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Die dreizehn Monate

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Rare Book

64 pages, Hardcover

First published January 1, 1955

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About the author

Erich Kästner

299 books611 followers
Erich Kästner (1899–1974) was a German author, poet, screenwriter and satirist, known for his humorous, socially astute poetry and children's literature.
A stout pacifist and democrat, he was expelled from the national writers' guild during the Nazi era, with many of his books being burned in public. Today, he is widely regarded as one of Germany's most prolific and beloved children's book authors.

AKA:
Έριχ Καίστνερ (Greek)

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Community Reviews

5 stars
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1 star
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Displaying 1 - 15 of 15 reviews
Profile Image for leynes.
1,322 reviews3,703 followers
June 17, 2025
Die 13 Monate ist ein Gedichtzyklus von Erich Kästner, der 1955 erschien. Er ist Kästners letzter Gedichtband.

Die Sammlung besteht aus dreizehn Gedichten von unterschiedlicher Länge und in unterschiedlichem Versmaß. Die ersten zwölf behandeln je einen Monat in der Reihenfolge des Kalenders. In vielen tritt der besungene Monat selbst in personifizierter Form auf. In jedem Gedicht preist Kästner die Schönheit, aber auch die melancholischen Seiten der jeweiligen Jahreszeit. Häufig wird das Thema des unweigerlichen Vergehens der Zeit aufgegriffen. Das Gedicht "Der Januar" beginnt mit der Beschreibung des Jahres als neugeborenes Kind. Durch das ganze Werk zieht sich das Motiv des Älterwerdens des Jahres, bis es in "Der Dezember" schließlich alt ist und sich auf den Abschied vorbereitet.

Das letzte Gedicht "Der dreizehnte Monat" beschreibt einen fiktiven „Schaltmonat“, der aus dem Besten aus allen anderen Monaten besteht. Am Ende gelangt Kästner zu der Einsicht, dass es einen solchen Monat nicht geben kann, und schließt mit den Worten:
Es tickt die Zeit. Das Jahr dreht sich im Kreise.
Und werden kann nur, was schon immer war.
Geduld, mein Herz. Im Kreise geht die Reise.
Und dem Dezember folgt der Januar.
Ich bin erst in diesem Jahr auf Kästner als Lyriker gestoßen. Im Bücherschrank meines Vereins fand ich zwei von Reclams-Monatsgedichtbänden, April und November. In beiden waren passende Gedichte Kästners abgedruckt und ich war sofort schockverliebt. Ich kannte Kästner bisher nur als Kinderbuchautoren, hatte ich doch selbst als Kind Emil und die Detektive und seine Version von Till Eulenspiegel gelesen. Dass Kästner auch Lyriker war, war mir in diesem Ausmaß gar nicht so klar.

Sabine hat mir hier auf Goodreads einige seiner Gedichtbände ans Herz gelegt und bei meiner letzten reBuy-Bestellung habe ich kurzerhand drei seiner Gedichtbände mitbestellt. Ja, ich wollte in diesem Jahr kaum Bücher kaufen. Nein, das hat nicht so funktioniert wie ich mir das initial vorgestellt habe. Aber egal! Weil Kästner ist genial. Oder zumindest sind es seine 13 Monate. Ich hätte dem Band auch fünf Sterne geben können – mache ich vielleicht in der Zukunft – denn mehrfach lesen werde ich ihn in jedem Fall.

Die Gedichte sind so krass melancholisch und schön, man möchte sie am liebsten auswendig lernen und mit der ganzen Welt teilen. Hier ein paar schöne Zitate für euch: "Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege. [...] Die Welt ist schwarz und weiß und ohne Farben. / Und wär so gerne gelb und blau und rot." ("Der Januar") "Die Zeit versinkt in einer Fliederwelle. / O, gäb es doch ein Jahr aus lauter Mai." ("Der Mai") "Fröstelnd geht die Zeit spazieren. / Und du folgst ihr wie ein Kind." ("Der Oktober") I MEAN???? Wie schön ist das bitte? Ich könnt echt heulen.

Und auch die 13 Graphiken von Celestino Piatti fügen sich ganz wunderbar in den Gedichtzyklus ein und sind einfach schön anzugucken. Besonders mochte ich den Karneval-Hoffnarren für "Der Februar", die Eidechse für "Der Juli", das tanzende Kastanienmännchen für "Der Oktober" und Adam und Eva für "Der dreizehnte Monat". Seine Idee sind einfach originell und super schön umgesetzt.

And you know what? Fuck it. Hab meine Bewertung jetzt auf 5 Sterne angehoben UND das Buch sogar als "all-time-favorite" geshelft. Für einen Gedichtband ist das wirklich absolute Weltklasse!
Profile Image for Falter.
148 reviews
September 5, 2020
Manchmal überkommt es einen, da lässt man die Zeit Revue passieren. Man wird sentimental. Für solche nachdenklichen Momente gibt es nichts Besseres als Erich Kästners Lyrik zu den dreizehn Monaten.
Profile Image for Anna.
26 reviews10 followers
April 10, 2021
Oh, wie ich Kästner liebe!
Profile Image for Greg.
561 reviews143 followers
May 30, 2016
Kästner’s cycle of poems Die 13 Monate (The 13 Months) should be read in one sitting, or, as I did, with a recording of actor Heinz Rühmann reading the poems. Kästner wrote a poem for every month plus a 13th that embraces parts of each. The beauty of the language plus Rühmann’s aged, welcoming voice—he was in his late 80s when he made these recordings—would surprise anyone who thinks of German as a guttural, staccato language with strange sounds.

A selected verse from “Der März” (“March”) hopefully provide a sense of the simple majesty of Kästner’s poetry:

Schneeglöckchen ahnen nun,
was sie bedeuten.
Wenn du die Augen schleißt,
hörst du sie läuten.

(Snowbells now suspect,
what they mean.
If you close your eyes,
you hear them ringing.)
Profile Image for Katharina.
9 reviews2 followers
February 3, 2025
[...] Es wird und war. Es war und wird
Aus Kälbern werden Rinder
und, weil's zur Jahreszeit gehört
aus Küssen kleine Kinder.

Die Vögel füttern ihre Brut
und singen nur noch selten
So ist's bestellt in unsrer Welt
der besten aller Welten [...]

- Juni


[...] Ist viel geschehen. Ward viel versäumt.
Ruht beides unterm Schnee.
Weiß liegt die Welt, wie hingeträumt
Und Wehmut tut halt weh.

Noch wächst der Mond. Noch schmilzt er hin.
Nichts bleibt. Und nichts vergeht.
Ist alles Wahn. Hat alles Sinn.
Nützt nichts, daß man's versteht.

Bald trifft das Jahr der zwölfte Schlag.
Dann dröhnt das Erz und spricht:
"Das Jahr kennt seinen letzten Tag,
und du deinen nicht."

- Dezember


[...] Verzeih, daß wir so kühn sind, dich zu schildern.
Der Schleier weht. Dein Anlitz bleibt verhüllt.
Man macht, wir wissen's, aus zwölf alten Bildern
kein neues Bild.

Drum schaff dich selbst! Aus unerhörten Tönen!
Aus Farben, die kein Regenbogen zeigt!
Plündere den Schatz des ungeschehen Schönen!
Du schweigst? Er schweigt.

Es tickt die Zeit. Das Jahr dreht sich im Kreise.
Und werden kann nur, was schon immer war.
Geduld, mein Herz. Im Kreise dreht sich die Reise.
Und dem Dezember folgt dem Januar.

- Der dreizehnte Monat
Profile Image for Antje.
689 reviews59 followers
December 21, 2020
In lyrischer Hinsicht fühle ich eine Seelenverwandtschaft zu Erich Kästner. Ich finde mich gefühlsmäßig in jedem seiner Monate wieder, nur dass es mir nicht gelänge, diese Gefühle so kurz pointiert auf's Papier zu bringen.
Profile Image for Svnj.
21 reviews
January 25, 2025
„Der Sinn der Jahreszeiten übertrifft den Sinn der Jahrhunderte.“
Profile Image for Rosalie.
145 reviews
January 22, 2025
Ich habe noch nie etwas von Erich Kästner gelesen und muss sagen, ich bin verliebt in seinen Schreibstil. Dieses Buch trägt viel Harmonie, Weisheit und Ästhetik. Mein Lieblingsmonat war der Oktober.
Kann es nur empfehlen für eine schönen Augenblick der fast ewig währt.
Profile Image for Melanie Fritz.
175 reviews23 followers
April 11, 2016
13 nette Gedichte über die Jahreszeiten eines "Großstädters für Großstädter" im Auftrag einer Zeitschrift. Mit tollen Grafiken von Celestino Piatti und gelegentlichen, kleinen Weisheiten.

Melancholie und Freude sind wohl Schwestern.
Und aus den Zweigen fällt verblühter Schnee.
Mit jedem Pulsschlag wird aus Heute Gestern.
Auch Glück kann weh tun. Auch der Mai tut weh.
Profile Image for Pace.
19 reviews1 follower
January 21, 2021
Normalerweise lese ich kaum Poesie, aber ich dachte, es wäre eine gute Methode, um meine Deutsch zu üben. Und zwar war ich damit unerwartet überrascht. Dieses kurze Buch hat mir gemacht, darüber nachzudenken, wie wir uns in jeden wechselnden Jahresaugenblick fühlen.
Profile Image for Franziska .
372 reviews
December 10, 2020
1955 geschrieben und immer noch aktuell. Das schafft nur Erich Kästner.
Profile Image for Steffi.
1,123 reviews272 followers
April 30, 2010
Eher schwacher Kästner: Hier fehlt,was ihn sonst auszeichnet: das Bissige, insbeosndere in gesellschaftlich-poslitischer Sicht.
Profile Image for Caroline.
226 reviews74 followers
July 15, 2020
A fun collection in Kästner's characteristic blend of playful and painfully true. This doesn't feature any of his amazing political poetry, but I think it still displays his skills very well.
Displaying 1 - 15 of 15 reviews

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