1. Mai 1953, Konstanz am Renina ist vierundzwanzig, Martin Heideggers jüngste Assistentin und wagt den Sprung in die Selbstständigkeit. Sie gründet die erste Frauenzeitschrift Deutschlands. In Zeiten beängstigender politischer Restauration will sie sich mit ihrer »Lady« für ein neues Rollenverständnis der Frau einsetzen. Die Zeichen stehen gut, wäre da nicht Fred, den sie aus einer Laune heraus geheiratet hat. Der Doktor der Atomphysik, Neffe von Marlene Dietrich, hat sie in gefährliche sexuelle Abhängigkeiten verstrickt. Vor der malerischen Kulisse des Bodensees verändert sich an einem einzigen Tag Reninas Leben ...
Ich kenne und schätze Jana Revedin von früheren Romanen wie „Margherita“ und „Jeder hier nennt mich Frau Bauhaus“. Interessant: Die Autorin ist eine erfolgreiche Architektin und so liest sich der neue Roman auch wie ein Who-Is-Who der internationalen Design-Szene der 50er und 60er Jahre. Das finde ich toll und auch dass Jana Revedin eher knapp schreibt und nichts zerfaselt wird, gefällt mir. Allerdings wirken ihre Figuren dadurch zunächst hölzern auf mich. So habe ich vorerst für die durch den Ehemann missbrauchten Protagonistin Renina keine Empathie, ihre Situation ist mir unverständlich, zu lange hat sie einfach „mitgespielt“ und die Ehefrau des sehr bekannten Architekten Bruno Taut erscheint nach meinem Empfinden zu plötzlich aus dem Nichts Viele prominente Designernamen wie Florence Knoll, Yves Saint Laurent wirken wie nur so hineingestreut, ihr Einfluss bis hinein in unsere Zeit bleibt nur angerissen. ‚Warte doch, erzähl mir mehr darüber‘ möchte ich der Autorin zurufen. Aber natürlich ist das in nur einem Buch gar nicht möglich. Ich wünsche mir weitere romanhafte Biografen aus der bewährten Revedin-Feder, zum Beispiel über die Knolls oder das Ehepaar Taut oder Dior und St. Laurent.
Es gelingt der Autorin jedoch sehr schnell ihren Romanfiguren mehr Kontur und Charakter zu geben, und schon hat sie mich fest im Griff. Gespannt verfolge ich Reninas Werdegang, erkenne wie skandalös eine Scheidung im Konstanz der 50er Jahre war und bewundere nun ihr Durchsetzungsvermögen und ihre Kreativität bei der Gründung einer neuen Zeitschrift „Lady“. Frauenzeitschrift ist nicht die passende Kategorie für Reninas ehrgeiziges Projekt. Ja, es geht um Schönheit und Mode, doch die junge Herausgeberin will viel mehr. Lebensporträts und politische Positionen sollen die Leserinnen wegführen von der damals herkömmlichen Frauenrolle als nur passiv-schmückendes Beiwerk eines aktiv-bestimmenden Ehemanns.
Doch wird Renina sich selbst von ihrem despotischen Ehemann lösen können? Und wird sie ihre „Lady“ zum Erfolg führen? Lesen! Die Lektüre lohnt sich.
Sie war jung, zu jung und mit ihren 24 Jahren zu naiv. Eine Kombination, die Fred Dietrich magisch anzog. Sie heiraten überstürzt. Der Herr Doktor der Atomphysik sieht es als selbstverständlich an, dass seine Frau ihm stets zu Willen ist. Immer und überall und unter allen Umständen. Er nimmt sich, was immer er will. Und wieder einmal wacht sie benommen auf, kann sich an nichts mehr erinnern und wieder einmal hat Fred sie in eine prekäre Situation gebracht. Genug ist genug, sie will sich scheiden lassen. Was in diesen Jahren gar nicht so einfach ist, die Schuldfrage wird meist zugunsten des Mannes geklärt, für eine Frau bedeutet eine Scheidung eine gesellschaftliche Ächtung.
Reninas großer Traum ist es, mit der „Lady“ die erste deutsche Frauenzeitschrift zu gründen. Über die vier Jahreszeiten will sie pro Jahr vier Hefte herausbringen, jedes davon sollte unter anderem ein tiefgehendes Lebensporträt enthalten wie etwa das von Konrad Adenauer. Auch politisch will sie sich positionieren. Literatur, Musik, Theater, Technik, Handwerk, Forschung und noch mehr zeitaktuelle Themen sollen aufgegriffen werden, ein fortschrittliches Konzept will sie als Chefredakteurin voranbringen, ihre allerersten sechs Worte des Leitartikels „Sie lieben Ja-Sagen? Ich auch nicht.“ klingen vielversprechend. Ihr Weg bis dahin ist jedoch ein sehr steiniger.
„Steh auf beiden Fußsohlen“ hatte ihre Urgroßmutter sie ermahnt. Ein sehr guter Ratschlag, den die junge Renina so gar nicht umsetzen kann und die Zeit – wir sind in den 1950er Jahren – ist auch nicht gerade auf Seiten der Frauen. Nach dem zweiten Weltkrieg herrscht sowas wie Aufbruchstimmung, die Rolle der Frau beschränkt sich eher auf Kinder und Küche, Karriere ist für den Mann vorgesehen.
Aus heutiger Sicht mutet vieles seltsam an, die Frauen mussten sich ihre Rechte erst erkämpfen. Schon die ersten Seiten zeigen dies nur zu deutlich auf. Es geht um Gewalt in jeglicher Hinsicht, daneben treffen wir viele namhafte Persönlichkeiten in diesen Jahren wie etwa den jungen Christian Dior. Für mich etwas zu kurz gekommen ist die Redaktionsarbeit rund um die „Lady“. Im Vordergrund steht das Zerwürfnis der Eheleute, das sich viel aus sexueller Gewalt und brutalen Übergriffen speist neben Reninas Liebe zu den Pferden, wobei sie nach ihrem Entschluss, Fred zu verlassen, immer mutiger wird und auch die Pferdestärken der Autos zu schätzen lernt. Ihre Familie weiß sie hinter sich, auch gute Freunde stärken sie, was ihrem Selbstbewusstsein zuträglich ist.
In „Der Frühling ist in den Bäumen“ schreibt Jana Revedin über ihre Mutter, über das Rollenverständnis der Frau in den 1950er Jahren. Es ist ein Auf und Ab der Gefühle, das sich vor der malerischen Kulisse des Bodensees zuweilen in etwas langatmigen Dialogen verliert, das jedoch den Zeitgeist dieser Jahre gut nachvollziehbar wiedergibt.
In ihrem Roman „Der Frühling ist in den Bäumen“ schreibt die Autorin Jana Revedin über das Leben ihrer Mutter Renina.
Die 24-jährige Renina leidet physisch und psychisch unter ihrem Mann Fred. Fred ist Physiker und gleichzeitig auch der Neffe von Marlene Dietrich. Obwohl sich Renina mit ihrer Heirat in eine gefährliche Abhängigkeit begeben hat, ist sie eine Frau, die weiß, was sie will. Mit der Gründung der ersten Frauenzeitschrift Deutschlands möchte sie ein neues Rollenverständnis für die Frauen erwirken.
Nicht alles in diesem Buch liest sich leicht. Die geschilderte Gewalt, die Renina erlebt, fand ich schon beim Lesen nur schwer zu ertragen und abstoßend. Umso drastischer und erschreckender ist das Ganze, da es in einer Gesellschaftsschicht stattfindet, in der man nicht damit rechnet. Für mich kam das unerwartet, da ich durch den Klappentext etwas anderes erwartet hatte.
Mir gefiel es wie die Autorin die Nachkriegszeit mit ihren positiven und negativen Aspekten zum Leben erweckt hat. Durch bekannte historische Persönlichkeiten, die zu dieser Zeit gelebt haben, wird die Handlung authentisch und lebendig. Die Autorin schildert in ihrem Roman eine starke Frau, die sich für ihresgleichen einsetzt und eine neue Rolle für die Frauen in unserer Gesellschaft erwirken möchte.
Dies ist kein Buch, das sich nebenbei lesen lässt, sondern eines, das zum Nachdenken anregt und in dem ein Stück deutsche Geschichte lebendig wird.
Ich habe diese Geschichte als Hörbuch vorgelesen bekommen und hatte einige schöne Stunden damit.
Inhaltlich geht es um den 1. Mai 1953, Konstanz am Bodensee: Renina ist vierundzwanzig, Martin Heideggers jüngste Assistentin und wagt den Sprung in die Selbstständigkeit. Sie gründet die erste Frauenzeitschrift Deutschlands. In Zeiten beängstigender politischer Restauration will sie sich mit ihrer »Lady« für ein neues Rollenverständnis der Frau einsetzen. Die Zeichen stehen gut, wäre da nicht Fred, ihr ungeliebter Ehemann der sie nicht in die Freiheit entlassen möche.
Der Schreibstil war wirklich flüssig und einfach so konnte man sich ganz auf die Geschichte konzentrieren. Ab und zu gab es ein paar Längen, als es um die Dressurarbeit mit den Pferden ging, aber alles in allem wurde ich gut von der Geschichte unterhalten.
Ich dachte zunächst es ginge im Buch hauptsächlich um die Veröffentlichung der Zeitschrift "Lady", dies ist jedoch nicht der Fall. Stattdessen geht es vielmehr darum wie Renina es nach und nach schafft unabhängiger von ihrem schlimmen Ehemann zu werden und sich von ihm nach und nach zu befreien. Dabei hat sie einige Freunde auf ihrer Seite auf die sie sich verlassen kann.
Die Sprecherin hat die Geschichte sehr gut und lebendig vorgelesen, die Stimme war angenehm.
Fazit: Eine unterhaltsame Geschichte über eine Frau, die ihre Freiheit und Unabhängigkeit findet.
Der Beginn schildert eine äußerst manipulative und gewalttätige Situation, mit dem Resultat, dass die Hauptfigur Renina sich scheiden lassen will. Hier handelt es sich um die Mutter der Autorin, die die erste Frauenzeitschrift Deutschlands LADY 1953 herausbrachte. Neben diesem Stück deutscher Zeitgeschichte unserer Nachkriegszeit werden prominente Figuren aus der internationalen Mode-, Design- und Theater-, Kunst-, Philosophen- und Literaturszene wie Marlene Dietrich, Bundeskanzler Adenauer harmonisch im weiteren Verlauf einbezogen. Das an sich angenehme, wohl situierte, gepflegte Ambiente wird nur sehr gestört durch die etwas überraschende Schilderung grober, detaillierter Vergewaltigungen, die zwar krasse Spannung erzeugen, aber eventuell auch Ablehnung beim Leser, der vorher im Klappentext von "sexuellen Abhängigkeiten" gelesen hat. Der Mut und der Einsatz einer Frau für ein neues Rollenverständnis in Ehe und Beruf stehen im Mittelpunkt, wobei familiäre und freundschaftliche Hilfestellung nicht unerwähnt bleibt. Ein neuer, wichtiger Lebensabschnitt einer Frau wird empfindsam dokumentiert.
Inhalt: Jana Revedin schreibt in ihrem neuen historischen Roman „Der Frühling ist in den Bäumen“ über ihre Mutter Regina. Die damals 24-Jährige, die 1953 die erste „Lady“ Zeitschrift herausgebracht hat, hat einen gewalttätigen und sadistischen, Ehemann, von dem sie sich scheiden lassen möchte.
Fazit: Ich hatte mir erhofft, dass es in dem Buch etwas mehr über die Veröffentlichung der Zeitschrift und den Einstieg in das Business gehen würde, jedoch dreht es sich hier mehr um das Entkommen von dem gewalttätigen Ehemann. Den Klappentext finde ich deshalb etwas unpassend, weil man doch, denkt es würde die Zeitschrift in Vordergrund stehen. Der Schreibstil ist gut, und man kommt flüssig durchs Buch, jedoch konnte mich die Geschichte irgendwie nicht abholen, ich hatte mir einfach etwas anderes erhofft. Ich konnte auch manche Entscheidungen der Protagonistin nicht ganz nachvollziehen. Dadurch das die Gründung der Zeitschrift recht schnell einfach passiert, nahm das die Spannung, gerade weil im Klappentext dieses im Vordergrund steht und mich dieser Aspekt im Buch am meisten interessiert hätte. Deshalb 2,5 Sterne.
In dem Roman 'Der Frühling ist in den Bäumen' erzählt die Autorin Jana Revedin von ihrer Mutter Renina und deren Ehe mit dem äußerst brutalen Fred Dietrich, dem Neffen der großen Marlene Dietrich. Renina steckt mit ihren blutjungen 24 Jahren mitten in der Vorbereitung der ersten Ausgabe ihrer neuen und zu der Zeit innovativen Frauenzeitschrift 'Lady'. Am 1.Mai 1953 überschreitet Fred eine unverzeihbare Grenze und Renina zieht die Reißleine...nicht ohne Konsequenzen. Sie lernte die interessante Erika kennen und findet in ihr eine gute neue Freundin und Unterstützung in einer für sie turbulenten Zeit. Ich habe das Buch sehr schnell durchgelesen, da es durch die vielen Dialoge recht kurzweilig ist. Einige mal habe ich allerdings auch 'quergelesen' da sich an (für mich) relativ uninteressanten Ereignissen zu lange aufgehalten wurde. Bei ihrem Ausritt mit dem befreundeten Basil zum Beispiel ging es um Feinheiten des Dressurreitens, gar nicht meine Welt. Trotz des kurzweiligen Schreibstils war mir das Buch etwas zu langweilig.
Unbehagen Der Frühling ist in den Bäumen ist ein historischer Roman von Jana Revedin, der auf 250 Seiten die Geschichte ihrer Mutter Renina, Herausgeberin von Deutschlands erster Frauenzeitschrift „LADY“, erzählt.
Nachdem Renina Fred, einen Physiker und Marlene Dietrichs Neffen, kennengelernt hatte, heirateten die beiden. Aber Renina lebte nach der Heirat nicht glücklich. Fred ist Sadist und Drogenabhängiger, und Renina wurde von ihrem Mann vergewaltigt und gedemütigt. Schließlich entkam Renina am 1. Mai 1953 Fred ...
Ich dachte, dieses Buch würde sich darauf konzentrieren, wie Renina die Zeitschrift Lady gründete, aber ich fand, dass das gesamte Buch fast dem 1. Mai gewidmet ist. Das stimmt zu sehr nicht mit der Einleitung im Klappentext überein. Ansonsten scheint das Buch nicht sehr fokussiert zu sein, es ist so ausführlich und umständlich, dass ich meinen Lesevorgang oft unterbrechen musste. Auch die Darstellung sexueller Gewalt war zu direkt und brutal, was mir Unbehagen bereitete.
über eine starke Frau & Unabhängigkeit - oder auch nicht
Das Buch handelt von der Geschichte von Mutter Renina. Sie war die Herausgeberin von "Lady" - Deutschlands erster Frauenzeitschrift. Ein historischer Roman - erzählt auf 250 Seiten.
Renina hatte es mit ihrem Mann Fred nicht leicht - nach der Heirat war sie sehr unglücklich, denn er ist gewalttätig, Sadist und drogenabhängig. In der damaligen Zeit natürlich ein Drama, an so einen Mann zu geraten. Aber Renina schaffte es, von ihm zu fliehen / ihm zu entkommen.
Und dann war da noch der 1. Mai - und irgendwie war das leider im Buch der Vordergrund.
Der Klappentext hat leider etwas anderes versprochen - ich weiß nicht, was in diesem Buch passiert ist. Ich hätte mir eine Geschichte über Unabhängigkeit und einer starken Frau, die die Zeitschrift gründet erwartet - aber irgendwie war das nicht im Vordergrund, bzw. nicht so im Vordergrund wie ich erwartet hatte. Nun ja, ich hatte andere Erwartungen und mich konnte das Buch daher nicht überzeugen.
Zuerst mal muss ich sagen das dieses Buch ein sehr nostalgischen Gefühl bei mir hinterließ. Nicht nur das Cover erinnert mich an die Romane meiner Kindheit ,auch die Schreibweise der Autorin versetzte mich in diese Zeit zurück. Was ich sehr genossen habe.
Das Leben schreibt doch die besten Geschichten, und auch hier zeigt es sich wieder. Der Roman der,der Mutter der Autorin gewidmet ist, ist sicherlich eine Verfilmung wert. Genug Zündstoff gibt es und es werden viele Themen angeschnitten, die auch heute noch von enormer Wichtigkeit sind. Das einzige Manko für mich war, daß die Autorin sich manchmal zu sehr in Beschreibungen und Gedankensprüngen verlor , wie zum Beispiel über das Dressurreiten. Das wäre bei einem längeren Buch nicht so ins Gewicht gefallen, aber so liest es sich stellenweise etwas konfus und holprig. Dann aber doch wieder sind zum Beispiel die Beschreibungen der Landschaft wunderschön. Ich habe das Buch schnell weggelesen und es hat mich berührt.
Das Buch beginnt dramatisch. Die Protagonistin Renina wird von ihrem Ehemann vergewaltigt, gedemütigt und mit Drogen gefügig gemacht. Für Renina gibt es nur einen Ausweg: Scheidung. Sie ist keine Frau, die sich wegen der Erlebnisse zurückzieht, sondern eine, die etwas ändern will und sich an die Öffentlichkeit wendet. Sie hat nach dem Krieg die erste Frauenzeitschrift „Lady“ herausgebracht und thematisiert darin wichtige Belange wie z.B. die Selbstbestimmung oder die Berufstätigkeit der Frauen. Der Kontrast zwischen den wundervollen Beschreibungen der Landschaft und den Erlebnissen Reninas zu Beginn könnte kaum größer sein. Besonders brisant an diesem Roman ist, dass es sich bei der Protagonistin um die Mutter der Autorin handelt. Leider verliert sich die Autorin ab einigen Stellen in unwichtigen Details, weswegen ich bei meiner Bewertung einen Punkt abziehe.
"Der Frühling ist in den Bäumen" von Jana Revedin entführt uns ins Konstanz des Jahres 1953. Die Geschichte dreht sich um Renina, eine faszinierende Protagonistin, die die erste Frauenzeitschrift Deutschlands gründet. Das Buch verdient definitiv 4 von 5 Sternen - Die Autorin zeichnet ein lebhaftes Bild der Nachkriegszeit, in der Frauen für ihre Rechte kämpften. Die Geschichte von Renina ist inspirierend, ihr Engagement für ein neues Rollenverständnis der Frau ist bewundernswert. Allerdings wird die Handlung durch die Beziehung zu Fred, einem komplexen Charakter, noch spannender. Die Interaktionen zwischen den beiden fügen der Geschichte eine unerwartete Tiefe hinzu. Insgesamt ist "Der Frühling ist in den Bäumen" ein packendes Buch, das historische Elemente, feministische Themen und eine komplizierte Liebesgeschichte geschickt miteinander verwebt. Es regt zum Nachdenken an und ist definitiv lesenswert.
Bei der Geschichte hatte mich, der im Klappentext erwähnte Bezug zu Heidegger und Marlene Dietrich neugierig gemacht, das Buch lesen zu wollen. Auch die Zeit der 1950 er Jahre reizte mich, wobei ich den Titel als nicht passend zu der Geschichte empfinde. Leider hielt das Buch nicht, was der Klappentext versprach: philosophisches konnte ich nicht entdecken und was Marlene Dietrich mit der Geschichte zu tun hat, außer dass sie die Tante des Mannes der Protagonistin sein soll, frage ich mich wirklich. Ich wurde beim Lesen das Gefühl nicht los, bekannte Namen werden hier als Anreiz benutzt, das Buch zu kaufen. Die Geschichte von Renina, der Protagonistin, besticht hauptsächlich durch die Gewalt in ihrer Ehe. Das könnte ein interessantes Thema sein, wenn es nicht rein oberflächlich abgehandelt würde. Schade, denn hier sehe ich durchaus Potential. Empfehlen würde ich das Buch nicht unbedingt, denn mir war es zu oberflächlich.
Die Widmung bzw. das Zitat zu Beginn des Buches hat mich sofort abgeholt, "Zerreiß deine Pläne. Sei klug und halte dich an Wunder." Das Cover hat mich sofort an die Bücher erinnert, die ich immer bei meiner Mutter oder bei meinem Vater im Bücherregal gesehen habe, wodurch direkt ein gewisser Schwall an Nostalgie aufgetreten ist. Die Autorin, Jana Revedin, schafft es auch wunderbar realistisch, die Zeit, in der die Geschichte spielt, an den Leser rüberzubringen. An den Schreibstil musste ich mich ehrlich gesagt erst gewöhnen aber wenn man mal drin ist, erfährt man eine Geschichte über eine wunderbare, junge und starke Frau, die sich in den fünfziger Jahre von ihrem Mann scheiden möchte, da dieser sie unter Drogen gestellt hat und nach der Konfrontierung auch noch gewalttätig wurde. Zwischendrin wurde das Buch leider etwas langweilig, aber zum Schluss nahm es wieder Fahrt auf!
Zum Inhalt: Bei diesem autobiografischen Roman beleuchtet die Autorin das Leben ihrer Mutter, die den falschen Mann heiratet. Dieser setzt sie unter Drogen, missbraucht sie und lässt auch noch zu, dass sie andere das auch tun. Schließlich macht sie den mutigen Schritt sich aus der Ehe zu befreien und eine Zeitschrift zu gründen, was für Frauen in den fünfziger Jahren beides schwer war. Meine Meinung: Bei dem Cover erwartet man eher ein heiteres Buch, aber durch den Klappentext konnte man schon anderes erahnen und genau so war es auch. Irgendwie ein bedrückendes Buch, aber auch eins mit Hoffnung, denn trotz aller Schwierigkeiten geht es auch wieder bergauf. Erschreckend fand ich, wie wenig Frauen doch allein machen konnten und wie sehr sie von Ehemännern abhängig waren. Das Buch ist keine leichte Kost, hat mir aber gefallen. Fazit: Wenn ein einziger Tag das Leben verändert
1953 Konstanz am Bodensee Marie Dietrich, genannt Renina ist seit einem Jahr mit dem Atomphysiker Fred verheiratet. Der ehemalige Assistent Heisenbergs ist drogenabhängig, egoistisch, vergewaltigt seine Gattin und überlässt sie sogar zwei Kollegen. An diesem Tiefpunkt lernt sie Erika Taut kennen Sehr gut gefällt mir die Fokussierung auf den ersten Mai. Die Problematik der Wissenschaft in dem Bereich, die "Lady" Die Charaktere sind leider schwarz-weiß und viel ist fiktiv. Zu lange werden Banalität behandelt. Regina Entwicklung kommt für mich zu kurz
naja, das letzte war schon nicht der Burner, das hier ist nicht wirklich besser, ich komm mit ihrem Stil nicht zusammen, sie will immer viel und es wird dann doch nichts, aus den 50ern hätte man so viel machen können......