Zitat:
„Eine Sekunde später sah sie, wie etwas Blitzendes durch die Luft flog.“
(S.20)
„Noch immer liefen die Tränen über das Gesicht, aber der Augenblick fühlte sich richtig an.“
(S.34)
„Adrenalin pumpte durch ihren Körper, sie gab der Maschine mehr Gas, und der Wind rauschte ihr in den Ohren und ließ ihr Haar flattern.“
(S.54)
Inhalt:
Ein australischer Distelfalter hat sich in den einundzwanzigsten Stock eines Rohbaus in Sydney verirrt. Ein Wachmann, der keine Schmetterlinge mag, entdeckt ihn. Beim Versuch, den Distelfalter zu erschlagen, setzt er eine Kettenreaktion in Gang, die niemand vorausahnen konnte…
Meinung:
„Die Macht des Schmetterlings“ von Matt Dickinson hatte mich ja schon ziemlich überzeugt. Es war also nur eine Frage der Zeit, wann ich die Fortsetzung dieses gelungenen Reihenauftaktes lesen würde.
Gleich nach den ersten Seiten war ich an die vom Autor gelegte Zündschnur gefesselt. Geschickt setzt er Indiz an Indiz und zieht den Leser so in den Bann seiner Geschichte. Es gibt wie gewohnt keine tiefgründigen Erklärungen, die harten Fakten zählen einzig und allein.
Kurze Kapitel mit gut eingebauten Appetizern tun ihr übriges, um immer nah an der Geschichte bleiben zu wollen.
Seinen Charakteren verleiht Matt Dickinson einprägsame Züge, die dem Fortlauf der Handlung einen entsprechenden Reiz geben. Er verrät nie zu viel, jederzeit konnte ich mir meine eigenen Bilder erschaffen. Eindrucksvoll gelang es dem Autor, verschiedenste Schicksale zu verknüpfen und glaubhaft an mich zu vermitteln.
Da haben wir auf der einen Seite Hannah, die eine wirklich schwere Vergangenheit aufzuweisen hat. Doch sie ist selbstlos und unnachgiebig. Zudem fand ich ihre Schlagfertigkeit eindeutig liebenswert. Und sie ist nur einer der vielen Charaktere, die mich diese Geschichte genießen ließen.
Und dann gibt es noch eine Vielzahl liebenswerter Personen, die steuernd in die Geschichte eingreifen, sich oftmals auch selbstlos opfern, die man jedoch wirklich selbst kennenlernen muss! Hier möchte ich auf keinen Fall zu viel verraten. Dieses Gefüge, das Gesamtkonstrukt muss man spüren, es begreifen, es fühlen…
Matt Dickinson hat für die Erzählung seiner Geschichte die Vergangenheitsform gewählt. In kurzen und knappen Kapitel mit teilweise auktorialen Ansätzen baut er Zug um Zug eine Spannung auf, die es mir nicht gestattet hat, das Buch zur Seite zu legen. Mögen manche Handlungen und Abfolgen auch einigermaßen konstruiert wirken, konnte ich darüber hinweg sehen. Für mich zählte einzig und allein diese mitreißende Wirkung, die mich wirklich in sich aufnahm.
Mit dem Ende der Geschichte rundet der Autor das große Ganze gekonnt ab. Eine Geschichte, die mit dem Flügelschlag eines Schmetterlings verbunden ist, nimmt ein katastrophales, aber dennoch hoffnungsvolles Ende.
Urteil:
„Der Tod des Schmetterlings“ hat es geschafft, dass ich mich kaum von den Seiten losreißen konnte. Geschickt eingefädelte Handlungsstränge verbunden mit teilweise atemloser Spannung bereiteten mir genussvolle Lesestunden. Die Zusammenhänge eines kleinen Auslösers mit großen Auswirkungen sind mir definitiv 5 Bücher wert.
Alle, die das Unausweichliche nicht verdrängen wollen, sollten diese Reihe lesen. Für Leser, die nicht an das unausweichliche Schicksal glauben ist diese Reihe Pflichtlektüre, um sie vom Gegenteil zu überzeugen.
Die Reihe:
1. Die Macht des Schmetterlings
2. Der Tod des Schmetterlings
3. Originaltitel: Speed Freaks
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