Ein Siebzehnjähriger begibt sich auf die Suche nach dem Mörder seiner Mutter
Für Leon Schwarz bricht eine Welt zusammen, als seine Mutter in der Nacht zu Hause ermordet wird. Genau zu der Zeit knutscht er auf einer Party mit Vivien und gießt nebenbei die Erdbeerbowle mit Weinbrand auf. Als Hauptkommissar Büscher und seine Kollegin Schiller zunächst seinen Vater und dann auch ihn verdächtigen, weiß Leon, dass er die Sache selbst in die Hand nehmen muss: Er wird den Mörder seiner Mutter finden, koste es, was es wolle.
Naja, die erste Hälfte des Buches fand ich nicht so gut. Ich fand mich des Öfteren selbst, wie ich mich über die angewandte Sprache aufgeregt habe, da sich die Jugendsprache in dem Buch einfach nur komisch und falsch angehört hat und für mich eine Qual zu lesen war. Als es dann einen kleinen Plot twist irgendwann bei der Hälfte vom Buch gab, habe ich mich etwas mehr dafür interessiert. Nichtsdestotrotz ,war das Buch aber nicht wirklich spannend. Ich hatte mir mehr davon erwartet.. und ich denke nicht, dass ich die Fortsetzung lesen werde..
„Nachtblauer Tod“ begann direkt mitten im Geschehen, weshalb mir der Einstieg sehr leicht fiel. Leon mochte ich sofort und auch Johanna, die Protagonistin des zweiten Bandes, lernte ich im Verlauf des Buches lieben. Ich habe noch nie einen Roman von Klaus-Peter Wolf gelesen, weil er hauptsächlich Nordsee-Krimis schreibt, fand seinen Schreibstil bei „Nachtblauer Tod“ aber sehr angenehm, denn ich flog geradezu durch die Seiten, unter anderem auch wegen der kurzen Kapitel und dem hohen Spannungsbogen. Meine Befürchtung, das Buch könnte sich zu sehr auf die Polizei konzentrieren, erhärtete sich nicht, die beiden Kommissare kamen nur hin und wieder vor und ihre Arbeit war zudem ganz interessant. Zwar kam ich dem Täter bereits nach einem Drittel auf die Schliche, das tat dem Lesegenuss allerdings keinen Abbruch, da das Buch durch die schöne Atmosphäre immer noch nett zu lesen war und Leon sich weiterhin in einer misslichen Lage befand. Außerdem blieb noch eine Weile offen, ob mein Verdacht wirklich richtig war. (SPOILER) Als Maik auf dem Boden vor der Toilettentür herumkroch, während Johannas Freundin darin war, angeblich, um seine Kontaktlinse zu suchen, kam er mir gleich komisch vor. Anschließend erhärtete sich mein Verdacht gegen ihn nur immer weiter, mit dem Fund des goldenen Ohrrings bei ihm, der ein Erbstück gewesen sein solle, welches er verscherbeln haben wolle, dem Anruf der Bekannten des Kommissars, die einen Stalker hatte, und schließlich der Kamera in der Wand des Hobbyraums. (SPOILER ENDE) Das Finale war gut geschrieben, wenn ich auch sagen muss, dass der Cliffhanger zum Schluss wirklich gemein war. Glücklicherweise habe ich Band zwei bereits da, um ihn direkt im Anschluss zu lesen. Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich „Nachtblauer Tod“ vier oder fünf Sterne geben soll, mich nun aber für Ersteres entschieden, da ich die Bewertung eigentlich von dem Ende hatte abhängig machen wollen, das nun jedoch auf den zweiten Teil verschoben wurde. Noch eine kleine Anmerkung: Auf Seite 64 sowie 257 steht ein Punkt statt einem Fragezeichen und auf Seite 149 steht „Matheklamotten“ statt „Mathehausaufgaben“.