Ein verständlich erklärendes und immer noch aktuelles Buch über die Entstehung von Fremdenhass und Bewegungen, die andere Menschen denunzieren. Es spricht viele Probleme an (Unterdrückung der Frau, Rassismus, Konsumwahn etc), bietet zum Teil Ansätze von Lösungen, die jedoch noch weiter gedacht werden müssen.
Es ist auch eine Aufforderung, im freundlichen aber klaren Ton, dass ein jeder Mensch sich seinen Schatten (der Vergangenheit) stellen sollte, um nicht den in sich eventuell verbarrikadierten Hass ungewollt weiterzutragen.
Kritisch war für mich die Beschreibung des Familienbildes, welches durchweg heteronormativ beschrieben wurde bis zur heutigen Zeit (also 2002) und hauptsächlich die Frau in ihrer Rolle als Mutter bestärkt werden soll - welchen Part den Mann in einer Familie zu übernehmen hat, wird lediglich darin angerissen, dass der Männlichkeitstypus abgebaut werden sollte.