Ein stillgelegtes für Justin und seine Freunde der perfekte Ort, eine verbotene Party zu feiern. Was als Spaß begann, endet in einem Zwei der jungen Draufgänger stürzen in einen tiefen, engen Schacht.
Nur eine Frau kann sie Tia Traveen ist Höhlenforscherin, eine der besten – und sie ist blind. Doch kaum hat sie sich in die Tiefe abgeseilt, stürzt hinter ihr der Schachteingang ein.
In dem finsteren Labyrinth beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Denn dort unten wächst etwas Tödliches. Und irgendjemand setzt alles daran, dass keiner überlebt, um davon zu erzählen.
Zitate: „Die Schreie jagten ihm einen Schauder über den Rücken, denn sie waren schrill und unartikuliert, und sie wollten nicht abbrechen. So schrie nur ein Mensch, der entsetzliche Schmerzen litt oder dem der Schrecken die Worte verschlagen hatte.“ (S.34)
Inhalt: Eine romantische Abschlussparty in einem stillgelegten Bergwerk? Für Justin ist das eine tolle Idee. Zusammen mit seinen Freunden Dana, Finn und Laura erlebt er schöne Stunden tief unter der Erde. Doch plötzlich läuft etwas gewaltig schief. Dana und Finn stürzen durch einen engen Schacht weiter in die Tiefe. Vollkommen hilflos landen sie in bedrückender Dunkelheit.
Tia Traveen, eine bekannte Höhlenforscherin und Wissenschaftlerin wird zu Hilfe gerufen. Sie ist blind, dafür sind ihre anderen Sinne deutlich ausgeprägter. Mitten in der Rettungsaktion stürzt die Tunneldecke ein. Schnell wird klar, dass die Verschütteten nicht allein sind. Denn um sie herum wächst etwas Tödliches. Alle sind in größter Gefahr. Doch damit nicht genug. Jemand setzt alles daran, ein Geheimnis in der Tiefe zu bewahren. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.
Meinung: „Das Geflecht“ hat leider eine ganze Weile in meinem Regal warten müssen. Einerseits hat mich die Geschichte definitiv interessiert, andererseits war bisher irgendwie nicht der richtige Zeitpunkt für dieses Abenteuer. Nun war es aber endlich soweit, meine Neugier war jetzt zu groß geworden.
Vorweg muss ich sagen, dass ich nicht so ganz einschätzen konnte, was mich hier erwarten würde. Ich begann deshalb ganz unvoreingenommen und tastete mich langsam in die Geschichte. Ich muss sagen, was ich hier vorfand, machte eindeutig Lust auf mehr. Und so versank ich immer tiefer in die Handlung.
Justin scheut keine Gefahr, ist ein Draufgänger. Nachdem er heimlich die Schlüssel für das stillgelegte Bergwerk bei seinem Vater seinem Vater besorgt hat, überrascht er seine Freundin Dana und das befreundete Pärchen Finn und Laura mit der romantischen Party im Stollen. Dana äußert zwar wirkliche Zweifel, doch im Endeffekt schließt sie sich der Gruppe an. Alles läuft nach Plan, die dramatische Entwicklung konnte niemand vorhersehen. Das Desaster beginnt, nachdem Finn und Dana in diesen Schacht stürzen und nur mit Hilfe von außen gerettet werden könnten.
Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, war ich ziemlich gespannt darauf, wie mir Tia gefallen würde. Da sie ein Handicap hat – sie ist blind – stellte ich mir ihr Handeln nicht ganz so einfach vor. Aber ich muss sagen, ich bin hier auf einen wirklich starken Charakter getroffen. Tia macht ihre vermeintliche Schwäche zu einer Stärke. Sie konnte mir definitiv imponieren und hatte meine Sympathie von Beginn an. Ihre Entdeckung behält sie vorerst für sich. Tia will die anderen nicht beunruhigen. Doch wie lange kann sie schweigen, wenn sie doch alle in größter Gefahr sind? Tia nimmt diese Bürde auf sich und geht systematisch ihrem Ziel entgegen. Erst einmal müssen die Verschütteten den Weg nach draußen finden, der Rest ist zweitrangig.
Niemand konnte damit rechnen, dass neben der großen Gefahr im Inneren des Bergwerks auch weitere Gegenspieler existieren, die den Erfolg der Mission in Teilen sabotieren. Denn ob allein das Entkommen aus dem Höhlenlabyrinth die Rettung bedeutet, mag bezweifelt werden.
Andreas Laudan präsentiert seine Geschichte aus verschiedenen Sichten, die sich kapitelweise abwechseln. Der Autor nutzte die Erzählung in dritter Person Vergangenheitsform. Der Schreibstil ist wirklich sehr flüssig und gut zu lesen. Mit seiner Idee konnte mich Andreas Laudan mehr und mehr überzeugen. Kleine Längen und die teilweise Verwendung nicht ganz umgangssprachlicher Wortkombinationen beeinträchtigten meinen Lesefluss nur am Rande und störten mich kaum. Im Großen und Ganzen fühlte ich mich eindeutig gut unterhalten. Auch über zeitweise Abschweifungen in der Handlung konnte ich hinwegsehen.
Ergänzend möchte ich erwähnen, dass Leserinnen und Leser, die hier eventuell fantastische oder magische Ansätze erwarten, diese nicht finden werden. Andreas Laudans Entwurf basiert auf realen Möglichkeiten, wie sie tatsächlich passieren könnten. Ihm ist es zum Großteil gelungen, mich gefesselt an den Seiten zu halten. Geschickt gesetzte Spannungspunkte in Verbindung mit dem gut dargestellten Umfeld, das mir in Teilen klaustrophobische Emotionen bescherte, taten ihr Übriges für einen schönen Lesegenuss.
Die Charaktere interagieren wirklich gut miteinander, sind vorstellbar und ausreichend beschrieben. Die in der Geschichte enthaltenen Dialoge runden die Handlung ab und vermitteln zielgerichtet die vom Autor gewollten Emotionen.
Nach spannenden Lesestunden konnte Andreas Laudan seine Geschichte zu einem für mich gelungenen Ende führen. Nun, da ich die Geschichte kenne, könnte ich mich fast ärgern, dass das Buch so lange ungelesen in meinem Regal gestanden hat. Auf jeden Fall kann ich hier eine klare Empfehlung aussprechen und stelle das Buch nun zufrieden zurück.
Urteil: „Das Geflecht“ vermittelte mir spannende Lesemomente in einer bedrückenden Atmosphäre, so dass ich kaum von den Seiten weggekommen bin. Meine Lesestunden tief unter der Erde belohne ich deshalb mit eindeutigen 4 Büchern.
Für alle, die ihre Angst vor der Dunkelheit überwinden können, ihre Klaustrophobie dabei im Griff und mögliche Lösungswege immer im Blick haben.
Gestaltung Das Cover ist äußert interessant. Die Äste heben sich hervor genauso wie der Titel,so das man beim drüber streichen die Strukturen fühlt. Hinter den Ästen sieht man ein Gesicht. Das machte mich schon stutzig ich hab mich die ganze Zeit gefragt was die Äste mit dem Bergwerk zu tun haben. Aufbau und Schreibstil Das Buch ist in 4 Teile ein geteilt: Prolog,erster Teil,zweiter Teil und Epilog. Jedes Kapitel ist sehr kurz und wird mit einer Uhrzeit und einem Namen gekennzeichnet. Die Uhrzeit fand ich besonders gut, so konnte man sich als Leser noch besser vorstellen wie viele Stunden die Protagonisten in dem Bergwerk gefangen waren. Die Namen standen immer für eine Person. Das heißt wenn dort Tia stand, wurde in dem Kapitel erzählt was Tia macht usw. Der Schreibstil war sehr flüssig und gerade zum Ende hin super spannungsgeladen und rasant. Durch die Beschreibungen konnte ich mir die Umgebung sehr gut vorstellen,manchmal hatte ich das Gefühl das Wasser tropfen zu hören. Handlung und Charaktere 4 Jugendliche:Dana,Justin,Finn und Laura ,feiern ihren Schulabschluss in einem Bergwerk. Das das illegal und verboten ist, ist ihnen relativ egal. Das Abenteuer und der Spaß steht an erster Stelle besonders für Justin. Sie trinken,kiffen und schlafen irgendwann ein. Nach knapp 2 Stunden wacht Dana auf und fürchtet sich ganz fürchterlich,denn es ist stock dunkel und auf Toilette müsste sie auch mal. Ihr Freund Justin ist nicht wach zu kriegen aber Finn wacht auf, der genau wie sie dringend auf die Toilette muss. Da sie sich nicht traut in den "Toten Tunnel" zu gehen, schickt sie Finn vor, der wenig später abstürzt. Dana versucht ihn zu retten wird aber zusammen mit ihm in die Tiefe gezogen.Sie sind gefangen... Daraufhin geht alles ganz schnell. Justin ruft seinen Vater an, und der kann die erfolgreichste blinde Höhlenforscherin Tia anheuern. Diese begibt sich in das Bergwerk und versucht alles um die Jugendlichen zu retten. Einige werden gerettet, andere kommen neu dazu... Als Finn raus gehoben werden kann entdecken sie einen fürchterlichen Pflaum auf seinem Gesicht...ein Pilz..Ein Pilz der die Haut angreift und sich in die Haut rein frisst. Nun beginnt für alle die Frage was hat das mit dem Pilz auf sich? Was verbirgt sich noch gefährliches in diesem Bergwerk? Die Fragen werden natürlich alle im Laufe des Buches aufgeklärt. Eindruck und Fazit Das war mal was anderes. Das Thema mit dem Bergwerk und dem Pilz und was da sonst noch so unten war, hab ich so noch nie in einem Thriller gelesen. Eine willkommen Abwechslung und von dem Autor sehr gut rüber gebracht. Auch wenn das Buch nicht blutig oder gruselig war,so war es trotzdem spannend. Denn man hat natürlich total mit den Protagonisten mitgefiebert. Werden sie es jäh daraus schaffen? Besonders sympatisch war mir Tia. Eine so taffe,starke und mutige Frau,die trotz ihrer Sehbehinderung so voller Selbstbewusstsein strotzte ,wovon sich gesunde Menschen ruhig eine Scheibe abschneiden könnten. Aber auch die anderen Charaktere waren mir sehr sympatisch und gerade als sie sich in der völligen Dunkelheit gegenseitig vorgestellt haben inklusive Hobbies usw. konnte man sich ein besseres Bild machen. Sehr gut eingefädelt :) Zur Handlung kann ich nur sagen das es ein ständiges Auf und Ab war. Die Phasen außerhalb des Bauwerks rund um die Journalistin Carolin waren jetzt nicht so berauschend. Aber die Phasen in dem Bauwerk waren umso spannender.Denn immer wenn man dachte jetzt haben sie es gleich geschafft, kam das nächste Hindernis. Besonders gut war das Ende. Das Katz und Maus Spiel in völliger Dunkelheit war von Herrn Laudan so gut beschrieben, das man sich das richtig bildlich vorstellen konnte. Naja soweit man sich Dunkelheit vorstellen kann. Ich musste immer an das Dunkelrestaurant denken in dem ich mal mit meiner Familie war. Stellt euch vor ihr seht die Hand vor Augen nicht und irgendwo in unmittelbarer Nähe lauert jemand auf euch. Brr gruselige Vorstellung. Im Prolog wurde es dann auch sogar romantisch :) Alles in allem bin ich positiv überrascht und vergebe 4 Sterne sehr gute Sterne.
Tia Traveen ist eine bekannte Höhlenforscherin, zugleich Studentin und blind. An ihrer Seite ist ihr Partner Leon, der sie in allen unterstützt und ihr assistiert. Sie sind gerade eben noch in einer Höhle und im nächsten Moment in einer kleinen Stadt um dort einen Vortrag zu halten. An einem anderen Ort sind 4 Jugendliche die sich auf dem Weg zu einem stillgelegten Bergwerk machen. Sie wollen dort ihre Abschlussfeier feiern. Alkohol und ein Joint machen die Runde. Einige Zeit später wird eine Toilette benötigt, aber da sie sich 60Meter unter der Erde befinden ist das nicht so leicht, also wird nach einer Alternative gesucht, die sich einen Raum weiter befindet. Eine abgelegene Kammer, die an den Raum anschließt in dem sie sich befinden. Als Finn sich dort erleichtern will kommt es zu einem verhängnisvollen Unfall. In der Kammer ist ein weiter Schacht - ungesichert. Finn kann sich gerade noch am Rand festhalten und Dana kommt herbei geeilt um ihn zu retten. Dabei kommt es noch schlimmer. Sie stürzen beide in den Schacht. Justin und Laura können ihnen nicht mehr helfen. Hilfe kommt durch Justin´s Vater, der die Aufsicht über das Bergwerk hat und dessen Freund merkwürdigen Freund Böttcher. Sie engagieren Tia, die auch gleich zu sagt zu helfen, da sie in der Nähe ist. Was zu diesem Moment keiner weiß was, die Zukunft für sie bereit hält. Es beginnt ein Wettrennen um Leben und Tod, denn nachdem Tia Finn schon wieder nach oben befördert hat, kommt es bei Justin zu einer Kurzschlussreaktion und er springt in den Schacht. Leon geht hinterher, um ihn zurück zu holen und in dem Moment stürzt die Decke ein und der Schachtausgang ist versperrt und somit ein rauskommen nicht mehr möglich. Nun sind dort unten 4 Personen in absoluter Dunkelheit, Kälte und dem unheimlichen Geflecht allein auf sich gestellt. Von der Außenwelt ist keine "echte" Hilfe zu erwarten, da dort so einiges geschieht um den Vorfall und mehr zu vertuschen. Unten ist die einzige Hilfe Tia, die sich hier in der Finsternis heimisch fühlt.
Andreas Laudan hat diese Buch mitreißend geschrieben, ohne zwischendurch Pausen entstehen zu lassen. Jedes Kapitel beginnt mit der Uhrzeit und dem Namen der Person, der hier im Vordergrund steht. Dadurch hat man ein Zeitgefühl und eine Beziehung zu den unterschiedlichen Charakteren. Man kann sich auch in die Gefühle, die A. Laudan genau beschreibt, hinein versetzen. Ebenso bekommt einen Eindruck von der ständigen Dunkelheit und den geschärften Sinnen von Tia. Es ist wirklich beeindruckend, was diese Frau leistet. Die Spannung reißt während der ganzen 368 Seiten nicht ab. Das Cover ist perfekt für diese Buch und durch die Strukturen kann man "es" förmlich fühlen.
Was macht man im Urlaub, wenn einem die Buecher ausgehen? Gluecklicherweise bin ich im naechsten Buchladen sofort fuendig geworden: das Cover von "Das Geflecht" hat mich neugierig gemacht, und die Kurzbeschreibung hat das Schicksal des Buches besiegelt: das wird meine naechste Lektuere!
Auf dem deutschsprachigen Markt (womit ich deutschsprachive Autoren meine) ist das Horror-Genre vergleichsweise spaerlich vertreten, und in einer Buchhandlung vor Ort findet man leider auch kaum etwas passendes. Daher war ich ueberrascht, als ich "Das Geflecht" aus dem Regal zog, das so gar nicht nach 0-8-15 Krimi klang, sondern eher ein Creature Feature versprach.
Im Endeffekt bietet das Buch eine Mischung aus beidem: klaustrophobischen Horror im Dunkeln, der mich an The Descent erinnerte, gepaart mit Krimielementen aus wirtschaflicher Gier und Wissenschaft, die am Ende eine doch noch reale Erklaerung fuer die grauenhaften Geschehnisse liefert.
Das Beste an dem Buch sind natuerlich alle Szenen, die unter der Erde spielen: wie sich die kleine Gruppe durch die Dunkelheit quaelt, immer der grausamen Gefahr des mysterioesen Geflechts ausgesetzt, packt den Leser vom ersten Moment an. Die Idee, eine blinde Hoehlenforscherin als rettende Heldin herzunehmen, so dass sich alles im Stockdunkeln abspielen kann, ist ein genialer Schachzug. Und obwohl dieser Umstand im ersten Moment absurd klingt, werden die Faehigkeiten und Aktionen von Tia Traveen absolut glaubwuerdig und ueberzeugend vermittelt. Man hoert, riecht und vor allem fuehlt sich mit ihr durch jeden Zentimeter der Hoehle, so dass selbst beim Leser diese Sinne in den Vordergrund treten.
Einzig das Ende hat etwas nachgelassen, weil die Geschichte da wieder das Tageslicht erreichte und die beklemmende Anspannung ebenso wie die Dunkelheit hinter sich liess.
Fuer mich eine im positiven Sinne absolut ueberraschende Entdeckung.