Marnie Hilchenbach, 30, ist jung, elastisch, trendy, genau wie ihre Kollegen in der Hamburger Online-Redaktion. Bis sie alle von heute auf morgen entlassen werden und hart in der Wirklichkeit aufschlagen. Zumindest hat Marnie ihre Freunde - und das »Familieneck« genügend Jägermeister auf Lager ... Slogan: Die süßesten Seiten des Sommers Verführerische Plätzchen für verführerische Bücher! Peggy Porschen heißt die Bäckerin des süßen Kunstwerks auf dem Buchcover. Gwyneth Paltrow, Stella McCartney und David Beckham heißen ihre Kunden. Wenn Sie nachbacken wollen, was die Schönen und Reichen naschen: Auf der Innenseite finden Sie das Original-Rezept von Peggy Porschen.
Stark angefangen und dann leider stark nachgelassen Nachdem die erste Überraschung darüber, dass Dekoqueen Tine Wittler auch Autorin ist verflogen war, kam die nächste Überaschung, nämlich dass sie auch noch so wortgewaltig ist. Die ersten Kapitel dieses Buches haben wirklich richtig viel Spaß gemacht. Aufgrund beruflicher Ähnlichkeiten konnte ich mich gleich mit der Hauptfigur Marnie identifizieren und fand die Beschreibung der Situation, in der Marnie steckt, zum Brüllen komisch. Kompliment.
Tine Wittler schreibt frei von der Leber weg, z.B. über typische Vorurteile gegenüber der Arbeitslosigkeit und den Arbeitslosen, die Marnie Hilchenbach hat. Einige Vorurteile werden bestätigt, andere widerlegt. Doch das ist nicht die Kernaussage des Buches. Es geht darum – verpackt in eine schöne Geschichte – dass das Leben trotz plötzlicher Arbeitslosigkeit weitergeht. Darum, dass man nicht zum Reality-Show guckenden Trainingsanzuträger mutieren muss. Es wird deutlich, dass das „Kopf-in-den-Sand-stecken“ bei Arbeitslosigkeit keine Lösung ist. Vielmehr sollte man diese Situation als Chance verstehen kann, sich und sein Können in Frage zu stellen.
Die Aussage des Buches finde ich richtig toll. Rund die Hälfte machte unheimlich viel Spaß. Leider wird die Geschichte dann immer langweiliger. Zum Schluss hat es mich gar nicht mehr interessiert. Das fand ich schade. Es gibt kein richtiges Happy End. Man erfährt also nicht wie Marnie aus ihrer Situation herauskommt und sich entscheidet. Okay, das braucht es nicht unbedingt, jedoch empfand ich den Rest des Buches einfach nur langatmig. Es gibt endlose Dialoge über den Sinn und Unsinn des Lebens und des Berufslebens.