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Die Kriegerin – Tochter der Amazonen: Roman (Kämpferische Frauen der Antike 1)

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Sie liebt einen griechischen Gott, doch ihre Bestimmung ist die Freiheit.

Otrere lernt als Amazone schon früh, zu kämpfen und zu reiten. Nach dem Tod ihres Vaters wird sie Herrscherin über die Skythen. Sie strebt danach, die freiheitliche Lebensweise ihres Volks zu bewahren – vor allem gegen die archaische Männerwelt der Griechen. Otreres Ideale werden auf eine harte Probe gestellt, als sie dem griechischen Gott Ares begegnet. Entgegen besserem Wissen lässt sie sich auf ihn ein, da er ein friedliches Miteinander beider Völker verspricht. Doch dann steht sie vor der größten Herausforderung im Leben einer Frau … 

Der große Saga-Auftakt über die aufregendste Kriegerinnen-Dynastie der griechischen Mythologie.

449 pages, Kindle Edition

Published January 15, 2024

19 people want to read

About the author

Julie Peters

46 books19 followers
Julie Peters, Jahrgang 1979, ist das Pseudonym der Schriftstellerin und Übersetzerin Juliane Korelski. Nach sieben Jahren im Buchhandel hängte sie den Job an den Nagel, zog vom Westfälischen ins Rheinland und begann ein Studium der Geschichte und Antiken Kulturen. Seit April 2008 arbeitet sie als Autorin und Übersetzerin. Mit uns hat sie gesprochen über Privats, ihren Neuseeland-Roman "Das Lied der Sonnenfänger" und natürlich auch über weitere, geplante Projekte.

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Displaying 1 - 4 of 4 reviews
Profile Image for Regina.
953 reviews39 followers
September 2, 2024
Ich freue mich über jeden Amazonen-Roman. Seit ich Adrienne Mayors großartiges Sachbuch gelesen habe, warte ich nur darauf, dass das schier maßlose Potential fiktiv aufgegriffen wird.

Es scheint so, als hätte Julie Peters Mayors Buch ebenfalls gelesen, denn sie lässt immer wieder schön Details zur Lebensweise der skythischen Amazonen in die Geschichte einfließen. Allerdings bleibt es dann auch dabei. Denn diese Details werden wenig ausgearbeitet und lediglich kurz erwähnt. Allgemein finde ich, dass man zu wenig in das Setting eingeführt wird. Der Anfang ist total verwirrend, ständig wird in den Zeitebenen hin und her gesprungen, sodass es mir schwerfiel, überhaupt die Haupthandlungszeitebene zu erkennen. Und statt erstmal das skythische Volk und die Hauptfigur kennenzulernen, geht es gleich zu der achaiischen (griechischen) Siedlung und der Konkurrenzsituation zur nomadischen Lebensweise. Insgesamt werden mehr achaiische Elemente als skythische Elemente gezeigt.

Nach ca. 80 Seiten wird es etwas besser und wir bleiben in einer Zeitebene. Allerdings gibt es immer noch sehr wenig Handlung und wenn etwas passiert, ist es eigentlich ein Wiederholen der immer gleichen Probleme - Ärger mit anderen Stämmen, der Konflikt zwischen Nomadentum und Sesshaftigkeit. Da es eine Trilogie ist, wünschte ich, die Autorin hätte sich mehr Zeit gelassen, diese Konflikte langsam einzuführen und die verschiedenen Gruppen, Sichtweisen und Figuren erstmal vorzustellen.

Neben der Struktur ist die Hauptfigur Otrere auch nicht gerade der Hit. Sie beansprucht die Königswürde, kann aber wenig zeigen, was ihren Anspruch untermauert, abgesehen vom eigenen Ehrgeiz, der aber immer wieder von Selbstzweifeln und sehr schlechten Entscheidungen unterlaufen wird. Zum Glück werden ihre Familiemitglieder als interessante und fähige Personen dargestellt, die Otrere jedoch nicht so wertschätzt, wie sie es verdienen. Ihre Familie sind auch die einzigen Nebenfiguren, die an Kontur gewinnen.

Dann ist da noch Otreres Liebesbeziehung mit dem Gott Ares, die eine absolute Enttäuschung ist. Es ist einfach eine schlecht geschriebene, oberflächliche Romanze, die vielleicht funktionieren würde, wenn sie im Hintergrund zu einer Haupthandlung ablaufen würde, allerdings nimmt sie sehr viel Platz ein und bleibt doch so gefühllos. Ares wirkt überhaupt nicht wie ein Gott. Punkt. Könnte ein stinknormaler Kerl sein, der zudem total unzuverlässig ist. Eine emotionale Binding sehe ich zwischen ihnen überhaupt nicht und das Äußerliche bleibt auch unter dem Radar. Weder beschreibt Otrere, was an Ares so sexy ist, noch bemerke ich, wie Funken zwischen ihnen sprühen. Keine Ahnung, was beide aneinander finden, jedoch muss Otrere ihm wortwörtlich hinterherlaufen, zum Nachteil ihres Volkes!


Ich wollte das Buch ja mögen und hoffte, Otrere zeigt Stärke, ein Zeichen, dass Frauen in der Liebe Grenzen setzen und Macht behalten können (zB eine offene Beziehng auf Distanz oder so), doch Otrere macht hier immer noch eine sehr schlechte Figur. Zwar wird ab und zu erwähnt, dass ihr Volk sie schätzt, aber ihre Handlungen als Königin, selbst in Kampfhandlungen, werden kaum geschildert. Warum wird so selten der Fokus auf den Können von Frauen statt ihre Gefühle gelegt? Dabei flechtet die Autorin durchaus zeitlose Themen ein, z.B. Selbstbehauptung unter Männern oder Mutterschaft und Arbeit. Doch hätte ich so viel mehr erwartet. In dem erwähnten Sachbuch habe ich gelernt, dass die griechische Kultur auch viele Wunschvorstellungen auf nomadische, skythische Amazonen projiziert hat und mir ist klar, dass das heute immer noch gilt: Ich habe Vorstellungen, was für Bücher über Amazonen geschrieben werden könnten, nur hat Julie Peters halt andere.

Ich werde den nächsten Band auf jeden Fall noch ausprobieren, das Thema liegt mir halt am Herzen, aber erwarten tu ich nicht mehr viel.
Profile Image for Kayla.
15 reviews
October 10, 2024
Endlich ein Buch über die Skythen! Dachte ich mir zumindest als ich dieses Buch fand.

Ich habe mich so gefreut, als ich dieses Buch entdeckt habe! Seit ich vor einigen Jahren einen Film über die Skythen gesehen habe, bin ich von ihnen fasziniert und dieses Buch versprach mir mehr in ihre Welt eintauchen zu können.

Die Junge Otrere ist als Kriegerin auf den Steppen von Eurasien aufgewachsen. Ihr Vater ist der König der Skythen und Otrere macht sich daran ihr Hochgestecktes Ziel, seine Nachfolgerin zu werden zu erreichen. Auf ihrem Weg dorthin begegnet sie einem griechischen Gott in Menschenform, Ares. Er schenkt ihr seine Gunst und sie scheint von ihm ganz verzaubert zu sein.

Zur Entwicklung der Beziehung: Well it escalated quickly, aber das ist für griechische Mythologie ja nichts neues. Es ist allerdings weird dass diese Götter ständig einfach irgendwie auftauchen und sich dann irgendwie seltsam benehmen. Die Interaktionen und Gespräche zwischen den Charakteren sind teilweise Ultra clunky und lassen oft vieles offen.

Zu Otrere: sie ist am Anfang der Geschichte eine sehr junge Frau, die ihren Platz irgendwie schon kennt, aber irgendwie auch erst lernen muss. Wie es für eine Jugendliche üblich ist, wächst sie an ihren Aufgaben und lernt besser mit sich selbst und anderen umzugehen. Irgendwie dreht sie sich hierbei aber ständig im Kreis, besonders was ihre Meinung über das Leben der Skythen angeht und auch was ihre Beziehung zu ihren Geschwistern und ihrer Familie angeht.

Generell dreht sich die Geschichte irgendwie ständig im Kreis und es gibt keinen wirklich erkennbaren Handlungsbogen oder irgendeine Form der Spannung. Kurz vor Ende des Buches habe ich ernsthaft überlegt, dass Buch abzubrechen, weil es so langweilig war und immer dasselbe passierte: Otrere trifft irgendwelchen dummen Entscheidungen, hat eine Identitätskrise, überlässt die Herrschaft über die Skythen irgendwelchen anderen Leuten und pflegt lieber ihre absolut oberflächliche Beziehung zu Ares. In der Beziehung kommt keinerlei Romantik auf und auch Otreres Chronische Eifersucht Aphrodite gegenüber ist da nicht wirklich hilfreich. Sie erwähnt die Beziehung von Ares und Aphrodite ohne Witz mindestens viermal.
Es wird immer wieder erwähnt, dass die Skythen sie wohl respektieren, aber wie sie diesen Respekt erlangt hat, ist mir als Leser schleierhaft. Die Kämpfe gegen die Thraker, die auch so an die viermal vorkommen, werden immer nur extrem oberflächlich beschrieben, sodass auch hier keinerlei Spannung entsteht und Otreres Führungsfähigkeiten nicht hervorscheinen können.
Tatsächlich sind mir als Leser eher die Nebencharaktere im Gedächtnis geblieben, weil sie weitaus mehr Kompetenz bewiesen haben als Otrere bspw. Ihre Schwester Melanippe, die den Titel Amazone redlich verdient hat.
Zum geschichtlichen Hintergrund: es werden viele kleine Details zu der skythischen Lebensweise geteilt, leider auch nur oberflächlich, aber dennoch lernt man einiges über ihre Gebräuche.
Es ist durchaus archäologisch belegt, dass es unter den Skythen Kriegerinnen gab und auch wird angenommen, dass sie den Grundstoff für den Mythos der Amazonen geliefert haben. Griechen und Skythen lebten zusammen und trieben viel Handel, es gab wohl auf eine Art Polizei in Athen, welche hauptsächlich aus skythischen Kriegern bestand. Skythische Krieger verdienten sich auch des Öfteren als Söldner, so heuerte zum Beispiel Xerxes Skythen an, als er gegen die Griechen zog. Tatsächlich haben einige Stämme der Skythen Ares verehrt, wie es dazu wirklich gekommen ist, ist allerdings unklar. Die Darstellung in dem Buch von verwischenden Kulturen ist archäologisch belegt und dass die Skythen von umliegenden Völkern in Bedrängnis gebracht wurden, ist auch historisch belegt.
Schlussendlich hätte man aus diesem ganzen Konzept mehr machen können. Die Skythen sind so ein faszinierendes Thema, leider hat es Julie Peters mit diesem Buch nicht wirklich geschafft mich mehr in ihre Welt eintauchen zu lassen. Fazit: Verschenktes Potential!
Profile Image for Anne.
120 reviews1 follower
March 12, 2024
Julie Peters präsentiert eine faszinierende Geschichte über Otrere, eine Amazone, die nicht nur kämpfen und reiten kann, sondern auch dazu bestimmt ist, über die Skythen zu herrschen.

Nach dem Tod ihres Vaters übernimmt Otrere die Führung ihres Volkes und setzt alles daran, die freiheitliche Lebensweise der Amazonen zu bewahren. Dabei gerät sie in einen Konflikt mit der archaischen Männerwelt der Griechen. Ihre Ideale und Überzeugungen werden auf eine harte Probe gestellt, als sie dem griechischen Gott Ares begegnet.

Julie Peters entfaltet vor den Augen des Lesers eine Geschichte voller Spannung, Liebe und Intrigen. Otreres Zerrissenheit zwischen ihrer Pflicht als Anführerin und ihrem persönlichen Verlangen nach Liebe und Frieden ist spürbar und mitreißend. Der Leser wird in eine Welt antiker Mythen und Kriege gezogen, in der die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen.

Die Autorin zeichnet ein lebendiges Bild der Amazonen und ihrer Kultur, die von Stolz, Ehre und Kampfgeist geprägt ist. Otrere ist eine faszinierende Heldin, die nicht nur mit ihrem Mut und ihrer Stärke beeindruckt, sondern auch mit ihrer Menschlichkeit und den inneren Konflikten, die sie durchlebt.

Die Begegnung mit dem griechischen Gott Ares verspricht zunächst Hoffnung auf ein friedliches Miteinander der Völker, doch bald steht Otrere vor einer Entscheidung, die das Schicksal ihrer Welt verändern könnte. Die Spannung steigt, als sie sich der größten Herausforderung ihres Lebens gegenübersieht.

Julie Peters verwebt geschickt historische Fakten mit fesselnder Fiktion und erschafft so eine Geschichte, die im Gedächtnis bleibt. Für Fans von historischen Romanen mit starken weiblichen Hauptfiguren ein absolutes Muss.
28 reviews
April 9, 2025
Otrere, das drittgeborene Kind von Mazjar, König der Skythen und seiner Frau Barkida greift nach der Königs... ähm Königinnenwürde und übergeht dabei ihre ältere Schwester Melanippe, nachdem ihr Bruder Maspi darauf verzichtet hat. Besiegelt wird ihr Anspruch durch das Auftauchen des archaischen Kriegsgottes Ares, der ein eindeutiges Interesse an der jungen Skythin hat. Nicht nur, dass sie Königin wird, sondern sie lässt sich auch auf den Kriegsgott ein. Gemeinsam haben sie drei Töchter: Hippolyte, Penthesilea und Antiope.

Ein faszinierender Roman, der das Leben der Skythen beschreibt. Er führt tief in die Welt auf der Steppe, in das dortige Leben und welche Herausforderungen es an das Volk der Skythen stellt. Gerade weil mich die Skythen so sehr interessieren, nachdem ich als Jugendliche den Roman »Tochter der Steppe« von Wolfgang Jaedtke gelesen habe, fand ich diesen Roman in dieser Hinsicht besonders interessant. Es geht dabei auch oder vor allem um das Selbstverständnis der Skythen. Doch Skythien ist im Wandel. Auch das wird klar dargestellt. Äußere Zwänge, die Entscheidungen fordern. Gerade der Konflikt mit den Archaern wird noch dadurch geschürt, dass die neue Königin der Skythen seine Auserwählte ist. Eine Liebschaft, in die sich die junge Otrere inbrünstig stürzt und die sie genauso oft bereut. In der Zeit ihrer Herrschaft verändert sie sich. Das ist auch im Roman deutlich spürbar. Sie versucht den unterschiedlichen Anforderungen gerecht zu werden, gerade als Mutter von drei Töchtern und als Königin der Skythen.

Besonders gefallen hat mir das Verhältnis zwischen Otrere und Ares. Der Kriegsgott kommt und geht, wie es ihm gerade passt. Aber Otrere ist nicht bereit, ihm das immer durchgehen zu lassen, so sehr sie ihn auch liebt. Das ist ein Unterschied zu »The Witch's Heart« von Genevieve Gornichec, in dem die Protagonistin einfach so erträgt, dass der Gott tut und lässt, was er will. Otrere jedoch weist ihren Gott oftmals zurück, verbietet ihm irgendwann sich in die Angelegenheiten Skythiens einzumischen und der Gott scheint sich daranzuhalten. Doch um ihm den Rücken zu kehren, hängt sie zu sehr an ihm, vielleicht etwas zu sehr für meinen Geschmack. Allgemein gefällt mir die Darstellung der Götter im Vergleich zu »Die Götter müssen Sterben« von Nora Bendzko, die eben auch nicht so allmächtig sind, wie sie es gerne wären.

Obwohl der Roman gut und flüssig geschrieben und die Geschichte logisch aufeinander aufbaut, gingen mir viele Sachen viel zu schnell. Darunter gerade die Annäherung zwischen Otrere und Ares, aber auch die meisten andern Vorgänge. Leider war vieles recht oberflächlich geschrieben, was ich als sehr schade empfinde, sodass die Gefühlswelt der Protagonistin und auch die darum herum stattfindenden Ereignisse oftmals zu weit weg erscheinen.

»Die Kriegerin - Tochter der Amazonen« ist ein Roman, den ich gerne und schnell gelesen habe. Er hat Spaß gemacht und es war sehr kurzweilig. Daher gebe ich 4 von 5 Sternen.
This entire review has been hidden because of spoilers.
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