In dem von unbeugsamen Brandenburgern bevölkerten Dörfchen Amerika scheint sich alles zum Guten gefügt zu haben: Die alpenländischen Aliens, die Moors, sind in die Gemeinschaft der Einheimischen aufgenommen und die anfänglichen Probleme um den Hof gelöst. Doch da gibt der geliebte Hürlimann-Traktor den Geist auf, und auf einmal steht nicht nur der häusliche Friede, sondern auch die Ehre des Neubauern auf dem Spiel. Helfen kann nur Hürli-Gott Jakob aus der Schweiz, auch wenn Bauer Müsebeck, Teddy und Krüpki so ihre Zweifel haben. Als dann auch noch ein Bayer im hellblauen Tangaslip die ersten Wasserbüffel nach Amerika bringt, stehen neue, skurrile und anrührende Herausforderungen ins Haus.
Wer aus Brandenburg kommt und Moors Buch liest, kennt mindestens eine Person in seinem näheren Umfeld, die so ist wie Müsebeck, Teddy oder Krüpki. Heimatgefühle zwischen zwei Buchdeckeln.
Ein witziges Buch aus dem brandenburgischen Bauernalltag mit all den Viechern und kantigen Menschen, die dort miteinander zu tun haben. Dieter Moor schreibt süffig und zeigt schonungslos die verschiedenen landestypischen Gepflogenheiten, die die Beziehung zwischen einem Schweizer und einem brandenburgischen Deutschen so speziell machen. Moor schreibt aber immer wohlwollend und so ist dieser kleine Alltagsbericht ein Lesevergnügen, das einem immer wieder ein Schmunzeln entlockt.
Es ist immer noch schön in Amerika. Die Menschen sind immernoch knorrig, aber eigentlich fantastisch. Und das spricht sich rum. Moors bekommen viel Besuch. Darin liegt für mich das, was dieses Buch dem Vorgänger nachstehen lässt. Schade, dass einige der interessanten Charaktere aus dem ersten Buch nicht mehr vorhanden sind. Den „Ersatz“ finde ich nicht unbedingt sympathischer. Natürlich gibt es Highlights wie den Schweizer Freund und die Werftsekretärin. Natürlich ist es ein angenehmes Lesen, bei dem man schmunzelt, sich manchmal wiederfindet - und entspannen kann.
Die angenehme und amüsante Lektüre aus dem 1.Teil setzt sich sinnvoll und ebenso amüsant fort. Aus dem Stoff ließe sich eine wundervolle Dokumentation Filmen, müsste man vielleicht auch. Ich mag seinen lockeren Stil, die schöne Sprache und die immer wieder schön gesetzten Pointen. Geschichten um der Geschichte Willen und weil es so ist. Prima!