Heinz Schlaffer legt die Fundamente der Lyrik frei. Von der Antike bis zur Gegenwart kommt der Dichtung eine bestimmte Aufgabe in der Kultur einer Gemeinschaft zu: von der Anrufung der Götter bis zum Spruch für Menschen, vom Bettellied bis zum Erntedank, von der Beschwörung bis zum Liebeszauber. Um solche Zwecke zu erreichen, setzt das Gedicht außergewöhnliche Mittel wie Rhythmus, Reim und Metaphern ein. Heinz Schlaffer hat ein anschauliches, durch markante Beispiele sinnfälliges Buch geschrieben. Für alle, die sich gern von Gedichten anrühren lassen und genauer wissen wollen, wie Dichtung gemacht ist und wozu wir sie auch heute brauchen.
Ich habe das Buch für die Uni, im Rahmen einer Hausarbeit mit dem Thema "Magie in der Lyrik" gelesen. Dazu war es ideal. Anschaulich geschrieben, mit vielen Beispielen. Allerdings haben mir weitere Literaturangaben gefehlt. So wusste ich manchmal nicht, auf welches Werk sich der Autor bezog, wenn er sich auf etwas bezog.
Eine sehr gelungene Geschichte der Lyrik, die wirklich unheimlich viel informativen Gehalt mit sich bringt. Es gibt tausende kleine Aha-Erlebnisse und am Ende bleibt auch wirklich etwas hängen. Die Begeisterung an Lyrik steigt ungemein.