Wasserstände sinken, Quellen versiegen. Noch ist die Bedrohung des Kontinents kaum spürbar, die Völker leben in Frieden. Aber die dunklen Vorzeichen einer Katastrophe, weit grausamer als eine weltweite Dürre, häufen sich. Denn die Quellen spenden mehr als nur Wasser...
Die Undae, eine Gemeinschaft von Frauen, die dem Wasser verbunden sind und darin lesen können, brechen ihr jahrhundertelanges Schweigen und warnen die Menschen. Drei von ihnen machen sich auf den langen Weg zu den zwölf Quellen mit dem Ziel, die Katastrophe vom Kontinent abzuwenden. Sie gehen nicht allein. Ein Schwertkämpfer, der sich gegen seine Bestimmung wehrt, ein junger Hirte auf der Suche nach Rache und sein Falke begleiten sie. Aber wie soll man eine ganze Welt retten, wenn es unmöglich scheint, sich selbst zu retten?
E. L. Greiff, 1966 in Kapstadt geboren, lebt heute in den Niederlanden. Studium der Theaterwissenschaften und Germanistik in Bochum und Berlin, anschließend zahlreiche freie Regiearbeiten. Greiff schreibt Essays, Reisereportagen, Kommunikationskonzepte und Reden für Führungskräfte.
Die Idee zu "Zwölf Wasser" kam Greiff beim Kaffeemachen – und dem Ärger über kalkhaltiges Trinkwasser. Dem Ärger folgte eine diffuse Dankbarkeit darüber, dass überhaupt Wasser aus der Leitung kommt und jederzeit verfügbar ist. Aber was, wenn im Wasser nicht nur der lästige Kalk, sondern noch viel mehr gelöst wäre? Was, wenn das universelle Lösungs- und essenzielle Lebensmittel Wasser viel mehr Einfluss auf den Menschen hätte als geahnt? Greiff trank den Kaffee aus und begann zu schreiben.
Greiff führt ein Blog auf diesen Seiten und ist auch gelegentlich bei google+ anzutreffen.
Wasser ist ganz sicher nicht nur ein Fantasy-Thema. Die Arbeit u. a. dieser Organisationen verdient Aufmerksamkeit und, wenn Sie es möchten, auch Ihre Spende: water.org | charitywater.org
Leider musste ich dieses Buch bereits nach 100 Seiten abbrechen. die Geschichte kam nicht in Gang. Es wird erzählt, wie ein junger Hirte ein Ei geschenkt bekommt, daraus schlüpft ein Falke und dieser spricht zu ihm (telepathisch) mit einer Greisenstimme in der alten Sprache (WTF?)
Setting war mittelalterlich, germanisch-indianisch und naturverbunden.
Gescheiter ist es am Schreibstil, das war einfach nur geschwafel...
In 2012, als ich angefangen hatte, Deutsch zu lernen, habe ich dieses Buch gekauft, weil ich das Genre Fantasy mag. Damals habe ich das Buch angefangen, aber auch schnell abgebrochen, weil es doch noch zu schwierig war. Das lag vor allem an der Vielzahl an speziell für diese Geschichte erdachten Wörtern wie zum Beispiel Kafur oder Welse.
Vor ein paar Wochen habe ich dann endlich dieses Buch wieder zur Hand genommen. Das hätte ich viel früher machen sollen! Die Geschichte erzählt von einem jungen Hirten namens Babu, der ein außergewöhnliches Geschenk erhält und kurz darauf gezwungen wird, seine Heimat zu verlassen. Nachdem Babu dem Leser endlich vertraut geworden ist, wechselt die Geschichte jedoch zu einer total unterschiedlichen Perspektive, nämlich der des Soldaten Felt. Felt lebt nicht wie Babu auf einer Grasebene im Westen, sondern in den Bergen im kalten Osten, am Rande der bekannten Welt. Es ist schade, dass hier die Perspektive gewechselt wird, weil man das Gefühl hat, sich erneut in die Geschichte verlieben zu müssen. Bis zu dem Punkt, an dem die beiden sich im Buch begegnen, hat man das Gefühl, zwei völlig unterschiedliche Geschichten zu lesen. Das hat mir an diesem Buch weniger gefallen. Ich hätte mir gewünscht, dass die Perspektive vielleicht öfter gewechselt wird, damit der Zusammenhang am Anfang stärker wäre.
Die beiden Geschichten, die sich dann nach zwei Dritteln des Buches endlich ineinander verflechten, sind aber sehr gut gelungen. Man muss sich zwar ein bisschen an die Welt im Buch gewöhnen, aber das gehört zu einem Fantasybuch nun einmal dazu. Ich möchte sehr gerne auch Teil 2 und 3 lesen. Leider sind die Bücher offenbar nicht so gut angekommen, denn sie sind nicht mehr neu im Buchladen erhältlich. Ich werde mich deswegen bemühen, sie übers Internet gebraucht zu bekommen. Ich möchte nämlich schnell weiterlesen!
Klappentext Wasserstände sinken, Quellen versiegen. Noch ist die Bedrohung des Kontinents kaum spürbar, die Völker leben in Frieden. Aber die dunklen Vorzeichen einer Katastrophe, weit grausamer als eine weltweite Dürre, häufen sich. Denn die Quellen spenden mehr als nur Wasser. Die Undae, eine Gemeinschaft von Frauen, die dem Wasser verbunden sind und darin lesen können, brechen ihr jahrhundertelanges Schweigen und warnen die Menschen. Drei von ihnen machen sich auf den langen Weg zu den zwölf Quellen mit dem Ziel, die Katastrophe vom Kontinent abzuwenden. Sie gehen nicht allein. Ein Schwertkämpfer, der sich gegen seine Bestimmung wehrt, ein junger Hirte auf der Suche nach Rache und sein Falke begleiten sie. Aber wie soll man eine ganze Welt retten, wenn es unmöglich scheint, sich selbst zu retten?
Meine Meinung Das Buch spielt in einer Fantasywelt mit verschiedenen Nationen und Völkern und damit verbunden unterschiedlichen Kulturen, einem alten Krieg, der Auswirkungen auf die Gegenwart hat. Man begleitet einmal den jungen Hirten Babu, der einen Falken namen Juhut zur Aufzucht erhält, und den Hauptmann Felt. Das Tempo ist langsam, denn die Autorin legt viel Wert darauf, das Leben der Beiden kennenzulernen, die wichtigen Personen in deren Leben, während sich die Ereignisse erst nach und nach zuspitzen. Die Undae, heilige Frauen, die mit dem Wasser verbunden sind, wollen die Welt und die Quellen retten und benötigen Unterstützung. Dabei erfährt man mehr über die Vergangenheit diverser Kulturen, Probleme der Nationen, gemeinsamer Geschichte, Mythologie und Menschlichkeit. Es gibt Gefahren, Probleme und Intrigen, während man Babu und Felt auf ihrem Weg folgt. Dabei ist das langsame Tempo nicht störend, sondern gibt der Geschichte den Spielraum, den sie benötigt, während man in keiner Minute das Gefühl hat, Zeit zu verschwenden. Das Buch konnte mich fesseln und mitreißen. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen.
Bewertung Ein gelungener Auftakt, der sich viel Zeit für die Welt, die Charaktere und die Geschichte nimmt, aber mich trotzdem wirklich richtig gut unterhalten konnte, daher gibt es verdiente 5 von 5 Würmchen
Die Undae greifen zum ersten mal seit Beginn der jetzigen Zeit in das geschehen der Welt ein: Sie machen sich auf zu den Quellen und ihren Quellhütern, um sie zu retten. Mit dabei sind Offiziere, die die Undae auf ihrem Weg begleiten sollen und doch nicht wissen, was sie hier eigentlich machen. Eine spannende Reise beginnt, deren Ausgang niemand vorhersehen kann.
Emotions:
E. L. Greiff hat eine wunderbare neue Welt geschaffen, in der man sich als Leser vollkommen verlieren kann.
Aufbau, Schreibstil und Perspektiven:
Das Buch ist in fünf Teile, die jeweils wieder in Kapitel unterteilt sind, gegliedert. Der Schreibstil von E. L Greiff ist sehr detailreich und eher langwierig, er beschreibt die Umgebung und die Personen sehr genau, sodass man sich von allem ein sehr gutes Bild machen kann. Jedoch wird genau das dem Buch an der ein oder anderen Stelle zum Verhängnis, denn es führt dazu, dass es doch eher zäh zu lesen ist und wenn dann die Spannung fehlt, muss man sich regelrecht aufraffen weiterzulesen. Dies wird vor allem in der Mitte des Buches zum Problem, den Anfang und das Ende betrifft es gar nicht so stark. Das Buch wird aus mehreren Perspektiven erzählt. Die zwei häufigsten sind die von Babu, einem Hirten, und die von Felt, einem der Offiziere. Sie sind alle in der personalen Erzählperspektive geschrieben.
Meine Meinung:
Ich war am Anfang richtig gespannt auf das Buch, da ich von ihm sehr viel gutes gehört habe. Und ich wurde keineswegs enttäuscht, denn dieser Roman hat es in sich und damit meine ich nicht nur die Dicke des Buches mit seinen fast 600 Seiten, sondern auch die Welt, die E. L. Greiff erschaffen hat. Neue Welten werden oft geschaffen, jeder kennt bestimmt dutzende solcher Welten. Doch die Welt von Zwölf Wasser sucht definitiv ihres Gleichen. Etwas derartiges habe ich noch nie gelesen. Man taucht beim Lesen in eine komplett andere Welt mit komplett anderen Sitten und Gebräuchen ein, die teilweise sogar ganz andere Wörter benutzt, als wir. Dies war am Anfang natürlich etwas anstrengend, bis man die Begriffe sich alle gemerkt hat, doch danach hat es das Lesevergnügen nur noch gesteigert. Auch die Namen waren besonders und haben zu diesem Neue-Welten-Gefühl beigetragen, denn Namen wie Felt oder Babu hört man doch hier bei uns recht selten, wenn überhaupt. Aber genau diese Namen waren am Anfang doch eher ein Problem, da ich die ganzen Leute irgendwann nicht mehr auseinander halten konnte und nicht mehr wusste, wer nun wer ist. Dies legt sich dann aber zum Glück im Laufe der Geschichte. Besonders am Anfang des Buches ist es mir aufgefallen, dass E. L. Greiff immer genau dann, wenn es langsam beginnt, langweilig zu werden, wieder etwas spannendes, neues und interessantes in die Geschichte mit einbringt und so den Leser dazu verführt, weiterzulesen. Die Personen sind allesamt wirklich gut ausgearbeitet. Jeder hat seine ganz eigenen Charakterzüge, die ihm über das ganze Buch hinweg erhalten bleiben. Und doch ist jede einzelne Person ihrem ganz persönlichen Wandel unterworfen, den man als Leser mit großem Interesse verfolgen kann. Zudem sind die Personen für den Leser nicht wie ein offenes Buch zu lesen, sondern sie geben sich eher verschlossen, erst nach und nach ergründet man sie dann. Wer einen spannungsgeladenen Roman lesen will, der liegt bei Zwölf Wasser definitiv falsch. Er hat zwar durchaus seine spannenden Stellen, die den Leser wirklich fesseln könne, doch die meisten Stellen sind eher ruhiger und fordern das Interesse des Lesers an diesem Buch. Es gibt eine Stelle in dem Buch, die mich wirklich beeindruckt hat. Es geht um den Teil, in dem die Protagonisten in dem Wald sind, in dem man sich selber vergisst. (Die, die das Buch schon gelesen haben, wissen was ich meine. Für alle anderen möchte ich aber nicht zu viel verraten.) E. L. Greiff hat das Vergessen sprachlich so umwerfend gut dargestellt, dass man selber auch die Personen mehr oder weniger „vergessen“ hat. So konnte man richtig gut mit den Protagonisten mitfühlen, was sie in diesem Wald durchgemacht haben und man fühlte sich, als wäre man mitten im Geschehen. Außerdem kann man dieses Buch nicht einfach mal so nebenbei lesen. Man muss sich für das Buch wirklich Zeit nehmen, um es richtig lesen zu können und auch seine Freude daran zu haben. Das Ende des Buches ist sehr offen gehalten, man hat eigentlich sofort das Bedürfnis den nächsten Band zu lesen (wenn es ihn denn bloß schon zu kaufen gäbe!).
Mein Fazit:
Zwölf Wasser- Zu den Anfängen ist kein spannungsgeladenes Buch, dass den Leser auf jeder einzelnen Seite zu fesseln versteht. Es ist eher eine Erkundungsreise einer neuen Welt, mal mehr mal weniger spannend, trotzdem gibt es immer etwas interessantes zu entdecken. Wer es noch nicht gelesen hat, dem kann ich nur empfehlen, es nachzuholen und es auch in ruhe (!) zu lesen, ihr werdet es nicht bereuen. Ich selber bin besonders auch durch das eher offen gehaltenes Ende sehr gespannt auf die Fortsetzung.
107 Jahre nach der Feuerschlacht, dem Untergang des Welsenreichs und dem Sieg des westlichen Bündnisses
Das Leben von Babu dem Hirten erfährt eine jähe Wendung, als ein alter Verrat ans Licht kommt und er mit seinem Falken, Juhut, einen ganz neuen Weg einschlagen muss. Felt führt ein karges Leben in der Stadt Goradt, in der die Überlebenden des Volkes der Welser ihr Dasein fristen. Sie haben damals den Krieg verloren und mussten sich mit ihrer Rolle als Verlierer am "Rande der Gesellschaft" arrangieren. Die Undae, geheimnisvolle Frauen, die in einer Grotte ihr scheinbar ewiges Leben führen, können mit dem Wasser kommunizieren. Sie sehen darin die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft, doch sie sind neutrale Zuschauer, die nicht in die Geschicke der Welt eingreifen - bis zu dem Tag, an dem sich alles wendet.
Sie alle sind durch das Schicksal miteinander verbunden - und auf dem Spiel steht nichts geringeres als die Menschlichkeit.
Meine Meinung
Ich war am Anfang etwas überrascht und am Ende einfach nur begeistert! Während ich erwartet hatte, dass die Geschichte mit der Suche nach den 12 Quellen beginnt, wird anfangs die Geschichte zu Babu dem Hirten sehr ausführlich erzählt und erst später auf die Rolle von Felt und den Undae eingegangen. Nachdem ich mich damit angefreundet hatte, fand ich die Idee sehr gut, da man einen intensiven Einblick in das Leben, die Welt und die Figuren bekommen hat. E. L. Greiff hat einen ganz wunderbar ruhigen, geruhsamen Schreibstil, der nicht auf Tempo baut, sondern damit, die Handlung in all ihren Facetten lebendig werden zu lassen. Man muss sich auf das langsame Tempo einlassen können, um es zu genießen und die anspruchsvolle Schreibweise hat mich mehr als einmal innehalten lassen: wunderschön! Erzählt wird hauptsächlich aus den Perspektiven von Babu und Felt.
Babu lernt man als erstes kennen. Ein ruhiger, besonnener junger Mann im Alter von 17 Jahren, der ein beschauliches und sehr nachdenkliches Leben mit dem Hüten seiner Kafurherde verbringt. Eine bittere Wahrheit treibt ihn aus seiner Heimat fort und nur sein Falke Juhut begleitet ihn auf seiner von nun an gefährlichen Reise. Felt gehört zu den wenigen Überlebenden der Welser, der Kriegstreiber, deren Land vor über 100 Jahren durch ein Feuer komplett ausgelöscht wurde. Felt ist einer der letzten Offiziere von dem kärglichen Rest der Welser Armee und lebt mit seiner Frau und seinen Kindern kein angenehmes Leben in Goradt. Eine Stadt am Rande des Kontinents zwischen eisigen Felsklüften und steilen Hängen, wo sie mit Hunger und Entbehrungen ums Überleben kämpfen müssen. Die Undae sind Frauen, die seit Anbeginn der Zeit in einer Grotte ein stilles Leben führen. Ihre Aufgabe ist das Hüten des Wissens und das Lesen im Wasser, ähnlich Propheten, doch seit Menschengedenken haben sie nie in das Schicksal eingegriffen oder auch ein Wort an Außenstehende gerichtet. Dass jetzt drei von ihnen die Grotte verlassen, um zu den 12 Quellen, den "Anfängen" aufzubrechen, verheißt nichts gutes.
E. L. Greiff hat hier eine ganz besondere Welt entstehen lassen, die durch den eindringlichen Schreibstil zum Leben erweckt wird. Alles wird anschaulich und lebendig beschrieben, egal ob es sich um die Landschaft, die Charaktere oder die Hintergründe handelt. Man weiß zuerst nicht genau, wohin das ganze führen wird und somit hat mich die Neugier ständig weitergetrieben. Immer tiefer wird man in das Schicksal dieser Welt hineingezogen in der nichts geringeres auf dem Spiel steht, als der Verlust der Menschlichkeit und jedes Detail erhält seine Bedeutung und ist schlüssig für den Verlauf der Geschichte. Gerade das Unerwartete macht es spannend, die Atmosphäre hat mich total gefangen genommen und die ausgefallenen Ideen machen das Ganze zu etwas besonderem. Die speziellen Tiere, die Jahreszeiten und die Zeitrechnung, die sagenumwobenen Orte stimmen die Geschichte zu einem runden Bild ab. Hinten im Buch gibt es auch einen Landkarte und ein paar Erläuterungen dazu.
Es ist eine Parabel auf die Geschichte der Menschen, die mich tief beeindruckt und begeistert hat. Die Parallelen zu unserer Welt sind sehr subtil, aber greifbar und berührend und ich muss noch einmal den ausdruckstarken und faszinierenden Schreibstil hervorheben. In ihrer ruhigen Art hat die Autorin hier alles so treffend und doch symbolisch beschrieben, was mich selten so beeindruckt hat wie hier. Ich freue mich sehr auf die Fortsetzung!
Fazit
Ich bin einfach nur begeistert von dieser behutsam erzählten und ergreifenden Geschichte über das Schicksal der Völker, das mit uns mehr gemeinsam hat, als man am Anfang vermuten würde. Ein beeindruckender Schreibstil, der seinesgleichen sucht und ein Schicksal, das mich tief berührt hat.
Der Auftakt zu Greiffs Debüt kommt für meinen Geschmack zu harmlos daher. Es gibt erwartungsgemäß fremde Völker und eine große Bedrohung, aber die Tiefe fehlt und es gibt überraschend wenige Charaktere.
dieses buch musste ich nun abbrechen. Es ist langweilig und verschwendet meine Zeit. Außerdem ist es in 5 Teile unterteilt, wobei jeder Teil so ca. 150 Seiten hat und jeweils 2 € kostet. Irgendwie ist mir das zu blöd.
In dem Buch wurde eine ganz eigene Welt erschaffen. Im Anhang gab es eine Landkarte und wichtige Personen und Begriffe wurden erklärt (zum Beispiel gab es eine eigene Zeitrechnung). Das gefiel mir gut.
Es gab zwei Hauptgeschichten, was zunächst nichts Schlimmes ist. Es wird sogar spannend, man fragt sich was die Geschichten miteinander zu tun haben, wie die Charaktere aufeinander treffen werden. Allerdings hat mir die Umsetzung des Aufeinandertreffens gar nicht gefallen und war mir zu plump.
Was mir außerdem nicht gefallen hat: Die ewig langen ausführlichen Beschreibungen. Dadurch wurde das Lesen sehr zäh. Ich hätte das Buch so gerne gemocht und hatte mich eigentlich richtig darauf gefreut, aber wurde leider enttäuscht. Dennoch habe ich es zu Ende gebracht, in der Hoffnung, dass es mich noch packen wird. Das hat es nicht. Ich werde die Reihe vorerst nicht fortsetzen.
Was hätte es besser gemacht? Weniger von den endlosen Ausführungen über die große Schlacht. Dafür mehr "Mystik" (hätte gerne mehr über die Undae oder Sazsla erfahren, die Sazsla Geschichte gegen Ende des Buches hat es allerdings auch nicht mehr gerettet). Zudem hätte ich mir gewünscht, dass die Story von Babu nicht so untergeht.
12 Wasser wurde sehr gut geschrieben. Ein sehr guter Einblick in die verschiedenen Personen. Es wurde sehr ausführlich, flüssig und ruhig geschrieben. Auch sehr interessant und spannend. Man sinkt in eine ganz besondere Welt. Ich bin begeistert über dieses Buch und würde es jeden empfehlen der auf Fantasy steht.
Zu viele Infos über die Vergangenheit der Welt gleich am Anfang; wenn man noch nicht weiß, ob man die Welt mögen wird, will man nicht gleich als Erstes die ganze Geschichte der Welt in linearer Erzählung lesen
"Zu den Anfängen" ist der erste Teil der High-Fantasy-Trilogie "Zwölf Wasser", der außerdem das Romandebüt des Autors E.L. Greiff ist.
Inhalt: Die Undae sind geheimnisvolle Frauen, die abgeschieden in einer Grotte leben und mit dem Wasser verbunden sind. Sie spüren zuerst, dass sich auf dem Kontinent etwas verändert. Die Wasserstände sinken, die Quellen versiegen. Doch die Quellen des Kontinents sind nicht gewöhnlich, sie versorgen die Bewohner nicht nur mit Wasser, sondern auch mit Menschlichkeit. Drei Frauen der Undae müssen sich daher aufmachen, um das Wasser ihrer Grotte zu zwölf Quellen zu tragen, die über den ganzen Kontinent verteilt sind. Dazu offenbaren sie ihr Wissen dem Volk der Welsen, das in einer Festung in den Bergen wohnt, seit ihr gesamtes Land im Krieg durch einen großen Brand zerstört wurde. Sie wählen Begleiter aus und die Reise beginnt...
Schon nach dem Prolog wurden die Fragezeichen in meinem Kopf immer größer. Der erste Teil ist mit rund 100 Seiten schon recht umfangreich, aber von der eigentlichen Handlung, von Wasser oder den Undae, liest man einfach rein gar nichts. Stattdessen trifft der Leser Babu, einen jungen Hirten aus dem Westen des Kontinents. Schon seit einigen Jahren beobachtet er mit Skepsis, wie sein Volk, ehemals Normaden, die in Zelten lebten, sesshaft werden und Häuser aus Lehm erbauen. Nach dem Tod seines Vaters sorgte sein Onkel, der Thon, der Herrscher dieses Volkes, für den Jungen. Der Leser erfährt, wie er ein Falkenei geschenkt bekommt und seinen Falken Juhut großzieht - und wie er von einem schmerzlichen Verrat erfährt, der ihn zur Flucht zwingt...
Er nach dieser ausführlichen Vorstellung Babus, die noch in keinem Zusammenhang mit dem Versiegen der Quellen zu stehen scheint, stellt der Autor dem Leser im zweiten Teil die Welsen und mit ihnen die Undae vor. In diesem Teil wird die Geschichte aus der Sicht des Soldaten Felt erzählt, der auserwählt wird, die Undae zu begleiten und dabei seine Frau verliert, die in der ungeliebten, steinernen Festung nicht auf seine Rückkehr von der ungewissen Reise warten, sondern mit den Kindern fortziehen will. Felt kämpft mit seinem Schicksal, die Undae begleiten zu müssen, da er den Gedanken, seine Familie zu verlieren kaum ertragen kann, doch sie offenbaren ihm auch eine Zukunft für sein fast ausgelöschtes Volk der Welsen, deren Land nur noch Asche ist.
Neben Babu ist Felt der zweite Hauptprotagonist der Handlung und beide für sich sind gut gelungen. Allerdings fand ich den Block-ähnlichen Aufbau dieses Romans wenig überzeugend. Nach seiner ausführlichen Vorstellung verschwindet Babu für mehrere hundert Seiten wieder völlig von der Bildfläche. Plötzlich ist nur noch Felt da und der erste Teil des Buches scheint überhaupt keine Verbindung mit dem Rest zu haben, erzählte er doch eine völlig isoliert stehende Handlung, die schnell in Vergessenheit gerät. Irgendwann taucht Babu dann wieder auf und spielt seine Rolle für die Reise der Undae und für Felt, aber dazwischen klafften für mich einfach zu große Lücken. Deutlich besser hätte ich es gefunden, wenn Felts und Babus Geschichten parallel zueinander, im ständigen Wechsel erzählt worden wären, denn diese Blöcke ohne Zusammenhänge machen den Roman teilweise leider auch recht langatmig.
Abgesehen von dem eher schwachen Aufbau gefiel mir dieser High-Fantasy-Roman aber sehr gut. Die Welt wird detailiert und anschaulich beschrieben, die Phänomene der Quellen werden Stück für Stück und nachvollziehbar erklärt. Das ganze geschieht in einer flüssigen, angenehm zu lesenden Sprache. Beide Hauptcharaktere haben eine solide Hintergrundgeschichte, sowohl in ihrem persönlichen Umfeld, als auch in der Vergangenheit ihrer Völker, die sie interessant macht und immer wieder für kleinen Nebenerzählungen sorgt, die die manchmal etwas trockeneren Passagen auflockern. Die Reise ist abwechslungs- und actionreich und wird mit der Zeit immer spannender. Allerdings muss man, um an die spannenden Stellen zu gelangen, erst einmal die eher langatmige Einleitungsphase hinter sich bringen. Es gilt also, nicht zu früh aufzugeben und die ein oder andere Länge durchzustehen.
Fazit: Gute High-Fantasy mit spannender Handlung und gelungenen Charakteren. Der Aufbau des Romans konnte mich nicht überzeugen; er sorgt dafür, dass die Einleitung unnötig lange dauert, unnötig langatmig ist und die einzelnen Blöcke jeden Zusammenhang vermissen lassen. Wirklich fesseln konnte mich die Geschichte erst ab der zweiten Romanhälfte, davor war es teilweise recht schwerfällig. Wer also zu diesem Buch greift, sollte Durchhaltevermögen mitbringen. Für die Trilogie wird es sich hoffentlich lohnen. Knappe 4 von 5 Sternen
Sein Wissensdurst, seine unstillbare Neugierde, war nichts anderes als die Angst vor dem undurchdringlichen Nebel, der die Zukunft war.Er ahnte, dass alles mit allem zusammenhing, er ahnte dass die Kette von Ursache und Wirkung unendlich lang war, und er zerrte an ihr. Er holte Glied um Glied aus dem Dunkel des Gestern, aber er wagte nicht, sich umzuwenden und dem Strang der Geschehnisse in den Nebel des Morgens zu folgen. Er fürchtete, dass der Nebel zu Rauch wurde. Zum Rauch eines Feuers, das sie alle verschlingen würde. Zum Rauch eines Feuers, das Vergangenheit war - und Zukunft.
Zwölf Quellen fließen und mit ihr Gefühl, Liebe, Hoffnung, Freundschaft, Menschlichkeit. Diese zwöf Quellen drohen zu versiegen, etwas geht vor sich. Selbst die Undae, welche sich zusammen mit einem Hirten aus dem Langen Tal, einem Falken und drei welsischen Offizieren aufmachen, die Quellen und deren Hüter zu aufzusuchen, wissen nicht, was auf dem Kontinent geschieht. Etwas Dunkles braut sich zusammen, denn wenn die Quellen versiegen, schwindet mit ihr das Menschliche in den Menschen, das Böse erwacht...
Der erste Eindruck von E.L.Greiffs »Zwöf Wasser - Zu den Anfängen«, welcher im August 2012 als Klappenbroschur im dtv Verlag erschien, offenbarte sich mir mit dem Cover, was meiner Ansicht nach sehr gelungen ist. Das Wasser als wichtigstes Element des Buches, gefüllt in eine Phiole auf petrolfarbenem Hintergrund, umrahmt von Mustern, leicht glänzend hervorgehoben, passt hervorragend zum Inhalt des Buches. Das 600 Seiten umfassende Werk liegt doch recht gewichtig in der Hand, weswegen die Art der Bindung vielleicht nicht unbedingt die beste Wahl war. Im Anhang befinden sich neben einer für das Lesen sehr hilfreichen gezeichneten Karte des Kontinents auch ein Glossar, da der Autor - nicht untypisch für das Genre - eigene Worte für Jahreszeiten, Währung, Zeiteinheiten allgemein usw. einführt, die man gerade zum Lesebeginn doch ab und an nachschlagen sollte und auch muss, da es teilweise ein wenig verwirrend ist. Doch wenn man die Begriffe erstmal gespeichert hat, ist das weitere Verständnis spätestens ab dem zweiten Teil des Buches kein Problem mehr.
Der erste Band einer Trilogie, deren Folgebände 2013 und 2014 im dtv Verlag erscheinen sollen, zog mich nicht von Anfang an in seinen Bann. Ich lese gerne Highfantasy, zu dieser Kategorie gehört auch »Zwölf Wasser«, doch ich tat mir bis zu den ersten 20% des Buches mit dem etwas ungewöhnlichen Schreibstil beziehungsweise Satzbau des Autors schwer. Kurze Sätze, teilweise außerhalb der herkömmlichen Subjekt-Verb-Objekt-Syntax und mehrfache Wiederholungen desselben Wortes zum Satzbeginn erschwerten mir den ersten Leseabschnitt des in fünf Teilen gegliederten Romans. Auf den ersten 130 Seiten ist der Leser vor allem mit der ausführlichen und ausschmückenden Charaktereinführung beschäftigt.
Während der erste Teil Babu den Hirten als Protagonisten einführte, befasste sich der zweite Teil mit der Einführung des welsischen Offiziers Felt am anderen Ende des Kontinents. Beide Charaktere zeichnete der Autor sehr umfassend, wobei ich allerdings mehr Sympatie für Felts Persönlichkeit und seinen Weg durch die Handlung empfand. E.L. Greiff beschreibt in sehr farbiger und ausführlicher Form von Orten des Geschehens, schafft es, die Personen sehr tiefgründig zu beleuchten und untermauert die Erlebnisse immer wieder mit seinem eigenwilligen auktorialen Erzählstil. Doch gerade bei aktionsgeladenen Szenen eignet sich diese Art zu formulieren hervorragend, während es zu Beginn des Buches eine längere Eingewöhnung erforderlich machte. So sehr ich damit allerdings anfangs meine Schwierigkeiten hatte, umso mehr begeisterte mich das Buch in seinem weiteren Verlauf!
Zwölf Wasser ist kein Buch für zwischendurch, es ist der erste Teil eines Highfantasy-Epos mit einem ganz eigenen Stil, die den Leser mitnimmt in eine große, ausschweifend beschriebene weite Welt voller Gefahr, Entbehren und Mystik. Man muss sich für dieses Buch Zeit nehmen. Wenn man jedoch erstmal in die verschiedenen Schauplätze mit seinen fremdartig klingenden Jahreszeiten, Zeit- und Währungseinheiten eingetaucht ist, seine Epoche, seine Geschichte und Vergangenheit und seine magischen Elemente förmlich aufsaugen kann und auch die philosophischen Ansätze zu schätzen weiß, möchte man es nicht mehr aus der Hand legen. Ich stand dem Buch anfangs skeptisch gegenüber, um am Ende freudig die nächsten Bände zu erwarten!
Mein Fazit: Highfantasy mit ganz eigenem Ezählstil und packender Spannung, empfehlenswert für begeisterte Leser dieses Genres! 5 von 5 Sternen
Inhalt Im ersten Band seiner Fantasy-Trilogie führt der gebürtige Südafrikaner E. L. Greiff seine Leser in eine phantastische Welt, die sich mit ernsten ökologischen Problemen konfrontiert sieht. Aus einem ehemaligen Steppenvolk der Hirten und Viehzüchter hat sich eine städtische Bevölkerung entwickelt. Grundlage des Aufstiegs der Stadt Pram zum blühenden Handelszentrum waren die Handwerksbetriebe. Gesundheitliche Probleme der Bewohner durch die Expansion des Handwerks sind zu ahnen; Gerber leiden unter einer unheilbaren Berufskrankheit. Die Völker müssen mit einem Mangel an Bau- und Brennholz zurechtkommen. Die Kohle- und Erzvorkommen in Greiffs Fantasy-Welt sind erschöpft, das wirtschaftliche Wachstum stagniert offenbar. Die fehlende Brücke über den Fluss Eldron nach Pram könnte durch Rohstoffmangel oder in fehlender Technologie begründet sein. Wie im realen Leben liebäugeln die Herrschenden in Greiffs phantastischer Welt mit Expansion, um die Nachbarn zu unterwerfen und ihre Truppen beschäftigt zu halten.
Eine Spaltung der Menschen in Sprecher der neuen Sprache Pramsch - auf Kosten des Welsisch, ehemals die meistgesprochene Sprache der zivilisierten Welt - und in die Seguren, Kwother oder Merzer, die als Minderheiten noch immer ihre Stammessprachen sprechen, war der Preis des wirtschaftlichen Aufstiegs. So erfahren die Soldaten, die die Undae (Frauen des Wassers) auf ihrer Expedition nach Pram begleiten, erst vom Dolmetscher Vigo wichtige Ereignisse der Vergangenheit. Zugang zur Sprache und zu geschriebenen Dokumenten sichert Vigo in Pram eine machtvolle Position. Ein grundlegender Konflikt zwischen dem dominierenden Händlervolk Prams und den Seguren, die Sprache, Kultur und Handwerkskünste weitergeben, ist zu ahnen.
Die verbliebenen Viehzüchter leiden unter einer Hasenplage, die die Nahrungsgrundlage ihres Viehs bedroht. Gleich zu Beginn der Handlung wird dem Hirten Babu von rätselhaften Besuchern ein wertvolles Falken-Ei anvertraut. Der junge Falke Juhud deutet nicht nur eine Befreiung von der Hasenplage durch Greifvögel an; die Beziehung zwischen Mensch und Falke nimmt in der Trilogie einen bedeutenden Handlungsstrang ein.
Das Gefährdung ihrer Wasservorräte als Lebensgrundlage scheint den Menschen bisher nicht bewusst zu sein. Erst die Undae, Frauen des Wassers, müssen aktiv werden, um den Wert der Quellen in Erinnerung zu rufen. Felt, ein Soldat vom nahezu ausgestorbenen Stamm der Welsen und als Begleitschutz der Undae unterwegs, wird gegen Ende des ersten Bandes mit Babu, dem Hirten, zusammentreffen. Babu, wie zuvor schon Vigo, tritt dabei als Übermittler der Werte einer alten Zeit auf. Zusammen mit einer Undae und dem Falken Juhud verlassen die Männer unsere reale Welt.
Fazit Der Autor schreibt spürbar aus einer Mission heraus. Greiffs phantastische Welt mit ihrem eigenem Tier- und Pflanzenbestand, einem von unserer Zeitrechnung abweichenden Kalender und einer Vielzahl ungewöhnlicher Eigennamen ist per Hörbuch nur eingeschränkt zu vermitteln. Als Glücksfall für Hörbuchhörer zeigt sich die Webseite des dtv-Verlags, die bis auf einen Namensliste alle Informationen bereithält, die Leser der Printausgabe im Anhang finden und die Hörer der Geschichte vermissen könnten. Die Sicht eines allwissenden Erzählers und ausgedehnte Rückblicke in die Vergangenheit vermitteln eine überwältigende Faktenmenge, die in einigen Passagen mit gewaltigem Pathos einhergeht. Einige Abschnitte, die den Hörern die phantastische Welt Prams nahebringen sollen, wirken sich trotz der gelungenen Beschreibung einer unwirtlichen Umgebung leider als Spannungsbremse aus. Dazu mag beitragen, dass Babu als Einzelgänger nicht gerade ein Sympathieträger ist. Ganz anders die Schilderungen aus Falkenperspektive, die manchen Tierfreund begeistern werden. Von den Folgebänden (für Oktober 2013 und Oktober 2014 angekündigt) erhoffe ich mir mehr Handlung und eine intensivere Kommunikation zwischen den Figuren.
Dieser Auftakt einer Trilogie gehört eindeutig zu den Büchern, die mir mit am schwersten Fallen beim Bewerten. Zum einen merkt man dem Buch einfach an, wie viele Gedanken sich der Autor um seine Charaktere und vor allen Dingen auch seine Welt gemacht hat. Alles wirkt einfach extrem gut durchdacht, oftmals bis ins kleinste Detail und oftmals wird es einem auch so direkt nahe gebracht, was teilweise doch etwas langatmig wird.
Zudem ist es auch noch so, dass der Autor eher eine sehr gewöhnungsbedürftige Art wählt, die Leser an seine Geschichte heranzuführen, da er zunächst nur von einem der beiden Protagonisten berichtet und genau dann, wenn man das Gefühl hat, sich langsam in diese Welt einzufinden, einem Babu langsam sogar ans Herz wächst, genau in diesem Augenblick gibt es einem ziemlich harten Riss in der Geschichte und man springt zu dem nächsten Protagonisten und hört über etliche Seiten nichts mehr von Babu, sondern erlebt nur noch die Geschichte von Felt. Und ich wette, dass gerade dieser Bruch von vielen eher als unangenehm empfunden wird, denn es ist schon schwer, sich in diese detaillierte Welt einzuleben und grade dieser enorme Sprung hat mir selbst gar nicht gefallen.
Ansonsten ist es aber so, dass es sich eher um ein sehr nah an den klassischen Werken der Fantasy angesiedeltes Werk handelt, dass eindeutig einen großen Tiefgang hat, dafür aber zumindest in diesem Band noch ein bisschen mit Aktionszenen geizt, was auch ein bisschen dafür sorgt, dass es über längere Perioden des Romans einfach an Spannung mangelt und man manchmal das gefühl bekommt, dass die Geschichte sich ein wenig zieht. Jedoch merkt man auch einfach, wie viele Gedanken sich wirklich um die Welt und ihre Völker gemacht wurde, was mir extrem gut gefallen hat, denn ich liebe es einfach, wenn eine Fantasy-Welt glaubhaft wird und das kann man dieser Welt hier eindeutig nicht absprechen.
Ich muss auch gestehen, dass mit der Part mit Babu noch deutlich besser gefallen hat, als der mit Undae und Felt, obwohl mir beide Protagonisten, ebenso wie die Welt, sehr durchdacht vorkamen und auch durchweg nicht unsympathisch waren. Jedoch hatte ich bei dem Part mit Babu noch eher das Gefühl von Emotionen im Text, die mir trotz der Tiefgängigkeit der Geschichte oftmals nicht so präsent vorgekommen sind.
Auf jeden Fall ist es, allein durch den Stil wohl eine Fantasy-Trilogie, die vielen gar nicht zusagen wird, da sie zu detailliert und manchmal auch etwas zu emotionslos und daher langatmig ist. Ich selbst mochte sie aber irgendwie und gleichzeitig auch wieder nicht. Für die nächsten Teile hoffe ich daher einfach, dass auch noch ein bisschen mehr Spannung in die Bücher Einzug erhält, denn die bestdurchdachteste Geschichte ist nicht gut, wenn sie einen nicht auch irgendwie gefangen hält.
Solltet ihr euch dazu entschließen dieses Buch zu lesen, muss euch bewusst sein, dass dies kein Buch ist, welches man in einer Woche abgeschlossen hat. Ich habe nun Woche für Woche (insgesamt ca. 10), Stück für Stück gelesen. Einige Textstellen sind mit unglaublich viel Informationen und Geschichte gefüllt, sodass man sie mehrfach lesen muss um zu verstehen. Das sich die Zeitrechnung ändert, hat es mir nicht unbedingt leichter gemacht. Jahre sind Soldern, Tage sind Zehnen usw. Es hat einige Zeit gedauert, bis ich das verinnerlicht habe.
Bemerkenswert finde ich aber das, was die Autorin geschaffen hat. Mit sehr viel Liebe zum Detail hat sie eine neue Welt und die darin lebenden Wesen erschaffen. Und im Buch ist nicht einfach eine neue Welt erschaffen worden, nein, das Wissen über die Vergangenheit und das Entstehen dieser Welt wird den Lesern mitgegeben. Als Anhang findet man auch Beschreibungen zu den Protagonisten, den Jahresrechnungen, sowie eine Karte. So kann man jederzeit nachvollziehen, wo sich die Reisenden gerade aufhalten. Es ist wirklich unglaublich schön, mit wie viel Präzision und Fantasie dieses Buch geschrieben wurde. Wer die Herr der Ringe Bücher gelesen und geliebt hat, wird von diesem Buch sicher nicht enttäuscht sein.
Allgemein wurde das Buch in fünf Hauptkapitel unterteilt, denen mehrere Unterkapitel zugeordnet sind. Zwischendurch wird auch die Sichtweise geändert. Wo man Anfangs noch die Geschichte von Babu, dem Merzer liest, geht es ab dem zweiten Teil um Felt, dem Welsischen Soldaten. Zum Ende gehen die beiden jedoch mit den Undae einen gemeinsamen Weg zu den Quellen.
Leider gibt es auch Kritikpunkte die ich äußern möchte. Aufgrund der oben genannten Geschichten über die Entstehung und der (ich nenne es mal) Selbstfindung der Soldaten, ist die Spannung verloren gegangen. Häufig habe ich das Buch auf Seite gelegt, weil es mir zu langatmig wurde und ich habe mich dann schwer getan wieder anzufangen. Zudem fing die Autorin an in spannenden Szenen die Sätze nur noch kurz und knapp zu halten. Insgesamt gesehen waren für mich nur die letzten 100 Seiten richtig gut und spannend.
Ich gebe dem Buch 3 von 5 Sternen, da die Autorin wirklich gut schreiben kann und mich ihr Buch trotz meiner Kritik berührt hat.
German book, German review. For other reviews (in English), you can check out my blog: 238 books in 238 days. ------
Für mich war "Zu den Anfängen" ganz klar das richtige Buch zur richtigen Zeit. Ich mag langsame Bücher, in denen dem Leser erlaubt wird, sich richtig auf die Geschichte einzulassen. Ich mag Fantasy-Romane, in denen man sich auf einzelne Charaktere konzentrieren kann, auch wenn das Schicksal der ganzen Welt auf dem Spiel steht. Und ich mag Poetisches - Gedichte, sprechende Namen, Erzählungen, bildhafte Sprache, alles was eben so dazugehört.
All das hat "Zu den Anfängen" zu bieten. Zu meiner großen Freude gibt es auch Kapitelüberschriften - das ist etwas Unbedeutendes, aber es gefällt mir, wenn ich das Inhaltsverzeichnis aufschlagen kann und mich anhand des Titels erinnere, was in einem Kapitel geschehen ist. Im Anhang finden sich eine Karte und ein Glossar. Dies hab ich zunächst übersehen, habe aber auch so ohne Probleme in das Buch hineingefunden. Ich habe gelesen, dass einige Probleme mit den kurzen Sätzen hatten; mir ging das nicht so. Ich ahb mich beim Lesen irgendwie ein bisschen heimisch gefühlt; als hätte ich schon Erfahrungen mit der Autorin gesammelt.
Mir gefällt, dass E.L. Greiff viele Themen eingearbeitet hat, ohne dabei belehrend zu wirken. Am Ende wirkt die Grundeinstellung des Buches selbst wie ein Wasserfluss - Dinge geschehen eben und man sollte sie geschen lassen. Erst wenn ein wirklich gravierendes Hindernis auftritt, wird mit aller Macht dagegen vorgegangen.
Das Buch ist nicht wirklich abgeschlossen, trotzdem kommt man Ende etwa bei einer Atempause an und ist nicht zwanghaft auf den nächsten Band angewiesen. Das finde ich bei ersten Bänden immer sehr positiv, dennoch bin ich kein Fan der dreimonatigen Wartezeit bis zu Band 2.
Die Welt ist im Wandel. Das Wasser schwindet und mit ihm die Menschlichkeit!! Die Undae, hohe Frauen, die das Wasser lesen können entsenden drei der ihren auf eine Reise zu den zwölf Quellen, denn wenn sie versiegen ist das Leben der Menschen dem Tode geweiht. Reva wird von dem jungen Hirten Babu,seinem Falken Juhut und dem Soldat Felt begleitet. Utate wird von dem Soldat Kersted begleitet und Smirn vom Waffenmeister Marken. Auf ihren Schultern lastet das Schicksal der gesamten Menschheit!!
Ich hab mich schon richtig auf dieses Buch gefreut und hatte dem entsprechend eine hohe Erwartung, die auch teilweise erfüllt wurde!! Die Handlung ist originell und gefällt mir sehr gut. Zeitweise war das Buch zwar ganz schön langatmig, aber das tut der Handlung keinen Abbruch. Sonst hat es sich schön flüssig gelesen. Der Schreibstil des Autors ist Abschnittsweise sehr gewöhnungsbedürftig. Die Figuren sind schön herausgearbeitet und jede für sich hat ihre eigenen schwächen und stärken. Das Cover ist super schön und stellt die Handlung des Buches sehr schön da!!
Da es ja heißt das immer je drei Gefährten zusammen reisen, bin ich mal gespannt wer noch zu Utate und Kersted und zu Smirn und Marken stoßen wird!! Ich schätze mal da im ertsen Buch von Revas, Babus und Felts Reise berichtet wurde sich die anderen zwei Bücher jeweils mit den Reisen der anderen Figuren beschäftigen werden. Dabei bin ich persönlich noch nicht richtig warm geworden mit Felt oder Babu!! Sonst weis ich immer nach den ersten 100 Seiten wenn ich mag und wenn nicht, aber in diesem Buch weis ich es nicht mal nach knapp 600 Seiten. Ich bin also gespannt was da noch alles so kommt.
Leser die ehr leicht Lektüre bevorzugen rate ich ganz stark von dem Buch ab. Es ist mehr was für "Herr der Ringe", "Narnia" oder " Die Chroniken von Anbeginn" Leser. Das Buch ist sehr schön und man sollte es wirklich lesen!!
Das erste was einem auffällt ist natürlich das wunderschöne Cover und der interessante Titel. Der Klappentext lockt noch mehr!
Ich habe mir einige Rezessionen zu diesem Buch durchgelesen, viele fangen es langatmig und zum Ende hin sogar zu psychotisch da die Welt zu verdreht wäre. Ander verglichen das Buch mit großen Titeln wie "Herr der Ringe" oder "Narnia".
Diesen ganzen Behauptungen kann ich sogut wie gar nicht zustimmen. Ich fang die Story total interessant und etwas was ich bisher noch nicht gelesen habe. Ob es jetzt daran liegt das ich vorher "Anna Karenina" gelesen habe, aber ich fang es gar nich langatmig oder zu verdreht ^^ Ich habe das Buch verschlungen! Konnte es gar nicht aus den Händen legen. Natürlich ist dies das erste Buch einer Trilogie und es muss erst mal viel erklärt werden. Immerhin heißt das Buch ja auch "Zu den Anfängen" ;)
Und obwohl mir das Buch sehr gefallen hat und ich es nicht erwarten kann bis das nächste Buch rauskommt würde ich es nicht mit solchen Fantasy Größen wie oben genannt vergleichen! "Herr der Ringe" ist episch! Und mehr High-Fantasy (falls das irgendeinen Sinn ergibt ^^). Und mit Narnia überhaupt nicht vergleichbar.
Allerdings ist ein sehr gelungener Fantasy Roman den man sich nicht entgehen lassen sollte. Und ich glaube die nächsten Bände werden noch besser! :)
Ich persönlich empfand "Zwölf Wasser" in 90% der Zeit des Lesens als langatmig und musste mich wirklich disziplinieren, weiterzulesen. Dies lag, wie schon ausgeführt, zum einen an den ständigen Abschweifungen, zum anderen an den zu blassen, zu ähnlichen Helden. Im Grunde wurde viel zu wenig Handlung hier auf viel zu vielen Seiten "ausgewalzt". Versteht mich nicht falsch: Ich bin sicher "Zwölf Wasser" wird seine Fangemeinde finden. Für mich war es leider nichts und ich bin mir zu 90% sicher, dass ich die Bände 2 und 3 nicht lesen werde.
Insgesamt empfehle ich "Zwölf Wasser" gerne allen High Fantasy-Freunden, die gerne "Herr der Ringe" gelesen (nicht geschaut!) haben und auf einen bildhaften, sprachgewaltigen, aber auch ausschweifenden Schreibstil stehen. Bisweilen ist "Zwölf Wasser" nahezu philosophisch, und hier schließt sich der Kreis. Denn dass E.L. Greiff auch Essays schreibt, wird in seinem Romandebüt (zu) deutlich.
I didn't think a debut could be so good but this one definitely is. Yes, it is high fantasy and of course it is about a quest but even until the end of this first book of a trilogy one does not really know how the land lies. Yes, there are a few hints what might be, but nothing is carved in stone.
3 viertel des buches waren gut das letzte viertel ist für fanatsyvolle Leser eien besuch beim Psychater wert, da man sont mit dieser verdrehten welt nicht klar kommt oder man kämpft sich jeden Tag eine Seite weiter.Zwei Seiten sind schon psychischer Missbrauch
Beautifully written, which is rare for german books. Greiff knows how to use this language to its best. But... though the story's interesting enough, it doesn't make for fast reading. The book demands leisure and I'm just not in the mood for it. Maybe another time.