Lea und ihr Mann folgen einer Einladung seiner Freunde auf eine Privatinsel in die Karibik. Diese Welt ist Lea fremd. Von Anfang an fühlt sie sich unwohl. Alles, was sie sieht, hat seinen Preis. Und sie lernt schnell, dass jedes Geschenk einer Gegenleistung bedarf.
Je tiefer sie hinter die Kulissen der Glitzerwelt schaut, desto größer ist ihr Wunsch, sich daraus zu befreien. Doch dafür ist es längst zu spät. Jemand beobachtet sie. Sie alle. Sie stecken mittendrin in einem Plan, der vor langer Zeit geschmiedet wurde und der nur tödlich enden kann.
Kennt ihr auch solche Bücher, die einen zwar irgendwie beim Lesen halten, aber die man eigentlich wieder weglegen möchte? Das ist mir bei "Sie lügen alle" von Syvia Bergman passiert. An sich ist das Buch - ein Thriller - ganz spannend. Wer beobachtet denn jetzt diese Gruppe aus "Freunden"? Und warum liegt diese eine Frau Tod im Pool? Doch zwischendrin hatte ich so ein ungutes Gefühl gehabt.
Die Spannung ist in der Mitte ganz gut zu erkennen und ich dachte so: endlich! Doch leider hat sich auch das schnell gelegt. Auch konnte ich irgendwie nichts mit Lea so wirklich anfangen.
Was ich gut fand, war, dass man diese Unterschiede in der Gesellschaftsschicht gut herauslesen konnte. Alles in allem aber konnte es mich nicht so abholen, wie ich es gerne wollte. Und wer läuft bitte mit kaum was an nachts durch den Wald, wohl wissend, dass jemand gefährliches dort herumschleicht?