Es ist ziemlich schwer, eine Rezension zu schreiben, da es zu diesem Buch nicht viel zu sagen gibt, außer: Es ist einfach super lustig! Aber ich probiere es mal und beginne von vorne.
Das Cover - überhaupt das ganze Werk - fand ich sofort sehr ansprechend. Vorne sind die Symbole mehrerer sozialer Netzwerke, wie facebook, Twitter u.a. zu sehen. Ich bin eher gegen diese Art von Kommunikation und war neugierig, was Edvard zu diesem Thema (und den anderen, im Klappentext beschriebenen) zu sagen hat.
Das Buch ist aus der Ich-Perspektive Edvards geschrieben und im Stil eines Tagebucheintrags. Wohl eher ein Online-Tagebuch, da Edvard einen privaten Blog führt. Noch ein Grund warum ich das Buch lesen wollte. Über jedem Kapitel stehen, wie bei meinem Blog auch, Datum und Uhrzeit, sodass man das Geschehene immer gut einordnen kann. Der Schreibstil trifft perfekt die Art, wie 14 einhalb-jährige Jungs sich auszudrücken pflegen. Einfach, flüssig und zum wegschmeißen komisch. Edvard war mir sofort sehr sympathisch, genauso wie seine Eltern, die allerdings ein Fall für sich sind. Sie sind tolerant und meinen immer, alles zu verstehen - was sie allerdings nicht tun. Es kommt sehr oft zu Kommunikationsproblemen zwischen ihnen und ihrem Sohn. Die Dialoge die dem folgen, sind süß geschrieben und man muss mehrmals darüberlesen, um das Gespräch aus der Sicht von allen beteiligten Personen zu sehen.Was ich auch gut fand ist, dass Edvard zwar eine Art Außenseiter ist, aber er ist nicht, so wie die meisten, schlecht in Mathe oder generell in der Schule. Er hat ein, wie ich finde, sehr schönes Hobby: Die Astrophysik. Und das er ein Lieblingsbuch hat, lässt ihn nur noch netter erscheinen! Er ist eben nicht so dieser klischeehafte Unbeliebte der sich mit Videospielen im Zimmer verbarrikadiert. Er tut was.
In Edvards Leben gibt es mehrere - mehr oder weniger kleine - Probleme, die er alle verzweifelt zu regeln versucht. Da wäre zum Beispiel Constanze, in die er verliebt ist. Diese will jedoch nichts damit zu tun haben. Oder der Fake-Facebookaccount den Edvard erstellt hat und sich dort als beliebter, amerikanischer Austauschschüler auszugeben. Oder der Nachbar, Herr Tannenbaum. Oder, oder, oder.
Zoe Beck hat diese vielen, tollen Ideen toll in Gesamtstory eingebunden und lässt sie auf geniale Art und Weise am Ende zu einem Handlungsstrang zusammenlaufen. Auch wenn man das Buch schnell durchlesen kann und es hauptsächlich ein lustiges Werk ist, entdeckt man bei genauerem Hinschauen auch ein wenig Tiefgang dahinter. Über die Probleme in der Pubertät, was soziale Netzwerke doch alles bewirken können und viel mehr. Es ist zwar kein sehr anspruchsvolles Buch, jedoch Gold wert, wenn man sich mal gemütlich mit einem schönen Werk entspannen und ein wenig lachen möchte. Ich freue mich riesig, dass es eine Fortsetzung geben soll!
Achtung! Dieses Buch kann die Lachmuskeln gefährlich strapazieren. Tolle Lektüre für einen lockeren Tag.