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Die Bedrohung

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Am Tag, als Anders dem Elbenmädchen Madras das Leben rettet, ist die friedliche Zeit im Tal vorbei. Denn dem Ungeheuer, das die Elbin bedrohte, folgen weitere. Ger Frey bietet den verzweifelten Menschen seine Hilfe an - zu spät durchschauen Anders und Madras, dass sich sein Plan gegen das Volk der Elben richtet. Können sie den Angriff der Menschen auf die Elben noch verhindern?

607 pages, Paperback

First published January 1, 1994

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About the author

Wolfgang Hohlbein

614 books452 followers
Wolfgang Hohlbein is a German author of science fiction, fantasy and horror fiction who lives near Neuss, North Rhine-Westphalia. His wife, Heike, is also a writer and often works with her husband. She often comes up with the story ideas and therefore is generally credited as co-author. Their daughter, Rebecca, is also a writer.

Writing short stories since age 15, Hohlbein was first recognized as an author after sending in a manuscript he and his wife had written at a fantasy and science fiction writing contest in 1982. They won and their book, Märchenmond (English title: "Magic Moon"), was published by Ueberreuter Publishing, soon becoming a bestseller and winning several awards. It is one of their greatest successes till today.

Many of his more than 200 books are translated and published in many European countries as well as in South Korea. Yet for many years none of his works had been translated into English. In 2006, Magic Moon was translated into English and published in the United States.

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Displaying 1 - 5 of 5 reviews
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366 reviews14 followers
December 30, 2025
Da ich mich normalerweise nicht im Fantasy-Genre bewege, habe ich eine Weile damit gehadert, „Die Bedrohung“ von Wolfgang und Heike Hohlbein zu lesen, allerdings hat mich der Roman nun schon aus dem zweiten Bücherschrank angelacht, sodass ich – ganz im Glauben, es müsse sich dabei um ein Zeichen handeln – zugegriffen habe.
Die Geschichte spielte zwar in einem fremden, teilweise an das Mittelalter erinnernden Tal, wo einige Dinge anders liefen als in unserer heutigen Gesellschaft, allerdings war der Protagonist Anders ein ganz normaler Mensch, was mir die Identifizierung mit ihm erleichterte. Seine Begegnung mit dem Elbenmädchen Madras-von-den-Bäumen zu Beginn sowie ihr gemeinsamer Kampf gegen den Nästy (ein riesiges braunes und unsagbar böses Fabelwesen) riss mich überraschenderweise sofort mit; anschließend ließ mich das Buch nicht mehr los. Die beiden waren, gemäß der typischen Hohlbein-Dynamik aus schüchternem, zurückhaltendem Jungen und keckem, vorlautem Mädchen, extrem süß zusammen, obgleich sie in einem Hin und Her aus Beleidigtsein und gegenseitiger Anziehung standen.
Für mich war dies das erste Mal, dass ich über Elben (anscheinend ein anderes Wort für Elfen?) gelesen habe, doch das außergewöhnliche, ja, geradezu erhabene Volk faszinierte mich auf Anhieb, insbesondere beim Ausflug nach Karak-Varg, einer Stadt in ihrer ursprünglichen Heimat. Dort war alles so paradiesisch – jedenfalls bis zum Eintreffen der Nästys.
„Die Bedrohung“ war insgesamt eine Geschichte über Vorurteile und Ausgrenzung, bei der man einige Analogien zum Nationalsozialismus ziehen könnte: (SPOILER) der Hass gegen eine „andersartige“ Gruppe (die Elben), das Verantwortlichmachen dieser für die eigenen Probleme (das Auftauchen der Nästys, welche in Wahrheit eigntlich Ausgeburten der schlechten Seite eines jeden Menschen waren) und schließlich der zu Beginn stark, am Schluss kaum noch verschleierte Versuch, diese zu vertreiben oder gar auszurotten – unter Ger Fray als finsterem Führer des Volkes. (SPOILER ENDE) Das Ende hätte nach meinem Geschmack ein wenig ausführlicher sein können, gefiel mir jedoch dahingehend, dass Anders' letzte Sätze betonten, aus dem Geschehenen zu lernen und so eine Entartung nie wieder zuzulassen.
Fazit: „Die Bedrohung“ war einer der ersten richtigen Fantasy-Romane, die ich gelesen habe, und vermochte es möglicherweise gar, mich ein wenig für die Phantastik zu begeistern. Die Geschichte ist aufgrund vieler Realitätsbezüge und eines konstanten Spannungsbogens auch Genre-Unerfahrenen zu empfehlen – meine Highlights waren die Liebesgeschichte zwischen Anders und Madras sowie die schillernde Darstellung der Elben. Gute vier Sterne!
Noch eine kleine Anmerkung: Auf Seite 146 fehlt der Apostroph bei „Anders Vater“, auf Seite 409 steht „sich“ statt „sie“ und auf Seite 455 „ach“ statt „auch“.
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