Rendered into English for the first time by Wayne Wonderley and provided with a critical introduction, this rollicking tale of baroque satire by Christian Reuter not only illuminates the mores and mentality of the time but forms a noteworthy link in the development of the European novel.
Schelmuffskys wahrhafftige curiöse und sehr gefährliche Reisebeschreibung zu Wasser und zu Lande lautet der volle Titel der 1696 in hochteutscher Frau Mutter Sprache eigenhändig und sehr artig an den Tag gegeben Geschichte. Mit der Wahrhaftigkeit der Reiseerlebnisse dieses Prahlhans Schelmuffsky ist es nicht weit her. Sein Weg führt ihn vom heimischen Herd in Leipzig hinaus in die Welt, nach Schweden, Holland, Indien, England usf. Vorzuweisen hat er eigentlich nichts, außer die ungewöhnliche Geschichte seiner Geburt, an der eine Ratte nicht unwesentlich beteiligt war. Diese Geschichte öffnet ihm Tür und Tor in aller Welt. Ey Sapperment!, wie er so durch die Welt kommt, ist ein starkes Stück. Ein wahrer Tausendsassa. Und wie herrlich er fluchen kann, der Tebel hol mer. Wer ihm quer kommt kriegt flugs eine Presche auf die Gusche. Dazu wird in einer Tour gesoffen, gefressen, gespien, wie mans noch nicht gesehen hat. Ein sehr lustiges kleines Stück Literatur aus der Barockzeit.
Spannend zu sehen wie vor 300 Jahren die Menschen auch nichts anderes gemacht haben wie heute. Das Buch könnte so fast zu einem Kinofilm umgearbeitet werden. Mit einem Protagonisten der saufend und prüglend durch die Welt zieht.
Teilweise tatsächlich lustig. Selbst wenn man den Verlauf häufig vorhersagen kann, sind die Geschichten in den einzelnen Kapiteln abwechslungsreich.