Hamburg, 1945. Nach ihrer Ausbildung zu einer der ersten weiblichen Schutzpolizistinnen wird die junge Leni ausgerechnet der Hamburger Davidwache zugeteilt. Die Arbeit hat es in sich, denn auf der Reeperbahn gibt es viele Bars und Kneipen, viele Männer und viel käuflichen Sex. Hier sollen nun Leni, Alice und Elsa für Ordnung sorgen, nur mit Polizeibrosche und Trillerpfeife ausgerüstet, mit der sie bei Gefahr die männlichen Kollegen um Hilfe rufen. Doch von Frauen wollen sich die echten Kiez-Kerle nichts sagen lassen. Zunächst ... Denn Leni und ihre Kolleginnen lernen schnell, sich auch mit ungewöhnlichen Mitteln für ihre Schutzbefohlenen einzusetzen.
Leni hat mit ihrer Schwester, ihrer Mutter, ihrer Oma und ihren Kindern den Krieg überstanden, jetzt soll es wieder bergauf gehen. Als in der Davidwache eine Stelle als Stenotypistin ausgeschrieben wird, bewirbt sie sich, so kann sie ihrem Berufswunsch Polizistin wenigstens näher kommen. Und als es die Möglichkeit gibt sich zu weiblichen Schutzpolizistin ausbilden zu lassen, ergreift sie auch diese Möglichkeit. Zurück in der Davidwache tut sie alles dafür, Frauen und Kindern ein wenig Schutz vor den oft kriminellen Machenschaften des Kiezes zu geben.
Das Buch lies sich richtig gut lesen, ich war sofort in der Geschichte und habe mit Leni und ihrer Familie mitgelitten. Wobei ich sagen muss, dass es ihnen im Vergleich zu vielen anderen ja ziemlich gut geht, durch Lottis Verbindung zu den Briten müssen sie nicht Hungern und sowohl Leni als auch ihre Mutter verdienen bei der Polizei recht gutes Geld. Mir ging das an dieser Stelle teilweise ein wenig zu glatt genau wie auch mit den ganzen Aktivitäten, die Leni da so organisiert. Immer ist genau der richtige Helfer zur Stelle wenn man ihn braucht.
Leni selbst ist mir manchmal mit ihrer Kopf-durch-Wand-Mentalität auf den Keks gegangen. Mit etwas mehr Diplomatie und ein wenig mehr Zeit könnte sie sicher mehr erreichen. Aber gut, vielleicht lernt sie das ja dann auch noch im zweiten Band der Reihe. Gesagt wird es ihr schließlich oft genug.
Die Gegend um die Davidwache ist toll beschrieben und man kann sich den Trubel und die Machenschaften gut vorstellen. Ich frage mich nur, ob die Polizei damals wirklich auch noch gefühlt als Sozialstation gedient hat.
Alles in allem war es ein schönes Buch, dass mich in einen richtigen Lesefluss gezogen hat. Das Buch endet mit einem Cliffhanger, der so einiges, was von Leni erreicht wurde wieder in Frage stellt. Ich bin gespannt, wie die Autorin die damit auftauchenden Konflikte im zweiten Band lösen wird.
Hamburg, 1945. Nach ihrer Ausbildung zu einer der ersten weiblichen Schutzpolizistinnen wird die junge Leni ausgerechnet der Hamburger Davidwache zugeteilt. Die Arbeit hat es in sich, denn auf der Reeperbahn gibt es viele Bars und Kneipen, viele Männer und viel käuflichen Sex. Hier sollen nun Leni, Alice und Elsa für Ordnung sorgen, nur mit Polizeibrosche und Trillerpfeife ausgerüstet, mit der sie bei Gefahr die männlichen Kollegen um Hilfe rufen. Doch von Frauen wollen sich die echten Kiez-Kerle nichts sagen lassen. Zunächst ... Denn Leni und ihre Kolleginnen lernen schnell, sich auch mit ungewöhnlichen Mitteln für ihre Schutzbefohlenen einzusetzen.
Der Schreibstil des Buches war leicht und locker zu lesen, man konnte sich gut auf die Handlung konzentrieren und die Seiten sind nur so dahin geflogen. Die Zeit kurz nach dem zweiten Weltkrieg wurde gut eingefangen und ich hatte das historische Hamburg sehr gut vor Augen. Bildhaft und lebendig wurden auch die Polizeiwache und die Reeperbahn mit den Kneipen beschrieben.
Die Protagonistinnen waren mir sehr schnell sympathisch, denn sie kämpfen für ihren Traum Polizistin zu sein und geben so schnell nicht auf, auch wenn sie heftigen Gegenwind bekommen. Ich mag starke Frauenfiguren sehr gerne und in diesem Buch findet man sogar drei davon.
Die Handlung ist spannend und interessant man kann sehr gut in die vergangene Zeit eintauchen. Die Frauen haben mit sexistischen Männern und Frauenfeindlichkeit zu tun, natürlich besonders auch wegen und in dem von ihnen ausgesuchten Beruf. Dennoch bleiben sie standhaft und gehen mutig ihren Weg. Wie authentisch das damals wirklich gewesen wäre das weiss ich nicht, aber als Roman ist das Buch auf jeden Fall sehr unterhaltsam und mitreißend zu lesen.
Erzählt wird die Geschichte von Leni, einer jungen Frau, die im Jahr 1945 eine Ausbildung zu einer der ersten weiblichen Schutzpolizistinnen in Hamburg machen darf. Sie wird der Davidwache zugeteilt und damit dem berüchtigten Viertel rund um die Reeperbahn. Ihre Aufgabe ist es, sich zusammen mit zwei Kolleginnen um die Kinder, die Jugendlichen, die Obdachlosen und die Frauen ihres Reviers zu kümmern, für sie da zu sein und ihnen zu helfen. Doch einigen Kollegen und den Männern, die auf dem Kiez das Sagen haben, sind sie ein Dorn im Auge. Denn von Frauen will sich niemand etwas sagen lassen. Nachvollziehbar hat Stephanie von Wolff die Situation nach Ende des zweiten Weltkrieges wiedergegeben. Da viele Männer gefallen oder noch in Kriegsgefangenschaft sind, herrscht akuter Mangel an männlichen Arbeitskräften. Also müssen die Frauen ran. Und Leni, die Hauptprotagonistin, hat somit die Möglichkeit, in die Fußstapfen ihres Vaters zu treten. Zusammen mit ihren Freundinnen Alice und Elsa versucht sie, neue Wege zu gehen. Mit einem flüssigen Schreibstil führt die Autorin durch die spannende Handlung. Die relevanten Charaktere hat sie eindrucksvoll dargestellt. Das Buch endet mit einem ganz fiesen Cliffhanger und so bleibt mir nur übrig, auf die Fortsetzung, die im April 2024 erscheinen soll, hinzufiebern. Mein Fazit: Dieser erste Teil der Reihe hat mir fesselnde und sehr unterhaltsame Lesestunden bereitet. Sehr gerne empfehle ich ihn weiter und vergebe 4 Sterne.