Ehrlich gesagt musste ich die ersten zwei Bücher noch mal lesen, weil ich gar nicht mehr wusste, wo wir in der Geschichte gerade sind.
Auch hier muss man wieder sagen: die Noctalis-Serie ist nicht so locker und leicht gechrieben und dementsprechend zu lesen, wie andere Bücher der Autorin. Aber die Absätze aus Peters Persepktive sind viel flüssiger - er hat sich langsam aber sicher an die Lebenden gewöhnt.
In diesem Buch wird ein neuer Charakter eingeführt: Brooke.
Zuerst laufen die Abschnitte mit ihr nicht zeitlich parallel zum restlichen Geschehen, das verwirrt etwas. Außerdem wundert man sich, wieso sie nun auftaucht.
Zur Hauptgeschichte: Victor hat Tex, Avas beste Freundin an sich gebunden (mit dem gleichen Blutsbrüder-Ritual, wie Peter und Ava). Tex ist glücklich, schließlich hat sie endlich einen Mann. Ava findet das weniger lustig, weil sie ja schon weiß, was das heißt.
Außerdem muss Victor Ava immer noch binnen einem Jahr umbringen.
Da keiner mehr weiter weiß, holen sie sich von weiteren Unsterblichen Hilfe. Auftritt zweier merkwürdiger indischer Hippie-Unsterblicher, die auch gleich wieder verschwinden. Allerdings lassen sie ihre 'Tochter', Helena, da. Die war zu seiner Zeit die Geliebte von Di, der rachsüchtigen Mutter von Peter und Viktor. Scheinbar ist Di nur so durchgeknallt, weil Helena ihr damals den Laufpass gab, da Di vor Eifersucht Helenas Familie, samt ihre damaligen Schwarms umbrachte.
Auftritt Brooke: die lernt Jamie kennen (den anderen besten Freund von Ava) und verliebt sich in ihn. Beisst ihn aber und daher geht sie mit Helena auf die Suche nach Di.
Die zwei finden sie auch.
In der Zwischenzeit geht es Avas Mutter immer schlechter und sie stirbt. Ziemlich gleichzeitig wird Peter von seinem Schwur befreit, dass er niemanden mehr lieben darf, als Di.
Die Geschichte mit Avas sterbender Mutter steht im Vodergrund dieses Buches. Sie ist herzzerreissend beschrieben und sehr, sehr traurig, aber auch unglaublich gut geschrieben.
Brooke scheint nur aufzutauchen, damit Jamie auch einen Unsterblichen abbekommt, was mit persönlich nicht gefällt. Aber die Beziehung zwischen den beiden wird spannend beschrieben, daher kann man es fast schon wieder verzeihen - und ich habe noch die Hoffnung, dass es im letzten Teil noch eine Wendung gibt und Brooke auch noch eine weitere Aufgaben erhält.
Generell bin ich auch kein großer Fan von Tex/Viktor. Plötzlich sieht Tex der alten Liebe von Viktor ähnlich.
Das alles ist viel zu sehr vorhersehbar und kalter Kaffee - wenn ich nicht so ein großer Fan von Chelsea Camerons Stil wäre und diese abgeschmackten Storylines nicht in besseren verpackt/versteckt wären, wäre das Buch keine 2 Sterne wert. Aber so ...
Ich hoffe, der letzte Band hält noch ein paar Überaschungen bereit.