Spannende Fantasyserie mit queeren Figuren in vier Bänden - für Erwachsene.
Magie lässt einen Großteil des Landes Miart zu Eis erstarren. Der Süden bleibt davon unberührt, während vier Städte im Norden, geschützt hinter magischen Schutzschirmen, den Kampf ums Überleben aufnehmen.
Neunzehn Jahre später erkundet der junge Pilot Jaris zusammen mit seinem Mechhund im dampfbetriebenen, magisch aufgemotzten Propellerflugzeug die eisigen Ruinen im Norden. Dort gehen seltsame Dinge vor sich und der ungeheuerliche Verdacht, dass sich ein Bewusstsein im Eis befindet, reift in Jaris heran. Ein inneres Drängen treibt ihn an den Ort, von dem einst das Unheil ausgegangen den Eispalast im Herzen des gefrorenen Landes.
Langsam begreift Jaris, dass er auf seiner Reise nicht allein ist.
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„Eisflüstern – Das Geheimnis im Eis“ ist der erste Teil einer vierteiligen Fantasyserie, welche die Annäherung zweier Menschen gleichberechtigt zum Abenteuer in den Mittelpunkt stellt. Sie ist voller Magie, Dampfmaschinen und Geheimnissen, welche dich in eine einzigartige Welt entführen.
Die Suche nach der eigenen Identität, Queerness und auch Polyamorie gehören zur Geschichte. Sie werden zum Teil thematisiert, ab dem zweiten Teil auch mit Neopronomen. Mit einem Cliffhanger am Ende ist zu rechnen.
Jaris war noch ein Kind, als eine Katastrophe Miart zu Eis erstarren ließ. Nur der Süden des Landes blieb unberührt. Und 4 Städte im Norden, die hinter Schutzschirmen versuchen zu überleben. Jaris ist nun erwachsen und erkundet zusammen mit seinem Mechhund die eisigen Ruinen im Norden. Dafür wurde sein dampfbetriebenes Flugzeug magisch aufgemotzt. Irgendetwas stimmt mit dem Eis nicht. Jaris hat manchmal sogar das Gefühl, dass es ein Bewusstsein hat. Doch es zieht ihn immer mehr an den Ort, an dem alles begann: den Eispalast. Langsam begreift Jaris, dass er auf seiner Reise nicht alleine ist.
Meinung:
Ich muss zugeben, ich war etwas skeptisch als ich den Klappentext las. Er war für mich nicht sehr aussagekräftig und ich habe eigentlich auch noch nie wirklich etwas mit Thema Steampunk usw gelesen. Was mich angezogen hat, war die Andeutung von Magie und die Tatsache, dass das Buch von Anke Becker geschrieben wurde, die es in den letzten Jahren zu meiner Lieblingsautorin geschafft hat. Von dieser Autorin würde ich jedes Buch lesen, egal worum es geht, denn ich weiß schon vorher, es wird großartig.
Genauso war es auch mit diesem Buch. Auf den ersten Seiten war mein Start in das Buch noch bisschen holprig, aber dann war ich voll in der Geschichte drinnen und bin nur so durch die Seiten geflogen. Durch die kurzen Kapitel und der flüssigen Erzählung war das Buch wirklich sehr angenehm zu lesen.
Ich mochte Jaris sofort. Er ist ein sehr netter, hilfsbereiter und liebenswerter Charakter, den man recht schnell ins Herz schließt. Die Geschichte wird zum Teil von ihm erzählt, zum Teil von einem anderen Charakter, den man erst mit der Zeit richtig kennenlernt. Dies führt immer wieder zu Spekulationen und ist auch ein Teil der Spannung, die damit aufgebaut wird. Wobei es eigentlich nie an Spannung fehlt und es deshalb auch recht schwierig ist, das Buch einmal auf die Seite zu legen.
Man wird am Anfang gleich ins Geschehen geworfen und bekommt die Welt nach und nach erklärt. Das erleichtert meiner Meinung nach auch den Einstieg in die Geschichte.
Die anderen Charaktere sind teilweise nicht unbedingt sofort sympathisch. Aber hier zeigt sich wieder, dass die Autorin es liebt, Charaktere nicht nur schwarz und weiß zu zeichnen, sondern diese auch im Graubereich zu erstellen. Genauso wie es hier zb auch non-binäre Geschlechterrollen gibt. Es ist immer schön, ihre Bücher zu lesen, denn ihre Protagonisten und Nebencharaktere sind meistens etwas "anders" als man in den meisten Büchern liest.
Fazit:
Das Buch hat mich mit seiner Welt, seinen Charakteren, den Ideen und dem Schreibstil begeistert. Ich freue mich schon sehr auf Band 2!
Eisflüstern Das Geheimnis im Eis ist mein erstes Buch von Anke Becker. Ich durfte es in einer sehr schönen Leserunde lesen und habe die Lesestunden sehr genossen.
Im Prolog verfolgen wir wie eine schreckliche Katastrophe in Miart geschieht. Im Palast wird eine Eiswelle ausgelöst, die sich fast über das gesamte Land verteilt.
Anschließend geht es 19 Jahren nach der Katastrophe weiter. Lediglich der Süden des Landes ist nicht vom Eis befallen. In den Norden haben sich einige Flüchtende gerettet und schaffen es mithilfe kraftvoller Magieschilder wenige Flecken Land vom Eis freizuhalten.
Wir begleiten den jungen Piloten Jaris und in einer zweiten Perspektive eine unbekannte Präsenz, die wir in der Geschichte nach und nach näher kennenlernen.
Jaris ist der einzige Pilot für ein damfbetriebenes Propellerflugzeug und somit die einzigste Möglichkeiten Handel mit dem Süden zu betreiben. Gleichzeitig ist er auf seinen Reisen immer auf der der Suche nach dringend benötigten Ressourcen. Doch ihn zieht es auch geradezu magisch zum Eispalast von dem damals die Katastrophe ausging und in dem seine Eltern starben. Gibt es dort Überlebende und was hat diese unbekannte Präsenz mit dem Eispalast zu tun? Begleite Jaris auf seinem gefährlichem Abenteuer und finde Antworten auf viele Fragen.
Gleich zu Anfang sei gesagt, die Story ist auf vier Bände geplant, so werden im Laufe des Lesens wahnsinnig viele Fragen aufgeworfen und nur ein kleiner Teil davon endgültig beantwortet. Um also auf des Rätsels Lösung zu kommen muss man wohl oder übel auf die folgenden drei Bände warten. Doch die Autorin ist fleißig dabei diese zu vervollständigen.
Auch wenn der Schreibstil leicht zu lesen war und viele spannende Wendungen den Leser bei der Stange halten, konnte ich mich nicht vollständig auf die Handlung einlassen. Vielleicht kam das Buch zum falschen Zeitpunkt. Hatte ich doch direkt davor ein absolutes Lesehighlight im Fantasybereich abgeschlossen. Auch das Geheimnis um die rätselhafte Präsenz war mir zu lange hingezogen. Doch das ist eine sehr individuelle Wahrnehmung. Wie mir die durchgängige Meinung meiner Mitleser zeigt. Diese waren durchweg begeistert.
Gerne empfehle ich dieses Buch an technikinteressierte Fantasyleser die kein Problem damit haben, dass die Rätsel rund um Miart und Jaris erst mit den folgenden drei Bänden gelöst werden werden weiter.
3,5 Sterne von mir für dieses sehr charmante Abenteuer.
Das Cover des Buches gefällt mir sehr gut, die Farben und auch die Zeichnungen harmonieren toll miteinander. Der Titel ist gut gewählt und hat mich neugierig auf die Geschichte gemacht. Das Flugzeug hat in der Handlung noch eine wichtige Bedeutung. Der Hauptcharakter dieser Geschichte ist Jaris. Er musste in seiner frühen Kindheit mit seiner Oma aus der Hauptstadt fliehen, da ein tödliches Eis die Stadt einnahm. Es haben nur wenige überlebt und Jaris Eltern kamen dabei ums Leben, auch der restliche Teil seiner Familie, nur seine Oma ist ihm geblieben. Nun leben sie in einem Dorf, und werden durch die Kyra´s (das sind Magiebegabte) beschützt. Jaris ist ein Talentloser, er besitzt keinerlei Magie in sich, anders als seine Oma, daher darf er mit seinem Flugzeug, was früher seiner Oma gehört hat, die Umgebung erkunden und seltenes Material und Rohstoffe einsammeln. Jaris für eine heimliche Beziehung mit Vadee und Tehman, an seinem 25. Geburtstag, der in wenigen Monaten stattfinden wird, entscheidet es sich, ob und wieviel Magie Jaris in sich trägt und kann dann seine Beziehung zu den Beiden offiziell machen. Immer an seiner Seite ist sein Mechhund Caleb, diesen hatte er schon in der Hauptstadt, doch immer mehr erkennt man, in Caleb lebt eine weiter Person und diese fühlt sich zu Jaris hingezogen. Jaris nimmt alle Gefahren auf sich und kehrt zurück in die Hauptstadt, zum Eispalast und was er dort findet übersteigt bei weitem seine Vorstellungskraft.
Der erste Teil dieser Reihe hat mir sehr gut gefallen, der Schreibstil war toll und ich konnte der Handlung gut folgen. Die Charaktere haben mir gut gefallen und es gab viele überraschende Wendungen, es blieben viele Fragen am Ende offen, diese werden aber bestimmt im nächsten Band beantwortet. Ein toller Fantasyroman mit vielen Gefühlen und Emotionen! Ich empfehle das Buch auf jeden Fall weiter.
19 Jahre nach einer schrecklichen Magiewelle, die einen Teil des Landes Mart zu Eis erstarren ließ, erkundet der junge Pilot die eisige Gegend im Norden. Während der Süden des Landes komplett unberührt bleibt, müssen die Städte im Norden für ihr Überleben kämpfen und er will dabei helfen. Gemeinsam mit seinem Mechhund Caleb und seinem Propellerflugzeug bringt er Botschaften und Waren zwischen den Städten hin und her und sucht in den Ruinen der Gegend nach hilfreichen Ressourcen. Dabei drängt sich ihm immer mehr der Verdacht auf, dass das Eis ein eigenes Bewusstsein hat. Gleichzeitig zieht es ihn immer mehr zum Eispalast, von dem damals die Magiewelle ausgegangen ist und in dem auch seine Eltern gestorben sind. Was wird Jaris dort finden und hat er mit seiner Vermutung vielleicht recht?
Der Schreibstil der Autorin hat mich von Anfang an gefesselt. Auch Jaris und seine Großmutter waren mir direkt sympathisch. Ich konnte mich gut in den jungen Piloten hineinversetzten. Mit den anderen Charakteren hatte ich zu Beginn so meine Schwierigkeiten und habe daher auch etwas länger gebraucht bis ich richtig in der Geschichte angekommen bin. Dagegen hat mich die magische Welt, die ohne die Mischung aus Magie und Technik gar nicht existieren würde, direkt fasziniert. Am Ende blieben noch einige Fragen offen, die direkt Lust machen den nächsten Teil zu lesen. Von mir gibt es daher, trotz ein paar Startschwierigkeiten, eine Leseempfehlung für diese faszinierende, magische Welt.