Die erste große Biographie über die faszinierendste Autorin der DDR
Wie aktuell wirkt aus heutiger Sicht dieses unangepasste Leben einer Schriftstellerin, die vielen als Femme fatale galt, vor allem aber eine moderne, selbstbestimmte Frau und vielseitige Autorin war. Während ihre Ehen scheiterten, hielt sie auch in schwierigsten Lebensphasen an ihrer schriftstellerischen Arbeit fest. Sie engagierte sich politisch und blieb sich doch stets treu gemäß dem »nur nicht schweigen, nur nicht schweigend Falsches mit ansehen, und dadurch es billigen«.
Carsten Gansels umfassende Biographie liefert die spannende Neubewertung des Lebens einer Schriftstellerin in seinen Höhen und Tiefen und eines komplexen Werkes, das derzeit international entdeckt und gefeiert wird.
»Brigitte Reimann gelingt es, die berauschende, unmögliche Verlockung Wirklichkeit werden zu die eigenen Ideale zu leben.« The New Yorker
Mit bislang unbekanntem Archivmaterial, auf zahlreichen Interviews mit Weggefä basierend.
»Eine aufregende, seltsamerweise übersehene Autorin, deren Bücher in Deutschland nie vergriffen waren und die es dennoch neu zu entdecken gilt.« The Guardian
»Was Reimanns Romane groß und schön und umwerfend macht, sind ihre Frauenfiguren. Die sind so naiv, selbstbewusst, um keine Antwort und Widerrede verlegen, sinnlich und intelligent, dass man nur staunen kann.« FAS
Der Autor hält sich lange an Herkunft, Kindheit und Jugendzeit von Brigitte Reimann auf, das ist in seiner Tiefe durchaus interessant, da oft vernachlässigt, andererseits scheint seine Energie dadurch nicht mehr für die letzten fünf bis acht Jahre gereicht zu haben. Neubrandenburg, Krankheit und die letzte Zeit wirken, verglichen mit den ersten 300 Seiten, die er braucht, um die ersten 20 Lebensjahre abzuhandeln, recht oberflächlich beackert. Aufschlussreich ist der literaturhistorische Blick auf die frühe DDR, beeindruckend die weitreichende und tiefgründige Recherche, durch die der Blick vom eigentlichen Objekt immer wieder abgelenkt wird und auf Entwicklungen, Orte, Menschen und Ereignisse in der Peripherie fällt.
I was under the impression that the biographer didn't know what to make of her most of the time so he stuck to her writing, which was ultimately the right choice. Also, he seemed to have a genuine sympathy and empathy for her, and to truly value her as an important author. I enjoyed reading this, but was baffled how certain parts of her biography were not really dealt with: several abortions and miscarriages, her illness and death, her last marriage barely gets mentioned and then be get weird details like how her third husband convinced her to get a breast reduction?? I understand how the biographer didn't want to speculate about that, but was there really nothing about that in her journals, letters, even hints in her novels and stories? Or did he considere it just "weird womens' stuff", not worth the effort of investigating? Or is it just me and my affinity for author-gossip?
In any case, check out Brigitte Reimann, there are, I believe, several of her works translated into English.
Vooral haar jeugd heeft Carsten Gansel grondig aangepakt. Dat is fijn, want al haar dagboeken uit die tijd heeft Brigitte Reimann vernietigd toen ze naar Hoyerswerda verhuisde. Alleen doet Gansel het wel erg grondig. Ook de boeken die ze volgens oude klasseboeken heeft gelezen worden samengevat. Dan zijn we al op tweederde van de biografie. De rest bestaat vooral uit literair-kritische beschouwingen van haar sindsdien gepubliceerde werk en bevat relatief weinig over haar toch opmerkelijke leven. Voor dat laatste kun je beter terecht bij haar dagboeken en brieven. Daarin kun je overigens niet lezen dat haar derde echtgenoot een IM'er van de Stasi was. Dat las ik hier voor het eerst. Maar wát hij over Reimann heeft gerapporteerd vermeldt deze biografie dan weer niet. Daarom vond ik de biografie van Dorothea von Törne over Reimann meer inzicht geven in het leven van deze bevlogen, zelfstandige en hartstochtelijke DDR-schrijfster.