen und für immer fort. Geplagt von Selbstzweifeln und großem Liebeskummer gibt es nichts mehr in Gwens Leben, was sie glücklich machen kann. Auch ihre Ausbildung zur Heilerin steht auf Messers Schneide, denn bei einer wichtigen Prüfung driften Gwens Gedanken immer wieder ab. Zeitgleich werden die Machenschaften vom Inquisitor Marcus Capistranus immer düsterer und mysteriöser. Die Frauen in Gwens Lager wollen den gefährlichen Plänen zuvor kommen und beschließen, eine Truppe aus Brigantinnen in das Reich der Männer zu schicken. Auf die Reise soll sich auch eine der Heilerinnen begeben. Gwen meldet sich freiwillig, denn ihr ist klar, dass sie sich erst wieder auf ihr eigenes Leben konzentrieren kann, wenn sie herausfindet, was tatsächlich mit Juna geschehen ist. Doch die Frauen haben nicht damit gerechnet, dass es in ihrer Welt neben den Männern noch weitere Gefahren lauern, sodass Gwen vom Rest der Frauen getrennt wird. Und so fällt sie Logan in die Arme.
Meinung Habt ihr auch manchmal Angst, den zweiten Band einer Reihe in die Hand zu nehmen, weil ihr befürchtet, dass der altbekannte Fluch des Mittelteils auf ihm lastet? Es gab schon einige zweite Teile, die sich im Gegensatz zu ihrem Vorgänger im Laufe der Seiten nicht von der Stelle fortbewegten, sich nicht weiter entwickelten und somit alles andere als ein spannendes Leseerlebnis waren. Bevor ich ‘Das verbotene Eden – Logan und Gwen’ in die Hand nahm und begann es zu lesen, spukten diese Gedanken in meinem Kopf herum. Aber Thomas Thiemeyer hat mir schon nach der ersten Seite bewiesen, dass meine Bedenken völlig umsonst waren und dass nicht jeder Mittelband langweilig sein muss.
Denn schon nach wenigen Sätzen hat Thomas Thiemeyer es geschafft, mich durch seinen gewaltigen Sprachstil und der atmosphärischen Umgebung in eine neue Welt zu entführen. Auch, wenn die Grundsituation, die Feindschaft zwischen Frauen und Männern, dieselbe ist wie im ersten Band und es in diesem Hinblick kaum weitere Überraschungen gibt, so waren es die Lebensgewohnheiten der beiden neuen Protagonisten, die mich schnell fasziniert und gefesselt haben. Neben bekannten Figuren aus dem ersten Band, wie beispielsweise Junas Mutter Arkana und dem gefürchteten Inquisitor Marcus Capistranus, tauchen nämlich allerhand neue Personen auf, die den Lesern eine neue und andere Sicht auf die vom Autor erschaffene Zukunftsvision geben.
Da ist zum einen unsere Protagonistin Gwen, die ehemalige Lebensgefährtin von Juna. Während man Juna im vorherigen Band als junge Kriegerin, die mit Pfeil und Bogen ausgestattet ist, kennenlernte, so schlägt ‘Das verbotene Eden – Logan und Gwen’ andere Töne an. Denn Gwen ist eine Heilerin. Es ist faszinierend zu beobachten, mit welchen Mitteln und vor allem welcher Ausbildung die Frauen in ‘Das verbotene Eden’ zu Heilerinnen werden. Denn die Herangehensweise unterscheidet sich sichtlich von dem Studium, wie wir Leser es in unserer Welt kennen. Einen besonderen Touch erhält die Welt der Heilerinnen darüber hinaus noch durch die Gedankenwelt der Protagonistin. Dieser Handlungsstrang, auch wenn er verhältnismäßig kurz ist, haben mich auf zweierlei Weise schnell fesseln können. Es ist das Wechselspiel aus sehr sensiblen und emotionalen Momenten und äußerst brutalen, blutigen und angsteinflößenden Szenerien, die mich besonders in den Bann ziehen konnten. Denn Gwen wird als Heilerin mit allerlei Grenzsituationen konfrontiert.
Auf der anderen Seite erhält man als Leser einen Einblick in das Leben von Logan, was nicht nur ein starker Gegensatz zu Gwens, sondern auch Davids Lebensumständen darstellt. Als Sohn eines Schmieds in der Welt der Männer ist Logans Erzählstrang eine willkommene Abwechslung im Buch. Doch auch in diesen Passagen bleibt sich der Autor in seinem Wechselspielschema treu. Wie bei Gwens Erzählung gestaltet sich die Einführung in Logans Leben als Achterbahnfahrt. Ohne Zweifel sorgt seine innige Beziehung zu seinem kleinen Bruder als sehr gefühlvoll und intensiv, doch bietet die Männerwelt wieder genügend Stoff für Furcht und Spannung. Während man noch im ersten Band den Eindruck erhielt, die Männerwelt würde besonderen Wert auf Intellekt und Bildung legen, wird im zweiten Teil klar, dass sie Lager der Männer deutlich teilen. Denn in Logans Welt muss man sich Ansehen, Ruhm und Geld hart erarbeiten, genau genommen sogar brutal erkämpfen.
Neben vielen Schreckmomenten gibt es in ‘Logan und Gwen’ natürlich auch wieder große Gefühle. Für manche Leser mag der Einstieg in die eigentliche Liebesgeschichte vielleicht ein wenig zu kurz und zu spät eintreten, denn es vergehen um die 200 Seiten, bis sich Logan und Gwen tatsächlich einander annähern. Doch für mich war das alles andere als enttäuschend. Ich empfand die Liebesgeschichte zwischen den beiden durch die lange Entwicklung als umso authentischer. Denn wie wahrscheinlich ist es schon, dass sich zwei junge Erwachsene, die ihr Leben lang mit Zweifeln und Warnungen bezüglich des anderen Geschlechts aufgewachsen sind, Hals über Kopf, ohne jede Vorwarnung ineinander verlieben? Thomas Thiemeyer gibt seinen Figuren genügend Raum, um einander kennenzulernen, Fragen in den Raum zu werfen, das andere Geschlecht einschätzen zu lernen. Besonders gefallen haben mir in diesem Zusammenhang der Wortwitz und die Schlagfertigkeit, die sowohl Logan und Gwen in ihren Gesprächen an den Tag gelegt haben. So gibt es in der Geschichte neben den brutalen und grausamen Momenten, die eine solche düstere Zukunftsvision mit sich bringt, auch viele Momente, die dem Leser eine Verschnaufpause gönnen. Diese Szenen machen aber vor allem deutlich, dass es für die Welt, in der Logan und Gwen leben, auch Hoffnung gibt.
Blick in die Zukunft Mit ‘Logan und Gwen’ bildet Thomas Thiemeyer bereits die Grundlage für den letzten Teil der Trilogie, ‘Ben und Magda’. Denn die Protagonisten des Abschlussbands tauchen bereits im zweiten Teil der Trilogie auf. Das Buch wird im Herbst 2013 erscheinen.
Fazit Thomas Thiemeyer hat mich auch mit dem zweiten Band Trilogie begeistern können. Auch, wenn wir nicht viel Neues über die Liebeskrankheit in der Zukunft erfahren, so schlägt der Autor mit seinen neuen Figuren doch neue Töne an. Gwen und Logan leben in völlig unterschiedlichen Welten, haben mit verschiedenen Herausforderungen zu kämpfen. Doch bieten der Sprachstil, die Ortschaften und die ungleichen ‘Kulturen’ von Mann und Frau allerlei Stoff für eine mitreißende Handlung. Als Leser kann man ein weiteres Mal in eine erschreckende Zukunft blicken, die nach den Ereignissen vom ersten Band mit noch außergewöhnlicheren und furchterregenden Elementen aufwartet.
Der zweite Teil der "Das verbotene Eden" Trilogie Erkenntnis aka Logan und Gwen hat mir fast so gut wie Band 1 gefallen. Gwen fand ich im ersten Buch irgendwie unsympathisch, das hat sich mit Band 2 glücklicherweise geändert. Gwen steckt in einer Krise seit ihre Gefährtin Juna sie wegen eines Mannes verlassen hat.
In diesem Teil erfahren wir mehr von der Welt der Männer, in der Logan zusammen mit seinem Vater und seinem Bruder Dachs lebt. Dieses mal gibt es wesentlich mehr Zufälle als in Band 1, wenn man darüber hinweg sieht ist das Buch wirklich sehr gelungen.
Ich freue mich im nächsten Jahr den Dritten und letzten Band der Eden-Trilogie zu lesen, in der es um Magda und Ben geht. Nach dem Cliffhanger in Band 2 bin ich wirklich sehr gespannt was mit den liebgewonnenen Charakteren noch passiert und ob Männer und Frauen den Virus endlich überwunden haben.
Inhalt: Nachdem David und Juna geflohen sind, kann Gwen es noch immer nicht fassen, dass ihre geliebte Freundin sie für einen Mann sitzen gelassen hat. Sie plagen Selbstzweifel und trotz fortgeschrittener Ausbildung zu richtigen Heilerin ist sie immer wieder in Gedanken weit weg. Aus diesem Grund beschließt sie sich bei einem Spähertrupp anzuschließen, die den Inquisitor der Heiligen Lanze vernichten wollen. Doch soweit kommt es erst gar nicht, denn Gwen und die anderen Kämpferinnen werden überrascht. Gwen überlebt nur, weil Logan, der Kämpfer des Jahres, ihr das Leben rettet. Aber anstatt sie freizulassen, nimmt er sie mit in ihr Dorf, wo Logans Vater von ihm verlangt sie an einen Sklavenhändler zu verkaufen. Langsam beginnen sich in Logan Gefühle für Gwen zu entwickeln und selbst Gwen ist plötzlich geschockt darüber, dass der Hass zwischen Mann und Frau bei ihr nicht mehr zu wirken scheint …
Meinung: “Das verbotene Eden 02: Logan und Gwen” ist der zweite Band der “Das verbotene Eden” Trilogie von dem deutschen Autor Thomas Thiemeyer. Die Geschichte knüpft nahtlos an den ersten Band an, spielt aber nun aus der Sicht zwei neuer Charaktere. Auch in “Logan und Gwen” geht es wieder um die zerstörte Welt, in der nur Hass zwischen Mann und Frau geblieben ist.
Die Hauptrolle in Band zwei spielen Logan und Gwen. Logan stammt aus einem nahen Dorf der Männer, die in Clans unterteilt sind. Er ist ein noch junger Kämpfer und sammelt trotzt seines Alters schon einen beträchtlichen Titel ein. Gwen dagegen ist Junas Exfreundin, die Juna zurückgelassen hat. Sie ist in der Ausbildung zu einer richtigen Heilerin und sehnt sich danach Gutes zu tun. Logan ist als Charakter eher der Starke, der langsam Gefühle für Gwen entwickelt. Dies liegt vor allem an seiner sehr offenen Seite, er verurteilt Menschen nicht direkt, sondern lernt sie genauer kennen. Gwen ist zu Beginn recht nervig. Sie hinterfragt ständig Junas Vorgehen und verurteilt es immer wieder, obgleich sie kaum Antwort auf alle ihre Fragen erhält. Erst zum Ende hin, wenn sie Logan besser kennenlernt und bestimmte Punkte in der Geschichte versteht, wird sie ungemein angenehmer. Sie wird sanft und ist dennoch charakterlich eine sehr starke Frau, die endlich nicht mehr ihre Augen vor der Vergangenheit schließt. Das Mädchen lag vor ihr auf dem Tisch. Ihr Brustkorb hob und sekte sich. Gwen schluckte den Kloß in ihrem Hals hinuntter und wählte ein Messer. Es funkelte wie Eis. (Seite 59)
Die Geschichte in “Das verbotene Eden 02: Logan und Gwen” ist wie schon im ersten Band aufregend. Endlich lernt man auch mehr über die Kämpfer der Männer kennen, denn mit Logan taucht man in einen der vielen Clans ein. In der Fortsetzung ist nun der Mann der Kämpfer und rettet schließlich auch Gwen, die eher durch ihr Heilkünste bekannt ist. Somit wird deutlich, dass sich die Charaktere von Band eins und Band zwei klar voneinander unterscheiden und so die Geschichte ein wenig spannender wird. Im großen und ganzen geht es aber auch hier wieder darum, dass Mann und Frau die Wahrheit erkennen und so einen Krieg verhindern wollen bzw. ihre mögliche Liebe zueinander finden.
Genau dieser Aspekt ist auch der Grund, wieso ich wieder nur 4 Sterne für die “Das verbotene Eden Trilogie vergebe. Das Setting bleibt gleich, ebenso wie der Plotgrundfaden. Es wechseln sich eigentlich nur die Charaktere ab, die die Hauptrolle spielen. Ansonsten belibt die Handlung im Bezug zur Handlung im ersten Band recht simpel und vor allem ähnlich. Gut finde ich jedoch den voran laufenden Plot, denn als Leser erfährt man immer mehr Details über die Vergangenheit und weshalb sich Fraun und Männer so langen gehasst haben … »Das würde mich sehr freuen«, sagte Logan und presste die Lippen zusammen. Wenn er auf etwas keine Lust hatte, dann, seine Zeit mit dem Sohn des Warlords zu verbringen. (Seite 143)
Insgesamt ist “Logan und Gwen” eine spannende Fortsetzung, die aber nicht unbedingt viel neues birgt. Als Leser erfährt man weitere Details oder lernt mehr über die getrennte Welt von Männer und Frauen kennen, doch der rote Faden der Geschichte ähnelt raltiv stark der Handlung von Bans eins. Für den dritten Band wünsche ich mir mehr Abweichungen und neues und nicht wieder ein so stark ähnelnder Plot. Der Anblick war alptraumhaft. Manche dieser Kreaturen hatte keine Lippen. Es sah aus, als wären sie abgeschnitten worden, so dass ihre gelbe Zähne hervorstanden. (Seite 199)
Der Schreibstil ist flüssig und flott zu lesen. Der Autor schreibt vor allem aus der Sicht von Logan und Gwen, jedoch erfährt man auch die weitere Geschichte von Junas Mutter und ihrem Vater. Ansonsten ist der Stil sehr gut zu lesen und weckt Spannung.
Das Cover passt sich dem ersten Teil super an. Ich finde die Cover hübsch und auch die Farben grün-violett passen gut zueinander. Auch im zweiten Band gibt es im Inneren des Buches wieder eine Karte, sodass man sich auch hier wieder gut vorstellen kann, wie nah doch Männer und Frauen leben. Der Mann stand da wie festgewachsen. Einen Moment lang glaubte Arkana, ein Lächeln zu sehen, doch konnte das genauso gut auf die Lichtverähltnisse zurückzuführen sein. (Seite 392)
Fazit: “Das verbotene Eden 02: Logan und Gwen” erhält von mir 4 gute Sterne. Die Geschichte ist erneut wieder spannend und flüssig zu lesen. Man erfährt viele weitere Details über die Vergangenheit und auch Logan und Gwen sind nette Charaktere, die sich stark von David und Juna unterscheiden. Allerdings reicht es auch hier nicht für 5 Sterne, denn das Muster aus dem ersten Band wird teils doch übernommen, sodass es ein wenig an innovativen Idee fehlt …
Das verbotene Eden 1. David und Juna 2. Logan und Gwen 3. Magda und Ben
Gwen kann es nicht glauben. Juna hat sie verlassen - und das für einen Mann! In ihrem Selbsthass erklärt sie sich bereit, an einer Expedition teilzunehmen, die das Ziel hat, den Inquisitor zu ermordern. Wie zu erwarten war, geht die Mission schief und Gwen gerät in die Hände von Logan, dem derzeitigen Champion des Clans der Steinernen Türme. Dieser kann mit einer Frau nichts anfangen und will sie in die Sklaverei verkaufen, doch letztlich kann er sich seiner Gefühle nicht erwehren...
Charaktere:
Gwen, die Ex-Freundin von Juna, hat gerade den Rang einer Heilerin eingenommen als sie von einer Mission hört, die sie ins Herz der alten Stadt führen würde. Entgegen all ihren Gewohnheiten, stimmt sie zu. Sei es, um sich selbst zu bestrafen oder um herauszufinden, was Juna angetrieben hat, das weiß sie selbst nicht so genau. Niemand versteht, was in sie gefahren ist, kennt doch jeder Gwen nur als ruhige, aber störrische Frau, die keinerlei Verlangen danach hat, Glanmor zu verlassen. Sie verteidigt ihr stets penibel reinliches Heim wie der Drache seinen Hort und konnte selbst nie nachvollziehen, warum Juna so wenig weibliche Interessen hat. Sie ist klug, humor- und liebevoll und beweist im Laufe ihres Abenteuers mehr Anpassungsfähigkeit und Kampfgeist als die meisten ihr zugetraut hätten…
Logan ist der „Sohn“ eines Schmiedes. Als Clanangehöriger gehört er zu den wenigen Glücklichen, die noch einen „Bruder“ haben, denn der Mann, der ihn aufgenommen hat, hatte auch noch ein Herz für den stummen Dachs. Für die drei macht es keinen Unterschied, dass sie nicht wirklich blutsverwandt sind – sie lieben und respektieren einander und unterstützen sich, wo sie nur können. Durch einen geschickten Trick hat Logan es geschafft, beim Heuert-Wettkampf den Sieg zu erringen, wodurch er nicht nur das Ansehen seiner Familie steigert, sondern dem ganzen Clan Ehre bereitet – immerhin ist ihr Warlord jetzt für ein Jahr der Kopf aller Clans. Da unter den Clans der Hass gegen das weibliche Geschlecht schon länger nicht mehr wirklich vorhanden ist, legt er Gwen gegenüber mehr Neugierde als alles andere an den Tag. Während ihrer Wortgefechte beweist er Humor und Intelligenz.
Eigene Meinung:
„Das verbotene Eden – Logan und Gwen“ von Thomas Thiemeyer ist mit Abstand der beste zweite Teil, den ich je bei einer Trilogie gelesen habe.
Thiemeyers Schreibstil zieht den Leser sofort wieder in seinen Bann. Die elegante Ausdrucksweise und perfekt detaillierten Beschreibungen machen das Lesen zum Genuss. Auch dieses Mal wird die Geschichte im personalen Erzählstil wiedergegeben, wobei Logans und Gwens Handlungsstrang natürlich im Fokus liegt.
Auch die Charaktere überzeugen auf ganzer Linie. Vor allem die Protagonisten sind mir dieses Mal richtig ans Herz gewachsen. Hatte ich mit David und Juna noch so meine Schwierigkeiten, gewannen Logan und Gwen meine Sympathie in Rekordzeit. Dabei war mir Gwen im ersten Teil der Trilogie richtiggehend unsympathisch und es graute mir davor, ein ganzes Buch aus ihrer Perspektive zu erleben. Diese Meinungsänderung verdanke ich aber der grandiosen Entwicklung, die Thiemeyer seiner Heldin angedacht hatte! Neben den Protagonisten tauchen aber, neben den bereits Bekannten, viele „Nebenfiguren“ auf, die so liebevoll gestaltet sind, dass sie diese Bezeichnung gar nicht verdienen. Hier ziele ich natürlich auf Gunnar und Dachs an, die man einfach lieb haben muss.
Ich muss gestehen, ich bin nicht gerade vorbehaltlos an die Story herangetreten. Es ist ja nun auch nicht gerade üblich, dass bei einer Jugendbuch Trilogie die Protagonisten geändert werden. Gleichzeitig fürchtete ich, es könnte noch mal dasselbe Konzept wie beim Vorgängerband sein – und wer will schon dieselbe Geschichte nur mit neuen Personen lesen? Recht schnell durfte ich aber feststellen, dass alle meine Sorgen unbegründet waren und ich konnte mich dem Sog nicht mehr entziehen. Die Geschichte ist tempo- und actionreicher, die Lovestory entpuppt sich nicht als die große Warterei und so langsam tut sich auch was im Hinblick auf den kommenden Showdown.
In diesem Band verbringt man die meiste Zeit in der Alten Stadt und lernt dessen tiefste Abgründe kennen. Das Setting ist viel düsterer und Thiemeyer kreiert eine Atmosphäre, die vor Spannung förmlich knistert. Im Gegensatz dazu gab es trotz der stetig steigenden Spannungskurve mehr Lacher bzw. „Schmunzler“ als im ersten Band.
Wie bereits angedeutet, hat mir die Liebesgeschichte viel besser gefallen. Auch hier war klar: Logan und Gwen treffen aufeinander und verlieben sich, doch fürchtete ich, auch dieses Mal wieder den halben Roman über auf dieses Aufeinandertreffen zu warten. Glücklicherweise war dem nicht so und sogar die Entwicklung der Gefühle war für mich dieses Mal nachvollziehbar. Es war einfach schön, die beiden auf ihrem Weg zu begleiten, mit ihnen Abenteuer zu erleben und auch um sie zu bangen. Das Beste: ihre Geschichte ist noch nicht zuende! Also, legt Euch am Besten gleich Band 3 in Griffnähe…
Fazit:
Thomas Thiemeyers „Das verbotene Eden – Logan und Gwen“ ist nicht nur eine gelungene Fortsetzung, sondern für mich der beste Teil der Trilogie. Der Schreibstil ist genauso gut wie vorher, aber irgendwie fiel mir dieses Mal alles leichter: ich konnte mich besser in die Charaktere, ihr Leben und ihr Umfeld hineinversetzen. Die Lovestory war nicht nur unterhaltsamer, sondern auch emotionaler und vor allem nachvollziehbar. Ein hohes Tempo und immer neue Überraschungen halten den Leser bei der Stange und ein grandioses Setting vermittelt die richtige Atmosphäre. Für Fans der Reihe ein Muss und auch denjenigen, die an Band 1 gezweifelt haben, kann ich nur raten, diesem grandiosen Folgeband eine Chance zu geben – 5/5 Bücher!
Durch Zufall bin ich wieder auf die Reihe in meinem Bücherregal gestossen. Band 1 hab ich vor etwa 5 Jahren gelesen und der hat mir damals gut gefallen. Keine Ahnung warum ich nie weiter gelesen habe. Jetzt hab ich heute morgen mit Band 2 angefangen und ihn gerade beendet. Auch Band 2 konnte mich wieder total überzeugen. Auch das Thema der Buchreihe ist heute aktueller den je. das einzige was ich nicht so mochte war diese Insta Love zwischen Gwen und Logan. Das war aber quasi schon in Band 1 bei David und Juna so. Ansonsten aber wieder eine tolle Geschichte. Ich freu mich jetzt auf Band 3 denn dazu wurden schon Anspielungen in diesem Band gemacht die mich sehr neugierig auf die Geschichte von Magda und Ben machen.
Endlich habe ich diese Reihe fortsetzen können. Der Band hat mir wieder sehr gut gefallen, man kann ihn auch gut lesen wenn man aus den ersten Band nichts mehr wußte (so wie ich) da es um zwei andere Hauptpersonen ging. Ich bin gespannt wie das im dritten Band aufgelöst wird. Was mir diesmal merh aufgefallen ist, ist dass es schon an jüngere Jugendliche gerichtet ist es ist sehr zahm. Auch die Welt ist sehr überschubar, ich glaub innerhalb von zwei Tagen kann man von einem Ende zum andere reiten, da fragt man sich schon was mit den Rest der Welt ist. Außerdem hat sich Welt innerhalb von 65 Jahren so dramatisch gewandelt, dass es einfach nicht realistisch ist, zum einen leben noch Menschen die die Welt vorher kannten und trotzdem wissen viele nicht mal was Strom ist oder Fernseher?
Meiner Meinung nach nicht so gut wie der 1.Band, da die Heldin des 2. Teils teilweise widersinnige und nicht nachvollziehbare Entscheidungen trifft. Auch die Lovestory konnte mich hier nicht so wirklich überzeugen, im Vergleich zum Vorgänger wirkte das Ganze hier etwas gezwungen. Da gerade Gwen im ersten Band eine nicht ganz unerhebliche Rolle spielt, war ich neugierig auf ihre Geschichte. Ihre Erlebnisse sind definitiv anders als die von Juna, leider fand ich ihre Charakterentwicklung nicht so spannend aber für die Buchreihe passt sie durchaus.
„Während wir hier sitzen, finden Veränderungen statt. Nicht nur außerhalb, sondern in uns drin. Der Mensch mag die Natur verändern, doch die Natur findet immer einen Weg zurück.“ (S. 150)
Zum Buchinhalt
Seit ihrer Gefährtin Juna aus dem Land der Frauen geflohen ist, um mit dem Mönch David ein neues Leben zu beginnen, fühlt sich die junge Heilerin Gwen einsam und gedemütigt.
Und auch die Situation im ganzen Land sieht nicht besser aus. Der Hass zwischen Männern und Frauen wird immer größer. Nach einem weiteren Übergriff der Heiligen Lanze beschließt der Hohe Rat einen letzten Versuch zu wagen, um einen Krieg zu verhindern und ein friedliches Miteinander mit den Männern zu sichern: Eine Gruppe von Brigantinnen soll in die Alte Stadt reiten und den Inquisitor Marcus Capistranus töten. Aufgestachelt von der Männerhasserin Edana schließt sich Gwen dieser Truppe an. Gemeinsam machen sie sich durch die U-Bahn Schächte auf den Weg in die Stadt – ohne zu wissen, was dort unten auf sie wartet.
Logan, der Sohn des Schmieds Gunnar, der vor kurzem im Arenakampf zwischen den verschiedenen Clans der jüngste Champion aller Zeiten geworden ist, trifft auf einem seiner Streifzüge auf Gwen, die sich gerade in einer misslichen Lage befindet. Ohne groß zu überlegen rettet er ihr Leben und nimmt sie mit in sein Dorf, um Gwen auf dem Sklavenmarkt zu verkaufen. Allerdings machen ihm seine Gefühle einen Strich durch die Rechnung...
Meine Meinung
Nach Beenden des ersten Bandes habe ich mich schon sehr auf die Fortsetzung gefreut und konnte fast nicht mehr Abwarten es endlich zu lesen. „David und Juna" fand ich einfach super, doch Band 2 steht ihm in nichts nach, im Gegenteil. Wie auch schon in Band 1, sind die Männer und Frauen immer noch erbitterte Feinde. Der Inquisitor sinnt immer noch nach seiner Rache und will die Frauen seiner Macht unterwerfen. Tja und die Frauen wollen den Inquisitor umbringen, um unter allen Umständen einen Krieg zu vermeiden. Doch eine Veränderung ist deutlich spürbar…Das Virus, scheint langsam an Wirkung zu verlieren. Das merken auch Logan und Gwen, denn die beiden sind sich von Anfang sympathisch und man kann schön miterleben, wie sich die zwei verlieben.
Anfangs hatte ich die Vermutung, dass sich mit den beiden neuen Hauptprotagonisten die Geschichte von David und Juna wiederholen wird, doch das ist keineswegs so. Allein da Gwen und Logan ganz andere Persönlichkeiten haben.
Gwen ist eine super sympathische Person, die einem sofort ans Herz wächst und mit der man mitleidet. Im Laufe der Geschichte macht sie eine schöne Entwicklung durch, denn durch ihre Begegnung mit Logan erkennt Gwen erkennt, dass nicht alle Männer böse sind. Und noch viel mehr: Sie entdeckt ihre Gefühle für ihn und kann so auch ihre frühere Partnerin Juna besser verstehen. Insgesamt würde ich sagen, ist sie nach den ganzen Erlebnissen wesentlich stärker und selbstbewusster geworden ist.
Logan gefiel mir auch gleich auf Anhieb! Er hat keinen Hass auf die Frauen, denn die Clans vertreten die Meinung, dass man sich am besten gegenseitig in Ruhe lassen sollte. Für Logan steht seine kleine Familie an erster Stelle: Er hilft seinem Vater bei seiner Arbeit und kümmert sich aufopferungsvoll um seinen kleinen, stummen Bruder Dachs (den ich auch richtig in mein Herz geschlossen habe) Besonders gut an ihm hat mir jedoch gefallen, dass er sich in seiner Meinung nicht beeinflussen lässt, obwohl der Sohn des Clanführers seit seinem Sieg in der Arena versucht ihn auf seine Seite zu ziehen.
Natürlich treffen wir hier auch wieder viele altbekannte Charaktere, so spielt z.B. die Hohepriesterin Arkana, die Mutter von Juna, wieder eine Rolle und sorgt mit ihrer Geschichte für einen ersten kleinen Cliffhanger.
Bei einer Fortsetzung setzt man ja immer voraus, dass einem der „Schauplatz“ schon bekannt ist, doch auch hier ist Thomas Thiemeyer ein Überraschungseffekt gelungen. Den bereits bekannten "Plätzen" hat er noch weitere hinzugefügt. Es wird also garantiert nie langweilig. Die Story an sich beginnt relativ sachte, man lernt Gwen und Logan etwas besser kennen, lebt ein bisschen in ihrer und seiner Welt und lernt ihren Alltag kennen. Als Gwen dann mit ihrem Spähtrupp loszieht, beginnt die Handlung Spannung aufzubauen. In der Mitte des Buches nimmt die Spannung wieder etwas ab und man erlebt wie sich Gwen bei Logan zuhause einlebt. Gegen Ende des Buches kommt die Spannung aber wieder auf, wodurch ein mieser Cliffhanger entsteht und sehr viele Fragen ungeklärt bleiben.
Mein Fazit
Mit "Das verbotene Eden - Logan & Gwen" hat Thomas Thiemeyer eine mehr als gelungene Fortsetzung geschaffen. Zwar ist der zweite Band völlig anders aufgezogen, aber wir befinden uns immer noch in derselben dystopischen Welt, in der sich Männer und Frauen bis aufs Blut nicht ausstehen können. Mit sehr viel Spannung schildert er, wie sich der Hass auf beiden Seiten verstärkt hat, bringt jedoch auch zum Ausdruck, dass bei einzelnen dieses Gefühl langsam zu schwinden beginnt. Logan und Gwen sind zwei wunderbare Protagonisten, weshalb ich mich schon sehr auf ein Widersehen mit den beiden im dritten und letzten Teil freue. Ich bin gespannt welche Hindernisse und Abenteuer in „Das verbotene Eden: Magda & Ben“ auf mich warten werden. Ein absolutes Must-Read!
Thomas Thiemeyer konnte auch mit seiner Fortsetzung "Das verbotene Eden - Logan und Gwen" voll und ganz punkten. Für mich findet sich in dieser überaus gelungenen Dystopie kein Kritikpunkt. Der zweite Band der Trilogie knüpft nahtlos an den ersten Band an. Der Prolog beantwortet sogar noch meine offenen Fragen des Endes, das wurde wirklich schön gelöst. Von Anfang bis Ende ist der Handlung spannungsvoll und lässt den Leser ein Gefühlschaos der besonderen Art durchleben. Das Buch beiseite zu legen wird hier zur Meisterprüfung und fordert extreme Überwindung.
Die Covergestaltung ist auch schon wie bei ihrem Vorgänger auf die Protagonisten abgestimmt. Gwen ist erkennbar an ihrer Kutte und Logan natürlich an seinem Sieger Tatoo. Das lilafarbende gefällt mir persönlich noch viel besser, aber das ist ja Geschmackssache, wirklich schade, dass das Buch ohne Schutzumschlag nicht auch lila ist. Die Innengestaltung ist sehr hübsch und ein Augenschmaus für die Leserwelt. Allein schon die Karte direkt auf den ersten und letzten Seiten des Buches ist unglaublich hilfreich, so lässt sich immer verfolgen, wo sich die Personen gerade befinden und ich wurde gerne ab und zu zur Stalkerin, schließlich muss ich doch alles im Auge behalten. Das Buch wurde in drei Teile unterteilt und vor dem Beginn jedes Teils ist eine besonders schöne Seitengestaltung: Entweder ein Brief oder ein Auschnitt eines alten Buches mit altdeutscher Schrift.
Ein wenig schade ist, dass die tollen Protagonisten Gwen und David aus dem ersten Band gar nicht mehr vorkommen, außer im Prolog. Sie werden nur als eine Art Legenden immer wieder erwähnt, aber wie es ihnen geht, was sie nun in ihrem Alltag erleben erfährt der Leser nicht. Ich hoffe, dass wird Thomas Thiemeyer im dritten und letzten Teil nochmal aufgreifen, sodass es ein Wiedersehen mit allen tollen Charakteren gibt. Sehr schön hingegen ist, dass der Leser zu Handlungsausschnitten von dem Oberfiesling oder auch der Hohepriesterin Arkana geschickt wird und so auch mal die Handlung aus deren Sichtweise sehen darf und in ihre Köpfe blicken kann.
Thomas Thiemeyer hat sich noch einmal gesteigert. Band 1 war für mich schon eine der besten Dystopien und nun schreibt er so eine grandiose Fortsetzung. Ich bin wirklich gespannt, ob er sich zum dritten Buch der Reihe "Das verbotene Eden" auch wieder steigern kann. Sein Schreibstil ist mitreißend, atemberaubend, flüssig und hat eine Dauerspannung die Fingernägelzerkauend ist. Für die Wahl des Handlungsortes könnte ich Thomas küssen. Während der Handlung entdeckt Gwen ein ehemaliges Bahnschild vom Bahnhof Ehrenfeld und da musste ich direkt daran denke, wie ich ständig mit dem Re durch ebendiesen fahre.
Der Leser blickt auf die Handlung und die Charaktere, denn Thomas hat hier die Er-Erzählform gewählt. Aber dies hat keine Auswirkung auf das Identifzieren mit den Protagonisten, denn diese werden dem Leser trotzdem unglaublich nah gebracht, sodass man selbst das Gefühl hat neben den Charakteren zu stehen. Die Welt in der Logan und Gwen leben ist schrecklich und für uns zum Glück nicht nachvollziehbar. Keine Liebe zwischen Männer und Frauen, nicht einmal Freundschaften, nein nur verbitterte Feindschaft. Ich würde nicht mit ihnen tauschen wollen, trotzdem verspührt man als Leser oftmals den Drang die Charaktere zu schütteln und irgendwie wach zu rütteln. Ein Glück schaffen die Protagonisten es bei Thomas Thiemeyers Dystopien immer sich in einander zu verlieben und letzendlich ihre Gefühle zu akzeptieren. Der Werdegang bis zu diesem Punkt ist wunderschön, weil die Liebe einfach glaubhaft rüber gebracht wird, der Leser glaubt sie ihnen sofort. Sie lernen sich kennen, ihnen werden Steine in den Weg gelegt, aber letzendlich schaffen sie es doch. Natürlich wird es ihnen nicht leicht gemacht sich zu finden, aber dies ist im realen Leben schließlich auch nicht so.
Sowohl Gwen als auch Logan sind liebenswürdige Charaktere. Von Beginn an leidet der Leser mit ihnen und fiebert und kämpft an einigen Stellen mit ihnen um ihr Leben. Gwens größter Wunsch ist es Heilerin zu werden, dafür arbeitet sie hart, denn nur eine Begabung reicht keinesfalls. Sie ist unglaublich ehrgeizig, aber noch ein Grund dafür, dass sie sich bis zum Kopf in Arbeit stürzt ist das Verschwinden ihrer Lebensgefährtin Juna, noch dazu mit einem Mann. Das hat sie so sehr verletzt. Der Autor macht diesen Schmerz für den Leser greifbar, der Liebeskummer sprüht aus den Seiten. Aber auch Logan ist sehr ehrgeizig, um seine Ziele zu erreichen trainiert er hart. In diesem Punkt sind sich die beiden ebenbürtig und äußerst ähnlich. Der Leser merkt direkt, dass die beiden perfekt zueinander passen würden und spührt auch direkt die Verbundenheit.
Thomas Thiemeyer hat wieder ein sehr gemeines Ende gewählt, sodass der Leser den dritten Band einfach kaufen MUSS. Aber das Problem liegt eher an der fiesen Wartezeit bis dieser erscheint. Da nicht einmal das Erscheinungsdatum des dritten und letzten Bandes bekannt ist wird die Wartezeit diesmal umso quälender. Ansonsten ist diese Dystopie bis auf den letzten Band sehr gut ausgearbeitet und geradezu perfekt für meinen Geschmack.
Wundervolles Buch!! Sprengt immer wieder den Rahmen zwischen Liebe und Krieg zwischen Männern und Frauen. So spannend und doch so romantisch. Mochte das Buch am liebsten gar nicht mehr schließen!!
Inhalt: Gwen ist immer noch tief verletzt und kann Juna einfach nicht verzeihen, dass sie mit einem Mann durchgebrannt ist. Kurz entschlossen beschließt die junge Heilerin, sich einen Spähtrupp anzuschließen, der die Stadt der Männer auskundschaften soll. Es heißt, die verschlagenen Typen sammeln sich zum Krieg gegen die Frauen. In den U-Bahn-Schächten kurz vor der Stadt, werden die Frauen von wilden, menschenähnlichen Kreaturen angegriffen. Gwen versucht zu fliehen, wird aber schnell von den Monstern eingeholt. Im letzten Moment wird sie jedoch von einem jungen Mann gerettet. Logan. Er bringt sie in sein Dorf, um sie an einen Sklavenhändler zu verkaufen. Doch schon bald regen sich komische Gefühle in Logan, die ihm vorher nicht bekannt waren und auch Gwen verspürt dieses neue Gefühl. Was hat das zu bedeutet? Seit Beginn der dunklen Zeit hassen sich Frau und Mann wie die Pest, doch warum verspüren die Beiden nicht diesen Hass?
Meinung Ich sprech es laut aus: Ich bin ein Fan von Thomas Thiemeyer! Dieses Buch ist erst das Dritte von jenem Autor. Aber ich bin jedes Mal aufs Neue begeistert, wie mich seine Geschichten unterhalten. Das liegt vor allem an der Art, wie er schreibt. Ohne Frage, der Schreibstil ist gut und einfach gehalten. Sehr schön zu lesen! Aber am meisten kann mich der darin versteckte Witz, der oft nur unterschwellig zu erkenne ist überzeugen. Ich liebe so etwas! Wenn einem beim Studieren der Zeilen das Grinsen immer breiter wird und man manchmal nur laut auflacht, weil man einfach nicht anders kann. Diese Art von Komik kann aber auch nur dann richtig gut rüberkommen, wenn die Charaktere dafür geeignet sind.
Logan und Gwen, die Flaggenträger in diesem Buch, besitzen dieses flair und setzen es ausgezeichnet ein. Aber erst einmal war ich ein bisschen voreingenommen, ob es eine gute Idee war, mit Gwen als Hauptperson weiterzumachen. Ich bin ihr im ersten Teil zwar begegnet, hätte sie aber wahrscheinlich anders wahrgenommen, wenn ich gewusst hätte, dass sie noch eine größere Rolle spielt. Aber der Versuch ist geglückt, denn Gwen muss man einfach mögen! Sie ist zu Beginn unsicher, was allein nur daran liegt, dass sie von Juna so verletzt wurde. Im Verlauf der Geschichte ändert sich dies aber um 180 Grad. Das liebe, nette Mädchen, entpuppt sich als stures, geradliniges, starkes und vor allem sympathisches Frauchen! Gut gemacht, Herr Thiemeyer! Logan hingegen war mir unbekannt. Er ist der Neue! Da die Sicht von Kapitel zu Kapitel immer zwischen ihm und Gwen (selten sind es auch andere Personen) wechselt, lernt man ihn gut kennen, anstatt ihn nur von außen zu betrachten. Mir hat sein Wesen ebenfalls sehr zugesagt. Er ist mutig und auf seine Art auch lustig.
Die Chemie zwischen ihm und Gwen passt perfekt! Am Anfang besteht eine gewisse Distanz zwischen den Beiden, was einfach daran liegt, dass sie den Umgang mit dem anderen Geschlecht nicht kennen. Ihnen wurde immer nur eingeredet, dass Männer/Frauen böse sind. Daher herrscht zu Anfang ihres Kennenlernens so etwas wie „Hass“. Doch schnell wird klar, dass sich die Beiden eigentlich mögen, was natürlich für Verwirrung sorgt. Die Dialoge und das Auftreten zwischen Gwen und Logan ist oft einfach nur göttlich und gehören für mich zu den Highlights dieses Buches. Ich finde es sehr schön mit anzusehen, was sich aus Logan und Gwen entwickelt. Die „Beziehung“ wirkt nicht zu aufgesetzt und nimmt genau den passenden Raum ein, den ich für die Geschichte richtig halte.
„Das verbotene Eden: Logan und Gwen“ hat mir sogar noch ein Stück besser gefallen, als sein Vorgänger, in dem David und Juna die Hauptrollen übernommen haben. Die Geschichte weiß zu fesseln und ich hatte die Seiten innerhalb von ein paar Stunden verschlungen. Das/der Böse ist hier gut dargestellt und verkörpert eigentlich mehrere Personen an verschiedenen Standorten, die sich irgendwann zusammenfinden. Die Situation wird brenzlicher und es scheint sich ein Krieg anzukündigen zwischen Mann und Frau. Wie das jedoch alles ausgeht, werden wir wahrscheinlich im nächsten Teil erfahren, der wieder von anderen Personen geführt wird, die man ebenfalls in diesem Buch schon trifft. Die Welt, in der diese Geschichte spielt, liegt fast 70 Jahre in der Zukunft, erinnert mich beim Lesen, aber oft eher an frühere Zeiten. Die Leute (besonders die Frauen) besitzen Pferde anstatt Kraftfahrzeuge. Auch die Beschreibungen lassen darauf vermuten, doch ab und an tauchen auch Relikte aus der heutigen Zeit auf, wie z.B.: Radios, vereinzelt Fahrzeuge oder ein lehrstehendes schwedisches Möbelhaus. Dann begegnen uns Lieder, die man aus dem Hier und Jetzt noch sehr gut kennt (Und wenn ein Lied – Söhne Mannheim). Dass alles ergibt für mich einen tollen Mix und ich habe mich beim Lesen richtig wohl gefühlt. Im Ganzen konnte mich "Das verbotenen Eden: Logan und Gwen" völlig überzeugen und ich freue mich schon auf Band 3!
Fazit: 5/5 möglichen Punkten. Ein echter Thiemeyer eben. Liebenswürdige Protas laden dazu ein, abzutauchen in eine faszinierende Welt!
Schon der erste Teil er Trilogie konnte mich bezaubern und begeistern. Somit war es also kein wunder, dass ich den folge Band unbedingt lesen wollte.
Das Cover ist dieses Mal in lila gehalten und zeigt wieder einen Jungen und ein Mädchen, die allem Anschein nach unsere Protagonisten sind.
Auch im zweiten Teil der Trilogie haben wir einmal mehr zwei Protagonisten. Unsere Protagonistin ist Gwen. Wir haben sie bereits im ersten Teil kennen gelernt, als Freundin von Juna. Sie ist unglaublich klug, eher zurückhaltend und dennoch unheimlich mutig. Sie versucht es immer allen Recht zu machen und ist wirklich fürsorglich. Unser Protagonist ist Logan. Er kommt aus dem Clan "vom Steinernen Turm" und ist ganz anders als der Protagonist des ersten Romans. Er ist gewissenhaft, ordentlich und mutig. Sein kluges Köpfchen weiß er geschickt einzusetzen. Er hat teilweise leicht abgebrühte Charakterzüge, ist aber eigentlich ein feiner Kerl, der alles für seine Lieben macht.
In diesem Roman gibt es natürlich auch wieder einige Nebencharaktere, von denen ich euch die Wichtigsten nun kurz vorstelle. Als erstes treffen wir auf Magdalena - oder kurz Magda - die Oberheilerin von Glânmor. Sie ist eine betagte, alte Dame mit einem unheimlich großen Wissen. Jedoch verrät sie nicht all zu viel über sich. Und natürlich treffen wir auch wieder auf Arkana - die Hohepriesterin von Glânmore und Mutter von Juna. Sie ist in diesem Teil etwas aufgewühlter und versucht ihre Geheimnisse zu verstecken. Dachs und Gunnar sind Logans Bruder und Vater. Zwei sehr ehrenvolle Gestalten. Sie sind klug und handeln nur nach bestem Gewissen und unterstützen Logan, wo sie nur können. Der Warlord von Logans Clan ist ein dicker, reicher Mann der jedoch sehr klug handelt. Sein Sohn Cedric ist ganz anders: ein ekelhafter, eingebildeter, rachsüchtiger und machtgieriger Bursche. Und natürlich darf man den Inquisitor Markus Capristanus nicht vergessen - der "Herrscher" über die Männer und ein wirklich unangenehmer Weggefährte.
Thomas Thiemeyers Schreibstil konnte mich auch im folge Band von "David und Juna" durchweg überzeugen und fesseln. Sein Schreibstil ist leicht verständlich, dabei extrem spannend und fesselnd. Zudem stachelt es die Fantasie des Leser durch viele bildhafte Beschreibungen an.
Die Story von "David und Juna" wird nicht direkt weitergeführt. Wer also gedacht oder gar gehofft hat, er würde erfahren wie es David und Juna nun ergeht - der wird "enttäuscht". Und gleich vorweg: "Logan und Gwen" hat mir noch einmal besser gefallen als "David und Juna"! Im Prolog erfährt der Leser zwar, dass David und Juna heile angekommen sind, dass war es dann aber auch schon wieder. Man blickt zunächst auf Gwens Leben - die sehr leidet - und verfolgt ihren Weg. Anschließend folgt ein Sprung in Logans Leben, wo man viel neues Erfährt. Die Tatsache, dass die Protagonistinnen der beiden Romane sich in gewisser Weise ähneln, während die Protagonisten sich sehr unterscheiden hat mir sehr gut gefallen. Logan lebt ein Stück weit entfernt von der schwarzen Kathedrale in einem Clan, und in eben diesem Clan, werden die strengen Regeln des Inquisitors nicht so ernst genommen. Der Leser springt also in eine andere Welt, die ihn erstaunt, da sie so anders ist. Große Kluften und Gegensätze zum ersten Band tauchen auf - dies ist jedoch positiv und nicht negativ. Wir erfahren die Story wieder aus der Sicht mehrerer Charaktere. Hauptsächlich aus der von Gwen und Logan, wir springen aber auch in die Perspektiven von Dachs, Arkana und dem Inquisitor. Die Charaktere sind wieder ganz verschieden und passen dennoch alle so wundervoll zusammen. Die Entstehung der Situation ist eine ganze andere, und dennoch ist sie unheimlich spannend. Der Leser kann einige Verbindungen zur heutigen Zeit feststellen, die ihn zum schmunzeln bringen. Auf den letzten 100 Seiten wird es dann noch einmal extrem spannend und ich hätte fast begonnen an meinen Fingernägeln zu knabbern und konnte das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen - aber keine Sorge, das Buch ist vorher nicht todeslangweilig und zieht sich auch nicht.
Der Cliffhanger ist wirklich mies und nervenaufreibend. Er ist so spannend und lässt einen zitternden, nervösen Leser zurück, der sich sofort den letzten Band "Magda und Ben" schnappen will, um zu wissen wie die Situation ausgeht.
Fazit: Der zweite Teil von Thomas Thiemeyers "Das verbotene Eden"-Trilogie war noch einmal besser als der Vorgänger. Unheimlich spannend dreht sich alles wieder um den Hass zwischen Mann und Frau und den Möglichkeiten dazwischen. Ich bin einfach durchweg begeistert und freue mich schon jetzt auf den letzten Teil!
Inhalt:David und Juni sind geflohen, um die Zuflucht zu finden. Junas Gefährtin Gwen, eine angehende Heilerin, bleibt mit gebrochenem Herzen zurück. Sie kann nicht verstehen, warum Juna ihr das angetan hat. Schnell erfährt Gwen aber von Geheimnissen, die die Vergangenheit der Männer und Frauen betrifft sowie Junas Mutter, die Hohepriesterin. Als ein Anschlag von den Männern auf die Stadt der Frauen verübt wird, schließt sich Gwen einem Trupp Frauen an, der einen geheimen Weg in die Stadt der Männer finden will. Sie werden angegriffen und Gwen wird von Logan, einem jungen Krieger und Champion seines Clans gerettet. Zwischen Logan und Gwen entsteht, nach einigen Streitereien, ein Band, doch die Ereignisse spitzen sich sehr schnell zu, denn Logan hat sich den Ärger des Sohns des Clan-Chefs auf sich gezogen und auch der Inquisitor hat wieder seine Hände im Spiel...
Meine Meinung:Das Cover: es passt wunderbar zum Buch, das Paar auf dem Cover passt wunderbar zur Beschreibung von Logan und Gwen, auch wenn ich mir die beiden trotzdem ein wenig anders vorstelle.
Die Geschichte: sie knüpft genau dort an, wo der erste Teil aufgehört hat. Die Geschichte kommt schnell in Fahrt, der Schreibstil ist locker und schnell zu lesen. Vor allem die Erzählweise gefällt mir gut, denn es fügen sich einige Dinge, die in Teil 1 bereits aufgegriffen wurden, hier in Teil 2 schon mehr zu einem Ganzen zusammen. Die Elemente der Geschichte sind auch stimmig und gut durchdacht. Es gibt immer wieder Hinweise darauf, was in der Vergangenheit passiert wird und auch die Sache mit dem Virus wird hier nun etwas mehr erläutert. Die Welt, die Thomas Thiemeyer geschaffen hat, ist faszinierend: die Menschen kannten bereits alle möglichen Technologien, sie waren auf dem Stand, auf dem wir Leser heute sind und durch das Virus wurde alles wieder zurück in einen fast mittelalterlichen Zustand versetzt.
Hier möchte ich auch meinen einzigen Kritikpunkt anschließen: das alte Klischee mit den Religionen. Ich mag es so langsam nicht mehr lesen. Die Männer sind die Heiligen Väter, die der Bibel folgen, alle Frauen für Hexen halten und sie verbrennen...Gut, zugegeben, nicht alle Menschen sind in dieser Geschichte gläubig, die, die es aber sind, sind regelrechte Fanatiker. Die Frauen verehren hingegen weibliche Göttinnen. Auch nichts Ungewöhnliches und Neues. Es mag nicht nachvollziehbar sein, warum mich das so stört, aber es stört mich. Anderen mag das weniger was ausmachen, aber mich stört dieses Spiel mit den Extremen, weil es so häufig vorkommt oder ich hatte einfach das Pech, zu viele Bücher mit diesem Klischee gelesen zu haben. Ich kann es nicht genau sagen, aber es stört mich hier einfach.
Die Charaktere: Logan wie auch Gwen haben mich von Anfang an in ihren Bann gezogen. Ich mochte beide sofort. Logan mag zwar gerne kämpfen, aber er hat auch eine andere Seite, singt gerne. Das hat mir sehr gut gefallen, dass die Charaktere mehrer Facetten haben. Auch Gwen, die Heilerin ist, und einem zu Beginn etwas verloren durch ihren Verlust vorkommt, ist alles andere als ein graues Mäuschen. Es gibt wunderbare Szenen, in denen deutlich wird, wie sehr sie über sich hinaus wächst und Dinge tut, die sie wahrscheinlich selbst nicht für möglichen gehalten hätte. Mein Lieblingscharakter in diesem Buch ist allerdings Dachs, Logans jüngerer Bruder. Ich hoffe sehr, dass er in Band 3 vielleicht auch wieder mit von der Partie ist. Das würde mich sehr freuen! Auch die kleine Katze Füchschen ist mir gleich ans Herz gewachsen! Wirklich widerwärtig fand ich in diesem Buch den Gegenspieler Cedric. Ein so unangenehmer Charakter, aber so gut dargestellt, dass ich richtige Abneigung gegen ihn hege! Ebenso geht es mir mit dem Inquisitor, aber auch der Hohen Rätin der Frauen. Ich spüre eine richtge Abneigung, so gut sind die Charaktere gezeichnet und zum Leben erweckt worden!
Fazit: Ich habe das Buch gerne gelesen und es hat mir auch einen Ticken besser gefallen als Teil eins, aus diesem Grund gebe ich Teil 2 4,5 Sterne. Für 5 Sterne reicht es einfach nicht, da ich diesen einen Kritikpunkt habe, der mich einfach stört. Dennoch wurde ich gut unterhalten und kann es nun kaum erwarten, bis Band 3 kommt, denn das Ende dieses Buches ist...gemein! Ich möchte gleich wissen, wie es weitergeht!!!!
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Meine Meinung Die beiden Personen vorne auf dem Cover finde ich dieses Mal passend zu den Hauptcharakteren und es gibt auch wieder eine Karte von der Umgebung, wo sich alles abspielt, damit man nachschauen kann, wo man sich gerade befindet.
Einerseits geht die Geschichte der Männer & Frauen weiter, andererseits wird eine neue erzählt, denn da Juna nun weg ist, versucht ihre frühere Gefährtin Gwen über den Verlust hinweg zu kommen und macht sich deswegen auf, um in die Stadt einzudringen und den Inquisitor umzubringen, da sie anfangs voller Hass gegen die Männer ist. Nur sie überlebt und wird von Logan, einem Kämpfer der außerhalb lebenden Clans, gerettet. Schon vorher erfährt man einiges über ihn selbst, besonders seine Gedanken und Kapitel, haben jedenfalls mir bewiesen, dass er im Grunde Gwen nichts antun wollte. Logan war mir einfach auf Anhieb sogar sympathischer als Gwen, weil wer so ein herzensguter Mensch ist und sie erstmal zickig und streitlustig rüberkommt., wenngleich auf ihre charmante Weise, die mir im ersten Buch gefallen hatte.
Die seit 65 Jahren existierende neue Welt steht ganz nah am Abgrund, das erfährt man vor allem durch Logan's, aber auch Gwens und Arkana's Schilderung. Vielleicht ist das Virus vorbei, in den Genen hat es sich zurückentwickelt, aber mehr denn je hassen sich Männer und Frauen und Marcus Capistranus, der Inquisitor, möchte die Vernichtung des anderen Geschlechts. Wie es Juna & David geht, oder ob es diese "Zuflucht" gibt, oder wie es außerhalb von der Stadt & dem Territorium der Frauen aussieht, erfährt man auch in diesem Band nicht, trotzdem wird mehr an den Gedanken gestoßen, dass es vielleicht weit draußen, ganz anders ist. Wie die Handlung dann weiter geht, davon hat man keinen blassen Schimmer, es wartet eine Überraschung auf die nächste und der Plot wird sehr sehr schnell spannungs- und actionreicher, da Logan und Gwen beide in gefährliche Situationen geraten.
Man deckt immer mehr Geheimnisse der Welt auf, die die Spannung schüren und mich zum weiterlesen nur so angetrieben haben; Thomas Thiemeyers Schreibstil war natürlich hilfreich darin und sehr flüssig und angenehm zu lesen, es ist toll wie er die Charaktere, Gut wie Böse sehr anschaulich macht, damit man ihre Handlungen nachvollziehen kann, und wie er den Leser damit fesselt. Dafür erzählt er aber auch nur die wichtigsten Punkte des Plots. Er hat es einfach drauf, mich an das Buch zu ketten =) Dabei spielt die fortlaufende Zuneigung der zwei nur 'ne kleine Rolle, die jedoch zu Schlüsselhandlungen führt, und sehr süß von Thiemeyer erzählt wird. Überhaupt sind die Annäherungsverscuhe von beiden Seiten mit anfänglichen Schwierigkeiten total lustig, weil sowohl Logan und Gwen natürlich nicht wissen, wie damit umgehen ;)
Die Ereignisse überschlagen sich auf einen Schlag und die beiden Hauptcharaktere müssen ziemlich was durchstehen, und deswegen war ich dann total überrascht, dass - und wie - das Buch so schlagartig aufgehört hat. In der einen Sekunde war ich noch voll drinnen und im anderen war der zweite Teil auch schon zu Ende. Mal schauen, was im nächsten Buch passiert, da werden ja Magda & Ben aufeinandertreffen, von denen wir eindeutig schon viel mehr wissen, als bei den vorherigen Paaren!
Mein Urteil Die Geschichte hat mir mit Logan & Gwen besser gefallen, der Autor hat die Charkatere zugänglicher und sympathischer gemacht, damit konnte ich sie richtig in mein Herz schließen. Auch die Spannung im Plot hat sich durchgehend gehalten und dass zwar eine "neue" Liebesgeschichte anfängt, aber die "alte" Geschichte von den Männern & Frauen weitergeht, fand ich eine ganz tolle Mischung. Zwar fällt Thiemeyers Schreibstil nicht so auf, trotzdem trägt er sehr dazu bei, dass ich das Buch mag - alle beiden Bücher mag!^^ Allerdings hat mir Das verbotene Eden - Logan & Gwen ein bisschen besser gefallen als noch der erste Teil.
Kurzbeschreibung: Das Undenkbare ist passiert. Kriegerin Juna ist aus dem Land der Frauen in die Freiheit geflohen - mit einem Mann! Enttäuscht und gedemütigt bleibt die junge Heilerin Gwen zurück. Als sie mit einem Spähtrupp die Stadt der Männer auskundschaften soll, fällt sie in die Hände des jungen Kämpfers Logan, der sie als Sklavin verkaufen will. Logan aber hat die Rechnung ohne seine Gefühle gemacht - und setzt damit Ereignisse in Gang, die das Ende beider Welten bedeuten könnten...
Zum Autor: Thomas Thiemeyer, geboren 1963, lebt in Stuttgart und arbeitete zunächst als Illustrator. Nach fünf rasanten mystischen Wissenschaftsthrillern - zuletzt Korona - entdeckte er mit den Chroniken der Weltensucher höchst erfolgreich das Jugendbuch für sich. Mit Das verbotene Eden. Logan und Gwen erscheint der zweite Band seines neuen großen Zyklus, der in einer bedrohlichen Zukunft spielt.
Rezension: Seit Juna zusammen mit David aufgebrochen ist, um die Zuflucht zu suchen, in der Männer und Frauen wieder einträchtig miteinander leben, ist ihre Freundin Gwen am Boden zerstört. Sie kann nicht begreifen, dass Juna sie für einen Mann verlassen hat und ist sehr verbittert. Daher meldet sie sich freiwillig zu einem Spähtrupp der Frauen, der in die Alte Stadt, die Heimat der Männer, ziehen will, um den Machthaber, Inquisitor Marcus Capistranus, zu töten.
Als der Trupp jedoch angegriffen wird, landet Gwen in den Händen von Logan, einem jungen Krieger. Sein Vater Gunnar verlangt jedoch, Gwen als Sklavin zu verkaufen. Zwar tut er dies, doch bereut er es bald und somit rettet er Gwen ein zweites Mal: Er nimmt sie in seiner Familie auf, doch soll ihr heranwachsendes junges Glück nicht von langer Dauer sein...
Das verbotene Eden. Logan und Gwen ist der nunmehr 2. Band der Trilogie von Thomas Thiemeyer, der mich ebenso sehr begeistern konnte wie schon David und Juna.
In diesem Band widmet sich Thomas Thiemeyer nun Junas Freundin Gwen und dem jungen Krieger und Champion der Clans, Logan. Mit den beiden Hauptakteuren aus Band 1 haben die beiden gar nichts gemein, was ich umso interessanter fand. War Juna eine recht starke Persönlichkeit, ist Gwen eher von Zweifeln geplagt, warum sie von ihr für einen Mann verlassen wurde und sucht den Fehler bei sich. Sie ist zwar eine sehr begabte Heilerin, doch erst als sie Logan kennenlernt, wächst sie anhand ihrer gemeinsamen Erlebnisse und wird selbstbewusster und schlagfertiger.
Logan hat mit David ebenso wenig gemein: David war der zurückhaltende Mönch, Logan hingegen ist ein gewitzter und gewiefter Krieger, der selbstbewusst durchs Leben geht und auch nicht vor Kämpfen zurückschreckt. Besonders nicht, wenn es um Gwen geht.
Ich muss zugeben, dass es mir auch der Bösewicht im Buch, Cedric, sehr angetan hat. Seine durchtriebene Art sucht sicher seinesgleichen und ich hoffe, von ihm auch im abschließenden Band Magda und Ben, der voraussichtlich im Sommer 2013 erscheinen wird, lesen zu dürfen.
Mich konnte Logan und Gwen wiederum überzeugen, nicht nur von seiner Handlung, sondern auch von Thomas Thiemeyers Schreibstil, der wiederum überaus angenehm zu lesen ist und sich mittlerweile zu einem meiner Lieblingsautoren gemausert hat. Seine detaillierte und bildhafte Sprache löst wirklich wahres Kopfkino beim Lesen aus und so sollte es idealerweise auch sein!
Deshalb kann ich nur noch eins sagen: Ich warte gespannt auf den abschließenden Band dieser wunderbaren Trilogie.
Fazit: Das verbotene Eden. Logan und Gwen kann das durchaus hohe Niveau des ersten Bandes halten, was nicht nur den sympathischen Hauptcharakteren zu verdanken ist, sondern auch dem weiterhin interessanten Grundthema und Thomas Thiemeyers unvergleichlichem Schreibstil. Hier darf man sehr auf den Abschlussband gespannt sein!
Seit Juna ihre Freundin Gwen für einen Mann - den Feind - verlassen hat leidet sie furchtbar. Wild entschlossen ihrem Leben wieder einen Sinn zu geben beschließt Gwen an einer Mission in die alte Stadt teilzunehmen. Dort gerät sie in Lebensgefahr und wird ausgerechnet vom jungen Kämpfer Logan gerettet.
Doch kann sie ihm trauen, nach allem was passiert ist?
Was denke ich darüber?
Den ersten Teil dieser Trilogie fand ich zwar nicht umwerfend gut, aber immerhin konnte mich die Geschichte soweit begeistern, dass ich wissen wollte, wie es weiter geht.
Cover
Das Cover hat mir leider so gar nicht gefallen. Auch schon beim ersten Band fand ich das Cover nicht wirklich schön.
Der Mann und die Frau wirken auf mich völlig fehl am Platz und total stereotyp. Die lila Hintergrundfarbe ist zwar ganz hübsch, aber das Cover konnte mich so gar nicht überzeugen.
Charaktere
Zu Beginn des Buches hatte ich etwas Angst, dass dieses Buch dem ersten Teil sehr ähnelt. Es hat sich für mich in den ersten Kapiteln angedeutet, dass die Charaktereigenschaften der beiden Protagonisten aus dem ersten Teil nur mit denen im zweiten Teil getauscht wurden. Also aus dem intelligenten Mönch David jetzt die kluge Gwen und aus der kriegerischen Juna der kämpferische Logan geworden ist.
Zumindest ist das nicht ganz eingetreten, denn Gwen hat es geschafft mich während der Handlung zu überraschen. Am Anfang hielt ich sie eher für ein junges Mädchen, das gerne im Selbstmitleid badet und keinerlei Selbstbewusstsein hat, aber gegen Ende hatte sie sich zu einer starken und selbstbewussten Frau entwickelt, die ich durchaus sympathisch fand.
Logan hat mich auch überrascht, denn er was deutlich vielschichtiger, als ich zu Beginn gedacht habe. Er konnte mich mit seinem Verstand und seinem Familiensinn durchaus überzeugen und ich hatte es nicht schwer nachzuvollziehen, warum er so handelt wie er es tat.
Auch in diesem Buch gab es durchaus Charaktere, die mich wirklich geärgert haben und für die ich mit fortschreitender Handlung mehr und mehr Antipathie empfunden habe. Ich sage nur Cedirc!
Doch im Großen und Ganzen hat Thomas Thiemeyer es gut geschafft Charaktere zu erfinden, in die man sich hineinversetzten kann.
Schreibstil
Der Schreibstil hat mir ganz gut gefallen, auch wenn es einige Zeit gedauert hat, bis ich wieder so richtig drin war. Aber das Buch hat sich schnell und recht flüssig lesen lassen. Im Laufe der Geschichte werden die Ereignisse von verschiedenen Personen erzählt, wodurch man doch einen recht guten Überblick über die Gefühle und Gedanken der Einzelnen behält.
Handlung
Besonders hat mir gefallen, dass man zu Beginn des Buches einen Prolog eingefügt hat, in dem man noch kurz erfährt, was aus David und Juna geworden ist. So wurde eine gute Brücke zwischen dem ersten und zweiten Band geschafften.
Leider hat mich aber die restliche Handlung nicht mehr wirklich überzeugen und fesseln können. Für mich waren sehr viele Handlungen vorhersehbar und es kam auch nicht wirklich Spannung auf. Daher bin ich mir auch noch nicht so sicher, wie es im dritten und letzten Teil weiter gehen soll, auch wenn ich schon die ein oder andere Vermutung habe.
Wirklich viel über die Handlung kann ich aber eigentlich auch gar nicht schreiben, denn an und für sich lässt dich die Geschichte in wenigen Sätzen zusammen fassen, was nun eigentlich nichts Gutes ist.
Daher ist diese Fortsetzung als kleiner Zeitvertreib ganz in Ordnung, aber mich konnte die Story nicht fesseln. Ich werde mir aber sicherlich trotzdem den letzten Band kaufen, um diese Trilogie wenigstens abzuschließen.
Inhalt: Das Undenkbare ist passiert. Kriegerin Juna ist aus dem Land der Frauen in die Freiheit geflohen - mit einem Mann! Enttäuscht und gedemütigt bleibt die junge Heilerin Gwen zurück. Als sie mit einem Spähtrupp die Stadt der Männer auskundschaften soll, fällt sie in die Hände des jungen Kämpfers Logan, der sie als Sklavin verkaufen will. Logan aber hat die Rechnung ohne seine Gefühle gemacht - und setzt damit Ereignisse in Gang, die das Ende beider Welten bedeuten könnten...
Erster Satz: Der Junge hob den Kopf. Meine Meinung: Das Cover finde ich besser als das von Band 1. Es ist von den Farben her harmonischer und ich mag die Farbe Lila einfach mehr als Grün. Sie ist ja nicht umsonst meine Lieblingsfarbe. Die Personen passen auch wirklich gut, denn in ihnen kann ich mir Logan und Gwen gut vorstellen und es wurde auch zum Glück Logans Tattoo nicht vergessen.
Die Idee war wieder sehr ähnlich zu dem ersten Band. Es ging wieder um die Feindschaft zwischen Männer und Frauen und wie sich zwei ineinander verlieben. Aber es wurde auch wieder neues reingebracht. Man lernt neue Gegenden kennen und es kommen auch neue Charaktere zum Vorschein, von denen man wirklich nicht mal was geahnt hat. Zu Anfang fand ich die Umsetzung ziemlich langweilig. Ich habe die ganze Zeit sehnlich drauf gewartet, dass die Story richtig losgeht und Logan und Gwen sich endlich begegnen. Es hat sich meiner Meinung nach zu Anfang etwas hingezogen. Auf eine Art war es zwar wirklich interessant, was ales passiert ist bevor sie sich getroffen haben, aber man hätte es kürzer machen können. Richtig los ging es, als Gwen sich mit dem Spähtrupp raus aus Glanmor ist. Ab da an hatte ich richtig Lust weiter zu lesen und wollte nicht aufhören, was ja wegen der Schule sein musste. Es gab sehr viele Wendungen und die meisten hat man gar nicht erwartet. Sie kamen immer so plötzlich, sodass es gar nicht langweilig wurde. Den Schluss fand ich am überraschensten, denn damit hätte ich überhaupt nicht gerechnet. Ich hab eigentlich auf so ein 'Happy-End' wir bei David und Juna gehofft, aber das war ja nicht der Fall. Ich hoffe, dass im letzten Band noch irgendwas mit den beiden auftaucht.
Den Schreibstil von Thomas Thiemeyer empfinde ich als sehr angenehm. Es wird alles so präzise beschrieben, dass man es sich wirklich gut vorstellen kann und auch die Gefühlsregungen kann man sehr gut nachempfinden.
Die Charaktere waren wieder sehr verschieden. Man trifft auch wieder auf altbekannte Leute, so wie auf Arkana, Magdalena, Gwen etc. Logan ist ein Krieger, eines Clans der Außenbezirke. Er ist ganz normal aufgewachsen und einen Hass auf Frauen hat er auch nicht. Nach einem Kampf wird Logan zum Champion der Außenbezirke und so erhält er ein gewisses Ansehen. Er rettete Gwen, als er auf der Durchreise war und beschloss sie mit zu sich zu nehmen und sie für sie arbeiten zu lassen. Allerdings wurden seine Gefühle ein Verhängnis von ihm und nach einer weitere Rettung wird auch Logan zum gejagten. Gwen ist total enttäuscht von Juna und gibt sich auch selber die Schuld, warum diese geflüchtet ist. Auf der Reise mit dem Spähtrupp wird sie von Logan gerettet und als sie zu sich kommt, ist sie erstmal total stur und will kein Wort mit Logan wechseln. Allerdings merkt sie schnell, dass er gar nicht so anders ist. Gwen erlebt eine ganz schöne Wandlung. Sie wird stärker und selbstbewusster und ist auch bereit für die Dinge zu kämpfen die sie liebt.
Fazit: Ein wirklich sehr gut gelungener Folgeband, der im gesamten sogar besser als der erste Band war. Absolut Empfehlenswert!
Nachdem Gwen von Juna verlassen wurde, um mit David den Ort zu finden, an dem sie friedlich miteinander leben können, konzentriert diese sich auf ihre Arbeit als Heilerin. Doch lange verweilt sie nicht mehr in ihrer Heimat, denn sie hat sich dazu entschlossen, vier Brigantinnen zu begleiten, die den Inquisitor ermorden sollen. Noch ahnt sie nicht, dass dieses Vorhaben fürchterlich schiefgehen wird und sie fortan auf den guten Willen eines jungen Mannes angewiesen ist ...
Anders als im ersten Band der Reihe geht es nun vorwiegend um Gwen und Logan, einen jungen Krieger aus einem der feindlichen Clans. Dieser Wechsel ist meiner Meinung nach sehr gelungen, denn dadurch kann vor allem verhindert werden, dass die Geschichte zu langatmig wird. Außerdem wirken ehemalige Nebencharaktere (allen voran natürlich Gwen) sehr viel authentischer. Man erhält als Leser viel Hintergrundwissen und lernt Charaktere noch näher kennen.
Gwen zeigt uns in diesem Band, wie sie sich nach Junas Verschwinden fühlt, was ihr durch den Kopf geht und welche Zweifel sie nun tagtäglich plagen. Immer wieder schwirren ihr Fragen durch den Kopf, auf die sie keine Antworten erhält. Als Leser kann man sich gut in sie hinein versetzen und kann gut verstehen, wie sie sich fühlen muss. Logan dagegen zeigt, anders als David, das Leben in einem der Clans. In seiner Heimat begegnen ihm ständig Frauen, auch wenn diese sehr zurückhaltend und schüchtern sind. Als Sklavinnen und Arbeiterinnen leben sie zusammen mit Männern im Dorf, da der Hass zwischen den Geschlechtern sich dort sehr in Grenzen hält.
Anders als im ersten Band, haben mir hier auch die Nebencharaktere richtig gut gefallen. Gunnar, Logans Vater, und auch sein kleiner Bruder Dachs waren mir sofort sympathisch. Anfangs noch etwas zurückhaltend, gewöhnen sie sich schnell an die Anwesenheit von Gwen, und als sie dann beginnt, ihnen köstliche Gerichte zu bereiten, können sie gar nicht anders als sie zu mögen. Dass Dachs stumm ist, merkt man ihm kaum an. Normalerweise hätte man wohl vermutet, dass er eher schüchtern und zurückhaltend ist, aber da täuscht man sich gewaltig. Ich habe noch nie von so einem fröhlichen, lebendigen Jungen gehört.
Was den Aufbau angeht, so gleicht dieser Band dem ersten. Die Geschichte ist in insgesamt drei Teile gegliedert. Weiterhin findet man wieder sehr interessante Dokumente bzw. Grafiken, die den jeweils neuen Abschnitt einleiten. Einige Kapitel werden hier auch aus der Sicht von Nebencharakteren geschildert, was auch enorm wichtig ist, da diese entscheidend für den Höhepunkt sind. Hier spielen vor allem die Hohepriesterin Arkana und der Inquisitor Marcus Capistranus eine große Rolle.
Das Ende der Geschichte raubt einem den Atem. Es ist sehr ergreifend und lässt einen sprachlos und fassungslos zurück. Man platzt fast vor Neugierde und möchte unbedingt weiterlesen. Im letzten Band werden die Hauptcharaktere Magda und Ben sein, die aufgrund ihres Alters auf jeden Fall herausstechen. Ich bin schon gespannt, was sich Thomas Thiemeyer zu den beiden einfallen lässt. Doch eines ist sicher: Er wird uns keinesfalls enttäuschen!
Fazit: Wer denkt, dass in "Das verbotene Eden. Logan und Gwen" nur die Charaktere ausgetauscht wurden, der hat sich getäuscht! Natürlich spielt die Geschichte immer noch in der gleichen Welt, doch man lernt so viele neue Facetten kennen, dass auch dieses Buch grandios ist und jeden in seinen Bann zieht. Ein echter Pageturner!
Ich war ziemlich begeistert von "David und Juna" und habe mich entsprechend auf den zweiten Band gefreut. Obwohl ich das Buch gestern und heute mehr oder weniger inhaliert habe, wird diese Rezension weniger begeistert ausfallen. Das hat ein paar Gründe, die für mich sehr heikle sind.
Klar, das Grundthema ist noch das selbe: Frauen und Männer hassen sich und stehen kurz vor einem Krieg. Im ersten Band hat das noch gewaltig fasziniert, weil es - zumindest für mich - etwas völlig Neues war. Aber ein Thema kann nur dann weiterhin faszinieren wenn auch mehr Details geliefert werden. Oder neue Sichtweisen. Neue Hintergründe. Irgendetwas. Abgesehen von einer Kleinigkeit, die im ersten Teil aber auch schon behandelt und jetzt bloß mit klaren Worten bestätigt wurde, tut sich an dieser Front allerdings gar nichts. Ich habe das leider sehr enttäuschend empfunden. Ich hätte so gerne mehr über diese Welt erfahren, die sich Thomas Thiemeyer ausgedacht hat! Aber außer ein paar anklagenden Fingerzeigen auf unsere heutige Gesellschaft ging dystopisch nicht gerade die Post ab. Das hat bei "David und Juna" deutlich besser funktioniert.
Mein zweites und im Grunde einziges weiteres Hauptproblem waren Gwen und Logan selbst. Zuallererst aber ein Lob: Obwohl die Rollen im Vergleich zu Teil 1 einfach vertauscht zu sein scheinen - jetzt ist Logan der Krieger anstatt Juna - sind Logan und Gwen zwei sehr eigenständige Charaktere. Sie wirken überhaupt nicht "kopiert" und durch Gwens Beziehung mit Juna hat sie einen ganz anderen Headstart als Juna ihn hatte. Leider, und das war weniger gut, hörte sich dieser positive Eindruck bald auf. Sowohl Logan als auch Gwen blieben für mich über die ganze Handlung hinweg sehr schwammig und sprunghaft. Nicht in dem Sinne sprunghaft dass sie ständig ihre Meinung geändert hätten, sondern weil ich das Gefühl hatte, sie nie wirklich zu begreifen. Ihre Charaktere - leider beide, da stand keiner dem anderen nach - haben sich mir immer wieder entzogen, ich hab ihre Beweggründe einfach nicht zu fassen gekriegt. Und als sie dann gehandelt haben, fand ich das zwar nett, aber mehr auch nicht. Viel zu viele Dinge wurden nur angeschnitten, anstatt sie zu erforschen. Mir war das leider zu wenig.
Insgesamt ist "Logan und Gwen" in meinen Augen ein wahrhaft mittelmäßiger Mittelteil. Den dritten und letzten Band schreibe ich aber trotzdem noch nicht ab - zum einen hoffe ich auf ein Wiedersehen mit David und Juna, zum anderen bin ich echt wahnsinnig gespannt was wir bei "Magda und Ben" erwarten können. Immerhin sind die beiden längst keine Jugendlichen mehr und sehr ungewöhnliche Protagonisten für einen Jugendroman ... Ich könnte mir da so einige Szenarien vorstellen, zB ein Rückblick auf die Anfänge der Dunklen Zeit. Das fände ich mal sehr spannend. Herr Thiemeyer, überraschen und überzeugen Sie mich. "Logan und Gwen" vergesse ich bisweilen mal und hole mir lieber nochmal "David und Juna" aus dem Regal.
Seit Juna aus dem Land der Frauen geflohen ist – mit einem Mann –, fühlt sich die junge Heilerin Gwen einsam und nichtswürdig. Sie schließt sich einem Spähtrupp an, der durch verlassene U-Bahn-Schächte in die Stadt der Männer vordringen soll. Doch der Einsatz scheitert grausam, und Gwen fällt in die Hände des jungen Kämpfers Logan, der sie als Sklavin verkaufen will. Logan aber hat die Rechnung ohne seine Gefühle gemacht – und setzt damit Ereignisse in Gang, die das Ende beider Welten bedeuten könnten …
Mit "Logan und Gwen" legt Thomas Thiemeyer den zweiten Teil seiner "Das verbotene Eden"- Trilogie vor, mit der er noch einmal sein ganzes Können beweist und im Vergleich zu "David und Juna" noch einmal eine ordentliche Schippe drauflegt. Auch in diesem Band beschäftigt sich der Autor wieder mit dem Thema: "Was wäre, wenn Männer und Frauen einander bis aufs Blut hassen würden?". In einem dystopischen Setting verwebt er Fiktion mit der Wirklichkeit und schafft zum zweiten Mal eine interessante Erarbeitung dieses Themas. Während der erste Teil sich noch hauptsächlich mit der Lebensart der Frauen befasste, liegt in "Logan und Gwen" der Fokus auf dem Leben der Männer, das ebenso anschaulich wie spannend dargestellt wird. Zusätzlich ist dieser zweite Band aufgrund ebendieser Lebensart auch ein Stück weit brutaler als es in Band eins der Fall gewesen ist. Die dystopische Atmosphäre wird perfekt transportiert und von etwas Einmaligem begleitet. Der Leser bekommt während des Lesens dieses spezielle Gefühl, das zum Verweilen in der Geschichte einlädt. Durch eine konstant hoch angelegte Spannungskurve wird es niemals langweilig, stets passiert etwas von elementarer Bedeutung für den weiteren verlauf dieser Trilogie. Wie schon in Band eins, ist auch hier das Ende offen. Daher ist anzunehmen, dass Thomas Thiemeyer in seinem finalen Band "Magda und Ben" alle offenen Handlungsstränge zusammenführen wird und den Leser über den Verbleib der vier bisherigen Hauptprotagonisten aufklärt, sowie einen passenden Schluss für diese Trilogie findet.
Die Protagonisten dieses Bandes sind wieder stark skizzierte Charaktere, die in ihrer Unterschiedlichkeit und in ihrem Facettenreichtum, alles aufbieten, was ein spannendes Buch benötigt. Ein Teil dieser Personen ist bereits aus "David und Juna" bekannt, wodurch man sich als Leser leichter in der Geschichte zurechtfindet. Die Verblendung der einzelnen Charaktere in ihrem Hass gegen das andere Geschlecht ist anschaulich und sehr authentisch dargestellt, auch der Wandel dieser Einstellung Logans und Gwens kauft man ihnen ab.
Thomas Thiemeyer schreibt sehr bildhaft und packend. Ab der ersten Seite ist man in der Geschichte gefangen und ist bis zum Schluss immer voll dabei. Flüssig geschrieben und mit dem gewissen Etwas macht "Logan und Gwen" einfach nur Spaß und ist eine etwas andere Dystopie auf dem Buchmarkt.
Thomas Thiemeyer, geboren 1963, studierte Geologie und Geographie, ehe er sich selbständig machte und eine Laufbahn als Autor und Illustrator einschlug. Mit seinen Wissenschaftsthrillern und Jugendbuchzyklen, die etliche Preise gewannen, sich über eine halbe Million Mal verkauften und in dreizehn Sprachen übersetzt wurden, ist er mittlerweile eine feste Größe in der deutschen Unterhaltungsliteratur. Der Autor lebt mit seiner Familie in Stuttgart.
Zum Inhalt:
Seit Juna weg ist (und das ausgerechnet noch mit einem MANN) fühlt sich die junge Heilerin Gwen traurig und allein. Sie schließt sich aus lauter Trotz einem Spähtrupp an, der durch verlassene U-Bahn-Schächte in die Stadt der Männer vordringen soll. Doch dieser Einsatz nimmt ein grausames Ende und Gwen gerät in die Hände von Logan. Dieser rettet ihr zwar damit das Leben aber er will sie als Sklavin verkaufen. Wenn sich da nicht die Gefühle einmischen würden. Er setzt damit Dinge in Gang die für beide Seiten gefährlich ausgehen können.
Meine Meinung:
Gwen kommt mir in diesem Band sehr verloren vor. Sie kommt nicht wirklich damit zurecht, daß Juna weg ist. Dann stürzen auch noch sehr viele Informationen und Ereignisse über sie ein, mit denen sie total überfordert ist. Sie setzt sich zwar mit allem auseinander, aber mehr weil sie es einfach muß. Logan ist irgendwie in der gleichen Situation, er wird von allen Seiten unter Druck gesetzt und hat sich oft zu fügen. Zwei verlorene Seelen finden hier irgendwie zueinander. Beide sind sympathisch und man leidet als Leser mit ihnen mit. Gleich in mein Herz geschlossen habe ich Logans kleinen Bruder Dachs. Ein toller Chara, der sehr speziell und frech ist und die Geschichte aufpeppt. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und spannend und auch die "Bösen" spielen ihre Rolle sehr gut. Was ich toll fand, daß der Autor in eine, uns Lesern schon bekannte Welt, scheinbar spielend, neue Plätze und Personen hinzugefügt hat. Es war vertraut aber doch auch neu. Gwen und Logan bewegen sich in anderen Gebieten als Juna und David. Das macht die Geschichte glaubwürdiger und auch spannender. Dieser Teil ist insgesamt düsterer und brutaler als sein Vorgänger. Was sehr schön umgesetzt ist, ist der Wandel der kommt. Zum Schluß gibt es einen ganz gemeinem Cliffhanger, der die Spannung auf Teil 3 erhöht.
Cover:
Dieses Cover gefällt mir etwas besser als das vom ersten Teil, weil mir die Farben und die darauf abgebildeten Personen persönlich mehr ansprechen. Vom Stil her passen beide Cover toll zusammen und sind auf jeden Falle in Eyecatcher in jedem Bücherregal.
Fazit:
Gelungene und dürsterere Fortsetzung, die mich sehr neugierig auf den letzten Teil der Reihe macht.