Der Einstieg in den Roman der Superlative von Gutzkow, Band 1 von 9.
Mein Urteil ist gemischt. Der Einstieg gefiel mir gut, er war tempo- und facettenreich. Dann fransten die Kapitel etwas aus und im Mittelteil wurde sehr ausufernd geredet. Möglicherweise sollen damit Personen eingeführt und charakterisiert werden, die in den weiteren Bänden eine Rolle spielen werden. Für den Moment jedoch war das wenig erfreulich. Dann die beiden letzten Kapitel, die wieder deutlich an Fahrt und Dramatik aufnahmen.
Verglichen mit Gustav Freytag, dessen Großroman-Projekt "Die Ahnen" ich kürzlich abgeschlossen habe, hat Gutzkow weniger Sinn für Dramaturgie und Spannungsbögen. Vielleicht ändert sich das noch.
Die Suche nach dem Schrein, in dem Dankmar Wildungen Dokumente vermutet, die das Geschick seiner Familie wenden können, geriet zwischenzweitlich nicht nur aus dem Blick, sie wurde auch in diesem Band nicht mehr abgeschlossen. So hält Gutzkow die Leser bei der Stange und der Griff nach Band 2 ist garantiert.
tbc